Kochen mit dem Papst

Die Lieblingsrezepte von Franziskus

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Hier kocht der Papst

Nur sehr wenige wissen, dass Papst Franziskus sein Diplom als Lebensmittelchemiker gemacht hat und dass Essen und Kochen in seinem Leben eine wichtige Rolle spielen. Roberto Alborghetti, einer der engagiertesten Biografen des Papstes, zeigt in diesem Buch eine bislang unbekannte Seite des lebenszugewandten Papstes. Auf unterhaltsame Weise erzählt er aus dem Leben Jorge Mario Bergoglios und dem seiner italienischen Familie. Deren Begeisterung für gutes Essen beeinflusste wohl nicht nur seine erste Berufswahl, spätestens seit der Veröffentlichung seiner Umwelt-Enzyklika Laudato si' ist er als Verfechter des verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und Lebensmitteln bekannt. Dass Franziskus ein begeisterter Koch und begnadeter Gastgeber ist, zeigen die vielen persönlichen Anekdoten und Fotos.


Originaltitel: Eating with Francis
Originalverlag: Food Editore, DALCÒ EDIZIONI S.r.l.
eBook epub (epub), 120 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-641-23389-1
Erschienen am  26. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Kochen mit dem Papst

Von: Ladylike

28.07.2018

Nur wenige Leute wissen, dass Papst Franziskus ein Diplom zum Lebensmittelchemiker gemacht hat. Essen und (selber!) Kochen spielen in seinem Leben eine wichtige Rolle. Roberto Alborghetti, einer der engagiertesten Papst-Biografen, zeigt in diesem Buch eine bislang unbekannte Seite von Papst Franziskus. Er erzählt dessen die kulinarische Lebensgeschichte von den italienischen Wurzeln seiner Eltern über sein Leben in Südamerika bis heute. Dieses ungewöhnliche Buch hat sofort meine Neugierde geweckt. Dass der Klerus schon immer gut und gerne gegessen hat, ist ja nicht unbekannt, aber dass ein Papst seine Lieblingsrezepte in einem Buch veröffentlichen lässt, ist etwas ganz Besonderes. Papst Franziskus liebt das einfache, rustikale Essen bäuerlichen Ursprungs, denn die Wurzeln seiner Familie liegen im ländlichen Piemont in Italien. Die Böden dort sind fruchtbar, von den berühmten Haselnüssen bis hin zu exzellentem Wein findet man viele kulinarische Spezialitäten, die allerdings harte, mühsame Landarbeit voraussetzen. Gerade deswegen haben die Speisen dort einen so hohen Stellenwert. Wie viele Menschen damals, wanderten seine Eltern aus politischen Gründen nach Argentinien aus, um eine bessere Zukunft zu haben. Der kleine Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name von Papst Franziskus, kam bereits in Buenos Aires auf die Welt. Seine Familie war arm, er bekam noch vier Geschwister, aber die italienische Esskultur wurde trotzdem hochgehalten. Doch nicht nur die italienische Küche hat den Papst beeinflusst, sondern natürlich auch die argentinische. So trinkt der Papst bis heute gerne argentinischen Mate-Tee und schätzt südamerikanische Empanadas. Seine Mutter war eine exzellente Köchin, die allerdings sehr sparsam sein musste. Nichts wurde verschwendet, nichts weggeworfen. Das prägte Papst Franziskus schon früh und erklärt seine extreme Genügsamkeit, die er heute noch hat. Nachdem die Mutter sich nach der Geburt ihrer letzten Tochter nicht mehr erholte und fast komplett bewegungsunfähig war, musste Jorge als Ältester die Zubereitung der Mahlzeiten für seine Familie übernehmen. Unterstützt durch die Anweisungen der Mutter erlernte er schon in seiner frühen Jugend das Kochen. Eine Ausbildung als Lebensmittelchemiker schloss sich an. Damals dachte noch keiner, dass aus diesem jungen Mann einmal ein Papst werden würde. Doch die Dinge nahmen ihren Lauf. Jorge entschloss sich nach seiner Ausbildung, Priester zu werden, trat in den Jesuitenorden ein und der Rest seiner Karriere ist ja bekannt. Doch die Jahre praktischer Arbeit in der Küche seiner Mutter, gefolgt von der Ausbildung zum Lebensmittelchemiker haben ihm Erfahrungen beschert, die ihn bis heute prägen. Und sie erklären seine Leidenschaft für gutes Essen aus frischen Zutaten, gerne einfach, aber immer sehr geschmackvoll durch Kräuter und Gewürze. Außerdem ist der Papst ein erklärter Verfechter eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur und mit Lebensmitteln. Dieses Thema ist heute aktueller denn je. Bislang wissen nur ganz wenige Menschen, dass der Papst ein überragender Koch ist. Doch das Buch zeigt diese unerwartete Seite auf sehr unterhaltsame Weise, untermalt mit vielen Geschichten aus dem persönlichen Leben des Papstes. Es ist wunderschön bebildert mit mehr als 120 farbigen Fotos. Die Rezepte gehen vom gefüllten Spanferkel, Risotto oder Calamari über Gemüsefrittata bis hin zur Nusstorte. Empanadas und Pizza dürfen natürlich auch nicht fehlen. Es sind bodenständige Rezepte aus frischen Zutaten, und alles wird selbst zubereitet. Convenience Produkte findet man keine. Die Fotos der Rezepte machen schon beim Anschauen Appetit und auf jeden Fall Lust aufs Ausprobieren. Die Mischung aus Rezepten und bislang unbekannten Anekdoten aus dem Leben des Papstes verquickt sich zu einer ausgesprochen interessanten Lektüre. Ich habe noch nichts Vergleichbares gesehen! Hier ein paar der enthaltenen Rezepte: - Spaghetti con le polpette (mit Hackkbällchen) - Pollo al forno (Hühnchen aus dem Backofen) - Pizza mit Mozzarella di Bufala und gelben Kirschtomaten - Gratiniertes Gemüse - Artischocken jüdische Art - Goldmakrelen in Pistazienkruste mit Auberginenauflauf arabische Art - Savarin - Torta ai marroni und viele viele mehr. Dieses Buch ist auch eine ganz tolle Geschenk-Idee für Leute, die sich für Kulinarik und für die Geschichte des Papstes interessieren. Man muss für die Lektüre nicht katholisch sein!! Allein das geschichtliche Prozedere,gemeinsam mit den bodenständigen Rezepten sowie dem gelebten achtsamen Umgang mit Lebensmitteln sind eine außergewöhnliche Kombination, die den Leser in den Bann zieht. Ein in jeglicher Hinsicht (positiv) überraschendes Buch!

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Unterhaltsamer Einblick in das Leben des Papstes

Von: Petra Radtke

16.04.2018

Diese Buch fällt schon durch seine wunderbare Gestaltung auf, vom Cover, über viele großformatige Fotos aus dem Leben des Papstes bis zu den Rezepten mit Farbfotos von den jeweiligen Gerichten. Sehr unterhaltend sind die persönlichen Anekdoten aus dem Leben des Papstes. So erfährt man, dass der Papst schon als Junge durch seine Großmutter und seine Mutter die Liebe zum Zubereiten von schmackhaften Speisen erfahren hat und in ihm der Wunsch geweckt wurde, den Beruf eines Lebensmittelchemikers zu erlernen. Für seine Familie und auch für ihn heute ist das Essen ein wichtiger Teil des Lebens, zu dem man sich in Familie oder mit anderen Menschen trifft und gemeinsam die zubereiteten Gerichte genießt. »Gesegnete Mahlzeit!« Hinter diesen Worten verbirgt sich eine Welt, die Welt von Franziskus. Besonder wichtig sind dabei Essen, bei denen er sich als Papst mit den Vergessenen, den Alten, den Einsamen und Armen trifft. Ein Beispiel dafür ist der 19. November 2017, der zum ersten Mal als Tag der Armen begangen wurde. 1500 Menschen, die in Not leben, die meist weder ein Zuhause noch eine Arbeit haben, wurden in die Aula des Vatikans eingeladen und ein einfaches Mahl serviert. Bereits in Argentinien prangerte er als Erzbischof die Arbeitslosigkeit an, die Armut und Hunger hervorbrachten und Altersarmut und Mangelernährung besonders bei den Kindern als Folge hatten. Er fordert, dass kein Mensch auf der Welt verhungern darf und fordert alle auf, dazu ihren Beitrag zu leisten. Roberto Alborghetti ist einer der engagiertesten Biografen des Papstes. Er ist es, der uns auch mit diesem Buch eine bislang unbekannte Seite des lebenszugewandten Papstes aufzeigt. Da seine Eltern italienischer Herkunft sind, liebt der Papst auch viele italienische Gerichte. Er ernährt sich stets gesund und liebt vor allem Früchte, Huhn und Salat. Die Rezepte im Buch beinhalten alle Variationen von Speisen: verschiedene Gemüsegerichte, Fisch, Fleisch, aber auch leckere Backkreationen. Ich habe schnell Rezepte gefunden, die ich ausprobieren werde. Gut und nachdenkenswert finde ich die Sätze des Papstes zur Esskultur in der Familie, die er in einem Interview sagte: " Eine Familie, die nie zusammen isst, bei Tisch nicht miteinander spricht, beim Essen fernsieht oder mit dem Smartphone spielt, ist eine Familie ohne Familiensinn." (S. 203) Dem Autor gelingt es in unterhaltsamer Weise den Leser mit dem Papst Franziskus vertrauter zu machen, der sich für die Menschen und ihre Probleme einsetzt und regt gleichzeitig mit den Rezepten an, etwas Neues auszuprobieren und damit seinen eigenen Speiseplan zu bereichern. Ich wünsche dem Buch viele interessierte Leser.

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Vita

Roberto Alborghetti

Roberto Alborghetti, Journalist, Autor und bildender Künstler, hat etwa 50 Bücher geschrieben. Er arbeitete für Zeitschriften und Zeitungen und produzierte TV-Dokumentationen. Seine meistverkauften Bücher sind „Francesco“, die erste illustrierte Biographie über Papst Franziskus und „Quando il giorno era una freccia“, in dem er die Schuljahre und den kulturellen Hintergrund von Papst Franziskus beleuchtet. Zuletzt erschien „Nessuno resti indietro“, ein weiterer Titel über Jorge Mario Bergoglio in einem der ärmsten Länder Südamerikas.

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