Was ist so schlimm am Kapitalismus?

Antworten auf die Fragen meiner Enkelin

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Eine ermutigende Streitschrift des bekannten Kapitalismus- und Globalisierungskritikers!

Leben wir mit dem Kapitalismus in der besten aller Welten? Dass Jean Ziegler dieser Ansicht entschieden widerspricht, wissen seine Leser. Jetzt erklärt er seiner Enkeltochter Zohra und ihrer Generation, welchen unmenschlichen Preis wir für dieses System zahlen, warum es „radikal zerstört“ werden muss und mit dem weltweiten Erstarken der Zivilgesellschaft eine neue Antwort der Geschichte heraufzieht.

Wie in all seinen provokanten Analysen stellt sich Ziegler in unmissverständlicher Klarheit den Fragen von Zohra: Der Kapitalismus ist als „kannibalische Weltordnung“ unreformierbar. Und er zeigt sich überzeugt, dass dessen Abschaffung eine kraftvolle Utopie ist, an deren Verwirklichung bereits Millionen Menschen arbeiten und sich als breite Widerstandsfront formieren.

Eine ermutigende Streitschrift des bekannten Kapitalismus- und Globalisierungskritikers.

»Sein Enkelbuch ist ein authentisches Zeugnis eines von keinerlei Ernüchterung getrübten linken Denkens.«

NZZ am Sonntag (28. April 2019)

Aus dem Französischen von Hainer Kober
Originaltitel: LE CAPITALISME EXPLIQUE A MA PETITE-FILLE
Originalverlag: Éditions du Seuil, Paris 2018
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-23602-1
Erschienen am  18. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

ein erster Denkanstoß den Kapitalismus in Frage zu stellen

Von: Salka Schallenberg/kulturmdTV aus Magdeburg

05.08.2019

„Entweder wir zerstören den Kapitalismus jetzt oder er zerstört uns“ - der das sagt, ist 85 und einer der bekanntesten Kapitalismus- und Globalisierungskritiker: Jean Ziegler. Im März 2019 erschien im Bertelsmann Verlag die Streitschrift des Schweizer Soziologen und Politikers „Was ist so schlimm am Kapitalismus?“. Der Titel wirkt etwas zynisch, eigentlich ist der Kapitalismus gar nicht so schlimm, produziert er doch die Wohlstandsgesellschaft, mag der ein oder andere denken. Aber Jean Ziegler, der passionierte Provokateur wie er zuweilen genannt wird, legt ein Sachbuch vor, dass an „Marx 2.0“ erinnert. All das, was Karl Marx in seinen unzähligen Schriften schon vor 150 Jahren niedergeschrieben hat, erleben wir tagtäglich. Jean Ziegler offenbart es schonungslos. Mit seiner Streitschrift wählt der Autor eine interessante Form, den Leser für seine Gedanken zu wecken. Im Untertitel des Buchs „Antworten auf die Fragen meiner Enkelin“ zeigt sich, wen Jean Ziegler konkret ansprechen will. Ein Zwiegespräch mit seiner Enkelin Zohra, die stellvertretend für ihre Generation steht, zeigt dem Leser auf, in welcher Gesellschaftsform wir heute leben. Das mit all seinen Vor- und Nachteilen. Der Kapitalismus nährt sich tagtäglich von den unzähligen Lieferanten der Konsumgüter – diese wiederum verschulden sich immer mehr. Mit dem Zusammenbruch des Sozialismus im Ostblock Anfang der 1990er Jahre konnte der Finanzkapitalismus sich rasant ausbreiten und neue Märkte erschließen. Der Autor macht dies an zahlreichen Fakten und Beispielen fest. Der Kritiker des Kapitalismus zeigt aber auch auf, dass die „die Utopie eine machtvolle historische Kraft“ ist. Sie ist „der Wachtraum, der in uns lebt, die einklagbare Gerechtigkeit, die unser Bewusstsein beherrscht, die neue, glückliche und gerechtere Welt, die wir fordern.“ So war es beim Kampf gegen die Sklaverei, bei der Emanzipation der Frauen im Westen und auch bei der allgemeinen Sozialversicherung. Und so macht Jean Ziegler der Generation seiner Enkelin Mut, einen radikalen Umbruch der Gesellschaft einzufordern. Auch, wenn in kleinen Schritten. Che Guevare sagte schon „Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse.“ Die „Fridays for Future“-Bewegung ist ein Anfang. Mit der Streitschrift gibt Jean Ziegler seinen Lesern einen ersten Denkanstoß an die Hand den Kapitalismus in Frage zu stellen.

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Vita

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von "Business Crime Control".

Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.

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Events

09. Dez. 2019

Jean Ziegler im Berliner Ensemble

20:00 Uhr | Berlin | Lesungen
Jean Ziegler
Was ist so schlimm am Kapitalismus?

Pressestimmen

»Dieses Buch vermittelt eine Leidenschaft, die den Mut zur Veränderung weckt.«

rbb-"zibb" (07. Oktober 2019)

»Unermüdlich prangert Jean Ziegler (84) Hunger, Armut und Ungerechtigkeit an.«

Nürnberger Nachrichten (28. März 2019)

»Ein Intellektueller, dessen Ideen man sich vielleicht nicht alle zu eigen machen muss, der aber wichtige Anstöße zum Nachdenken und Handeln gibt.«

Der Neue Tag (20. März 2019)

»Ein streitbares Buch aber lesenswert!«

Kleine Zeitung (A) (05. August 2019)