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Wie Kinder trauern

Ein Buch zum Verstehen und Begleiten

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Trauer ist eine Antwort der Seele

Wenn Kinder trauern, wenn sie Fragen zu Tod und Sterben haben, brauchen sie Halt und Orientierung. „Wie Kinder trauern“ ist von Fachleuten geschrieben, die täglich mit Kindertrauer zu tun haben. Sie wissen, was es bedeutet, wenn Kinder reagieren: mit Fragen, mit Schweigen, mit Wut, mit Appetitlosigkeit, mit Rückzug. Erklärend und beratend stehen sie Erwachsenen zur Seite, damit Kinder ihre Trauer in einem verständnisvollen, schützenden Umfeld leben können.


eBook epub (epub)
Mit zahlreichen Fotos und Kinderzeichnungen
ISBN: 978-3-641-19419-2
Erschienen am  26. Juni 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Achtsam und hilfreich

Von: Angela Steffens

16.06.2020

Kinder sind anders als Erwachsende. Wenn Kinder einen wichtigen Menschen verlieren, stellen sie Fragen. Doch wir Erwachsene sind oft sprachlos und stehen der kindlichen Verständnislosigkeit ohnmächtig und hilflos gegenüber. Wie vermittelt man einem Kind, dass der Papa, die Mama, die Oma oder der Opa gestorben ist? Wie war die Situation für das Kind im Augenblick des Sterbens? Was hat es wahrgenommen, was gefühlt? Dass nichts ist mehr ist, wie es war, gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Doch Kinder benötigen in diesen Momenten besondere Unterstützung und Orientierung, denn Kinder trauern anders. Das Buch, von Trauerexperten verfasst, erklärt auf wunderbar sanfte, achtsame und verständnisvolle Art, was Kinder in dieser Situation helfen kann. Die Autoren verfügen über viel Erfahrung, das merkt man in jedem Satz. Die einzelnen Kapitel sind gut strukturiert und aufgebaut. Darüber hinaus gibt das Buch viele Anregungen zum Umgang mit einzelnen Situationen und zahlreiche Fallbeispiele machen Lösungswege anschaulich. Fast jedes Kapitel enthält am Ende eine Auflistung der möglichen Vorgehensweisen - sehr praktisch für den aktuen Fall, in dem schnelle Hilfe gefragt ist. Ein Buch, aus dem auch Erwachsene das eine oder andere für sich ziehen können in dieser schwierigen Zeit und darüber hinaus. Gleichzeitig haben sie eine alltagsnahe, praktische Hilfe zur Hand, um trauernden Kindern das zu vermitteln, was sie am meisten benötigen: das Gefühl, sich behütet, verstanden und gestärkt zu fühlen.

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Verständlich, übersichtlich & informativ

Von: miss_lia48

08.09.2019

INHALT: Wir Erwachsene tun uns oftmals schwer mit Themen wie Sterben, Tod oder Trauer. Während diese Thematik früher viel mehr in den Alltag der Menschen integriert war, wird sie heute in unserer Kultur nach Möglichkeit eher gemieden, meist aus Angst und Unsicherheit. Und da Eltern ihre Kinder in der Regel gerne beschützen wollen, haben viele die Tendenz, ihre Kinder eher von der Thematik fernzuhalten, statt wenn jemand stirbt, sie aktiv in die Prozesse miteinzubeziehen. Doch um "den Schmerz zu verarbeiten, muss Trauer erlaubt sein. Denn wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten, wird ein Abschiednehmen unmöglich." (S.10) Doch was ist Trauer überhaupt? Wie erleben Kinder diese (im Vergleich zu uns Erwachsenen)? Welche altersabhängigen Vorstellungen gibt es vom Tod? Mit welchen Traueraufgaben werden Kinder während der Trauer konfrontiert? Wie lassen sich Kinder in die Zeit des Sterbens miteinbeziehen? Wie können Gespräche geführt werden? Diese Fragen versucht das Buch zu beantworten und beschäftigt sich außerdem mit der Zeit von Abschied & Trauer, wie man selbst trauern und gleichzeitig Halt geben kann, mit plötzlichen Todesfällen, und mit Ideen für Rituale vor und nach dem Tod. Im Anhang befinden sich noch Literatur- & Filmempfehlungen sowie diverse Adressen. MEINUNG: Ich möchte dieses Buch besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen, da sich das Buch mit der Trauer innerhalb der Familie beschäftigt. Doch auch Leute die beruflich mit Kindern arbeiten und sich einen Überblick über das Thema verschaffen wollen, kann ich es empfehlen, auch wenn sich das Buch nicht explizit mit dem Umgang der Themen in Kindertageseinrichtungen auseinandersetzt. Als gelernte Erzieherin konnte ich trotzdem einige Aspekte für mich mitnehmen, im Besonderen wie wichtig es ist, trotz der eigenen Unsicherheit, die Kinder aktiv in die Sterbens- und Trauerprozesse miteinzubeziehen, aber auch die altersabhängige Vorstellung vom Sterben. Ausgesprochen gut hat mir gefallen, dass immer wieder mögliche kindgerechte Erklärungen zu schwierigen Themen aufgelistet werden, bei denen es uns Erwachsenen oft schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Von denen hätte ich gerne noch ein paar mehr gehabt! Der verständlich und nachvollziehbar geschriebene Text, macht ein flüssiges Lesen möglich. Doch durch die für uns eher schwierigen Thematik, muss man evtl. manchmal etwas pausieren. Übersichtlichkeit ist mir bei Ratgebern & Sachbüchern immer besonders wichtig, um bei Bedarf mal etwas nachschlagen zu können. Das Buch ist auf jeden Fall strukturiert. Das Inhaltsverzeichnis wirkt recht übersichtlich. Durch die Aufteilung in die sich zum Teil etwas überschneidenden Kapitel, gibt es einige Wiederholungen, welche mich aber nicht gestört haben. Für Struktur sorgen zudem verschiedene Schriftgrößen, wichtige Schlüsselwörter sind fett gedruckt, es gibt Kästen mit Verhaltensvorschlägen an Erwachsene und am Kapitelende findet man immer noch eine Zusammenfassung des vorhergehenden Inhalts. FAZIT: Verständlich, übersichtlich und informativ - ein Buch das ich besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen möchte! 4,5/5 Sterne!

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Vita

Florian Rauch wuchs in einer alteingesessenen Münchner Steinmetz-Familie auf, die vornehmlich Grabsteine herstellte. Nach Abschluss seines BWL-Studiums wurde er Geschäftsführer der Münchner Niederlassung des größten Bestattungsunternehmens Deutschlands. 2000 gründete er in München das Bestattungsunternehmen AETAS, um seine Vorstellungen einer positiven Veränderung der Trauerkultur weiterzugeben. Heute ist AETAS eine anerkannte Anlaufstelle für Fort- und Weiterbildungsangebote zu den Themen Tod und Trauer.

Florian Rauch studierte BWL und wurde Geschäftsführer eines großen Bestattungsunternehmens. Er befasste sich intensiv mit der Trauerthematik und entwickelte ein ganzheitliches Konzept, das er 2000 mit der Gründung von AETAS in die Praxis umsetzte.

www.aetas.de/de

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Nicole Rinder arbeitete bis vor 10 Jahren als Arzthelferin in der Patientenaufnahme eines Gynäkologen. Nie hätte sie sich träumen lassen, bei einem Bestatter zu arbeiten. Bis sie ihren gerade geborenen Sohn verlor und dabei die tröstende Erfahrung machte, genügend Zeit für den Abschied zu haben und ihn intensiv zu erleben, gemeinsam in der Familie zu trauern, zu lachen und zu Weinen und dabei den Schrecken vor dem Sarg und dem Tod zu verlieren – genau das wollte Nicole Rinder auch anderen Menschen ermöglichen. Durch die einfühlsame Begleitung beim Tod ihres Sohnes und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, entschloss sie sich zudem, eine Ausbildung als Geburtsvorbereiterin zu machen. Ihr Ziel war es, Rückbildungskurse speziell für Frauen, nach einer Totgeburt oder Neugeborenentod anzubieten. Nicole Rinder führt heute zusammen mit Florian Rauch das Bestattungsunternehmen AETAS.

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Tita Kern, geboren 1975, ist Psychotraumatologin und Systemische Familientherapeutin. Nach langjähriger Arbeit als Rettungssanitäterin übernahm sie die Leitung der KIT–Akademie und KIT-Nachsorge (Kriseninterventionsteam München). Sie entwickelte das mehrfach ausgezeichnete Konzept „Aufsuchende Psychosozial-Systemische Notfallversorgung (APSN)“ und übernahm von 2007-2011 die Leitung des nach diesem Konzept arbeitenden Pilotprojektes „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beim ASB München. Von 2011 bis zur Gründung der AETAS-Kinderstiftung leitete sie die „Akuthilfe für traumabelastete Kinder und Familien“ (APSN) des Trauma Hilfe Zentrums München e.V. Seit 2013 ist sie in der der AETAS Kinderstiftung die fachliche Leiterin.

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