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Wie Kinder trauern

Ein Buch zum Verstehen und Begleiten

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Paperback
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Trauer ist eine Antwort der Seele

Wenn Kinder trauern, wenn sie Fragen zu Tod und Sterben haben, brauchen sie Halt und Orientierung. „Wie Kinder trauern“ ist von Fachleuten geschrieben, die täglich mit Kindertrauer zu tun haben. Sie wissen, was es bedeutet, wenn Kinder reagieren: mit Fragen, mit Schweigen, mit Wut, mit Appetitlosigkeit, mit Rückzug. Erklärend und beratend stehen sie Erwachsenen zur Seite, damit Kinder ihre Trauer in einem verständnisvollen, schützenden Umfeld leben können.


Paperback , Klappenbroschur, 192 Seiten, 15,5 x 21,0 cm
2. Aufl. 2019
Mit zahlreichen Fotos und Kinderzeichnungen
ISBN: 978-3-466-37174-7
Erschienen am  26. Juni 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Verständlich, übersichtlich & informativ

Von: miss_lia48

08.09.2019

INHALT: Wir Erwachsene tun uns oftmals schwer mit Themen wie Sterben, Tod oder Trauer. Während diese Thematik früher viel mehr in den Alltag der Menschen integriert war, wird sie heute in unserer Kultur nach Möglichkeit eher gemieden, meist aus Angst und Unsicherheit. Und da Eltern ihre Kinder in der Regel gerne beschützen wollen, haben viele die Tendenz, ihre Kinder eher von der Thematik fernzuhalten, statt wenn jemand stirbt, sie aktiv in die Prozesse miteinzubeziehen. Doch um "den Schmerz zu verarbeiten, muss Trauer erlaubt sein. Denn wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten, wird ein Abschiednehmen unmöglich." (S.10) Doch was ist Trauer überhaupt? Wie erleben Kinder diese (im Vergleich zu uns Erwachsenen)? Welche altersabhängigen Vorstellungen gibt es vom Tod? Mit welchen Traueraufgaben werden Kinder während der Trauer konfrontiert? Wie lassen sich Kinder in die Zeit des Sterbens miteinbeziehen? Wie können Gespräche geführt werden? Diese Fragen versucht das Buch zu beantworten und beschäftigt sich außerdem mit der Zeit von Abschied & Trauer, wie man selbst trauern und gleichzeitig Halt geben kann, mit plötzlichen Todesfällen, und mit Ideen für Rituale vor und nach dem Tod. Im Anhang befinden sich noch Literatur- & Filmempfehlungen sowie diverse Adressen. MEINUNG: Ich möchte dieses Buch besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen, da sich das Buch mit der Trauer innerhalb der Familie beschäftigt. Doch auch Leute die beruflich mit Kindern arbeiten und sich einen Überblick über das Thema verschaffen wollen, kann ich es empfehlen, auch wenn sich das Buch nicht explizit mit dem Umgang der Themen in Kindertageseinrichtungen auseinandersetzt. Als gelernte Erzieherin konnte ich trotzdem einige Aspekte für mich mitnehmen, im Besonderen wie wichtig es ist, trotz der eigenen Unsicherheit, die Kinder aktiv in die Sterbens- und Trauerprozesse miteinzubeziehen, aber auch die altersabhängige Vorstellung vom Sterben. Ausgesprochen gut hat mir gefallen, dass immer wieder mögliche kindgerechte Erklärungen zu schwierigen Themen aufgelistet werden, bei denen es uns Erwachsenen oft schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Von denen hätte ich gerne noch ein paar mehr gehabt! Der verständlich und nachvollziehbar geschriebene Text, macht ein flüssiges Lesen möglich. Doch durch die für uns eher schwierigen Thematik, muss man evtl. manchmal etwas pausieren. Übersichtlichkeit ist mir bei Ratgebern & Sachbüchern immer besonders wichtig, um bei Bedarf mal etwas nachschlagen zu können. Das Buch ist auf jeden Fall strukturiert. Das Inhaltsverzeichnis wirkt recht übersichtlich. Durch die Aufteilung in die sich zum Teil etwas überschneidenden Kapitel, gibt es einige Wiederholungen, welche mich aber nicht gestört haben. Für Struktur sorgen zudem verschiedene Schriftgrößen, wichtige Schlüsselwörter sind fett gedruckt, es gibt Kästen mit Verhaltensvorschlägen an Erwachsene und am Kapitelende findet man immer noch eine Zusammenfassung des vorhergehenden Inhalts. FAZIT: Verständlich, übersichtlich und informativ - ein Buch das ich besonders Eltern und anderen Bezugspersonen von Kindern ans Herz legen möchte! 4,5/5 Sterne!

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Ihr Kind trauert, was tun?

Von: Margarete Rosen

07.02.2018

Oft fühlen sich Eltern hilflos, wenn es um kindliche Trauer geht. „Wie Kinder trauern“ bietet viele Anregungen Kinder in der Trauer zu begleiten und individuell auf die kindlichen Bedürfnisse einzugehen. Die drei AutorInnen beschreiben in „Wie Kinder trauern“ auf achtsame Weise, welche Bedürfnisse Kinder haben, welche Möglichkeiten sich Eltern bieten, um ihre Kinder zu unterstützen und ggf. Hilfe zu erhalten. Sie geben Tipps, um mit Kindern ganz normal über dieses schwere Thema zu sprechen. Oft sind Eltern selbst in tiefer Trauer, hilflos und überfordert, dass sie gar nicht in der Lage sind, mit ihren Kindern über den plötzlichen Verlust eines Familienangehörigen zu sprechen. Oder um die Kinder zu schonen, werden schon mal kleine Notlügen benutzt, die später dann schwierig wieder aufzulösen sind. Wenn wir uns und unseren Kindern das Trauern verbieten, wird ein Abschiednehmen unmöglich! Zitat aus Seite 10 Das Buch bietet eine klare Strukturierung. Die Kapitel werden mit Tipps und Anregungen bereichert. Fallbeispiele erläutern die Thematik. Eine farbliche Unterteilung ermöglicht die Quintessenz schnell nachzulesen. In lila Kästen stehen Erklärungen z. B. „Trauer und ihre Gefühle“. In lila Schrift finden wir „Auf einen Blick“ die Zusammenfassung des Kapitels in kurzen Sätzen. Die Autoren bieten einen wertschätzender Umgang mit den verschiedenen Todesarten und Bewältigungsstrategien mit Trauer umzugehen, an. Den Themen: über das langsame Abschiednehmen, plötzliche Todesfälle und Suizid wurden besondere Kapitel gewidmet. Ich habe dies als sehr bereichernd empfunden, denn gerade diese Thematik macht den Menschen in seiner Trauer oft noch hilfloser, wie soll er dann Kinder achtsam begleiten? Das Buch gibt mutmachende Antworten. Besonders passend finde ich die Zitate unter den Kapitel-Überschriften. So steht beim Kapitel „Selbst trauern und gleichzeitig Halt bieten“ ein Zitat aus einem meiner Lieblingsbücher: „Lange saßen sie dort und hatten es schwer, aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.“ aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, Zitat aus Seite 119 Sehr achtsam wird an vielen Beispielen erklärt, wie Trauer gelebt wird, wo dabei Hilfe notwendig wird und wie Lösungen möglich werden. Dazu möchte ich besonders erwähnen, dass dies immer als Angebot formuliert und jeder Trauerfall als etwas ganz eigenes und individuelles angesehen wird. Auch findet in den Kapiteln immer wieder der Kindermund, zum Teil mit Zeichnungen, Gehör. Dies macht mir die dargestellte Situation verständlicher und das kindliche Denken und Fühlen besser nachvollziehbar. Die Autoren haben die kindliche Sichtweise wunderbar klar und verständlich herausgearbeitet. Der ganz Schreibton ist klar und emotionslos, so dass ich mich gut in die einzelnen Stufen der Trauer einfühlen und angebotene Umgangsweisen nachvollziehen konnte. Dass Kinder anders denken und altersbedingte Bedürfnisse haben, wurde klar herausgestellt, dabei jedoch fernab von jedweder Wertung, sondern mit dem klaren Blick auf individuelle Bedürfnisse. Es ist wirklich ein Buch zum Verstehen und Begleiten von Kindern! Das Buch bietet auch Hoffnung. Denn ein Zulassen der Trauer und den Verlust wahrnehmen zu dürfen, führt letztlich zur Möglichkeit daran zu gesunden und den Schmerz zu etwas natürlichem werden zu lassen. Kinder nehmen so häufig die Angst aus der Situation, weil sie ganz natürlich mit Tod, Abschied und Trauer umgehen können. Zitat aus S. 13 Fazit: Vor kurzem beschrieb ich einer Mutter das Buch so: Kein schwerer Schinken, sondern ein sehr gutes Buch, das mit einer besonderen Achtsamkeit etwas Leichtigkeit in dieses schwere Thema bringt. Die AutorInnen wissen, worüber sie sprechen.

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Vita

Florian Rauch ist Geschäftsführer eines großen Bestattungsunternehmens. Er entwickelte ein ganzheitliches Konzept zur Trauerbegleitung, das er 2000 mit der Gründung von AETAS in die Praxis umsetzte.

Nicole Rinder erfuhr nach dem Tod ihres Sohnes, wie tröstend es ist, Zeit für den Abschied zu haben. Das wollte sie auch anderen Menschen ermöglichen. Seitdem arbeitet sie als Trauerbegleiterin und führt zusammen mit Florian Rauch das Bestattungsunternehmen AETAS.

Tita Kern ist Psychotraumatologin und Systemische Familientherapeutin. Sie leitete das Pilotprojekt „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beim ASB München. Seit 2013 ist sie die fachliche Leiterin in der AETAS Kinderstiftung.

Zur AUTORENSEITE

Nicole Rinder arbeitete bis vor 10 Jahren als Arzthelferin in der Patientenaufnahme eines Gynäkologen. Nie hätte sie sich träumen lassen, bei einem Bestatter zu arbeiten. Bis sie ihren gerade geborenen Sohn verlor und dabei die tröstende Erfahrung machte, genügend Zeit für den Abschied zu haben und ihn intensiv zu erleben, gemeinsam in der Familie zu trauern, zu lachen und zu Weinen und dabei den Schrecken vor dem Sarg und dem Tod zu verlieren – genau das wollte Nicole Rinder auch anderen Menschen ermöglichen. Durch die einfühlsame Begleitung beim Tod ihres Sohnes und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, entschloss sie sich zudem, eine Ausbildung als Geburtsvorbereiterin zu machen. Ihr Ziel war es, Rückbildungskurse speziell für Frauen, nach einer Totgeburt oder Neugeborenentod anzubieten. Nicole Rinder führt heute zusammen mit Florian Rauch das Bestattungsunternehmen AETAS.

Zur AUTORENSEITE

Tita Kern, geboren 1975, ist Psychotraumatologin und Systemische Familientherapeutin. Nach langjähriger Arbeit als Rettungssanitäterin übernahm sie die Leitung der KIT–Akademie und KIT-Nachsorge (Kriseninterventionsteam München). Sie entwickelte das mehrfach ausgezeichnete Konzept „Aufsuchende Psychosozial-Systemische Notfallversorgung (APSN)“ und übernahm von 2007-2011 die Leitung des nach diesem Konzept arbeitenden Pilotprojektes „KIDS – Kinder nach belastenden Ereignissen stützen“ beim ASB München. Von 2011 bis zur Gründung der AETAS-Kinderstiftung leitete sie die „Akuthilfe für traumabelastete Kinder und Familien“ (APSN) des Trauma Hilfe Zentrums München e.V. Seit 2013 ist sie in der der AETAS Kinderstiftung die fachliche Leiterin.

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