Der Tag X

Roman

Hardcover
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Der große Roman über den Aufstand am 17. Juni 1953, als 24 Stunden alles möglich schien

Das Leben der Gymnasiastin Nelly Findeisen wird mit jedem Tag komplizierter. Es reicht nicht, dass sie ihren Vater, der vor sieben Jahren nach Russland abkommandiert wurde, nie mehr sieht, auch ihre Mutter wird ihr zusehends fremder. Hinzu kommt ihr Engagement in einer kirchlichen Jugendorganisation, was im Frühjahr 1953 zum Rauswurf aus der Schule führt. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Wie Wolf träumt auch Ilja von einem Leben mit Nelly – aber als sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen entlädt, hängt ihrer aller Leben an seidenen Fäden.

Titus Müller erzählt eindringlich und packend vom Leben der Aufbegehrenden und entfaltet authentisch und detailgenau das Panorama eines Aufstandes, der beispielhaft wurde.

»Es gibt wenige Bücher, die man selbst mit so großem Vergnügen und mit so viel Gewinn gelesen hat.«


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-89667-504-0
Erschienen am  27. Februar 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Tag der deutschen Einheit oder Tag X?

Von: Marianne

10.08.2018

Schauplatz Berlin: Im Jahr 1953 steht Nelly kurz vor dem Abitur, als sie erfährt, dass sie vom Schulbesuch ausgeschlossen wird, wenn sie weiterhin zur Jungen Gemeinde geht. Trotz öffentlicher Bloßstellung, weigert sie sich den Bedingungen nachzugeben. Auch ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Bahnhofsmission wird ihr genommen. Das wäre alles leichter zu ertragen, wenn sie ihren Vater nicht so sehr vermissen würde. Im Jahr 1946 wurde er mitten in der Nacht verschleppt. Nelly und ihre Mutter hätten mitgehen können, aber das konnte die Mutter sich nicht vorstellen. Ihr neuer Lebensgefährte kann Nellys geliebten Vater nicht ersetzen. Mithilfe eines russischen Spions kann Nelly ihrem Vater schreiben. Dieser Mann interessiert sich schon seit Jahren für die schöne Nelly, aber auch Wolf, ein Uhrmacher, möchte könnte sich eine Zukunft mit ihr vorstellen. Der Leser lernt auch einige Bewohner Halles kennen; eine alleinerziehende Frau, die wegen den knappen Lebensmitteln nur schwer für ihre drei Jungs sorgen kann, ihr Cousin, der zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort ist, und seine Frau, die zu spät erkennt was Liebe ist. Und am Rande geht es auch um die sowjetische Machtzentrale, die sich nach dem Tod Stalins neu formieren muss. Denn die Entscheidungen hier beeinflussen das tägliche Leben im Osten Deutschlands. Am 17. Juni 1953 kommt es an mehreren Orten der DDR zu Aufständen und Streiks. Für die Bundesrepublik ist das ein Hinweis auf die Unzufriedenheit der Bürger. Der Feiertag, der an diesem Tag eingeführt wird, soll daran erinnern, dass beide Länder wiedervereinigt werden sollen. In der DDR wird dieser Tag „Tag X“ genannt, um den Eindruck zu vermitteln, die Aufstände wurden von den kapitalistischen Ländern gesteuert. Dieser Roman hält sich eng an historische Ereignisse, und ist doch spannend und sehr gut lesbar. Die verschiedenen Schicksale lassen den Leser erkennen, wie der Alltag in der DDR aussah, und welche Nöte es gab. Bei der Beschreibung der Aufstände fiebert der Leser mit, denn inzwischen sind ihm diese Personen sehr vertraut. Beeindruckend sind auch die vielen Details, die ein buntes und authentisches Bild der Umgebung im Leser entstehen lassen. Gut recherchiert und spannend zu lesen! Wer mehr über die DDR und über diesen wichtigen Tag lernen will, sollte unbedingt dieses Buch lesen.

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Wahnsinnig spannend und einfach nur toll

Von: Mylittlebookpalace

26.01.2018

Handlung:Das Leben der Gymnasiastin Nelly Findeisen wird mit jedem Tag komplizierter. Es reicht nicht, dass sie ihren Vater, der vor sieben Jahren nach Russland abkommandiert wurde, nie mehr sieht, auch ihre Mutter wird ihr zusehends fremder. Hinzu kommt ihr Engagement in einer kirchlichen Jugendorganisation, was im Frühjahr 1953 zum Rauswurf aus der Schule führt. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Wie Wolf träumt auch Ilja von einem Leben mit Nelly – aber als sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen entlädt, hängt ihrer aller Leben an seidenen Fäden. Titus Müller erzählt eindringlich und packend vom Leben der Aufbegehrenden und entfaltet authentisch und detailgenau das Panorama eines Aufstandes, der beispielhaft wurde. Orte: Das Buch hat den unterschiedlichsten Orten gespielt, die zu der Zeit sehr wichtig waren: Berlin, London, Halle und etliche Orte außerhalb von dem Deutschland dieser Zeit. Ich habe mir schon etliche Dokus darüber angesehen, weshalb ich schon ungefähr weiß wie es dort ausgesehen hat oder ich es mir zu mindest ansatzweise vorstellen kann wie es dort aussah. Personen: Also mit den Personen bin ich zeitweise echt durcheinander gekommen, da manchmal gefühlt alle zwei Seiten eine neue Person in die Geschichte gekommen ist und eine neue Geschichte dazugekommen ist. Gestaltung: Mich hat das Cover sofort angesprochen und es passt wahnsinnig gut zu dem Buch. Auch die Kapitelgestaltung war sehr schön, schlicht und übersichtlich. Schreibstil: ich mochte den Schreibstil von Anfang an und er hat mir wirklich gut gefallen. Es gab tolle Dialoge und Beschreibungen und ich konnte das Buch wahnsinnig schnell lesen. Geschichte. Auch die Geschichte mochte ich sehr gerne und ich habe mich sofort eingefunden in die Geschichte. Es war eigentlich die ganze Zeit spannende und ich mochte die Handlung wahnsinnig gerne. Fazit: Ich mochte dieses Buch sehr sehr gerne und hatte fast nichts daran auszusetzen, weshalb ich 5 von 5 Sternen gebe und mich hier beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken möchte.

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Vita

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik. 1998 gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt. 2002 veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman: Der Kalligraph des Bischofs. Es folgten weitere historische Romane wie Die Brillenmacherin (2005). Titus Müller wurde mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet. 2011 erschien im Blessing Verlag sein Roman über den Untergang der Titanic: Tanz unter Sternen. Für den Roman Nachtauge(Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt.

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Events

18. Mai 2019

Lesung mit Titus Müller

19:30 Uhr | Würzburg | Lesungen & Events
Der Tag X

17. Jun 2019

Lesung mit Titus Müller

19:30 Uhr | Meiningen | Lesungen & Events
Der Tag X

Zitate

»Spannendes Geschichtsdrama ... Müllers temporeiches, spannendes Spiel mit der Wirklichkeit bleibt nah an der tragischen Wahrheit.«

Steffen Könau, Mitteldeutsche Zeitung (26. April 2017)

»Großartig, wie Titus Müller mit leichter Hand Nellys Geschichte mit echter Historie verwebt.«

Silvia Feist, Emotion (05. April 2017)

»Hollywood, bitte verfilmen!«

Grazia (09. März 2017)

Titus Müller ist ein lebendiger und zugleich sehr genauer Erzähler. Sein soeben im Blessing Verlag erschienener Roman bringt dem Leser die jüngere deutsche Geschichte klar vor Augen.«

Cornelia Geissler, Berliner Zeitung (09. März 2017)

»Titus Müller ist ein großartiger Geschichtenerzähler: Am Ende meint man beinah, selbst dabei gewesen zu sein.«

»Titus Müller lässt das Jahr 1953 mit der ganzen Farbenfreude des Historikers wieder lebendig werden.«

Leipziger Internet-Zeitung (05. März 2017)

»Die Story fesselt nicht nur durch die meisterliche Darstellung historischer Hintergründe, sondern vor allem durch die enorme Sprachkompetenz des Autors.«

Wege (30. März 2017)

»Es geht nichts über einen erstklassig recherchierten Roman!«

Stephan Opitz, Schleswig-Holstein Journal (13. Mai 2017)

»Authentischer Roman über den Aufstand vom 17. Juni.«

SUPERillu (23. März 2017)