Im Unterland

Eine Entdeckungsreise in die Welt unter der Erde

(3)

Bestseller Platz 45
Spiegel Hardcover Sachbücher

Hardcover
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Ausgezeichnet mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2019

In einer großartigen Entdeckungsreise nimmt uns der vielfach ausgezeichnete britische Autor Robert Macfarlane mit in die dunkle, überraschende Welt unter der Erde. Er führt uns in Höhlenlandschaften in England und Slowenien, zu einem unterirdischen Fluss in Italien, in den Untergrund von Paris, die schwindende Gletscherwelt Grönlands und, zuletzt, in einen Stollen für Atomabfälle, der die nächsten 100.000 Jahre überdauern soll. Sein Buch ist viel mehr als eine fantastische Natur- und Landschaftsgeschichte: Eindringlich schildert er das Wechselspiel zwischen Mensch, Natur und Landschaft – nicht zuletzt als Mahnung, was wir durch unsere Eingriffe zu verlieren drohen.

»Robert Macfarlane zaubert mit Worten. Wie ein Sog ziehen uns seine Sätze tiefer und tiefer ins Buch.«

Andrea Wulf, Autorin von »Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur«

Aus dem Englischen von Andreas Jandl, Frank Sievers
Originaltitel: Underland
Originalverlag: Hamish Hamilton
Hardcover mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 14 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60113-5
Erschienen am  19. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Fesselnde Reise unter die Oberfläche

Von: Havenys Buecherhimmel

08.11.2019

Inhalt: Wer weiß eigentlich genau, was sich unter der Erde alles verbirgt? Wer fühlt sich in den Katakomben von Paris Zuhause? Wer weiß, wie viele Lebewesen sich im Wald direkt unter der Erdoberfläche verstecken? 🌲🌱 Und wer versteht auch, wie wichtig es ist, dass wir gut zu der Welt da unten sind und sie nicht nur ausbeuten? . Meine Meinung: Sachbücher verbindet man oft mit trockenen Beschreibungen, langen Texten und Passagen, die so hochgestochen formuliert sind, dass man schnell den Ueberblick verliert. Dass Sachbücher nicht so sein müssen, beweist Robert MacFarlane in seinem Buch "Im Unterland". 🤗 . Er konnte mich von der ersten Seite an abholen und mit seinem wundervollen, erzählendem Schreibstil mit auf seine Reise durchs Unterland entführen. Egal ob man mit ihm durch die Katakomben von Paris streift, im Wald den Boden betrachtet, oder ein Versteck für hochradioaktiven Müll aufsucht - Der Mann weiß wie man darüber schreibt und den Leser sehr in seinen Bann zieht! 😍 . Man lernt in diesem Buch wahnsinnig viel über unsere Welt, unseren Boden, aber auch die Gefahren, die eine Ausbeutung des Bodens bedeuten kann. Immer wieder berichtet er von seinen Erlebnissen im Untergrund, verflochten mit Erzählungen seiner Begleiter oder aus seinem eigenen Leben, wodurch es einem manchmal vorkommt, als würde man gerade gar kein Sachbuch, sondern einen Roman vor sich haben. ☺ . Am Anfang jedes Kapitels gibt es zur Einstimmung auch immer ein Bild des Ortes, den Robert MacFarlane im kommenden Kapitel aufsuchen wird. Ich hätte mir im Buch jedoch gerne noch ein paar mehr Bilder gewunschen, wobei ich auch verstehen kann, dass es natürlich extrem schwierig ist, unter der Erde Fotos zu machen. 🙈 . Wenn man sich für all die Geheimnisse, die teils unter Städten, in Höhlen oder einfach unter dem sichtbaren Erdboden verborgen sind, sollte man sich auf jeden Fall auf dieses Buch einlassen! Nur dank dem Buch weiß ich jetzt, was "Kronen-Schüchternheit" bei Bäumen bedeutet oder auch was es mit einem "Mithräum" auf sich hat! 🤓 . Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das es aber auf jeden Fall mehr als wert ist! 😍 . 5/5 Sternen ⭐

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Robert Macfarlane: Im Unterland

Von: Esthers Bücher

21.09.2019

Dieses Buch mit wenigen Worten zusammenzufassen und einem Genre zuzuordnen ist eine Sache der Unmöglichkeit. Es ist ein Reisebericht, es ist ein philosophisches Werk, es hat eine lyrische Sprache, befasst sich oft mit dem Klimawandel… es ist so Vieles in einem – genau, wie sein Autor. Robert Macfarlane, dessen unbändige Abenteuerlust von seinem schüchternen Lächeln sehr gut getarnt wird, ist Literaturwissenschaftler und Bergsteiger. Zehn Jahre hat er für dieses Buch recherchiert, in dem er in die Tiefe steigt. „Wir wissen so wenig über die Welt unter unseren Füßen“, sagt er, und will das ändern. Dabei begibt er sich in Karsthöhlen, in die Katakomben unter Paris, in Bergwerke und unterirdische Labore, sogar unter das Eis. Unterwegs findet er immer wieder Freunde, die ihn begleiten. Denn anders als beim Bergsteigen, braucht man unter der Erde immer Führer, die sich auskennen und ihm den Weg zeigen. Von einem Freund, der ihm sonst Socken zu Weihnachten schenkt, bekommt er zwei Gegenstände für seine unterirdische Wanderungen. Das eine ist eine Eule, aus dem Knochen eines Wals geschnitzt. Sie soll ihm helfen, in der Dunkelheit zu sehen. Das andere ist ein kleines, aber doch schweres Kästchens. Sein Freund schrieb alle schlimmen Dinge, die ihn verfolgten, auf ein Papier, verbrannte es, packte die Asche in ein Kästchen. Dann überzog er dieses Kästchen mit einer Bronzeschicht. Und zur Sicherheit schlug er auch noch ein paar Nägel hinein. Macfarlane soll nun dieses Kästchen an einem Ort loswerden, wo es niemals gefunden werden kann. Zwei interessante „Begleiter“, aber nicht minder interessant sind die Reiseführer, die Macfarlane auf seinen Erkundungen unterstützen. Da wäre zum Beispiel Merlin Sheldrake, ein junger Pilzforscher. Er beschäftigt sich mit den Netzwerken, die Pilze untereinander und mit anderen Pflanzen ausbauen. In seiner Freizeit braut er Apfelcider… den Apfel dafür holt er sich allerdings nicht unbedingt nicht immer auch die übliche Weise. So hat er mal von Newtons berühtem Apfelbaum sich was geklaut, und auch aus Darwins Garten. Dann die „Lina“ genannte junge Frau, die natürlich nicht so heißt. Das ist nur ihr Deckname, denn sie erkundet regelmäßig und verbotener Weise die Pariser Katakomben. Sie kennt jeden Weg auswendig und Macfarlane folgt ihr auch dann noch mit vollstem Vertrauen, als er an so engen Stellen herumkriecht, wo er nicht mal mehr seinen Kopf drehen kann. Die Reisen und die Erlebnisse würden das Buch schon zu einer interessanten Lektüre machen, Macfarlane macht aber immer wieder gedankliche Abstecher. Mal, um die historischen Hintergründe zu beleuchten, mal um darüber zu sinnieren, was wir Menschen mit der Erde getan haben und noch immer tun. Er kehrt immer wieder zu der Frage zurück, ob man das Zeitalter, in dem wir leben, tatsächlich Anthropozän nennen kann. Und ob wir gute Vorfahren für kommende Generationen sind. Was mir die Kehle zugeschnürt hat, waren seine Ausflüge in verlassene Gegenden, wo kein Mensch lebt, und wo er doch immer auf menschliche Spuren stößt. Wie zum Beispiel auf den Lofoten: "Die orangen Kugeln liegen über den gesamten Strand verteilt. Es sind, wie ich jetzt sehe, hohle eiserne Schwimmer von Fischernetzen – unzählige sind hier gestrandet und verrostet, wie Alien-Eier. Dazwischen und rundum ein dichtes Gewebe aus angespültem Plastik, das an dieser wilder Küste besonders abscheulich wirkt: Plastikflaschen, Fäden von Nylonnetzen, Bretter von Fischkisten." (Seite 312) Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, beziehungsweise bereits mit dem Cover – das übrigens das Gemälde einer seiner Freunde ist. Hier passt für mich alles, das Thema ist spannend und bringt mich zum Nachdenken, der Schreibstil ist mitreißend, sachlich, aber auch lyrisch. Und der Autor scheint eine faszinierende Persönlichkeit zu sein. Falls jemand die Möglichkeit hat, ihn bei einer Lesung zu erleben, kann ich das auch nur empfehlen.

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Vita

Robert Macfarlane, geboren 1976 in Nottinghamshire, ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Naturschriftsteller der Gegenwart. In seinen bei AS und Matthes & Seitz erschienenen Büchern »Berge im Kopf«, »Alte Wege« und »Karte der Wildnis« schreibt er in einer selten einfühlend-poetischen und zugleich präzisen Sprache über Landschaften und Orte, über die Natur und unsere Beziehung zu ihr. Er ist Fellow der britischen Royal Society of Literature und Gründungsmitglied der Naturschutzorganisation Action for Conservation. Sein neuestes Buch »Im Unterland« wurde mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2019 ausgezeichnet.

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Andreas Jandl

Andreas Jandl, geboren 1975, studierte Theaterwissenschaften, Anglistik und Romanistik in Berlin, London und Montréal. Er ist Übersetzer aus dem Französischen und Englischen, u. a. von Nicolas Dickner, Elisa Shua Dusapin, Mike Kenney, Marie-Renée Lavoie, Maaza Mengiste und Gaétan Soucy. Gemeinsam mit Frank Sievers erhielt er 2017 den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis für die Übertragung von John Alec Bakers »Der Wanderfalke«.

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Frank Sievers

Frank Sievers, Jahrgang 1974, lebt als Übersetzer und Autor in Berlin. Er arbeitet regelmäßig für die Reihe »Naturkunden« bei Matthes & Seitz und übersetzt auch Romane und Sachbücher über Themen wie Kunst, Gastrophysik oder Fußball. 2017 erhielt er gemeinsam mit Andreas Jandl den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis für die Übertragung von John Alec Bakers »Der Wanderfalke«.

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Pressestimmen

»Tiefgründig in jeder Hinsicht.«

Richard Powers

»Wunderbar ... Unendliche Neugier, Großherzigkeit, Gelehrsamkeit, Mut und Klarheit ... Ein Buch, das zu lesen lohnt.«

The Times

»Sie wären verrückt, wenn Sie dieses Buch nicht lesen würden.«

Sunday Times

»Er ist der große Naturschriftsteller und Naturdichter seiner Generation.«

Wall Street Journal