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Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau

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»Endlich wird eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts in all ihren schillernden Facetten wiederentdeckt.« Orhan Pamuk

Idalina sucht einen Weg zwischen Vernunft und Leidenschaft, Luísa ringt um innere Stärke und Tuda um ein Leben ohne Therapeuten. In Kurzprosa von beispielloser Originalität lotet Clarice Lispector die Paradoxien des Daseins und die Grenzen des Sagbaren aus: Wahnsinn wird zu Weisheit, Angst zu Mut, wenn sie das Innerste ihrer nur auf den ersten Blick alltäglichen Figuren – meist Frauen – nach außen kehrt. Poetisch und tiefgründig, gleichen ihre Erzählungen flirrenden Träume von einer geheimnisvollen Welt… International als einer der Höhepunkte brasilianischer Literatur bekannt, ist Lispectors Kurzprosa im deutschsprachigen Raum noch zu entdecken. Der vorliegende Band mit vierzig teils erstmals ins Deutsche übertragenen Geschichten verspricht eine aufregende Begegnung mit der suggestiven Kraft ihrer Sprachkunst. PLATZ 1 DER SWR-BESTENLISTE DEZEMBER 2019!

»Eine wirklich außergewöhnliche Schriftstellerin.«

Jonathan Franzen

Aus dem Portugiesischen von Luis Ruby
Originaltitel: Todos os contos
Originalverlag: Editora Rocco Ltda.
Hardcover mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60094-7
Erschienen am  21. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Rio de Janeiro, Brasilien

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Vita

Benjamin Moser, geboren 1976 in Houston, Texas, lebt in den Niederlanden, wo er an der Universität Utrecht promovierte. Er verfasst regelmäßig Beiträge für Harper’s Magazine und The New York Review of Books und ist als Biograph von Clarice Lispector außerdem Herausgeber ihrer Werkausgabe in neuer Übersetzung bei dem amerikanischen Verlag New Directions. Zurzeit arbeitet er an der autorisierten Biographie der amerikanischen Philosophin und Publizistin Susan Sontag.

Zur HERAUSGEBERSEITE

Clarice Lispector wurde 1920 als Tochter jüdischer Eltern in der Ukraine geboren und wuchs im ärmlichen Nordosten Brasiliens auf. Sie studierte Jura, arbeitete als Lehrerin und Journalistin und führte als Diplomatengattin ein ebenso glamouröses wie rebellisches Leben. Bereits ihr erster, vielbeachteter Roman »Nahe dem wilden Herzen« brach 1944 klar mit allen Regeln konventionellen Schreibens. Von Krankheit und Tablettenkonsum zerstört, starb Lispector 1977 mit nur 56 Jahren in Rio de Janeiro.

Zur AUTORENSEITE

Luis Ruby

Luis Ruby, 1970 in München geboren, übersetzt neben Clarice Lispector Autoren wie Hernán Ronsino, Eduardo Halfon und Niccolò Ammaniti. Er wurde für seine Arbeit u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Münchner Literaturstipendium ausgezeichnet.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Es lohnt, sie wieder zu entdecken.«

FAZ, Maria Frisé (28. November 2019)

»Die Lektüre der Erzählungen gleicht, wie ein brasilianischer Kritiker einmal konstatiert, einer Expedition in unbekanntes Gelände – einer Expedition in die Unwirklichkeit dessen, was wir Wirklichkeit nennen. Diese Unwirklichkeit des Wirklichen in den 40 Geschichten fühlbar zu machen, anschaulich, nacherlebbar – in den komplizierten Gedanken der jeweiligen Protagonistinnen –, darin liegt die große Kunst dieser Autorin.«

»Die brasilianische Schriftstellerin Clarice Lispector taucht in ihren Erzählungen in die Abgründe des Alltags ab. Sie findet dabei ebenso fantastische wie faszinierende Bilder für weibliche Innenwelten. Und Sinn für schräge Pointen hat sie auch noch.«

»Die ideale Gelegenheit, die zutiefst weiblichen Obsessionen dieser Diva der modernen brasilianischen Literatur (1920–1977) kennenzulernen. Geheimnisvolle Geschichten von wildem und sprunghaftem Eigensinn.«

Der Tagesspiegel, Gregor Dotzauer (08. Dezember 2019)

»Lispectors Erzählungen sind wortgewordene Erregungszustände: ihre Wahrnehmung wie entzündet, ihre Nerven in knisterndes Seidenpapier geschlagen. Und die Stellen, die sie wieder und wieder umformuliert, weil sie den Rhythmus von Wiederholungen liebt, zerspringen vor schrägem Humor.«

Badische Zeitung, Ingrid Mylo (16. November 2019)

»Alles dargeboten im unnachahmlichen Stil Lispectors, in dem das Empathische, das Skurrile und das Unbegreifliche zusammenfallen und das Leben dort hervortreten lassen, wo es am wenigsten vermutet wird. Die Texte sind bisweilen weitaus zugänglicher, als es die Romane der Autorin sind, und eignen sich somit als Einstieg in das Gesamtwerk.«

»Manchmal schmerzhaft, manchmal sogar der blanke Horror, aber oftmals auch auf subtile Art und Weise humorvoll – ihre pointierten und immer ins Schwarze treffenden Worte laden zum Mitdenken, Mitfühlen, freien Assoziieren und Interpretieren ein.«

»Die kuriose Wendigkeit ihrer Sprache in eine andere zu übersetzen, ist an sich eine Meisterprüfung, die Luis Ruby bestanden hat. Zu unserem Leseglück.«

Stadtkind Hannover, Anke Wittkopp (01. Dezember 2019)

»Clarice Lispector ist die führende lateinamerikanische Prosaautorin des Jahrhunderts.«

New York Times Book Review

»Die brasilianische Virginia Woolf. Allein ihretwegen würde ich gern Portugiesisch können, um sie im Original zu lesen.«

Karl Lagerfeld

»Clarice Lispector und ihr Blick bleiben unendlich faszinierend.«

Fabian Wolff, Jüdische Allgemeine

»Ihre ›Gesammelten Erzählungen‹ sind ein außergewöhnliches Buch; sie beweisen, dass Lispector – neben Jorge Luis Borges, Juan Rulfo und Machado de Assis, ihrem Landsmann aus dem 19. Jahrhundert – eine der unverkennbaren Stimmen der lateinamerikanischen Literatur ist.«

Terrence Rafferty, The New York Book Review

»Dieser Band mit Erzählungen ist eine ideale Einführung in diesen ›weiblichen Tschechow an den Stränden von Guanabara‹, dessen Wiederentdeckung den Modernismus um eine gewisse Sinnlichkeit erweitert hat.«

Megan O'Grady, Vogue

»Dieses Kompendium von Geschichten der großartigen Brasilianerin entfaltet einen so betörenden Zauber, dass man glaubt, diese längst verstorbene Autorin sprechen zu hören.«

The Boston Globe

»Egal wie klein oder groß das Thema – die Liebe eines Mädchens zu ihrem Huhn, das anschließend gegessen wird, ein erster Kuss zwischen Klassenkameraden oder die Tagträume einer unzufriedenen Hausfrau – sie werden in ihren Händen bedeutsam.«

Fiona Wilson, The Times

»Lispector zu lesen ist täuschend leicht, wegen des angenehmen Schwungs, der Bandbreite und Spritzigkeit ihrer Handlungsstränge.«

Women's Review of Books

»Ihre Texte sind große Kunst und zutiefst menschlich.«

Barbara Weidle, Berliner Zeitung

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