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Sehnsucht Italien Eine akustische Reise von den Dolomiten bis nach Sizilien

Anthologie mit Beate Himmelstoß, Wolf Euba

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-2699-8

Erschienen: 22.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Für alle Italienfreunde, zuhause und unterwegs

Wussten Sie schon, dass Opernkomponist Giuseppe Verdi und Baron Paolo Genovese eines der ersten öffentlichen Kochduelle bestritten: Pasta oder Risotto? Oder dass Goethe auf seiner berühmten italienischen Reise beinahe als Spion festgenommen worden wäre? Waren Sie schon einmal auf dem Dach des Mailänder Doms? Und kennen Sie die die geheimnisvollen Grabstätten der Etrusker? Unterhaltsame Reisereportagen führen Sie auf unentdeckten Pfaden zu den interessantesten und bekanntesten Orten in Italien. Es gibt viel zu entdecken auf dieser akustischen Reise kreuz und quer durch das Sehnsuchtsland der Deutschen!

Enthält:

• Reiseeindrücke aus Ligurien, dem südlichen Latium, von der Liparischen Insel Salina, vom „Weg der Götter“ an der Amalfiküste oder aus der UNESCO-Welterberegion Cinqueterre.

• Besondere Orte wie das Damast-Dorf Lorsica, die Tagebuchstadt Pieve Santo Stefano oder das Dach des Mailänder Doms.

• Begegnungen mit Land und Leuten wie den Opernsängern der Mailänder Casa Verdi, Hüttenwirten in den Dolomiten oder dem Sizilienkenner Wolf Gaudlitz.

• Historisches zu Ötzi im Valpolicella, den Etruskern, dem antiken Pompeji, über Franz von Assisi, Goethe und Garibaldi.

• Kulinarisches aus dem Friaul, dem Piemont, der Nordtoskana, aus dem Rom des Lukullus und Sizilien.

• Wissenswertes und Anekdoten über Michelangelo, Leonardo und Raffael, über Vivaldi, Verdi und Allegri, über Gesualdo und Cellini.

Mit Beate Himmelstoß, Stefan Wilkening, Gert Heidenreich, Wolf Euba u.v.a.

(Laufzeit: 9h 26)

Andreas Pehl (Autor)

Andreas Pehl hatte nie geplant, einmal für das Radio zu arbeiten. Der Profimusiker ist viele Wochen im Jahr in Konzertsälen und auf Bühnen unterwegs. Doch ausgerechnet die Kombination seiner Studiengänge – Theologie, Sozialpädagogik und Musik – hat ihn dann auch zum Rundfunk gebracht, wo er inzwischen neben Musikfeatures für den BR, DLF, SWR und WDR auch für zahlreiche Redaktionen von Bayern 2 Sendungen schreibt und hin und wieder Eindrücke von seinen Auftrittsorten mitbringt. Daneben ist er ein großer Italienliebhaber und regelmäßig dort zu Gast, gerne auch mit Gruppen. 2013 veröffentlichte er einen in der Presse begeistert aufgenommenen Musikalischen Romführer ("Rom - eine musikalische Entdeckungsreise") und ist als Coautor an Sizilienreiseführern beteiligt.


Stefan Schomann (Autor)

Stefan Schomann, 1962 in München geboren, studierte Germanistik in seiner Heimatstadt und in Berlin. Seit 1988 arbeitet er als freier Autor und Journalist, er schreibt Reportagen unter anderem für »GEO«, »Die Zeit«, »Frankfurter Rundschau« und den »Stern«. 2008 erschien sein Buch »Letzte Zuflucht Shanghai« über die Liebesgeschichte des Wiener Juden Robert Reuven Sokal und der chinesischen Christin Julie Chenchu Yang. Stefan Schomann lebt in Berlin und Peking.


Thomas Kernert (Autor)

Thomas Kernert wurde 1956 in München geboren und studierte Philosophie und Geschichte. Seit 1984 ist er freier Autor für Hörfunk und Printmedien. Er lebt in Puchheim bei München.

Petra Reski wurde 1958 im Ruhrgebiet geboren. Nach ihrem Studium besuchte sie die Henri-Nannen-Schule und arbeitete als Redakteurin beim STERN und COSMOPOLITAN, bevor sie sich 1991 in Venedig als freie Autorin niederließ. Seither ist sie für Zeitschriften wie AMICA, BRIGITTE, GEO, ZEIT und MERIAN sowie für den Rundfunk tätig. Im List Verlag erschienen bislang ihr Roman "Palazzo Dari"o (1999) und "Ein Land so weit" (2000).

Stefan Schomann, 1962 in München geboren, studierte Germanistik in seiner Heimatstadt und in Berlin. Seit 1988 arbeitet er als freier Autor und Journalist, er schreibt Reportagen unter anderem für »GEO«, »Die Zeit«, »Frankfurter Rundschau« und den »Stern«. 2008 erschien sein Buch »Letzte Zuflucht Shanghai« über die Liebesgeschichte des Wiener Juden Robert Reuven Sokal und der chinesischen Christin Julie Chenchu Yang. Stefan Schomann lebt in Berlin und Peking.

Andreas Pehl hatte nie geplant, einmal für das Radio zu arbeiten. Der Profimusiker ist viele Wochen im Jahr in Konzertsälen und auf Bühnen unterwegs. Doch ausgerechnet die Kombination seiner Studiengänge – Theologie, Sozialpädagogik und Musik – hat ihn dann auch zum Rundfunk gebracht, wo er inzwischen neben Musikfeatures für den BR, DLF, SWR und WDR auch für zahlreiche Redaktionen von Bayern 2 Sendungen schreibt und hin und wieder Eindrücke von seinen Auftrittsorten mitbringt. Daneben ist er ein großer Italienliebhaber und regelmäßig dort zu Gast, gerne auch mit Gruppen. 2013 veröffentlichte er einen in der Presse begeistert aufgenommenen Musikalischen Romführer (Rom - eine musikalische Entdeckungsreise) und ist als Coautor an Sizilienreiseführern beteiligt.

u.v.a.


Susanne Friedmann (Autorin)

Susanne C. Friedmann, die bereits ihr Studium der Kunstgeschichte mit einer Arbeit über »Die sieben Lebensstufen des Menschen« abschloss, ist immer wieder fasziniert von Aufbrüchen und Neuland. Als erfolgreiche freie Journalistin und Autorin für den Hörfunk und Printmedien wie u.a. Brigitte verfasste sie zahlreiche Features, Reportagen und Erzählungen zum Thema »Reise«. In ihrem neuen Buch »Wo die coolen Kerle wohnen« unternimmt sie nun eine Forschungsreise in jene Weltgegend, die sie das »Land der Midlife-Männer« nennt.


Reinhard Schlüter (Autor)

Reinhard Schlüter ist Sachbuchautor (dtv, Eichborn, Campus) und langjähriger RadioWissen-, Hörbild- und Zeitreisen-Autor beim BR.


Sprecher

Wolf Euba, geboren in Nürnberg, Ausbildung als Schauspieler und Gymnasiallehrer. Hörfunkautor, und - regisseur sowie Sprecher bei Hörfunk und Fernsehen. Gestalter literarischer Lesungen, vorzugsweise mit Musik. Neben zahlreichen Rezitationen auch immer wieder Ausflüge zum Theater: zuletzt die deutsche Erstaufführung von Dario Fos "Franziskus, Gaukler Gottes" und Samuel Becketts "Krapps letztes Band".

Der Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening ist neben seinen Theaterengagements (u.a. Münchner Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt, Bayerisches Staatsschauspiel) in zahlreichen Dokumentationen, Hörfunk- und Hörbuchproduktionen zu hören, sowie in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen (u.a. "Tatort", "Der Alte", "Um Himmels Willen") zu sehen.
Für den Hörverlag las er z. B. "Glaube der Lüge" von Elizabeth George, die "Merlin-Saga" von T.A. Barron, "Das Böse unter der Sonne" und "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie und erzählt Uwe Timms Geschichte vom "Rennschwein Rudi Rüssel". Darüber hinaus wirkte Stefan Wilkening u. a. bei den Hörspielproduktionen "Ulysses" und "Moby-Dick" mit. Mit seinen erfolgreichen Solo-Live-Hörspielen ist er gern gesehener Gast auf allen deutschen Bühnen.

Beate Himmelstoß wurde 1957 in Starnberg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Philosophie und Theaterwissenschaft in München und machte eine private Schauspielausbildung. Sie gestaltete mehrere Lyrikprogramme mit Musik und hält regelmäßig Originaltextlesungen philosophischer Texte.
Für den Hörverlag las sie u. a. Agatha Christies Klassiker "16:50 ab Paddington" und "Bertrams Hotel" sowie Franklins Erfolgsromane "Die Totenleserin", "Die Teufelshaube" und "Der König und die Totenleserin".

Hörbuch Download, Laufzeit: 566 Minuten

ISBN: 978-3-8445-2699-8

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 22.05.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch CD)

Ansammlung von alten Radio Reportagen (1983-2015)

Von: Instagram: @isleepnaked Datum: 05.12.2017

isabellsbooks.blogspot.de/

vollständige Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/

MEINE MEINUNG

Aufmachung

Neben der Tatsache, dass ich Italien sehr gerne mag, hat mich bei diesem Hörbuch vor allem das Coverdesign sehr angesprochen. Ich liebe die helltürkisene Farbe die dafür ausgewählt wurde und finde, dass dieses Hörbuch sich ausgesprochen hübsch im Bücherregal macht.
Dadurch dass es sich hierbei nicht um eine normale CD Hülle handelt, sondern um eine kleine Box, in der sich neben den 8 CDs auch das Booklet und die Italienkarte befinden, sieht es wirklich sehr hochwertig und schick aus. Allein durch das Aussehen würde es meiner Meinung nach als Geschenk wirklich gut bei Italienfans ankommen.


Inhalt - Außen hui, innen pfui?

Ich finde es etwas übertrieben, dass der Klappentext eine "große" Italienkarte verspricht, denn unter "groß" stelle ich mir ehrlich gesagt etwas anderes vor. Die Karte ist in Quadratform und nichtmal größer als ein DinA4 Blatt. Auch finde ich die Karte etwas unnützlich, da in Italien nur fünf Städte vermerkt sind und Sizilien nicht mal ganz auf der Karte drauf ist. Dennoch ist die Idee ganz schön, und es gefällt mir auch, dass die Karte eng mit dem Hörbuch verbunden ist - sowohl im Design als vor allem auch durch die Zahlen, die einem zeigen, welche CD/Reportage sich wo abspielt.

Das kleine Booklet gefällt mir sehr gut und gibt einem einen guten Überblick über den Inhalt der einzelnen CDs und verweist auch nochmal auf die Landkarte. Das Booklet zeigt auch, dass das Hörbuch strukturiert ist und gibt einem eine gute Übersicht.
Da es sich hierbei um keine fortlaufende Geschichte handelt, sondern um einzelne Reportagen zu Italien, bietet das Booklet einem auch die Möglichkeit, gezielt die CDs zu hören, die einen inhaltlich am meisten interessieren. Man ist keineswegs an die vorgegebene Reihenfolge der CDs gebunden.
Das Booklet vermerkt bei jeder Reportage sowohl den Titel, den Autor, den Sprecher, eine Kurzzusammenfassung des Inhalts und das Produktionsjahr. Während des Hörens kamen mir einige Reportagen schon ziemlich veraltet vor, was mir das Booklet beim Nachsehen dann bestätigte. Wie ich oben bei den Fakten vermerkt habe, wurden die Reportagen dieses Hörbuchs zwischen 1983 und 2015 aufgenommen. Das Hörbuch anzich ist aber brandaktuell und erst dieses Jahr im Mai erschienen. Ich fand es nicht so toll, dass sich unter den Aufnahmen auch so veraltete befanden. Denn das wird durch die moderne Aufmachung des Hörbuchs und das aktuelle Erscheinungsdatum ziemlich vertuscht. Und niemand würde sich heute ein Hörbuch mit Aufnahmen von 1983 kaufen, wenn es so vermarktet würde. Leider hatte das Hörbuch dadurch für mich den schlechten Beigeschmack, dass hier einfach alte Radioaufnahmen entstaubt worden waren um sie neu zu vermarkten. Und wenn es sich dabei wenigstens um tolle Aufnahmen gehalten hätte, hätte man das ja noch entschuldigen können. Jedoch fiel mir, wie erwähnt, während des Hörens immerzu auf, wie veraltet einige Aussagen waren und das war erst der Grund, weshalb ich mal nachschaute, von wann diese Aufnahmen überhaupt sind. Und ich finde, solche hörbar veralteten Reportagen sollte man nicht nochmal neu aufgießen um nochmals Geld mit ihnen zu machen. Da hätte ich mir gewünscht, dass der Inhalt des Hörbuchs zu seiner modernen Aufmachung passt und man etwas aktuelles hören darf. (Natürlich sind nicht alle Aufnahmen von 1983 sondern im Zeitraum von 1983 bis 2015 entstanden. Dementsprechend gibt es auch einige aktuellere Aufnahmen.)

Ich finde es etwas schade, dass man sich dazu entschlossen hat, dieses Hörbuch auf acht Audio CDs zu spielen, statt MP3 CDs zu benutzen. Man hätte dann nicht nur weniger CDs gehabt, sondern man hätte sich auch um einiges leichter getan, diese CDs auf den PC zu überspielen. Und da es sich um 34 von einander unabhängige Radio Reportagen handelt, wäre es auch schön gewesen, wenn man sich gezielt die Reportagen anhören hätte können, die einen interessieren. Dies wäre auch mit MP3 CDs weitaus einfacher gewesen.



Sprecher

Das wichtigste an einem Hörbuch ist für mich der Hörbuchsprecher. Ist es eine angenehme Stimme, die mich an sich fesselt und der ich fast 10 Stunden zuhören möchte?
"Sehnsucht Italien" ist das erste Hörbuch mit mehreren Sprechern, das ich höre. Dies bietet einerseits eine ständige Abwechslung, jedoch andererseits auch ein ständiges Umstellen auf jemand neuen. Die Stimmwechsel unterbrechen den Hörverluss immer zu, was manchmal gut und manchmal etwas anstrengend zum Zuhören ist.
Der erste Sprecher gefiel mir gleich unglaublich gut. Es handelt sich bei ihm um den Schauspieler und Synchronsprecher Martin Umbach, den ich extrem gerne höre. Er ist der deutsche Synchronsprecher von Geoffrey Rush, George Clooney, Jeff Goldblum, Kenneth Branagh und Russel Crowe und hat eine sehr einprägsame, charakteristische und eindringliche Stimme. Er spricht außerdem ein sehr schönes Italienisch und schafft es, einen vollkommen an sich zu fesseln und könnte einem theoretisch alles für schön verkaufen, allein durch seine Redensart. Leider spricht er nur zwei der insgesamt 34 Reportagen, was ich unglaublich schade finde. Wenn das ganze Hörbuch von ihm gesprochen gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich alleine deshalb 5 von 5 Sterne vergeben. Aber leider war das nicht der Fall.
Insgesamt gibt es in diesem Hörbuch um die 35 verschiedene Sprecher und Sprecherinnen, weshalb man immer mal wieder Sprecher hat, die einem gut bis sehr gut gefallen, und dann wieder welche, deren Stimmen man nicht gerne hört und bei denen man sich schwer tut, zuzuhören. Und wenn man einen "schlechten" (natürlich ist das stets subjektiv) Sprecher hat, kann der Inhalt noch so interessant sein, man hört einfach nicht richtig zu.

Der erste Beitrag auf CD 1, "Mythos Dolomiten", hat mir sehr gefallen, was einerseits auch sehr am Sprecher lag (Peter Weiß) und andererseits an dem gut gewählten Beispiel einer Hüttenwirtin und deren Geschichte, die einem als Hörer sehr gut näher gebracht wurde. Diese Reportage gab einem als Hörer ein gutes Gefühl und eine Vorstellung von den Dolomiten und macht Lust auf die Berge.

Wenn nur ein Sprecher ohne Hintergrundmusik spricht, fiel es mir sehr schwer, aufmerksam zuzuhören, da das ganze dann sehr zäh, trocken und schwer vorstellbar wurde.



Hörerlebnis

Die meisten der Radio Reportagen haben eine Hintergrundmusik, was mir gut gefallen hat, da das sehr viel atmosphärischer und stimmungsvoller wirkt, und einen beim Zuhören entspannt. Ich mochte auch, dass oft ein Stück des Musikers gespielt wurde, wenn eine Reportage einen Musiker behandelte. Das gab einem einen schönen Einblick in die Kompositionen des Musikers.
Es gefiel mir auch, dass Italienisch oftmals in Orginalsprache während des Hörbuchs gesprochen wird, und das meistens ein bisschen mit der nachfolgenden Übersetzung gewartet wird, sodass man einen Eindruck von der Sprache bekommt. Da die Sprache das ist, was ich persönlich mit am schönsten an Italien finde, hat mir das sehr gut gefallen und das stärkste Italiengefühl beim Hören verursacht.
Es wurde sich auf jedenfall Mühe gegeben, einen durch die Hintergrundgeräusche, das Italienische und die Musikeinspielungen, in die Geschichte hineinzuziehen.



Handlung

Wie gesagt besteht dieses Hörbuch aus 34 Radio Reportagen aus den Jahren 1983 bis 2015 und hat daher selbstverständlich keine fortlaufende oder zusammenhängende Handlung. Alle Reportagen, die stets immer zwischen 10 und 15 Minuten lang sind, sind alleinstehend und unabhängig von den anderen. Man könnte sich also theoretisch im beiligenden Booklet die Reportagen raussuchen, die einen am meisten interessieren, und dann nur diese hören.

Mir fiel es am Anfang etwas schwer durchzublicken, was ich gerade höre und worum es da geht. Da man alle Viertelstunde beim Hören eine völlig andere Reportage hat, die zwar örtlich etwas mit der vorherigen zusammenhängt, wird man schnell verwirrt. Ich muss sagen, dass ich das beim Zuhören etwas anstrengend fand, dass ich mich immer wieder auf etwas Neues einstellen musste. Bei den Hörbüchern die ich bisher gehört habe, bin ich immer wieder zu einer Geschichte "zurückgekehrt", wenn ich mein Hörbuch weitergehört habe. Dass das hier nicht so war, nahm mir etwas von dem Entspannungsfaktor den ich sonst bei Hörbüchern so mag. Durch die unzusammenhängenden Reportagen besteht natürlich auch keine Spannung innerhalb des Hörbuchs, weshalb es oftmals etwas zäh ist.

Während des Hörens dachte ich mir, dass ich dieses Hörbuch sehr viel lieber über Frankreich hören wüde, da mir das etwas für mein Studium bringen würde. Leider gibt es das Hörbuch aber nur für Italien. Das Wissen, das einem das Hörbuch vermittelt, war mir oftmals viel zu spezifisch dafür, dass ich einfach nur ein bisschen Italienfeeling bekommen wollte. Diese Tiefe an Wissen wäre für Frankreich sehr viel nützlicher für mich.

Während des Hörens habe ich oft mental einfach abgeschalten, da es mich nicht wirklich interessierte.

Es wäre vielleicht besser gewesen, eine fiktive Person zu kreiieren, die man als Hörer das Hörbuch über begleitet und mit der man Italien erkundigt. So hätte man sich nicht andauernd auf neue Figuren umstellen müssen und hätte auch einen roten Faden gehabt. Außerdem hätte man so eine fortlaufende Handlung gehabt und vielleicht sogar etwas Spannung einbauen können.

Besonders gespannt war ich auf die Beiträge zu Rom gewesen, da ich die Stadt erst dieses Jahr selbst besucht habe. Leider wurde ich davon enttäuscht, da mir konkretere, greifbarere Beispiele fehlten. Dennoch mochte ich den Beitrag zum Essen in diesem Kapitel. ("Warum in Italien Liebe durch den Magen geht.")



Veraltet, frauenfeindlich

Wie oben bereits erwähnt, ist mir während des Hörens aufgefallen, dass dieses Hörbuch nicht aktuell sein kann. Das lag aber nicht nur daran, dass in einer Reportage mit Lire statt mit Euro bezahlt wurde, sondern vor allem an den frauenfeindlichen und vulgären Ausdrücken, die schon viel eher stattfanden und sich bedauerlicherweise auch in einigen der Reportagen wiederfanden. Anfangs wusste ich während des Hörens gar nicht, dass es sich hierbei um Radio Reportagen handelt, aber jetzt finde ich es nur noch bedenklicher, dass solche Sachen tatsächlich mal öffentlich im Radio ausgestrahlt worden waren. Leider musste ich aber auch feststellen, dass einige der Reportagen, in denen ich die Ausdrucksweise, vor allem was Frauen betrifft, absolut unpassend fand, gar nicht so alt sind.
So fand ich es besonders befremdlich als in der dritten Reportage "Venedig Lagune" eine Sprecherin einige frauenfeindliche Aussagen von sich gab, die ich absolut unangebracht fand. Frauen wurden dabei als nichts weiter als Gebärmaschinen dargestellt. ("Venedig ohne seine Lagune ist wie eine Frau ohne Unterleib") Bei solchen Aussagen vergeht es mir wirklich. Außerdem folgte gleich darauf die Aussage "Venedig ist eine billige Nutte", die ich ebenso unnötig und unpassend finde. So etwas will ich mir einfach nicht anhören.



FAZIT

Leider stehe ich diesem Hörbuch mit äußerst gemischten Gefühlen gegenüber. Die Aufmachung ist wirklich wunderschön, verschleiert jedoch so einiges unschönes im Inneren. Die Italienkarte ist ziemlich unbrauchbar und wird falsch im Klappentext beworben. Es gefällt mir nicht, dass dieses Hörbuch nicht aus aktuellen Aufnahmen besteht, sondern dass hierfür einfach alte Radio Reportagen aus den Jahren 1983 bis 2015 wiederverwendet wurden und neu herausgebracht wurden. Viel lieber hätte ich eine aktuelle Aufnahme gehört, in der man eine fiktive oder echte Person durch Italien begleitet, wodurch man nicht alle Viertelstunde einen neuen Sprecher gehabt hätte, und einen roten Faden gehabt hätte und vielleicht auch etwas Spannung. Ohne all das bietet dieses Hörbuch leider nur eine 34-teilige Aneinanderreihung von Radio Reportagen die mal sehr interessant und mal absolut veraltet und unpassend sind. Durch die ständige Umstellung auf einen neuen Sprecher und ein neues Thema, kommt beim Hören auch niemals Entspannung auf, was ich sehr schade fand, da ich das sonst bei Hörbüchern mit am meisten schätze.


MEINE BEWERTUNG

Ich verleihe diesem Hörbuch 2,5 von 5 Sternen.

HISTORISCHE KOCHDUELLE, LUKULLUS & DIE CINQUETERRE

Von: Martin Martschnig Datum: 11.09.2017

www.italissimo.at/italoviel/blog.html


Wie die Zeit vergeht. Es war 2009, als eine neue Ausgabe von Goethes "Italienischer Reise" meinen CD-Player im Auto eroberte und mich so stets auf meinen Erkundungsreisen durchs Bel Paese begleitete. Ulrich Tukur und Ulrike Kriene spürten den Beschreibungen von J.W. nach, während das Quadro Nuevo in Urbesetzung gekonnt und gewitzt ganz behutsam den Klangteppich dazu ausbreitete.

Umso größer meine Neugier, als zu Sommerbeginn die Kunde einer Anthologie von Radiofeatures des Bayrischen Rundfunks mit dem klingenden Titel "Sehnsucht Italien" die Runde machte. Um keinerlei Abweichung von der seinerzeitigen "Versuchsreihe" zu erlauben, landete die schon mittels Cover auf eine Italienreise Lust machende CD-Box sofort nach Lieferung im Auto, stand doch die nächste Tour ins Friaul bzw. Veneto unmittelbar bevor.

Apropos Friaul. Dieser Sehnsuchtsregion vieler Österreicher nähert man sich mit einem geschichtlichen Bogen von den Römern und Langobarden bis hin zum verherrenden Beben im Jahre 1976. Vom geometrischen Idealplan Palmanovas bis hin zum Mosaikboden der Basilica in Aquileia, nicht zu vergessen die bodenständige Küche und der Weißwein, die uns nur allzugerne zu Collioreisenden werden lassen. Wo ich übrigens - dem Hörgenuss unterbrechend - in der Trattoria von Collavini Halt machte, Reisen macht schließlich hungrig. Was mich dort am Teller zu überraschen wußte folgt in einem anderen Blogbeitrag in Kürze.

Zurück zum Buch und damit zurück zu den Wegen und Pfaden durch die Regionen hin zum Lebensgefühl Italiens. Einer der Protagonisten, der gleich mehrfach - geografisch wie inhaltlich - gewürdigt wird ist Giuseppe Verdi. So erzählen Bewohner der Casa Verdi, einem Altersheim für Musiker und Tänzer in der Lombardei, von der Großzügigkeit des Maestro, der dieses Projekt selbst als seine wichtigste Hinterlassenschaft bezeichnete, noch nicht ahnend, was seine Musik über Jahrhunderte für die Menschen bedeuten wird.

Man erfährt aus wunderbar geschwätzigen Berichten seiner Zeitgenossen viel über die Villa Verdi bei Sant Agata, deren prächtiger Garten des Meisters größtes Hobby war. Wußten Sie, daß im Reisepass von Giuseppe Verdi "Landwirt" als Profession eingetragen war? Hätte aber wohl auch "Koch" sein können, zumal man ihm in Kampanien nochmals begegnet, als es um ein historisches Kochduell zwischen ihm und Baron Genovese geht, bei dem der Risottokönig mit seinem Risotto alla milanese brillierte.

So werden quer über den Stiefel reisend handwerkliche Welten, kulinarische Vorlieben von ehemaligen Kriegsherren oder Österbräuche in Sizilien vorgestellt, entstaubt und vor den Vorhang geholt. Da wird ein Stück der Via Aurelia in Ligurien unters Rad genommen oder vom Leben der Hüttenhalter in Südtirol berichtet.

Für mich ist dies Hörbuch eine Art in aller Ruhe zusammengetragenes Slow Food für die Ohren, die ansonsten zu oft dem Lärm unserer Zeit ausgesetzt die Zwischentöne vergessen lassen. Der Rhytmus und die Unaufgeregtheit der Tonlagen der SprecherInnen lassen stets Raum für eigene Gedanken und Abschweifungen, die eine Reise ja erst zu etwas Besonderem werden lassen.

Fast schon ein erster Tipp für den weihnachtlichen Gabentisch oder den herbstlichen Spätnachmittag, wenn uns die viel zu früh einsetzende Dämmerung zum Aufsetzen des Teekessels verführt. Wenn das Sofa mit der wärmenden Decke bereit, ein erster Holzscheit im Kamin und der Lärm des Alltags abgestellt ist, dann wird es Zeit, die erste CD einzulegen, die Augen zu schließen um wieder einmal der Sehnsucht Italien freudvoll zu erliegen ...

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