Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt

Gekürzte Lesung mit Wanja Mues
Hörbuch MP3-CD (gekürzt)NEU
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„Diesen Roman hat alles, was man sich wünscht: eine originelle Welt, großartige Figuren, unglaubliche Spannung und natürlich die unbändige Liebe zu einem Hund.” Kirkus Reviews

Mein Name ist Griz. Meine Kindheit war anders als deine. Ich hatte keine Freunde, einfach aus dem Grund, dass ich außer meiner Familie kaum jemanden kenne. Zwar sagen meine Eltern, dass die Welt einst bevölkert war, doch jetzt gibt es nur noch uns. Aber wir sind nicht einsam auf unserer entlegenen Insel. Wir haben uns – und unsere Hunde. Aber dann kam der Dieb, und er stahl meinen Hund. Auch wenn es kein Gesetz mehr gibt, das Diebstahl bestraft, werde ich ihn mir zurückholen. Denn was bleibt von unserer Menschlichkeit übrig, wenn wir nicht für jene, die wir lieben, alles, wirklich ALLES tun…


Aus dem Englischen von Vanessa Lamatsch
Originaltitel: A Boy and his Dog at the End of the World (Orbit, London 2019)
Originalverlag: Penhaligon
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: ca. 10h 54min
ISBN: 978-3-8371-5075-9
Erschienen am  27. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

3,5 Sterne, da es viel Gutes gibt, ich mit dem Erzählstil aber nicht ganz warm geworden bin..

Von: Lesezauber

14.06.2020

Meinung: Da ich dystopische Geschichten immer noch sehr ansprechend finde, hat mich auch diese Kurzbeschreibung gleich neugierig gemacht. Der Roman ist in einer Art Tagebuch in der Ich-Perspektive von Griz verfasst und lässt den Hörer wirklich eindrücklich teilhaben an seiner Welt, in der fast die ganze Weltbevölkerung ausgestorben ist, einfach will kaum noch Kinder geboren werden konnten. Griz kennt also nur sein Leben auf der kleinen Insel, auf der er mit seiner Familie lebt und die Erzählungen von der früheren Welt. Ab und an trifft er zwar andere Menschen, das ist aber sehr selten, genauso wie die Besuche auf dem Festland, bei denen sie versuchen, sich nötige Sachen zu besorgen. Das ist die Ausgangslage dieser Geschichte, die ich wirklich interessant fand. Genauso, wie die unfreiwillige Reise des Protagonisten, um seinen Hund zurückzuerhalten und seine Entdeckungen von den Überbleibseln der alten Welt, die er dabei macht. Griz ist wirklich mutig, schlau, hat viele tiefgründige Gedankengänge, die einen doch oft ins Überlegen bringen und kämpft einfach mit allem, was er hat. Aufgeben ist für ihn keine Option. Somit fand ich ihn wirklich gut erarbeitet und sympathisch, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich einfach mit der Erzählweise des Romans nie ganz warm geworden bin. Der Schreibstil, wie auch die Stimme des Sprechers sind einfach extrem ruhig, gediegen und fast schon etwas monoton, sowie ziemlich detailliert. Wie gesagt, fand ich diese Details prinzipiell interessant und ich habe Griz´s Entdeckungen auch gerne miterlebt, aber Spannung ist für mich einfach viel zu selten aufgekommen. Es ist einfach alles etwas vor sich hingeplätschert, sodass ich manchmal im Hören auch kurz abgedriftet bin, wobei ich aber danach nie das Gefühl hatte, als hätte ich wirklich was verpasst. Etwas störend fand ich dabei auch, dass Griz bei seinen Erzählungen oft auch schon das Ergebnis vorweg nimmt und schon erzählt, dass dies und jenes die falsche Entscheidung war usw. Das kann zwar ein nettes Stilmittel sein, aber ich bin meistens kein großer Fan davon. Die meiste Zeit passiert einfach nicht so wirklich viel und die Stimmung ist schon eher etwas deprimierend. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, als Griz auf eine unerwartete Person trifft, die etwas frischen Wind rein bringt, aber auch da muss ich sagen, dass es nicht meine Lieblingslösung war. Die Person spricht nämlich nur französisch und auch wenn ich die Verständigungsprobleme zwar realistisch fand, haben sie die Situation nochmal zusätzlich zäh gemacht. Gegen Ende gibt’s dann eine richtig unerwartete Wendung, die mich völlig aus den Socken gehauen hat und die doch auch mal handfeste Spannung mitgebracht hat. Da hat mich dann übrigens auch die Erzählweise viel mehr mitgerissen. Das Ende an sich fand ich ganz zufriedenstellend, auch wenn in der Geschichte doch auch noch etwas Potential für noch ein bisschen mehr da gewesen wäre. Fazit: Eine Geschichte mit vielen guten Ansätzen, wie einem sympathischen und gut ausgearbeiteten Protagonisten, interessanten und zum Nachdenken anregenden Details und einer wirklich unerwarteten Wendung am Ende, aber der Erzählstil war einfach nicht wirklich meins. Ohne Spannungsspitzen und auch der Sprecher war in meinen Ohren einfach etwas zu monoton, sodass ich manchmal sogar etwas abgedriftet bin. Zwischen den Zeilen bringt die Geschichte aber viel lesenswertes mit, weshalb ich sie trotzdem ganz gerne gehört habe und am Ende 3,5 Sterne vergebe.

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Ein Junge sucht seinen Hund und findet dabei viele Abenteuer...

Von: Vanessa

06.06.2020

Ich habe den Roman Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt von C.A. Fletcher als Hörbuch gehört. In dem Roman geht es um den noch ziemlich jungen Griz, der zusammen mit seiner Familie auf einer einsamen Insel lebt. Und er lebt in einer dystopischen Welt, in der es kaum noch Menschen gibt. Aber fangen wir von vorne an. Griz hatte zwei Schwestern Joy und Bar und einen Bruder Ferg. Vor einigen Jahren war Joy alleine auf der Insel und ist bei einem grauenvollen Unfall die Klippen heruntergefallen. Als ihre Mutter dies bemerkte, stürzte sie schwer und ist seitdem stark beeinträchtigt. Es vergehen Jahre, in denen die Familie mit Griz‘ zwei Hunden, Jip und Jess, zusammenlebt. Auf einer der Nachbarinseln lebt eine Familie, die ähnlich groß ist wie ihre und mit der sie hin und wieder zusammenarbeiten, wenn mal mehr Hände gebraucht werden. Griz‘ ist ein guter Segler und hat sogar ein eigenes Boot, was man natürlich braucht, wenn man auf einer relativ kleinen Insel lebt. Vor etwa 100 Jahren hörte die Welt so auf zu existieren. Die Menschen konnten keine Kinder mehr bekommen und so wurden es kontinuierlich immer weniger Menschen und vor etwa 100 Jahren starben die letzten Kinderlosen, wie sie genannt werden. Griz und seine Familie bekommt nicht oft Besuch, aber eines Tages segelt ein Mann mit roten Haaren und roten Segeln zu ihrer Insel und bittet darum, die Insel betreten zu dürfen. Sie vertragen sich gut mit ihm und sitzen lange zusammen, doch als Sicherheitsmechanismus muss Ferg draußen mit einer Waffe warten und den Fremden von außerhalb im Blick behalten. Am nächsten Morgen erwacht Griz früh, aber seiner Familie wurde vergiftet. Sie sind nicht tot, aber sie wurden betäubt. Brand ist gerade dabei mit seinem Boot zu verschwinden, aber leider hat er Griz‘ Hunde an Bord. Griz sammelt Jip ein, der offenbar über Bord gespült wurde, und macht sein eigenes Boot startklar, doch sein Vater möchte ihn begleiten. Darauf kann und will er aber nicht warten, denn sein Vater kämpft noch mit den Nachwirkungen des Giftes und so verfolgt Griz Brand. Das erste Mal holt er ihn ein als er auf Brand und dessen riesigen, gefährlichen Hund trifft. Er wird in einer Kirche gefesselt zurückgelassen, damit er Brand nicht folgen kann, doch er befreit sich und macht sich fertig, um ihn weiter zu verfolgen. Das zweite Mal treffen sich an einem Pier aufeinander als Griz auf einer alten Achterbahn herumklettert, weil er nicht weiß wie nah er Brand bereits ist. Und als er es merkt, ist sein Boot bereits in Flammen aufgegangen. Auch das ist noch eine Warnung von Brand: Griz soll nachhause gehen und ihn in Ruhe lassen, doch Griz will nicht. Er will seine Hündin, Jess zurück. So macht er sich zusammen mit Jip zu Fuß auf den Weg um Brand zu verfolgen, denn er hat zuvor Brands Karte gestohlen und hat so eine ungefähre Idee wo sich Brands Zuhause befinden muss. Unterwegs verliert Griz Jip, weil dieser irgendwo in eine Falle gerät und er findet Jip wieder, als er von einem Eber auf einen alten Stapel verrosteter Autos gejagt wird und er von dort oben Jips Bellen wiedererkennt. Außerdem trifft er so eine neue Freundin: Jeanne D’Arc, die aus Frankreich nach England gekommen ist, um einen Freeman zu jagen, der mit einer Krankheit ihre gesamte Familie ausgelöscht hat. Jeanne und Griz reisen gemeinsam weiter bis sie schwer verletzt wird. Griz rettet Jeanne zwar und kümmert sich anschließend wochenlang um sie aber sie bittet ihn irgendwann zu gehen, damit sie in Ruhe sterben kann. Griz kommt an die Stelle, von der er ausgeht, dass sie Brands Zuhause markiert, doch dort erwarten ihn einige Überraschungen und auch Brand ist überrascht als er Griz wieder sieht… Bei dem Roman Der Junge, sein Hund und das Ende der Welt von C.A. Fletcher habe ich das Hörbuch gehört. Deshalb werde ich in meiner Rezension sowohl auf den Inhalt als auch auf die mediale Form eingehen. Zuerst zum Inhalt: Als ich anfing das Hörbuch zu hören war ich sehr skeptisch. Irgendwie bin ich mit dem Charakter Griz nicht warm geworden und die Erzählweise war auch recht abschreckend. Der Charakter des Griz ist ja der Hauptcharakter, den wir den ganzen Roman über verfolgen. Vielleicht lag es daran, dass Schwierigkeiten hatte ihn mir genau vorzustellen, obwohl er relativ viel von sich erzählt, aber irgendwie war er mir nur so mittelsympathisch. Am Anfang hat mich auch gestört, dass Griz so viele Exkurse macht, aber das ist wohl genrebedingt sehr sinnvoll gewesen. Bei dem Roman handelt es sich um eine Dystopie, aber sie liegt nicht hunderte oder tausende Jahre in der Zukunft, sondern nur etwa 100 Jahre. Und das Ende kam nicht mit einem Knall; wie Griz, der selbst gerne Dystopien als Bücher liest, sagt. Das Ende kam schleichend, denn durch eine nicht näher aufgeklärte Ursache waren sie Frauen plötzlich nicht mehr dazu in der Lage, schwanger zu werden und auch die Männer waren plötzlich nicht mehr wirklich zeugungsfähig. Und so beschreibt Griz eben auch wie ihre neue Welt aussieht, wie ihre Gesellschaft funktioniert oder eben auch nicht funktioniert mangels Gesellschaft. Diese Beschreibungen sind schon sehr hilfreich, um sich diese Welt überhaupt vorstellen zu können, aber da sie immer wieder eingestreut werden, wirken sie am Anfang sehr langatmig und es dauert recht lange bis die eigentliche Handlung losgeht. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass man mal einen sehr interessanten Blick auf unsere Welt erhascht. Griz kennt ja die Funktionen von vielen Dingen nicht, er versteht dementsprechend den Sinn mancher Gegenstände nicht und die Häuser, die Gegenstände, die wir tagtäglich durchqueren und benutzen sind zu Griz‘ Lebzeiten schon zumindest teilweise verfallen. Es har mir einfach gefallen mal seinen Blick auf die Welt geschildert zu bekommen, da er beispielsweise auch nur mit sehr leichtem Gepäck reist. Gerade weil ich diese Perspektive so unheimlich interessant fand, würde ich den Roman durchaus weiterempfehlen. Zum Hörbuch: Auch dieses Hörbuch ist wieder gekürzt; zumindest die Version, die ich gehört habe. Es gibt die MP3-CD (gekürzt) und den Hörbuch Download (sowohl gekürzt als auch ungekürzt). Wanja Mues ist Schauspieler und auch Synchronsprecher und hat das Hörbuch zu Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt eingesprochen. Er macht seinen Job ganz gut und mir hat auch die zweite Stimme, die am Ende noch einsetzt sehr gut gefallen. Leider weiß ich nicht, ob diese auch von Wanja Mues stammt oder ob es sich um eine zweite Person handelt, da ja Synchronsprecher sehr gut mit ihrer Stimme umzugehen wissen. Dass das Hörbuch gekürzt ist, merkt man kaum, finde ich. Ich habe jetzt keine Stelle, wo ich mir denke, dass ich noch deutlich mehr Informationen gebraucht hätte, um die Geschichte besser zu verstehen oder wo ich gerne noch mehr erfahren hätte. Einzig, was zwischen Griz und Brand geschehen ist, und wozu sich Griz in seinen Aufzeichnungen ausschweigt, hätte mich noch interessiert, zumal er das am Ende auch nochmal erwähnt, dann aber meint, dass es wohl doch nicht so wichtig war. Obwohl ich nicht glaube, dass ein zweiter Teil folgen wird, würde ich natürlich wissen, wie die Geschichte weitergeht, wenngleich sie natürlich ein vorläufiges Ende gefunden hat. Kommen wir nun noch zu einem letzten negativen Punkt: Der Titel des Romans hat mir nicht besonders gefallen. Erst einmal suggeriert er, dass es nur um einen Hund geht, aber es geht nun mal um Jip und Jess, wenngleich natürlich Jess verschwunden ist und zurückgeholt werden soll und er suggeriert, dass alles am Ende der Welt spielt, was aber nicht der Fall ist, denn schließlich reist Griz ja durch die Welt um seinen Hund zurückzuholen; wenngleich sein Zuhause nach seinen Angaben am Ende der Welt liegt (obwohl der Titel natürlich relativ nah am Origionalttitel ist: A Boy and his Dog at the End of the World). Dennoch hat mir das Hörbuch von Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt von C.A. Fletcher sehr gut gefallen und besonders das Ende oder zumindest die zweite Hälfte bis das letzte Drittel oder so haben mir super gefallen und ich möchte es vor allem deshalb gerne weiterempfehlen.

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Vita

C. A. Fletcher lebt in Schottland, zusammen mit seinen Kindern und seinen Hunden. Sein Roman »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« erschien zuerst in England und berührte mit seiner bewegenden Geschichte über Mut, Hoffnung und Überleben in einer den Menschen fremd gewordenen Welt unzählige Leser.

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Wanja Mues

Wanja Mues wurde 1973 in Hamburg geboren. Er ist in einer Vielzahl von TV- und Kinofilmen zu sehen. So spielte er unter anderem in mehreren „Tatort“-Folgen, in dem Drama „Blueprint“ an der Seite von Franka Potente sowie in den internationalen Produktionen „Die Bourne-Verschwörung“ und „Der Pianist“. Wanja Mues ist auch als Hörbuchsprecher aktiv.

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