Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt

Gekürzte Lesung mit Wanja Mues
Hörbuch MP3-CD (gekürzt)
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„Diesen Roman hat alles, was man sich wünscht: eine originelle Welt, großartige Figuren, unglaubliche Spannung und natürlich die unbändige Liebe zu einem Hund.” Kirkus Reviews

Mein Name ist Griz. Meine Kindheit war anders als deine. Ich hatte keine Freunde, einfach aus dem Grund, dass ich außer meiner Familie kaum jemanden kenne. Zwar sagen meine Eltern, dass die Welt einst bevölkert war, doch jetzt gibt es nur noch uns. Aber wir sind nicht einsam auf unserer entlegenen Insel. Wir haben uns – und unsere Hunde. Aber dann kam der Dieb, und er stahl meinen Hund. Auch wenn es kein Gesetz mehr gibt, das Diebstahl bestraft, werde ich ihn mir zurückholen. Denn was bleibt von unserer Menschlichkeit übrig, wenn wir nicht für jene, die wir lieben, alles, wirklich ALLES tun…


Aus dem Englischen von Vanessa Lamatsch
Originaltitel: A Boy and his Dog at the End of the World (Orbit, London 2019)
Originalverlag: Penhaligon
Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: ca. 10h 54min
ISBN: 978-3-8371-5075-9
Erschienen am  27. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Starkes Ende

Von: Klene123

18.07.2020

Griz schreibt seine Geschichte auf und spricht uns damit direkt an, denn er schreibt zwar für die Nachwelt aber in Gedanken immer auch an uns. Uns gibt es nämlich in der Welt von Griz nicht mehr. Griz ist von Anfang an eine sehr starke und sympathische Figur, die natürlich einen recht naiven Blick auf die Welt hat, weil er nie von seiner Insel auf der er aufgewachsen ist, weit weg kam. Nach dem Diebstahl seiner Hündin, verfolgt er sie jedoch und findet ganz neue "Welten". Seine Beschreibungen sind sehr detailliert und ziehen sich manchmal in die Länge. Denn während er noch herausfindet für was manche Dinge gut sind aus der "alten" Zeit, wissen wir manchmal schon was es für ein Gegenstand ist. Ich bin in solchen Abschnitten immer wieder ausgestiegen oder habe auch mal einen Track übersprungen. Mir gefielen zwar die Gedankengänge von Griz und auch seine Art an Dinge heran zu gehen, aber es war einfach nicht immer spannend. Manchmal habe ich aber auch seine Überlegungen einfach weitergesponnen im Kopf und bin dann wieder zur Geschichte zurückgekehrt ohne das Gefühl etwas verpasst zu haben. Hin und wieder steigt die Spannung an, nur um wieder stark nachzulassen. Am Besten hat mir das letzte Drittel der Geschichte gefallen. Hier geschieht eine sehr unerwartete Wendung und der Verlauf nimmt einfach Schwung auf bis zum Ende. Hier wollte ich dann eigentlich mehr wissen, der Schluss war zu abrupt, aber lässt einem auch selbst Freiraum sich zu überlegen wie es weitergeht. Fazit: Der rote Faden in der Geschichte ist durchaus lesenswert, auch wenn er manchmal zu starke Schlangenlinien macht. Ich glaube beim Lesen hätte ich vieles übersprungen. Griz ist jedoch einfach eine tolle Figur mit der man gerne ein paar Stunden verbringt und vor allem der Schluss hat Pluspunkte geschaffen und mich ingesamt versöhnt.

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3,5 Sterne, da es viel Gutes gibt, ich mit dem Erzählstil aber nicht ganz warm geworden bin..

Von: Lesezauber

14.06.2020

Meinung: Da ich dystopische Geschichten immer noch sehr ansprechend finde, hat mich auch diese Kurzbeschreibung gleich neugierig gemacht. Der Roman ist in einer Art Tagebuch in der Ich-Perspektive von Griz verfasst und lässt den Hörer wirklich eindrücklich teilhaben an seiner Welt, in der fast die ganze Weltbevölkerung ausgestorben ist, einfach will kaum noch Kinder geboren werden konnten. Griz kennt also nur sein Leben auf der kleinen Insel, auf der er mit seiner Familie lebt und die Erzählungen von der früheren Welt. Ab und an trifft er zwar andere Menschen, das ist aber sehr selten, genauso wie die Besuche auf dem Festland, bei denen sie versuchen, sich nötige Sachen zu besorgen. Das ist die Ausgangslage dieser Geschichte, die ich wirklich interessant fand. Genauso, wie die unfreiwillige Reise des Protagonisten, um seinen Hund zurückzuerhalten und seine Entdeckungen von den Überbleibseln der alten Welt, die er dabei macht. Griz ist wirklich mutig, schlau, hat viele tiefgründige Gedankengänge, die einen doch oft ins Überlegen bringen und kämpft einfach mit allem, was er hat. Aufgeben ist für ihn keine Option. Somit fand ich ihn wirklich gut erarbeitet und sympathisch, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich einfach mit der Erzählweise des Romans nie ganz warm geworden bin. Der Schreibstil, wie auch die Stimme des Sprechers sind einfach extrem ruhig, gediegen und fast schon etwas monoton, sowie ziemlich detailliert. Wie gesagt, fand ich diese Details prinzipiell interessant und ich habe Griz´s Entdeckungen auch gerne miterlebt, aber Spannung ist für mich einfach viel zu selten aufgekommen. Es ist einfach alles etwas vor sich hingeplätschert, sodass ich manchmal im Hören auch kurz abgedriftet bin, wobei ich aber danach nie das Gefühl hatte, als hätte ich wirklich was verpasst. Etwas störend fand ich dabei auch, dass Griz bei seinen Erzählungen oft auch schon das Ergebnis vorweg nimmt und schon erzählt, dass dies und jenes die falsche Entscheidung war usw. Das kann zwar ein nettes Stilmittel sein, aber ich bin meistens kein großer Fan davon. Die meiste Zeit passiert einfach nicht so wirklich viel und die Stimmung ist schon eher etwas deprimierend. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf, als Griz auf eine unerwartete Person trifft, die etwas frischen Wind rein bringt, aber auch da muss ich sagen, dass es nicht meine Lieblingslösung war. Die Person spricht nämlich nur französisch und auch wenn ich die Verständigungsprobleme zwar realistisch fand, haben sie die Situation nochmal zusätzlich zäh gemacht. Gegen Ende gibt’s dann eine richtig unerwartete Wendung, die mich völlig aus den Socken gehauen hat und die doch auch mal handfeste Spannung mitgebracht hat. Da hat mich dann übrigens auch die Erzählweise viel mehr mitgerissen. Das Ende an sich fand ich ganz zufriedenstellend, auch wenn in der Geschichte doch auch noch etwas Potential für noch ein bisschen mehr da gewesen wäre. Fazit: Eine Geschichte mit vielen guten Ansätzen, wie einem sympathischen und gut ausgearbeiteten Protagonisten, interessanten und zum Nachdenken anregenden Details und einer wirklich unerwarteten Wendung am Ende, aber der Erzählstil war einfach nicht wirklich meins. Ohne Spannungsspitzen und auch der Sprecher war in meinen Ohren einfach etwas zu monoton, sodass ich manchmal sogar etwas abgedriftet bin. Zwischen den Zeilen bringt die Geschichte aber viel lesenswertes mit, weshalb ich sie trotzdem ganz gerne gehört habe und am Ende 3,5 Sterne vergebe.

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Vita

C. A. Fletcher lebt in Schottland, zusammen mit seinen Kindern und seinen Hunden. Sein Roman »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« erschien zuerst in England und berührte mit seiner bewegenden Geschichte über Mut, Hoffnung und Überleben in einer den Menschen fremd gewordenen Welt unzählige Leser.

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Wanja Mues

Wanja Mues wurde 1973 in Hamburg geboren. Er ist in einer Vielzahl von TV- und Kinofilmen zu sehen. So spielte er unter anderem in mehreren „Tatort“-Folgen, in dem Drama „Blueprint“ an der Seite von Franka Potente sowie in den internationalen Produktionen „Die Bourne-Verschwörung“ und „Der Pianist“. Wanja Mues ist auch als Hörbuchsprecher aktiv.

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