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Abschied in Prag Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-35959-8

NEU
Erschienen:  11.12.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…

Alyson Richman (Autorin)

Die amerikanische Bestsellerautorin Alyson Richman hat bereits mehrere Romane verfasst, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt erschien Ein italienischer Garten im Diana Verlag. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Long Island, New York.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Norbert Möllemann, Charlotte Breuer
Originaltitel: The Lost Wife
Originalverlag: Berkeley

Taschenbuch, Klappenbroschur, 384 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-35959-8

€ 10,99 [D] | € 11,30 [A] | CHF 15,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Diana

NEU
Erschienen:  11.12.2017

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Eine großartige Geschichte - so mächtig, traurig und bewegend!

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 16.02.2018

svenjasbookchallenge.blogspot.de/

Mein erstes Buch von Alyson Richman war Der italienische Garten - und ich fand es großartig. Abschied in Prag musste ich daher unbedingt lesen, nicht zuletzt deswegen, weil Richman die Geschichte auch diesmal wieder während des Zweiten Weltkriegs spielen lässt. Von der italienischen Resistenza geht es diesmal ins historische Prag, wo die gemeinsame Geschichte der beiden Liebenden Lenka und Josef beginnt. Und das auf recht unkonventionelle Weise: Die Handlung setzt zunächst in der Gegenwart beziehungsweise im Jahr 2000 ein, in dem Josef und Lenka sich nach mehr als 60 Jahren auf einer Hochzeit wiederbegegnen - dachten sie doch eigentlich, der jeweils andere wäre bereits vor langer Zeit gestorben.

Von diesem Ausgangspunkt aus geht es in die Vergangenheit und es werden im unregelmäßigen Wechsel die Lebenswege von Lenka und Josef beleuchtet. Der Perspektivwechsel hat mir gut gefallen, denn so lernt man beide Charaktere aus nächster Nähe kennen. Allerdings traf das Konzept nicht ganz meinen Geschmack, denn während Lenkas Geschichte überwiegend chronologisch erzählt wird, springt Richman in den Kapiteln, die Josef betreffen, wild umher. Einerseits fand ich diesen Erzählstil erfrischend und originell und er bildet auf faszinierende Weise die tiefe Traurigkeit und Verzweiflung ab, die Josefs Leben von dem Moment, in dem er Lenka für tot hielt, beherrschte. Andererseits aber hatte ich das Gefühl, immer wieder aus der Geschichte gerissen zu werden. Man muss zwar natürlich nicht immer stur chronologisch erzählen, den Sequenzen, in denen es um Josef ging, fehlte allerdings ein wenig die Struktur - sie wirkten chaotisch und teilweise unzusammenhängend. Nicht ganz mein Geschmack.

Das ist aber auch schon alles, was mir an diesem Roman nicht zu 100% gefallen hat. Ansonsten hat mich die Geschichte gefangen genommen, eigentlich regelrecht durch die Mangel gedreht und mir den Atem geraubt. Während des Lesens stürmten derart viele verschiedene Emotionen auf mich ein, dass es mir teilweise schwer fiel, nach dem Zuklappen ins wirkliche Leben zurückzukehren. Was ich besonders bemerkenswert finde: Lenkas und Josefs gemeinsame Zeit ist unglaublich kurz - die meiste Zeit über sind sie getrennt voneinander und so ist ihre Liebe etwas beinahe Mystisches. Etwas, das immer da ist, wenn auch nicht greifbar. Man hat das Gefühl, dass sie mit jedem Jahr, in dem sich Lenka und Josef nicht sehen, noch größer, noch mächtiger wird. Und das ist etwas ganz Besonderes und es ist so unglaublich kraftvoll und bedeutungsschwer.

Natürlich war die Liebesgeschichte aber nicht alles, was mich bei diesem Roman nach Luft schnappen ließ. Alyson Richman gelingt es wieder einmal sagenhaft gut, dem Leser die Lebensumstände während des Zweiten Weltkriegs, ganz besonders während des Holocaust, zu veranschaulichen. Sie zeichnet Bilder vom historischen Prag, von dem Elend in Theresienstadt und dem Tod in Auschwitz, die so authentisch und plastisch sind, dass sie einen auch nach dem Lesen noch verfolgen. Das erreicht Richman nicht nur durch die detaillierte und bildhafte Beschreibung der Orte, sondern auch durch die Worte, mit denen sie ihre Ich-Erzähler die Vergangenheit rekapitulieren lässt. So erzählt Lenka von ihrer Kindheit und Jugend in Prag euphorisch, überschwänglich und beinahe verträumt, von der Zeit in Theresienstadt anfangs noch hoffnungsvoll und entschlossen, gegen Ende annähernd emotionslos. Und von den Monaten in Auschwitz abgestumpft, kalt, tieftraurig und lethargisch. Diese Art des Erzählens transportiert derartig viele und intensive Gefühle, dass das Lesen an einigen Stellen beinahe schmerzhaft ist.

Begeistert ist natürlich das falsche Wort - aber Abschied in Prag hat unheimlich viel mit mir gemacht, mich tief berührt, bewegt, mich mitgenommen und mich all die Verzweiflung, aber auch die Liebe der Protagonisten spüren lassen. Ein unglaubliches Buch, das einen im wahrsten Sinne des Wortes in einen Strudel zieht und zumindest mich so schnell nicht mehr los lässt.

Mein Fazit:
Auch mit Abschied in Prag hat Alyson Richman mich wieder komplett abgeholt. Der Erzählstil war diesmal zwar nicht immer mein Fall, dafür waren die Charaktere grandios ausgearbeitet, war die Geschichte so unfassbar plastisch und authentisch, dass man beinahe das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein. Ein bittersüßes Erlebnis, aber ganz sicher ein großes Leseerlebnis!

Tragisch Geschichtliches und Liebe vereint

Von: Minangel Datum: 09.02.2018

Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…
Meine Meinung: Eine Liebesgeschichte über zwei jüdische Familien in Prag beginnend vor dem Zweiten Weltkrieg. Sehr angenehm und bildlich wird das Leben von Lenka und ihr Alltag als wohlhabende Tochter beschrieben. Ihre erste Liebe Josef lernt sie durch ihre Studienfreundin kennen und bei einer Einladung zur Sommerfrische verlieben sie sich. Die Probleme beginnen mit der Verfolgung der Juden und mit der Abreise von Josef nimmt die tragische Geschichte ihren Lauf. Durch all diese Jahre begleitet Lenka ihre Leidenschaft zur Malerei, wofür die Autorin sehr bildlich schöne Worte findet. Abwechselnd wird aus der Sicht von Josef und Lenka erzählt, wobei jeder seine Erzählung des Lebens zu einem anderen Zeitpunkt beginnt: Lenka erzählt chronologisch aus ihrem Leben und Josef beginnt in der Jetztzeit und erzählt abwechselnd in den verschiedenen Lebensabschnitten.
Ich bewundere die Autorin für ihr Feingefühl: Sie hat für die grauenhafte Judenverfolgung berührende Worte gefunden und sehr sensibel den Grat zwischen Liebesgeschichte und Weltkrieg geschlossen. Diese Mischung aus Gewalt, Liebe, Grauen, Tragik und Geschichtliches hat mich als Leserin sehr bewegt und berührt.

Fazit: Ein Roman, welcher gelesen werden sollte, damit diese Zeit nie vergessen wird. Als Draufgabe gibt es eine Liebesgeschichte, welche nicht sein hat dürfen und doch nie vergangen ist und gehalten hat: von mir gibt es 5 Sterne.

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