Eine Handvoll Asche

Roman

(8)
Taschenbuch
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Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten - und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit.

Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen.

»Abir Mukherjees neuer Fall besticht durch seine anschauliche Darstellung der schwierigen politischen Lage der Kolonialherren, die den gewaltlosen Widerstand der Inder nicht verstehen.«

dpa (03. August 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Jens Plassmann
Originaltitel: Smoke and Ashes (Sam Wyndham 3)
Originalverlag: Harvill Secker
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42338-1
Erschienen am  13. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Kalkutta, Indien

Leserstimmen

*+* Abir Mukherjee: "Eine Handvoll Asche" *+*

Von: Irve

10.12.2019

Der Brite Sam Wyndham und sein indischer Kollege „Surrender-not“ haben sich bereits bei ihren ersten beiden Fällen in mein Leseherz geschlichen. Ich mag die unkonventionelle Art, mit der Sam an die Verbrechensbekämpfung herantritt, aber auch seinen Helfershelfer, der ihn immer wieder an gegebener Stelle bremst und wieder in die richtige Spur bringt, sollte er sie mal verlassen haben. Das passiert ihm nicht nur im dienstlichen Bereich, auch privat ist er gelegentlich auf dubiosen Pfaden unterwegs – immer dann, wenn er, um seine Sucht zu stillen, eine Opiumhöhle aufsucht. War das Verlangen in den ersten beiden Bänden noch kontrollierbar, so nimmt es inzwischen unhaltbare Dimensionen an. Nun steckt der Ermittler in der Zwickmühle, denn natürlich möchte er seine Sucht besiegen, er muss aber auch auf jeden Fall dem Verbrechen die Stirn bieten. So findet Sam eine Behelfslösung und kann sich um die Morde kümmern. Und das ist gut so, denn es gibt immer mehr Tote, die einem grausamen Ritual zum Opfer gefallen zu sein scheinen. Wie auch in „Ein angesehener Mann“ und in „Ein notwendiges Übel“ verknüpft der Autor geschickt inszenierte und spannende Verbrechen mit den historischen Hintergründen der indischen Kolonisierung durch die Briten und würzt diesen Krimi-Cocktail mit jeder Menge indischen Flairs. Er beschreibt atmosphärisch, man ist geneigt, mit Auge, Ohr und Nase zu lesen, und die Geschichte mit allen Sinnen zu erfassen. Das erscheint mir in diesem Band noch besser gelungen zu sein als in den anderen beiden, die mir ebenfalls sehr gut gefallen haben. Obwohl während der Ermittlungen immer Wyndhams Opiumsucht thematisiert wird, steht sie nicht im Vordergrund, sondern ergänzt den Kriminalroman um einen Punkt, der im damaligen Indien für viele Menschen zum normalen Leben dazu gehörte. Zudem ist sie indirekt der Aufhänger für diesen Fall. Denn als bei einem Besuch Wyndhams in der betroffenen Opiumhöhle eine Razzia durchgeführt wird und der Ermittler keineswegs mit diesem Ort in Verbindung gebracht werden darf, flieht er Hals über Kopf und stolpert dabei im wahrsten Sinne des Wortes über eine Leiche. Eine Leiche, die es bei weiteren Recherchen plötzlich nicht mehr zu geben scheint. Aber so leicht sind Sam und Surrender-not nicht auszutricksen. Intensive Ermittlungen beginnen und die beiden ziehen alle Register. Nebenbei müssen sie es noch mit einem politischen Aufrührer aufnehmen und gegen die beruflichen hierarchischen Gegebenheiten ankämpfen. „Eine Handvoll Asche“ bietet einen spannenden Kriminalfall mit überzeugenden, stellenweise gar witzigen Ermittler-Duo, einem gut durchdachten Plot, vielen historischen Hintergrundinformationen und jeder Menge Indien-Flair. Ich schließe mich gern der Meinung der Deutschen Presseagentur an und erlaube mir, sie zu zitieren: »Abir Mukherjees neuer Fall besticht durch seine anschauliche Darstellung der schwierigen politischen Lage der Kolonialherren, die den gewaltlosen Widerstand der Inder nicht verstehen.« Inhalt Kalkutta 1921. Der Besuch einer Opiumhöhle nimmt für den britischen Ermittler Sam Wyndham ein unerwartetes Ende, als er im Rausch von einer Razzia überrascht wird und nun unerkannt vor seinen eigenen Leuten fliehen muss. Noch benommen vom süßlichen Rauch will er über das Dach des Hauses flüchten – und stößt auf eine Leiche. Mit zwei Stichen niedergestreckt, die Augen gewaltsam entfernt. Doch Wyndham hat keine Zeit, den Schauplatz genauer zu untersuchen. In letzter Sekunde bringt er sich selbst in Sicherheit. Aber der grausame Fund ist erst der Auftakt einer Reihe blutiger Ritualmorde, die das politisch immer unruhiger werdende Kalkutta in Angst und Schrecken versetzen. Autor Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London. Quelle: Heyne Verlag

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Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

18.07.2019

Als Ermittler Sam Wyndham bei einer Razzia in einer Opiumhöhle überrascht wird, flieht er Hals über Kopf, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Auf seiner Flucht stößt er auf eine Leiche. Als er die folgenden Tage mit einem neuen Fall betraut wird, ahnt er nicht, dass schon bald auch genau jene geheimnisvolle Leiche in seine Ermittlungen eine Rolle spielt … . Sam Wyndham ist zurück und im ersten Moment gerät man tatsächlich in Versuchung und möchte sagen, dass sein drittes Abenteuer auch sein bestes ist. Doch schon bald stellt sich heraus, dass sich keines der drei bisher erschienen Bücher aus der Reihe den Rang abläuft. Jeder Fall ist für sich genommen ein Pageturner, der es in sich hat und dessen Sog man sich schon nach den ersten Seiten nicht mehr entziehen kann. Es liegt mit Sicherheit an der flüssigen Schreibweise und den humorvollen Einlagen des Autors, dass man am liebsten einfach nur immer weiterlesen möchte, bis man das Ende erreicht hat. Wie schon in den Vorgängerromanen beschreibt Mukherjee die Zeit, in der die Geschichte spielt, hervorragend und so bildhaft, dass man oft denkt, man mache eine Zeitreise und wäre wirklich mit dabei. Im dritten Teil dieser fantastischen und süchtigmachenden Reihe geht der Autor die Handlung (und auch Erzählweise) aus meiner Sicht ein wenig ruhiger an, was mir aber ausnehmend gut gefallen hat. Und wieder werden historische Begebenheiten (hin und wieder leicht verändert und abgewandelt) in einen perfekt ausgetüftelten Kriminalfall verwebt, so dass sich in den Unterhaltungswert auch immer wieder ein Wissenseffekt einbettet, an dem man richtig Spaß hat. Durch die bildhaft beschriebene und detaillierte exotische Kulisse Kalkuttas fühlt man sich teilweise wie in einem Film und möchte das Szenario gar nicht mehr verlassen. Mukherjee hat mit Sam Wyndham einen Helden geschaffen, der Fehler hat und dennoch absolut sympathisch ist. Und auch wenn man nach den Vorgängerbänden andere Romane gelesen hat, verliert man den Bezug zu Wyndham nicht. Kaum sind die ersten Seiten gelesen, fühlt man sich in der Vergangenheit wieder wohl und kann sich an die ersten Abenteuer des britischen Ermittlers wieder erinnern. Abir Mukherjee besitzt eine wunderbare Gabe, denn er verstreut in seinem Text einen grandiosen Humor, der an keiner Stelle lächerlich oder störend wirkt, sondern unglaublich menschlich und authentisch ist. Neben dem opiumsüchtigen Hauptprotagonisten spielt natürlich auch sein Kollege Surrender-not wieder mit, den ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen habe. Die beiden sind ein Team, das man gerne begleitet und an dessen privaten Schicksalen und Problemen man Anteil nimmt. Die politischen und menschlichen Verstrickungen zwischen den beiden sind grandios in Szene gesetzt und verlangen nach mehr. Ich war anfangs nicht ganz sicher, ob Mukherjee diese Geschichte ursprünglich als Trilogie geplant hatte, wenn ich mir aber das Ende von „Eine Handvoll Asche“ ansehe, steigt in mir die Hoffnung, dass die Abenteuer von Sam Wyndham weitergehen. Wünschenswert wäre es auf alle Fälle, denn solch hochwertige, historische Krimis mit zwei Sympathieträgern bekommt man nicht allzu oft. Band 3 dieser tollen Reihe konnte mich also auch wieder uneingeschränkt (wie schon die Bände 1 und 2) begeistern. . Fazit: Konsequent hochwertige Fortführung der Wyndham-Reihe. Absolute Leseempfehlung. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Vita

Abir Mukherjee

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Der Autor beweist erneut sein großes Talent für Kriminalromane.«

Bücher magazin (18. Mai 2019)

»Ein spannender und informativer Roman.«

Oberhessische Presse (05. August 2019)

»Ein genialer Krimi. Sein bisher bestes Buch.«

C. J. Sansom

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