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Madame Rosella und die Liebe Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-74934-8

Erschienen: 15.06.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Der herzerwärmende Bestseller aus der Türkei.

Dies ist die Geschichte der Berliner Jüdin Rosella Galante, die während des Krieges nach Istanbul flüchtete. Und die Geschichte der jungen Türkin Pelin, die sich ihr Studium finanziert, indem sie sich mit der 88-jährigen Rosella unterhält. Einfach nur reden, Woche für Woche. Das ist es, wofür die exzentrische Rosella sie angestellt hat. Über die Vergangenheit in Istanbul. Aber auch über wehmütige Erinnerungen, geplatzte Träume, Liebschaften und sogar Sex. Es ist die Geschichte einer ganz und gar ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Frauen. Eine aufwühlende Reise durch Europa und Asien. Ein humorvolles, anrührendes Gespräch darüber, was wirklich zählt im Leben.

Tuna Kiremitci (Autor)

Tuna Kiremitçi wurde 1973 in Eskişehir, Anatolien, geboren. Er studierte Filmwissenschaften an der Mimar Sinan Universität der schönen Künste in Istanbul. Schon während seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte. Für seine Kurzfilme wurde er vielfach ausgezeichnet. Er arbeitet als Kolumnist, komponiert Musik, schreibt Drehbücher und tritt als Solist auf. Seine Romane sind allesamt Bestseller in der Türkei.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Türkischen von Annette Hanisch
Originaltitel: Dualar Kalıcıdır
Originalverlag: Doğan Kitap

Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-74934-8

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 15.06.2015

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Eine besondere Freundschaft, verpackt in einer kleinen aber feinen Geschichte

Von: PhoenixoftheAshes Datum: 08.11.2016

https://phoenixoftheashes.wordpress.com/

Worum geht es? Dies ist die Geschichte der Berliner Jüdin Rosella Galante, die während des Krieges nach Istanbul flüchtete. Und die Geschichte der jungen Türkin Pelin, die sich ihr Studium finanziert, indem sie sich mit der 88-jährigen Rosella unterhält. Einfach nur reden, Woche für Woche. Das ist es, wofür die exzentrische Rosella sie angestellt hat. Über die Vergangenheit in Istanbul. Aber auch über wehmütige Erinnerungen, geplatzte Träume, Liebschaften und sogar Sex. Es ist die Geschichte einer ganz und gar ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Frauen. Eine aufwühlende Reise durch Europa und Asien. Ein humorvolles, anrührendes Gespräch darüber, was wirklich zählt im Leben.

Wie fand ich es? Insbesondere der Klappentext hat mich dazu bewogen dieses kleine Büchlein beim Bloggerportal anzufragen. Und siehe da, allerdings nach einiger längerer Wartezeit, trudelte diese kleine Schätzchen bei mir ein. Beim auspacken dann, fiel mir ein kleines Büchlein in die Hände mit einem wunderschönen Cover. Ein Granatapfel, der für Leben und Fruchtbarkeit, aber auch für Macht, Blut und Tod steht. Es mag vielleicht zunächst keinen wirklichen Sinn machen, aber wenn man tiefer in diese schöne Geschichte eintaucht, die Hintergründe erfährt, dann passen diese Attribute wirklich gut. Zu Anfang habe ich ein paar Kapitel benötigt um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, denn manchmal weiß man nicht genau, wer von den beiden gerade spricht, zumindest mich hat es ein paar mal verwirrt. Dazu muss ich sagen, dass der Roman wirklich wie ein Gespräch aufgebaut ist, es gibt keine erklärenden Textpassagen oder vor dem jeweiligen Satzanfang einen Namen, damit man weiß, wer jetzt gerade spricht. Im Nachhinein fand ich aber diesen Stil wirklich schön, weil es sehr intim ist und einem das Gefühl gibt, direkt bei der Unterhaltung dabei gewesen zu sein.

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und behandeln immer ein Treffen der beiden Hauptcharaktere. Aber wer jetzt denkt, das würde den Lesefluss stören, das tut es nicht. Vielmehr wird man richtig neugierig gemacht, wie es wohl in der nächsten Woche zwischen den beiden weiter geht. Welche Einblicke Rosella in ihre Vergangenheit zulässt und was Pelin bedrückt. Während man den beiden Geschichten folgt, wachsen einem Pelin und Rosella immer mehr ans Herz und ihre Geschichten gehen tief unter die Haut. Man merkt, wie sehr sie sich anfangen gegenseitig wert zu schätzen und die Gesellschaft der anderen suchen und brauchen. Diese Tage und Stunden werden zu Ankerpunkten und tuen beiden Frauen gut. Pelin war zu Beginn unglaublich verschlossen, was aber bedingt durch ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit und durch die Beziehung zu ihrem Vater verständlich wird. Rosella hingegen ist sehr offenherzig. Man merkt, dass sie es wirklich benötigt hat, jemanden zu finden, dem sie ihre Geschichte anvertrauen kann. Ich denke, dass es viele Menschen da draußen gibt, denen es so geht wie Rosella, die sich aber nie trauen würden, diesen Schritt zu gehen und eine Anzeige in die Zeitung zu setzten, dabei würde es ihnen sicherlich unfassbar helfen und Erleichterung bringen.

Man merkt auch, dass es Rosella gesundheitlich sehr schlecht geht. Sie ist oft erschöpft und muss die Nachmittage vorzeitig abbrechen. Dies fällt ihr ungemein schwer, denn sie möchte Palin so viel von ihrer Geschichte anvertrauen wie sie nur kann. Rosellas Geschichte hat mich sehr fasziniert. Das was sie erlebt hat, wäre schon ein Roman für sich. Auch wenn man kaum Informationen über die beiden Protagonistinnen bekommt, sieht man sie dennoch ganz klar vor sich, was ich bemerkenswert finde. Das einzige was ich vielleicht bemängeln könnte ist, dass mir das Ende viel zu plötzlich kam. Rosella hat ihre Geschichte erzählt und dann puff war es auch schon vorbei. Das fand ich schade, vor allem, weil ich gerne erfahren hätte, wie Palin mit dem Verlust umgegangen ist und wie sie auf den Brief von Rosella am Ende reagiert hat.

Nichtsdestotrotz kann ich all jenen dieses Buch empfehlen, die für kurze Zeit abtauchen und die eine Geschichte über eine un- aber ganz außergewöhnliche Freundschaft lesen wollen.

Eine Geschichte über das Leben

Von: Nina Wacht  aus Eppelborn Datum: 23.04.2016

www.blog-a-holic.de

Ich halte ein für meine Verhältnisse dünnes Buch in den Händen. Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen, verrät nicht wirklich etwas über die Geschichte, doch der Titel macht schon sehr neugierig. Als ich dann auch noch den Klappentext und die Lesestimmen von anderen Bloggerinnen und Lesern recherchiere, weiß ich: DAS muss ich einfach lesen!
Und ich durfte es auch.
Die Kapitel sind kurz und prägnant gehalten, tun der Geschichte als solche aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, sie fördern den Lesefluss ungemein - ich beispielsweise, habe das Buch innerhalb von einem Tag ausgelesen.

Als Leser wird man direkt in die Szene eingebaut. Man betritt neben Pelin das Haus von Madame Rosella und führt zunächst einmal ein "Bewerbungsgespräch", doch schnell findet man heraus, dass es sich hier nicht um ein Gespräch für eine gewöhnliche Anstellung handelt, sondern um etwas Besonderes. Madame Rosella ist alt und krank, ihre Familie hat sie auf die ein und die andere Weise verlassen. Sie ist einsam und um genau dieser Einsamkeit entgegenzuwirken, tut sie das, was sich wohl viele Menschen denken - es aber leider nicht in die Tat umsetzen! Madame Rosella gibt eine Zeitungsannonce auf, um Gesellschaft zu haben. Sie möchte gemeinsam mit ihrer neuen Gesprächspartnerin die alten Zeiten aufleben lassen. Ein besonderer Augenmerk legt sie allerdings auf die Sprache, denn am glücklichsten war Madame Rosella, als sie in der Türkei war.
Man merkt bereits am Anfang, dass es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Geschichte handelt. Es wird nicht nur herunter erzählt, Fakten an Fakten gereiht, was die alte Dame alles erlebt hat, nein, man wird regelrecht mit in diese Erzählung eingesogen. Der Erzählstil von Madame Rosella ist so mitreißend und romantisch, dass man gar nicht anders kann und gemeinsam mit Pelin von Treffen zu Treffen fiebert. Zu Beginn dachte ich, dass die beiden Frauen nicht gut miteinander auskommen würden - trafen hier doch Welten aufeinander! Pelin ist türkischstämmig und ist sich der Sitten und Gebräuche ihrer Landsmänner bewusst, doch ist sie auch durch und durch Studentin und eine junge, ehrgeizige Frau, die weiß, was sie möchte. Mehr als einmal treffen die beiden mit ihren unterschiedlichen Ansichten aufeinander, doch so schnell sich die Gemüter erhitzen, genauso schnell legt es sich auch wieder.
Insbesondere die Geschichten der beiden Frauen haben es mir angetan! Von Madame Rosella erfährt man viele Geschichten bzw. Erinnerungen, die sie ausgeschmückt mit Pelin teilt. Ab und an meint man wirklich, dass die alte Dame etwas zur Übertreibung neigt, doch auch wenn dem so sein sollte - ihr Erzählstil ist und bleibt wunderbar und fesselnd bis zum Schluss.
Aber auch Pelin ist kein unbeschriebenes Blatt. Die junge Studentin floh regelrecht vor ihrem Vater und baut sich ein eigenes Leben mit Selbstbestimmungscharakter auf. Pelin ist stark und mutig und das schätze ich an ihr. Doch auch sie verbirgt das ein oder andere Geheimnis und so erfährt man im Laufe der Geschichte nicht nur etwas von Madame Rosella und ihre Liebe, sondern auch über die junge Pelin und ihr Leben.
Alles in einem kann ich sagen: mich hat das Buch sehr gefesselt und an einigen Stellen emotional mit sich gerissen - im positiven Sinne! Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

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