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1968 Drei Generationen - eine Geschichte

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-22541-4

Erschienen:  26.02.2018
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»Es ist nun an unseren Kindern, die Kämpfe für eine gerechtere Welt auszutragen.« (Claus Koch)

»Die Eltern legten das Land in Schutt und Asche. Dann bauten sie es wieder auf, bis ihre Kinder 1968 in Berlin und anderswo es noch einmal anzünden wollten. Um damit die Vergangenheit endlich zum Schweigen zu bringen. Und ihre Kinder? Können sie, jenseits von Stillstand und trügerischer Ruhe das Land noch einmal zu neuem Leben erwecken?«
Revolte mit Langzeitwirkung: »1968« ist die Geschichte dreier Generationen, die sich in allem unterscheiden und doch so ähnlich sind. Rasant erzählt wie ein Roadmovie, das in den 1950er-Jahren seinen Ausgangspunkt findet. Claus Koch, selbst 68er, nimmt seine Leser mit durch die wilden 60er-Jahre bis zu den Kindern und Enkeln der 68er.

  • Der Mythos 68 und seine Folgen

  • Das Erbe der 68er verstehen

  • Das politische Projekt des Aufbegehrens – und was das heute bedeutet

  • Was 1968 und 2018 generationsübergreifend miteinander zu tun haben

Claus Koch (Autor)

Claus Koch, Dr. phil., geboren 1950, Diplompsychologe, Studium der Philosophie und Psychologie; bis 2015 Verlagsleitung im Bereich Sachbuch im Beltz Verlag, Weinheim. U.a. Lehrauftrag an der Universität Bielefeld; zahlreiche Vorträge, Buchveröffentlichungen und Artikel in (Fach-)Zeitschriften. Mitgründung des Pädagogischen Instituts in Berlin (PIB).

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-22541-4

€ 17,99 [D] | CHF 22,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen:  26.02.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Mir hätte es gefallen, wenn der Autor sich etwas zurückgenommen hätte...

Von: warmerSommerregen Datum: 14.10.2018

https://warmersommerregen.wordpress.com/

In diesem Buch behandelt Claus Koch den Mythos 68 und dessen Folgen und versucht, das Erbe der 68er begreifbar zu machen. Auch stellt er Vergleiche zwischen dem politischen Projekt des Aufbegehrens damals und der Bereitschaft der aktuellen Jugend, aktiv zu werden, an.

Was mir an diesem Werk sehr gefallen hat, ist, dass Koch viel aus den Werken Maos, Marx' und anderen zitiert, da ich auf diese Weise viele Ausdrücke aus meinem normalen Wortschatz wiederentdecken und konkret einordnen konnte. Auch habe ich auf diese Weise Anregungen noch zu lesender Bücher erhalten. Viele Werke zum Thema 1968 bedienen sich zwar ganz selbstverständlich solcher Begrifflichkeiten, erklären diese jedoch nicht so genau wie es in diesem Buch geschehen ist.
Was mir allerdings sehr negativ aufgefallen ist, ist die Selbstdarstellung des Autors: Er war einer der ersten, hat aber verstanden, dass der Kommunismus nicht so zielführend ist, wie von der Bewegung angenommen, während andere für solche Erkenntnisse zu verblendet waren; und die Bewegung, wie er sie mitbegründet hat, wurde nachher von anderen kopiert - jedoch ohne die Ausmaßen des Originals jemals zu erreichen. Auf mich wirkte das sehr selbstgefällig und überflüssig. Darüber hinaus wurde ich den Eindruck, immer wieder Verbitterung zwischen den Zeilen erkennen zu können, jedoch ohne zu verstehen, auf was sie letztendlich bezogen ist - immerhin scheint sie bei unterschiedlichen (und konträren) Aspekten durch - nicht los. Andere Passagen hingegen wirkten geradezu verträumt-schwärmerisch...

Alles in allem hält dieses Werk viele Informationen bereit und zeigt die Anfänge und Beweggründe der 68-Bewegung gekonnt auf. Die Idee, diese Bewegung aus der Perspektive verschiedener Generationen zu betrachten, gefällt mir äußerst gut, allerdings lässt mich der Autor mit seinen Werturteilen zwiegespalten zurück. Ich vergebe daher 3 Sterne.

1968 - ein Jahr, das Geschichte schrieb

Von: Eva Krafczyk Datum: 24.09.2018

https://nimm-ein-buch.blogspot.com/

Claus Koch ist ein 68-er – und darauf ist er, mancher Desillusionierung zum Trotz, nach wie vor ziemlich stolz. In seinem Buch 1968 setzt er sich nicht nur mit der eigenen Generation auseinander, sondern auch damit, wie die 68-er die Generation der eigenen Kinder und Enkel prägten und sich von der Generation ihrer Eltern absetzten.

Sie wollen vor allem eines sein: nicht so wie ihre Eltern, wie die Verdrängungsexperten, die Schuld, Verantwortung und Fragen zu den deutschen Verbrechen während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs, zur eigenen Verstrickung, nicht zulassen wollte. Darüber hinaus gab es für die Schüler und Studenten, für die das Jahr 1968 zum Jahr von Aufbruch, von Träumen und Rebellion wurde, noch einiges andere, was sie von der auf Leistung und Gehorsam gedrillten Elterngeneration absetzte. Sprich: Sex, Drugs und Rock ´n´Roll – für die einen mehr ein Wunschtraum, von anderen so oft wie möglich praktiziert.

Die Abrechnung mit der Elterngeneration riss Narben, das merkt man de Buch von Claus Koch auch 50 Jahre nach 1968 an. Eine gewisse Unversöhnlichkeit spielt immer noch mit, eine Verletztlichkeit angesichts einer Kindheit, die vor allem als lieblos und strafend empfunden wurde. Koch konzentriert sich, das ist vermutlich kein Wunder bei einem, der damals selbst dabei war, stark auf die deutsche 68-er-Generation, gerade die Entwicklung in Frankreich wird kurz gestreift, und auch die amerikanische Protestbewegung bleibt eher eine historische Fußnote. Das macht den großen Unterschied etwa zu Mark Kurlansky´s schon vor Jahren veröffentlichtem Buch über das Jahr 1968 aus, in dem auch deutlich ausführlicher auf die so ganz anderen Ereignisse in Polen und in der Tschechoslowakei eingegangen wird.

Gerade die Subjektivität macht das Buch spannend – auch wenn letztlich nicht klar wird, warum ausgerechnet Vertreter einer Generation, die die Eltern wegen ihrer unkritischen Haltung im Nationalsozialismus gnadenlos attackiert, sich selbst bereitwillig dem Dogmatismus der diversen K-Gruppen unterwarf, jahrelang auf Dialektik stürzte und sich als Speerspitze einer Arbeiterrevolution sah, mit der sie aufgrund ihrer Herkunft aus Groß- oder Bildungsbürgertum meist nicht das geringste zu tun hatten.

Ein wenig schwülstig-schwärmerisch fällt der Rückblick auf die eigene Jugend mitunter aus und auch die Abrechnung mit der Borniertheit einiger Möchtergern-Revolutionäre scheint von einer gewissen Altersmilde geprägt. Ein bißchen selbstverliebt sieht sich der 68-er Autor wohl auch ein halbes Jahrhundert nach dem Auf- und Umbruchsjahr. Denn irgendwie kommt beim Lesen der Eindruck auf, als seien die Umweltbrwegung der 70-er, die Friedensbewegung der 80-er und die übrigen Protestbewegungen der nach 68-Zeit letztlich nur ein müder Abklatsch gewesen, copycat-Proteste, nichts Eigenständiges sondernv letztlich aus der großen Quelle 1968 gespeist.

Dennoch: Am Ende ist die neue Generation gefragt, das Erbe anzutreten: “Jetzt ist es an unseren Kindern, die Kämpfe für eine gerechte Welt, die weiterhin anstehen, auszufechten und die Hoffnung darauf nicht aufzugeben.”




Claus Koch, 1968. Drei Generationen. Eine Geschichte
Gütersloher Verlagshaus, 2018
ca 270 Seiten
ISBN 978-3-579-08655-3

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