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Dann schlaf auch du Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21290-2

NEU
Erschienen: 21.08.2017
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Der Preis des Glücks

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

»Es ist klar, es ist schmerzhaft, und es ist großartig.«

Annabelle Hirsch / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.08.2017)

Leïla Slimani (Autorin)

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als die aufregendste literarische Stimme Frankreichs. Slimani wurde 1981 in Rabat geboren und wuchs in Marokko auf. Nach dem Studium an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po arbeitete sie als Journalistin für die Zeitschrift »Jeune Afrique«. »Dann schlaf auch du« wurde mit dem höchsten Literaturpreis des Landes, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet und erscheint in 32 Ländern. Ihr ebenfalls preisgekröntes literarisches Debüt »Dans le jardin de l’ogre« wird derzeit verfilmt. Leïla Slimani ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Sie lebt in Paris.

»Es ist klar, es ist schmerzhaft, und es ist großartig.«

Annabelle Hirsch / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (27.08.2017)

»Ein Wechselbad der Gefühle, beklemmend zu lesen, aber immer so dosiert in der Zuspitzung, dass man weiterlesen will, weiterlesen muss.«

Christine Westermann / WDR 5 (26.08.2017)

»Man will einfach wissen, wie das Unfassbare geschehen konnte.«

Tilman Krause / Die Welt (26.08.2017)

»Ein Sittenbild, wie mit dem Rasiermesser ausgeschnitten.«

Sandra Kegel / Frankfurter Allgemeine Zeitung (24.08.2017)

»Meisterlich komponiert Leïla Slimani aus der Banalität unseres müden Durchwurschtelns ein Drama von existenzieller Wucht.«

Alexander Solloch / NDR Kultur (23.08.2017)

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Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: Chanson douce
Originalverlag: Gallimard

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21290-2

€ 15,99 [D] | CHF 19,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

NEU
Erschienen: 21.08.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Schlafende Kinder sollst du nicht töten...

Von: Bücherphilosophin Datum: 12.10.2017

eineigeneszimmer.com/

Leila Slimanis zweiter Roman kommt hoch dekoriert in den deutschen Buchläden an, von der französischen Kritik gefeiert und mit dem Prix Goncourt, was hierzulande wohl dem deutschen Buchpreis entspricht, ausgezeichnet. Und ich als Leserin und spätere Rezensentin stehe gleich vor zwei unüberwindbar scheinenden Hürden, die mich von diesem Buch und seiner Geschichte zu entfremden drohen. Mit der ersten Hürde werde ich noch vor der eigentlichen Lektüre konfrontiert und diese Hürde heißt Erwartungen. Diese gilt es nämlich zu zügeln bevor mir all die Vorschusslorbeeren, die der Roman eingeheimst hat, bevor ich ihn in Händen hielt, die Sicht auf den eigentlichen Text versperren. Die zweite Hürde stellt sich mir nun, da ich diesen Roman rezensiere in den Weg, sie besteht aus den Lobeshymnen Dritter, denen ich mich anzuschließen gedrängt fühle, damit mir am Ende niemand unterstellen kann, ich hätte den Roman als einzige nicht verstanden und seine Größe verkannt. Mir stellt sich an dieser Stelle also eine besonders aufdringliche Frage: Ist die Kaiserin nackt? Oder ist ihre Gewand einfach nur nicht so kunstvoll wie man es mir von jenseits der Grenze versichert hat?

„Dann schlaf auch du“ beginnt antiklimaktisch am Ende der Geschichte, die Kinder sind tot, ermordet von ihrer Nounou, dem französischen Equivalent einer Tagesmutter, die das Messer mit dem sie das Mädchen im Kindergartenalter auf brutalste Weise erstach, anschließend gegen sich selbst richtete, dabei aber weniger erfolgreich war. Leila Slimani beschreibt das Verbrechen in all seinen blutigen Details, beschreibt sogar den markerschütternden Schrei der Mutter, die die Leichen ihrer Kinder in deren Zimmer vorfindet, mit einer Dringlichkeit, die mich meinen lässt ihn aus großer Ferne, einem vornehmeren Teil der Millionenstadt Paris, selbst zu hören, wenn auch nur ganz leise. Gleichzeitig nimmt sie mit dieser Herangehensweise ihrer Geschichte jegliche Spannung, die ähnlich schnell verklingt wie der Schrei der Mutter, am schwärzesten Tag ihres Lebens.

Ich kann nicht umhin zu überlegen, ob mir dahingehend nicht meine eigenen literarischen Ambitionen den Genuss des Romans erschweren. Denn die Schriftstellerin in mir räuspert sich diskret und sagt, fast beiläufig, das hätte ich ganz anders geschrieben. Ich hätte das dicke Ende dort verortet, wo es dem Namen nach hingehört, und will einfach nicht davon lassen. So dass sich meine innere Leserin etwas pikiert zu ihr umwendet und ihr zuraunt – wer hat hier denn bitte den Literaturpreis gewonnen, du oder Frau Slimani (und danach herrscht erst einmal wieder Ruhe.) Und auch über den plumpen Anfang der Erzählung komme ich irgendwann hinweg, rufe ich mir doch Kapitel für Kapitel ins Bewusstsein, dass es sich bei „Dann schlaf auch du“ eben nicht um einen klassischen Spannungsroman handelt – entscheidend für das Leseerlebnis ist also nicht das Ziel, sondern der Weg dahin.

Dieser stößt diese Leserin wiederum darauf, was passiert, wenn man, wie das junge Ehepaar, welches die mörderische Nounou Louise einstellt, unwissender Weise und mit einer großen Portion priviligierter Naivität, mit bloßer Hand in die Schere zwischen arm und reich greift. Mutter Myriam ist erschöpft und desillusioniert von ihrem Leben, das sich trotz Jurastudium, nur noch zwischen Küche und Kinderpo abzuspielen scheint, während ihr Mann Paul langsam aber stetig die Karriereleiter erklimmt – ja, meine liebe Leserin, das gibt es selbst in Frankreich, dem Kinderkrippenparadies. Insofern kann ich gut nachvollziehen, was sie in der zierlichen Louise sieht, ein Rettungsboot nämlich aus der vergifteten See der Hausfrau und Mutter. Glücklich darüber endlich wieder am Alltag teilnehmen zu dürfen, übersieht sie jegliche Warnsignale im Bezug auf Louises Person, die mit Fortschreiten der Handlung jedoch immer deutlicher werden.

Ein Kontrastprogramm zu dem gutbürgerlichen, wenn auch bescheidenen, Leben der Familie, die sie betreut, sind die Passagen des Romans, die Louise nach Hause folgen, in ihre modrige, aber trotzdem völlig überteuerte Einzimmerwohnung in einem Pariser Außenbezirk. Früh verwittwet und von der einzigen Tochter alleine gelassen, verliert Louise hier immer mehr den Bezug zur Realität. Sie ignoriert Rechnunngen und den teils baufälligen Zustand ihrer Wohnung ebenso wie die Umzugskartons, die seit Monaten die Wände säumen. Der desolate Zustand von Louises Lebensraum steht in krassem Kontrast zu ihrer gepflegten Erscheinung und lässt diese Leserin immer wieder hinter die Fassade blicken, auf das Seelenleben einer Frau am Abgrund.

„Dann schlaf auch du“ ist kein getriebener Roman, gemächlich trottet die Handlung ihrem so unvermeidlichen, wie blutigen, Ende zu. Doch ist dieses Ende wirklich nicht zu verhindern gewesen? Die mir im Vorfeld der Lektüre bekannten Rezensionen sprachen durchweg von dem Konflikt zwischen denen, die man als Globalisierungsgewinner bezeichnen mag und dem Präkariat. Ganz abwegig ist diese Erklärung für den Kindermord zwar nicht, aber sie unterstellt der Figur der Nounou doch Neid auf eine scheinbare Dekadenz ihrer Arbeitgeber, die ich persönlich zwischen den Seiten so nicht vergefunden habe. Mir scheint vielmehr Louises Angst vor dem endgültigen, unwiderufbaren sozialen Abstieg und ihr zeitgleicher psychischer Verfall, den Zündstoff für die mörderische Flamme zu liefern. Ausschlaggebend für meine Annahme sind viele kleine Szenen, in der Handlung verstreut wie vergiftete Brotkrumen.

Diese führen die geneigt Leserin Schritt für Schritt zum Haus in dem die böse Hexe gerade dabei ist das Geschwisterpaar zu töten und mich im besonderen zu der Erkenntnis mit welcher Hintersinnigkeit Leila Slimani diese Tragödie, welche sich so oder so ähnlich in den Vereinigten Staaten zugetragen hat, auf die gesellschaftlichen Verhältnisse im heutigen Frankreich umgemünzt hat. Und das wiederum, lässt mich denken, dass der Prix Goncourt doch um einiges verdienter war, als es zunächst den Anschein nahm. Denn aus der Perspektive des Laien heraus ist „Dann schlaf auch du“ zunächst ein untertriebener, ja fast schon spannungsarmer Roman, der seine volle Genialität nur langsam offenbart, und zwar nur denjenigen Leserinnen, die bereit sind sich auch über die Lektüre hinaus mit dem Text und der ihm zugrunde liegenden gesellschaftlichen Dynamik zu beschäfftigen.

Unsere Nanny ist eine Fee

Von: ele  aus xxxx Datum: 11.10.2017

Beklemmendes Drama um den Tod zweier Kinder.
Myriam und Paul, ein junges Paar, er Musikproduzent und sie Anwältin, haben zwei Kinder Mila und Adam, Myriam, die nach dem Studium sofort Mutter wurde und dann auch noch Adam bekam, fühlt sich als Hausfrau und Mutter überfordert und dabei doch nicht ausgelastet, eines Tages begegnet ihr eine Studienkollege und bietet ihr an, in seiner Kanzlei einzutreten. Die Eltern machen sich die Suche nach einem Kindermädchen nicht leicht, schließlich wird Louise eingestellt, die perfekte Nanny, sie ist eine Perle, die Kinder lieben sie, für Myriam und Paul wird sie unentbehrlich und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Das Buch ist im auktorialen Stil verfasst. Obwohl der Prolog mit dem Satz „Das Baby ist tot“ beginnt handelt es sich bei vorliegender Geschichte um keinen Kriminalroman. Slimani beschreibt in klaren Worten und in einem nüchternen geradezu abgeklärten Schreibstil, rückblickend, das Leben der Familie, bis es zu dieser schrecklichen Tat kommt. In der Erzählung sind immer wieder Kapitel dazwischen gestreut, in denen der Leser Näheres über Louises Privatleben erfährt, über ihre Tochter, die sich schon sehr bald von zu Hause abgesetzt hat, über ihren Mann der ein Stänkerer und Faulenzer war und ihre Armut, ihr Dahinvegetieren in einer klammen schimmeligen Wohnung und die Probleme die die Schulden ihres Mannes verursachen.
Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich dieses Buch auf jeden Fall haben, der Einstieg haut den Leser geradezu um und er will unbedingt wissen wie diese schreckliche Tat geschehen konnte. Leider lässt die Spannung im Lauf der Geschichte nach. An jeder Stelle des Buches dachte ich, wann kommt der Riss, ab wann zeichnet sich dieses schreckliche Ende ab, was ist der Auslöser, ja der Grund warum Louise derart ausrastet? Leider habe ich auf meine Fragen keine richtige Erklärung gefunden. Ich konnte mit keiner der Charaktere im Buch so richtig warm werden, Myriam, der ihre Karriere wichtiger war als ihre Kinder? Paul, den die Erziehung der Kleinen oder das Gefühlsleben seiner Frau kaum interessiert? Letztendlich Louise, die Täterin, die durchgeknallte Nanny, so perfekt wie sie den Haushalt der Familie führt, wie sie sofort Bezug zu den Kindern aufbaut, wie sie sich in der Familie als moderne Mary Poppins erweist, eigentlich kann ich nicht nachvollziehen wieso sie ihr Privatleben nicht auf die Reihe kriegt. Nach dem Tod ihres Mannes, ignoriert sie sämtliche Briefe und Mahnungen die bei ihr eintreffen. Ihre Einzimmerwohnung ist ein mieses Loch. Da frage ich mich, was Louise mit dem Geld für ihren Job getan hat? Ihre Schulden und ihre Wohnung hat sie damit wohl nicht bezahlt. Essen konnte sie mit den Kindern, sogar in den Sommerurlaub durfte sie mit. Und dennoch hat sie mit ihrem „letzten Geld“, Mila ein Eis gekauft. Die Hilfe die ihr Paul angeboten hat, hat sie auch abgelehnt. Da ist der Roman für mich ein wenig undurchsichtig, dort habe ich keinen Zugang gefunden, nichtsdestotrotz habe ich das Buch an einem Nachmittag durchgelesen. Am Ende hätte ich gerne noch gewusst, wie das Leben der Figuren weitergeht, wie Louise bestraft wird. Insgesamt von mir gutgemeinte 3 Sterne.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Stephanie Wolff-Rohe aus Aachen Datum: 16.08.2017

Buchhandlung: Buchhandlung am Markt, Aachen

Der Leser weiß es von Anfang an: Die Geschichte endet in der Katastrophe, denn schon der erste Satz stellt es klar: "Das Baby ist tot." Rückblickend erzählt Leila Slimani dann die Geschichte, die zu den dramatischen Ereignisse des Romananfangs führen wird.
Myriam ist Anwältin, ihr Mann Paul ist im Musikbusiness tätig. Als die Kinder Mila und Adam geboren werden, hört Myriam auf zu arbeiten. Doch sie ist zunehmend unzufrieden und möchte ihre Karriere fortsetzen. Deswegen stellen Myriam und Paul eine Nanny, eine "nounou" ein, die sich um Kinder und Haushalt kümmern soll. Mit Louise glauben sie, die perfekte Kandidatin gefunden zu haben. Und tatsächlich: die nounou schafft es in kürzester Zeit, eine liebevolle Beziehung zu den Kindern herzustellen, und den Haushalt in allen Belangen zu perfektionieren. Myriam kehrt in ihren aufreibenden Job zurück, und zunächst sind alle zufrieden.

Dann wendet sich die Darstellung zunehmend der Persönlichkeit von Louise zu, und dem Leser wird schnell klar: Diese Frau ist einsam, ihre obsessive Bindung an ihre Arbeitgeber ist nicht gesund. (Und wir wissen ja von Anfang an, dass das Ganze schlimm enden wird). So entwickelt der Roman einen unwiderstehlichen Sog. Die feine psychologische Ausarbeitung und der bewusst zurückgenommene Erzählstil der Autorin machen den Schrecken transparent und für den Leser erträglich.

Von: Tanja Bemerl aus Waldmünchen Datum: 24.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Gustav Fuss

An und für sich ist das Buch super spannend, aber das Ende lässt sehr zu wünschen übrig. Weil es gibt kein richtiges Ende. Es ist alles sehr verständlich und leicht zu lesen.

Myriam und Paul wollen ihrer Karriere nachgehen und stellen ein Kindermädchen für ihre Kinder Mila und Adam ein. Louise ist anfangs die gute Fee, die das Haus putzt, wäscht und kocht. Die Kinder lieben sie. Aber nach und nach entwickelt sie sich als Psychopatin, die sich stundenlang vor den Kindern versteckt und ihnen Angst macht. Irgendwann lockt sie die Kinder dann in die Badewanne und bringt beide um.

Und jetzt fehlt hier eine Erklärung. Warum tut sie das???? Leider wird das nicht aufgeklärt und somit macht es das Buch nicht zum Bestseller.

Und es gibt dafür leider auch nur 3 Sterne. Und das nur weil es wirklich spannend geschrieben ist.

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