Das Licht vergangener Tage

Roman

(8)
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Nichts kann uns aufhalten

Budapest 1949: Als sich István und Rebeka das erste Mal begegnen, fühlen sie sich trotz ihrer Gegensätzlichkeit sofort zueinander hingezogen. Der mittellose Kunststudent schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen oder die Spielregeln des Kunstbetriebs. Sie hingegen kommt aus gutem Hause und träumt von einer glamourösen Karriere als Theaterschauspielerin. Doch dann überschlagen sich die politischen Ereignisse im sozialistischen Ungarn, und plötzlich geht es nicht mehr um arm und reich, sondern vielmehr um Leben und Tod …

Berlin 2017: Die junge Galeristin Anna kann ihr Glück kaum fassen, als ein Nachlassverwalter ihr ein kostbares Porträt eines namhaften ungarischen Malers übermittelt. Das Bild hat mehr mit ihr selbst und ihrer Familie zu tun, als Anna zunächst ahnt.

»Ein packender Roman und viel mehr als „nur“ eine spannende Familiengeschichte. Sehr lesenswert.«

Ruhr Nachrichten (28. Dezember 2019)

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ISBN: 978-3-641-23384-6
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Von Kanten, Kerben und Zukunftswünschen

Von: Libertine

01.09.2020

Als sich der junge Kunststudent István und die angehende Schauspielerin Rebeka kennenlernen, sind die beiden noch am Anfang ihrer Karriere. Obwohl István ein talentierter Künstler ist, bekommt er durch seine Malerei bereits früh Probleme. Rebeka hingegen, die aus gutem Hause kommt und alle Regeln der Etikette beherrscht, wird schon bald auf der Bühne bewundert. So ist es, während sie die Tage mit István verbringt und für ihre Vorsprechen übt, nur eine Frage der Zeit, bis ein gut situierter Professor um ihre Hand anhält. Doch als die Geschehnisse der 1950er-Jahre über Ungarn hereinbrechen, ist es nicht István, der vor Problemen steht, sondern Rebekka: Mit ihrem Vater soll sie das Haus ihrer Kindheit verlassen und in ein kleines Dorf weiter weg ziehen. »Der Auslagerungsbefehl gab ihnen vierundzwanzig Stunden, um das Nötigste zusammenzupacken, nicht mehr als fünfzig Kilogramm pro Person.« Als Rebekas gewohntes Leben auseinanderbricht, bittet sie ihren Verlobten, Professor Breitner, und ihren Freund István um Hilfe. Doch nur einer der beiden Männer ist bereit, sein gewohntes Leben für sie aufzugeben. Das Licht vergangener Tage gehört zu jenen Romanen, die dem Leser auch Tage, nachdem man das Buch gelesen hat, noch im Kopf rumgehen. Nach und nach will die Vielschichtigkeit des Romans betrachtet und durchdacht werden. Er zeigt uns das Leben zweier junger Menschen, mit ihren Wünschen und Vorstellungen für die Zukunft. Und gleichzeitig zeigt er, welche Opfer für diese gebracht werden müssen und welche unerreichbar bleiben. »Ich habe immer geglaubt, ich müsste jemanden wie Breitner heiraten, um das Glück zu finden. Bei Istváns Versuchen, mir näherzukommen, stellte sich meine gutbürgerliche Erziehung ein wie eine Muttersprache.« Und es ist wohl jene Unerreichbarkeit, die den Figuren ihre Tiefe gibt. Denn während Das Licht vergangener Tage zwischen der Vergangenheit der 1940er- und 1950er-Jahre, in der István, Rebeka und Breitner noch jung waren, und der jungen Vergangenheit der 2010er-Jahre schwankt, in der zwei von ihnen zu alten Menschen geworden sind und einer verstorben ist, weiß der Leser, dass es keine einfache Geschichte werden kann. Und so schwebt das Geschehen des Romans zwischen dem, was ist, dem, was hätte sein können, und dem, was nie werden wird. Die historischen Ereignisse, die über die Personen hereinbrechen, sind zu groß und verschlucken sie, um sie an einem anderen Ort wieder auszuspucken. Nikoletta Kiss gelingt mit ihrem Roman Das Licht vergangener Tage vieles zugleich: Er ist erfüllt von der Leichtigkeit der Figuren und der Schwere der Ereignisse. Von der Veränderung der Leben, die diese führen können, und der Beständigkeit mancher Wünsche und Ziele. Dabei erschafft sie Figuren, die im Gedächtnis bleiben, fernab von Kitsch und Klischee. Das Licht vergangener Tage braucht ein wenig Zeit, um sich zu entfalten, und so kann es mitunter ein wenig dauern, bis man mit den kantigen Besonderheiten der Personen warm wird. Doch sind es eben jene kantigen Besonderheiten, die die Geschichte tragen, auch, lange nachdem man den Buchdeckel geschlossen hat.

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schöner Familienroman

Von: Any

23.02.2020

Meine Meinung: Die Handlung spielt in zwei Unterschiedlichen Zeiten, als auch Orten. In der Zeit um 1949 spielt die Handlung in Budapest, deren Hauptrollen hier Istvan und Rebeka einnehmen. Die Erzähl-Perspektive wechselt immer mal wieder zwischen den beiden. Wir erfahren wie sie sich kennen lernten - er ein Künstler der Malerei und sie eine Künstlerin der Schauspielerei. Zwei Personen, die zwar was das künstlerische angeht im selben Metier verkehren, aber dennoch unterschiedlicher nicht sein können. Rebeka hat eine gewisse Vorstellung vom Leben und möchte auch nicht minder dieser Vorstellung leben. Als sie aus ihrer Heimat flüchten muss, wird das besondern deutlich. Die Lebensumstände verändern sich drastisch und sie kommt nur schwerlich damit zurecht. Istvan hingegen ist sehr anpassungsfähig und gibt sich mit dem zufrieden was er hat. Aus Liebe zu Rebeka flüchtet er mit ihr, obwohl er das gar nicht müsste - im Gegenteil, durch seine Flucht könnte es sehr gefährlich für sie beide werden. Am neuen Ort angekommen integriert er sich, gibt sich Mühe seinen Beitrag zu leisten und sich anzupassen. Bald entsteht schon ein neuer Traum in ihm.. nicht mehr die Malerei ist ihm wichtig, ein Haus mit Garten, Rebeka an seiner Seite und vielleicht noch eins, zwei Kinder, dann wäre sein Glück perfekt. Doch Rebeka sieht das anders und geht, in der Hoffnung, dass Istvan ihr folgt... 2017 in Berlin geht es um Anna. Sie ist die Enkelin von Rebeka... Anna sucht nach ihren Wurzeln. Sie hatte bisher nicht besondern viel Kontakt zu ihrer Großmutter, erst als es um das Erbe eines bedeutenden Gemäldes geht, zieht es sie zu Rebeka und nach Ungarn. In der Zeit erfährt Anna sehr viel über die Geschichte Rebekas, sie lernt die alten Künstler kennen, darunter auch Istvan, Anna erfährt außerdem wer ihr Großvater ist, denn darüber hat Rebeka nie gesprochen. Anna uns Rebeka weisen einige Parallelen auf, das erkennen sie, als sie zusammen Zeit verbringen. Die Geschichten gefallen mir sehr gut, jedoch nimmt ein Großteil der Handlung die Geschichte um Rebeka und Istvan ein. Der Schreibstil ist gut, flüssig zu lesen. Das einzig schwierige sind die Namen, die haben mich des öfteren aus meinem Lesefluss gebracht. Auch hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten in die Handlung rein zu kommen, doch nach einer Weile ging es dann und ich empfand die Handlung als spannend. Gerade der Part als sie flüchteten und in ihrer neuen Unterkunft mit neuen Mitmenschen klar kommen mussten. Rebeka ist ein sehr eigenwilliger Charakter, teils recht amüsant zu lesen. Und ebenso Anna, die viel von Rebeka geerbt hat. Istvan ist mir sehr sympathisch gewesen, von Anfang bis Ende. Er ist zwar auch recht speziell, vor allem nimmt er kein Blatt vor den Mund. Das erste Aufeinandertreffen mit Rebeka empfand ich als amüsant, man hatte das Gefühl, dass Istvan nicht wirklich Ahnung hatte wie man mit einer Frau spricht. Fazit: Alles in allem ein gutes Buch, wer Familiengeschichten mag ist hier sehr gut bedient. Ich ziehe einen Punkt ab, da ich recht schwer rein kam und die Namen meinen Lesefluss stark beeinträchtigt haben. Also bleiben 4 von 5 Sternen übrig :)

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Vita

Nikoletta Kiss, geboren 1978 in Budapest, ist in Berlin aufgewachsen und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie war über zwölf Jahre als Unternehmensberaterin in Deutschland, den USA und in Australien tätig. Seit 2016 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern als freie Autorin in Wien.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Unterhaltsam und fesselnd. «

Rätsel mit Pfiff (30. September 2019)

»Das Thema ist gut gewählt, die Erzählung vielseitig (...). Auf historischen Ereignissen beruhend fesselt die Handlung und erinnert an einen schwierigen Zeitabschnitt in Ungarns Geschichte. «

»Nikoletta Kiss entwickelt in ihrem fulminanten Roman eine konfliktreiche Geschichte mit zahlreichen Wendungen, die sich vor allem um politische Freiheit und individuelle Selbstbestimmung dreht.«

»Zwei Zeitebenen, zwei sehr starke weiblich Charaktere und die gemeinsame Liebe zur Kunst als Verbindung über die Jahrzehnte. Ein sehr spannender, gut erklärter Rückblick in die ungarische Vergangenheit.«

»Nikoletta Kiss erschafft Figuren, die im Gedächtnis bleiben, fernab von Kitsch und Klischee.«

»Eine tolle Entdeckung. Ich behalte die Autorin im Auge und freue mich auf ihr nächstes Werk.«

»Ein kurzweiliger, ein lesenswerter Roman.«

»Ein empfehlenswertes Debüt für alle Leser, die Freude an einer bewegenden, spannenden Liebesgeschichte haben, die von tatsächlichen historischen Ereignissen berichtet.«

»Wer Familiengeschichten mag, ist hier sehr gut bedient.«