Hör auf zu lügen

Roman

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"Brokeback Mountain" aus Frankreich: Die tragische Geschichte einer homosexuellen Liebe - authentisch und zutiefst berührend

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Ein authentischer und tief berührender Roman über Liebe und Identitätsfindung.

»›Hör auf zu lügen‹ ist ein todtrauriges, aber unsentimentales Buch über die Zwänge der Moral – und deren Überwindung. Über die Unmöglichkeit der Liebe, aber auch über die seltsamen Windungen des Lebens.«

Deutschlandfunk Kultur »Lesart« (05. Dezember 2018)

Aus dem Französischen von Hans Pleschinski
Originaltitel: Arrête avec tes mensonges
Originalverlag: Éditions Juillard, Paris 2017
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22525-4
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Philippe Besson "Hör auf zu Lügen"

Von: Was Silke liest

04.04.2019

Eigentlich wollte ich in der Buchhandlung nur mal kurz reinlesen. Aber dieser mit nur 156 Seiten relativ kurze Roman hat mich von der ersten Seite an so gepackt, dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. An nur einem Abend war ich durch mit dieser besonderen Liebesgeschichte, die mir am Ende fast das Herz gebrochen hat. In der französischen Provinz wird der 17-jährige Philippe als hochbegabter Sohn des Schuldirektors von seinen Mitschülern ausgegrenzt. Schon früh entdeckt er seine Homosexualität und weiß, dass er anders ist. Eines Tages lädt ihn sein heimlicher Schwarm aus der Parallelklasse, Thomas, zu einem Treffen an einem versteckten Ort ein. Nach anfänglichem Misstrauen beginnen die beiden eine Beziehung im Geheimen und werden ein Paar. Doch nach und nach wird deutlich, dass Thomas seine Gefühle nicht öffentlich zeigen kann und will. So verlieren sich die beiden nach dem Abitur aus den Augen und schlagen unterschiedliche Lebenswege ein. Philippe hat andere Beziehungen, bei denen seine Gefühle aber nie an die für Thomas heranreichen. 23 Jahre später, Philippe ist mittlerweile erfolgreicher Autor, trifft er zufällig auf Lucas, der Thomas zum Verwechseln ähnlich sieht und wird mit den Lügen des Lebens konfrontiert… Philippe Besson gewährt mit „Hör auf zu Lügen“ einen tiefen und äußerst berührenden Einblick in sein Leben und lässt den Leser an seiner ersten großen Liebe teilhaben. Dieser Roman erzählt aber nicht nur die Liebesgeschichte von Philippe und Thomas, sondern zeigt auf, wie unterschiedlich die beiden Protagonisten mit ihrer Homosexualität umgehen und warum sie lieber lügen, als ihre Liebe öffentlich zu leben. Es ist durchweg zu spüren, wie viel diese Erinnerungen dem Autor bedeuten und mit welcher Hingabe er jeden Gedanken und jedes Gefühl beschreibt. Es ist unglaublich, wie sehr ein Mensch leiden kann, wenn er sich selbst verleugnet und sein Leben auf Lügen aufbauen muss. Besonders Bessons spezieller und intensiver Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Durch seine klare und präzise Sprache versteht er es mit wenig Worten Emotionen und Bilder zu wecken, die das Lesen zur wahren Freude machen. Dieser besondere Roman über Liebe und Identitätsfindung wird mir noch lange in Erinnerung bleiben!

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Wunderbar gefühlvoll nach einer wahren Begebenheit

Von: buecherecke

26.03.2019

Inhalt: Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Ein authentischer und tief berührender Roman über Liebe und Identitätsfindung. Mein Lieblingszitat: Meine Meinung: Der Klappentext dieses Romans hat mich total angesprochen, sodass ich ihn selbstverständlich gerne lesen wollte. Da das Buch nur wenige Seiten hat, habe ich es in einem Rutsch in nur wenigen Stunden durchgelesen. Das lag aber nicht nur an der geringen Seitenzahl, sondern auch daran, dass die Geschichte mich unglaublich gefesselt hat. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich von der Liebesgeschichte des Protagonisten gefangen genommen. Beeindruckend war dabei auch, dass es sich um eine wahre Geschichte, also die Geschichte des Autors handelt, der aus seiner Jugend und seinem weiteren Leben erzählt. Es gefällt mir auch, dass der Großteil von „Hör auf zu lügen“ in der Ich-Perspektive und vor allem auch in der Gegenwart verfasst ist, sodass ich mich noch besser in das Geschehen vertiefen konnte. Protagonist Philippe war mir, genau wie Thomas sehr sympathisch, auch wenn mir letzterer teilweise etwas abweisend vorkam. Positiv aufgefallen ist mir außerdem Ort und Zeit der Handlung, es spielt im Westfrankreich der 80er-Jahre. Mir wurde außerdem auf keiner einzigen Seite langweilig, es blieb die ganze Zeit spannend. Humor kommt in der Geschichte nicht viel vor, das hat mich aber nicht wirklich gestört, weil das ganze so noch an Dramatik gewonnen hat. An der ein oder anderen Stelle war der Schreibstil nahezu poetisch, sodass sehr zum Nachdenken angeregt wurde. Die Geschichte an sich hat mich wirklich berühren können, auch, weil der Protagonist sich als homosexuelle Person Mitte der 80er Jahre in einer so schwierigen Lage befand. Zum Ende möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht Zuviel sagen, dass müsst ihr selber herausfinden. ;) Mein Fazit: Ein sehr gefühlvoll geschriebener Roman nach einer wahren Geschichte, der kaum aus der Hand zu legen ist. Vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar! Hör auf zu lügen bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

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Vita

Philippe Besson wurde 1967 in Barbezieux, einem Dorf in der Charente, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bordeaux und der Oberstufe in Rouen, ging Besson 1989 nach Paris, wo er zunächst eine Laufbahn als Jurist und Dozent für Sozialrecht einschlug. 1999 begann er an seinem ersten Roman Zeit der Abwesenheit zu schreiben, der Anfang 2001 in Frankreich erschien. Fortan veröffentlichte er fast jährlich einen neuen Roman.

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Hans Pleschinski

Hans Pleschinski, 1956 in Celle geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaften in München. Er arbeitete für Galerien, die Oper und den Film. Seit 1985 ist er Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk und lebt als freier Autor (u.a. «Ludwigshöhe», 2008) in München.

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Pressestimmen

»Besson vertraut auf die klassischen Erzählmittel der französischen Literatur. Auf Psychologie und Klarheit, die wirkungsvolle Spannungsbögen erlauben. [...] Emotionale Wucht ist es, die von seiner Geschichte ausgeht.«

DIE WELT (26. Januar 2019)

»Ein großartiger, subtil gezeichneter Roman, zart und grausam zugleich, eine von schmerzhafter Melancholie durchzogene Selbstentblößung. Bessons bislang intimster, ehrlichster Roman - und sein bester.«

Nürnberger Zeitung (25. Januar 2019)

»Ein Geniestreich ist Philippe Besson gelungen. Am Ende ist es nicht mehr dasselbe Buch, das man zu Beginn aufgeschlagen hatte. Stattdessen ist es zu etwas Kostbarem geworden: dem Licht eines verloschenen Sterns.«

Siegessäule (28. November 2018)

»Die Geschichte, die auf der eigenen Biografie des Autors basiert, ist großartig erzählt, emotionsvoll und ehrlich – ohne Effekthascherei und Kitsch.«

Hannoversche Allgemeine Zeitung am Sonntag (23. März 2019)

»Eine großartig geschriebene, authentische Geschichte, die unter die Haut geht.«

Münchner Merkur (19. Januar 2019)

»Besson gelingt es, sehr genau, empathisch und ohne jede Peinlichkeit die Gefühle zweier fast Erwachsener zu beschreiben. Der Roman ist eine Hommage an das Schreiben und das Erzählen, die im besten Falle Leben retten können.«

»Besson schrieb nicht nur Frankreichs Überraschungsbestseller des vergangenen Jahres, sondern auch seine eigene Geschichte. [E]in berührendes Zeugnis davon, dass Schweigen manchmal nur Narrengold ist.«

Die Presse (13. Januar 2019)

»Diese behutsam, fern von allen Klischees erzählte ›Liaison dangereuse‹ zeigt einmal mehr die fatalen Folgen von falschen Moralvorstellungen. Für die hiesigen Leser ein großer Gewinn.«

Bayerischer Rundfunk (14. Dezember 2018)

»Der autobiographische Roman von Philippe Besson ist ein Appell an alle, die sich nicht trauen, sie selbst sein, sich größte Mühe geben, ihr wahres Ich zu verstecken. Der Fall Thomas Andrieu ist eines von vielen Beispielen dafür, dass das Leben zu kurz ist, um seine sexuelle Identität zu verleugnen.«

Dr. Wolfgang Burgdorf (10. Januar 2019)

»Eine Liebesgeschichte, die ganz besonders ist und doch nah dran an unzähligen schwulen Biografien.«

Berliner Zeitung (19. Januar 2019)

»Philippe Besson hat die vielleicht wichtigste Geschichte seines Lebens eloquent und ohne übertriebene Gefühlsduselei niedergeschrieben. Sehr gelungen.«

Oberösterreichische Nachrichten (03. November 2018)

»Jeder Satz scheint trotz seiner Schlichtheit aufgeladen zu sein mit Bedeutung, jede Beschreibung sitzt.«

Wilhelmshavener Zeitung, Martin Münzberger (02. März 2019)

»Das Buch ist eine schwule Offenbarung: Klarer, anrührender und schöner kann die Entstehung von schwulem Stolz und schwuler Selbstverleugnung aus identischen Bedingungen nicht erzählt werden.«

Mannschaft Magazin (16. Dezember 2018)

»Ein berührendes Liebesdrama über die Liebe zweier Jungen aus der französischen Provinz in den 1980er Jahren. ... Ergreifend.«

Wiener Zeitung (18. Mai 2019)

»Dieser tragische Roman von Philippe liest sich sehr gut und erinnert an Annie Proulx Roman ›Brokeback Mountain‹.«

WAZ (20. Mai 2019)

»Ein absolut aufrichtiges Werk!«

Frankreich erleben (21. Mai 2019)