Hör auf zu lügen

Roman

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"Brokeback Mountain" aus Frankreich: Die tragische Geschichte einer homosexuellen Liebe - authentisch und zutiefst berührend

Philippe ist 17 Jahre alt und ein Außenseiter. Als hochbegabter Sohn des Schuldirektors, der wenig Kontakt zu den Mitschülern hat, lebt er in einem französischen Provinznest. Er fühlt sich von seinem Klassenkameraden Thomas, einem geheimnisvollen und charismatischen Winzersohn, angezogen und ist ganz verblüfft, als dieser sein Interesse erwidert. Thomas wird seine erste und große Liebe. Eine Liebe, die nur im Verborgenen gelebt werden darf und die für Thomas tragisch endet, weil er, geprägt durch die ländlichen Konventionen, seine sexuelle Identität sein Leben lang verleugnen wird. Ein authentischer und tief berührender Roman über Liebe und Identitätsfindung.

»›Hör auf zu lügen‹ ist ein todtrauriges, aber unsentimentales Buch über die Zwänge der Moral – und deren Überwindung. Über die Unmöglichkeit der Liebe, aber auch über die seltsamen Windungen des Lebens.«

Deutschlandfunk Kultur »Lesart« (05. Dezember 2018)

Aus dem Französischen von Hans Pleschinski
Originaltitel: Arrête avec tes mensonges
Originalverlag: Éditions Juillard, Paris 2017
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22525-4
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Hör auf zu lügen...

Von: Martin Books

28.01.2019

Als ich das Cover und den Titel gesehen habe, dachte ich zuerst, dass dieses Buch in Richtung Jugendbuch geht. Aber ich habe mich geirrt. Es geht zwar auch im ersten Kapitel um Jugendliche, aber es ist nicht klassisch als Jugendbuch erzählt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn dass Buch ist trotzdem gut. Aber nochmal zurück zu den Kapiteln : Es gibt drei. Kapitel eins spielt in der Jugendzeit, in Kapitel zwei trifft Philippe dann Thomas Sohn und dann gibt es noch Kapitel drei. Wie man schon an dem Klappentext erkennt, geht es vor allem ums Thema schwul sein und auch um das Thema Verdrängung der Identität. Um das zu verdeutlichen, schreibt der Autor teilweise über autobiografische Erfahrungen und über realitätsnahe Zustände in konservativen Dörfern. Das hilft diesem Roman noch einmal, um das Thema zu verdeutlichen. Das die wichtigen Themen in diesem Buch beleuchtet werden, ist sehr gut, da es meines Erachtens leider viel zu wenige Bücher über dieses Thema gibt. Verstärkt wird dieses Thema dadurch, dass das Buch in einem relativ kleinem Ort spielt, in dem sich Gerüchte rasend schnell verbreiten und der sehr konservativ geprägt ist. Dadurch weiß nämlich fast der komplette Ort, dass Philippe schwul ist, deshalb möchte Thomas nicht so gerne mit ihm gesehen werden. Auch das spricht ein Problem an : Viele Orte auf der ganzen Welt sind noch viel zu konservativ. Zum Glück macht dieses Buch darauf aufmerksam! Wie ich schon geschrieben habe, ist das Buch teilweise autobiografisch. Das ist nicht schlecht, da das Buch durch diese Perspektive noch realer wird, noch besser, man hat noch mehr Glauben in das Buch. Auch der Schreibstil unterstützt noch einmal die Realität dieses Buches und sorgt dafür, dass der Leser das Buch eigentlich erst einmal nicht weglegen will. Allerdings finde ich, dass es teilweise etwas zu ausschweifend war. Das ist schade, denn dadurch ist das Buch für mich teilweise etwas langweiliger geworden.

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Schnörkellos, unumwunden, direkt

Von: Katharina

19.01.2019

„Hör auf zu lügen“ ist ein sehr intimer, aber unsentimentaler Roman. Der Autor nimmt eine ungeschönte Analyse vor, ohne dabei unangemessen hart ins Gericht zu gehen. Er lamentiert und klagt auch nicht, oder wird rührselig. Alles wirkt genau richtig, wohldurchdacht, aber nicht konstruiert. Ich habe das Buch gern gelesen, auch, weil es auf zahlreiche Filme, Persönlichkeiten und andere Bücher Bezug nimmt. Gelungen finde ich persönlich bereits den Einstieg in den Roman, eine Art Prolog über knapp zwei Seiten, der aus einem einzigen Satz besteht. Er gibt den Ereignis- und Gedankenstrudel wieder, mit dem der Lebensbericht seinen Anfang nimmt. Das einzige, worüber ich mich vielleicht beklagen könnte, wäre, dass der Roman schneller zuende ist, als man möchte. Aber letztlich hat er dann doch genau den richtigen Umfang: nichts ist zu viel und nichts zu wenig – alles ist wohldosiert.

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Vita

Philippe Besson wurde 1967 in Barbezieux, einem Dorf in der Charente, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bordeaux und der Oberstufe in Rouen, ging Besson 1989 nach Paris, wo er zunächst eine Laufbahn als Jurist und Dozent für Sozialrecht einschlug. 1999 begann er an seinem ersten Roman Zeit der Abwesenheit zu schreiben, der Anfang 2001 in Frankreich erschien. Fortan veröffentlichte er fast jährlich einen neuen Roman.

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Hans Pleschinski

Hans Pleschinski, 1956 in Celle geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaften in München. Er arbeitete für Galerien, die Oper und den Film. Seit 1985 ist er Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk und lebt als freier Autor (u.a. «Ludwigshöhe», 2008) in München.

zum Übersetzer

Pressestimmen

»Besson vertraut auf die klassischen Erzählmittel der französischen Literatur. Auf Psychologie und Klarheit, die wirkungsvolle Spannungsbögen erlauben. [...] Emotionale Wucht ist es, die von seiner Geschichte ausgeht.«

DIE WELT (26. Januar 2019)

»Ein großartiger, subtil gezeichneter Roman, zart und grausam zugleich, eine von schmerzhafter Melancholie durchzogene Selbstentblößung. Bessons bislang intimster, ehrlichster Roman - und sein bester.«

Nürnberger Zeitung (25. Januar 2019)

»Ein Geniestreich ist Philippe Besson gelungen. Am Ende ist es nicht mehr dasselbe Buch, das man zu Beginn aufgeschlagen hatte. Stattdessen ist es zu etwas Kostbarem geworden: dem Licht eines verloschenen Sterns.«

Siegessäule (28. November 2018)

»Eine großartig geschriebene, authentische Geschichte, die unter die Haut geht.«

Münchner Merkur (19. Januar 2019)

»Besson gelingt es, sehr genau, empathisch und ohne jede Peinlichkeit die Gefühle zweier fast Erwachsener zu beschreiben. Der Roman ist eine Hommage an das Schreiben und das Erzählen, die im besten Falle Leben retten können.«

»Besson schrieb nicht nur Frankreichs Überraschungsbestseller des vergangenen Jahres, sondern auch seine eigene Geschichte. [E]in berührendes Zeugnis davon, dass Schweigen manchmal nur Narrengold ist.«

Die Presse (13. Januar 2019)

»Diese behutsam, fern von allen Klischees erzählte ›Liaison dangereuse‹ zeigt einmal mehr die fatalen Folgen von falschen Moralvorstellungen. Für die hiesigen Leser ein großer Gewinn.«

Bayerischer Rundfunk (14. Dezember 2018)

»Der autobiographische Roman von Philippe Besson ist ein Appell an alle, die sich nicht trauen, sie selbst sein, sich größte Mühe geben, ihr wahres Ich zu verstecken. Der Fall Thomas Andrieu ist eines von vielen Beispielen dafür, dass das Leben zu kurz ist, um seine sexuelle Identität zu verleugnen.«

Dr. Wolfgang Burgdorf (10. Januar 2019)

»Eine Liebesgeschichte, die ganz besonders ist und doch nah dran an unzähligen schwulen Biografien.«

Berliner Zeitung (19. Januar 2019)

»Philippe Besson hat die vielleicht wichtigste Geschichte seines Lebens eloquent und ohne übertriebene Gefühlsduselei niedergeschrieben. Sehr gelungen.«

Oberösterreichische Nachrichten (03. November 2018)

»Jeder Satz scheint trotz seiner Schlichtheit aufgeladen zu sein mit Bedeutung, jede Beschreibung sitzt.«

Wilhelmshavener Zeitung, Martin Münzberger (02. März 2019)

»Das Buch ist eine schwule Offenbarung: Klarer, anrührender und schöner kann die Entstehung von schwulem Stolz und schwuler Selbstverleugnung aus identischen Bedingungen nicht erzählt werden.«

Mannschaft Magazin (16. Dezember 2018)