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Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-571-2

Erschienen: 26.09.2016
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Ein sprachgewaltiger Roman über eine unerfüllte Liebe, einen ungeklärten Mord und eine spannende Spurensuche.

Im Herbst 1950 kommt der junge Wiener Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um einem alten Geheimnis auf den Grund zu gehen. Konfrontiert mit der archaischen Bergwelt und der misstrauischen Dorfgemeinschaft , fühlt er sich mehr und mehr isoliert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, ein Stall lichterloh brennt und der Winter mit ungeheurer Wucht und tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet spurlos – nur seine Aufzeichnungen bleiben zurück.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später will ein alter Mann endlich die Wahrheit wissen. Von seinen eigenen Schatten verfolgt, begibt er sich auf Spurensuche in die Vergangenheit.

Raffiniert, voller Rhythmus und Poesie erzählt Gerhard Jäger von der Magie, aber auch von der Brutalität eines Ortes, der aus Raum und Zeit gefallen scheint.

"Gerhard Jäger … hat einen ausgesprochen bildreichen, süffig zu lesenden Stil und folgt in diesem bemerkenswerten Debüt seiner Hauptfigur bis hinein in die zunehmend verworrene Innenwelt."

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.11.2016)

Gerhard Jäger (Autor)

Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Er lebt mit seiner Familie in Imst/Tirol.

"Gerhard Jäger … hat einen ausgesprochen bildreichen, süffig zu lesenden Stil und folgt in diesem bemerkenswerten Debüt seiner Hauptfigur bis hinein in die zunehmend verworrene Innenwelt."

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung (07.11.2016)

"Bester Leseplatz: der Kamin! Denn bei der Lektüre wird einem kalt: Im Winter 1950 wird ein Bergdorf von Lawinen verschüttet. Und von seiner eigenen Geschichte ..."

Elle (10.10.2016)

"Poetisch - und insgesamt einfach großartig."

Kathrin Emse, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag (16.09.2016)

"Ein überzeugendes Debüt, das in einem weiten Bogen eine Vergangenheit aus der Versenkung holt und gegenwärtig macht. Ebenso poetisch wie erzählerisch mitreißend."

Brigitte Kompatscher, Neue Vorarlberger Tageszeitung (25.09.2016)

"Gerhard Jäger hat einen packenden Sprachstil. Immer wieder findet er ungewöhnliche, treffende Formulierungen. Aber die sind nie selbstverliebt, so dass sich der Roman sehr flüssig lesen lässt."

Stefan Keim, WDR 4 (27.09.2016)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-571-2

€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 26.09.2016

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Schnee, Feuer, Schuld und Tod

Von: Liesa Datum: 06.01.2017

fruehlingsmaerchen.wordpress.com

Nach Lesen eines Buches versuche ich für mich selbst oftmals, das Buch in drei Worten zusammenzufassen. Nach „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ konnte ich aber nur noch an eines denken und das war die bildgewaltige, malerische Sprache, der sich Gerhard Jäger in seinem Debüt(!) bedient hat. Ich war ehrlich gesagt schon länger um das Buch herumgeschlichen, wusste aber nie, ob mich die Geschichte eines Historikers in einem kleinen österreichischen Bergdorf um 1950 wirklich packen könnte. Letztendlich war ich – wieder einmal – doch zu neugierig und musste feststellen: Ja, eine solche Geschichte kann fesselnd sein und mich sogar überraschen.

Die Geschichte beginnt in der Gegenwart mit John Miller, einem 80jährigen amerikanischen Mann, der das Schicksal seines Cousins, der 1951 in einem Tiroler Bergdorf umgekommen sein soll, nachverfolgen und wissen will, was damals eigentlich wirklich passiert ist. Bei seiner Suche im Landesarchiv findet er ein Manuskript seines Cousins, dem Historiker Max Schreiber, das dessen eigene Geschichte erzählt. In das Dorf gekommen, um eigentlich einen Roman über die Verbrennung einer vermeintlichen Hexe vor über 100 Jahren zu schreiben, stößt er bei den Bewohnern nur auf Misstrauen und Ablehnung, sodass sich seine Pläne in Bezug auf sein Buch schnell ändern und er beschließt, stattdessen über sich selbst zu schreiben. Das Misstrauen der Dorfbewohner wächst jedoch weiter, als es zu einem Todesfall im Dorf kommt und Schreiber sich darüber hinaus auch noch in die stumme Maria verliebt, die die Nachfahrin der verbrannten Hexe ist. Als das Tal von Lawinen heimgesucht wird, nimmt das Unglück dann endgültig seinen Lauf.

Auch wenn der Roman Themen anspricht, die mich auf dem ersten Blick eigentlich gar nicht wirklich interessieren, hat Gerhard Jäger es geschafft, dass das Buch mich mitgerissen hat und ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Mir gefiel dabei insbesondere die eigene Dynamik des Dorfes, seine eigentümlichen Bewohner und wie Schreiber verzweifelt versucht, sich irgendwie einzugliedern und anerkannt zu werden, statt stets nur missfallende Blicke und Worte zu ernten. Gerade, als ihm das gelungen ist, passiert jedoch ein Unglück nach dem anderen und Schreiber muss sich der Kraft der Liebe, der Lawinen und des Zusammenhalts der Dorfbewohner geschlagen geben.

Für mich sticht „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ besonders wegen seiner dichten und wortgewaltigen Sprache hervor. Ich hatte zwar, gerade gegen Ende des Buches, das Gefühl, dass durch die fast schon poetische Sprache die Situation Schreibers völlig (über)dramatisiert wurde, gleichzeitig passte es aber irgendwie auch zu dem Gefühl der Ausweglosigkeit, welches der Protagonist fühlen musste. Auch wenn viele Dinge sich absehen ließen, war das Buch für mich bis zur letzten Seite spannungsgeladen und überraschend. Dennoch gab es auch einige Passagen, bei denen ich das Gefühl hatte, die Handlung tritt ein wenig auf der Stelle und kommt nicht wirklich voran. Dafür mochte ich die Kapitel, in denen es um die Dorfbewohner und ihre Vergangenheit ging mit am meisten, weil viele Verhaltensweisen sich so besser erklären ließen und man somit ein nahezu vollständiges Bild dieser isolierten Dorfgemeinschaft bekommen konnte.

Für kalte Wintertage ist „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ genau das richtige, denn dieser ätmosphärische Roman bietet die perfekte Mischung aus historischen Elementen, Liebesgeschichte und auch Drama. Gerhard Jäger beschreibt die Winterwelt und die Bewohner des kleinen Dorfes mit unfassbar viel Bildgewalt und Präzision und schafft es auch auf den letzten Seiten noch, den Leser zu überraschen. 4/5

Ein fulminanter Debütroman

Von: Gesa Blank Datum: 04.01.2017

abaufssofalesenlos.blogspot.de

Debütromane haben auf mich einen ganz besonderen Reiz, denn ich warte immer noch auf den Autor unserer Zeit, den ich gern über mehrere Werke verfolgen würde - bis dato Fehlanzeige. Habe ich scheinbar einen Schriftsteller für mich entdeckt, dann bin ich meist von seinen weiteren Werken dann doch wieder enttäuscht. Gerhard Jäger kommt mir daher gerade recht. Ein Buch mit einem sehr ansprechenden Cover und einem Titel, der eine geheimnisvolle Geschichte verspricht, ist genau das, was bei diesem ungemütlichen Wetter mit aufs Sofa darf.

Der frisch promovierte Wiener Historiker Max Schreiber will in einem altertümlichen Dorf in den Tiroler Alpen dem Geheimnis der Mitte des 19. Jahrhunderts lebenden Hexe Katharina Schwarzmann auf den Grund gehen. Diese soll in ihrem Haus verbrannt sein und Schreiber ahnt, dass es sich um eine Hexenverbrennung handeln könnte, die zu der damaligen Zeit jedoch nicht mehr hätte stattfinden dürfen. An Kooperativität seitens der Dorfbewohner ist jedoch nicht zu denken. Bei ihnen stößt Schreiber nur auf Argwohn, Ablehnung und Schweigen, so dass er im Alleingang den Abgründen auf die Schliche kommen muss. Dass er sich zudem leidenschaftlich in die stumme Maria verliebt, eine Liebe, die nicht sein darf, macht seine Ermittlungen nicht leichter. Der Aufenthalt des Historikers in dem Bergdorf nimmt immer dramatischere Züge an und alles droht zu eskalieren, als auch noch ein Bauer tödlich verunglückt.

Welch ein poetisches Feuerwerk! Wo hat sich der Autor Gerhard Jäger all die Jahre versteckt? Sollte er die Zeit allein genutzt haben, um eben diesen Roman zu schreiben, dann hat es sich mehr als nur gelohnt. Hätte ich doch nur einen Hauch seiner Gabe, Worte verschmelzen zu lassen, einiges würde ich dafür geben.
Der Roman ist ein Werk, dass man mit allen Sinnen genießen kann. Man riecht die von Schnee überladenen Landschaften, hört das leise, zerknirschte Gebrabbel der doch schweigenden Dorfgemeinschaft, schmeckt die Leidenschaft, die Max und Maria verbindet, sieht die Gefahr lauern und wenn man möchte, fühlt man schlussendlich Marie auch noch in den Armen von Max.

Sprachlich für mich ein Meisterwerk. Gepaart mit feinen stilitischen Mitteln, gibt dieser Roman das wieder, was eine imposante Bergwelt ausmacht - Kraft, Größe, Gewalt und Bedrohung. Stets düster verpackt, schafft Jäger es von Anfang an, den Leser mit seinem Buch in den Bann zu ziehen. Das Zusammenspiel von Wärme und Kälte verschafft dem Roman etwas, was nicht mal so nebenbei entsteht. Hier hat der Autor den Roman so gekonnt in Gegensätze gehüllt, dass eine verblüffende Harmonie enttsteht. Die Wärme geprägt durch die Leidenschaft zwischen Maria und Max auf der einen Seite und auf der anderen Seite die ausstrahlende Kälte der Schneelandschaften. Und was mich besonders begeistert, ist die Wirkung der steten feinen Wortwiederholungen. Meines Erachtens das beste Stilmittel, um einer bestimmten Sache Ausdruck zu verleihen, ohne aber aufdringlich zu sein.

Gerhard Jäger ist ein Autor für die Romane, die ich mir schon immer gewünscht habe. Kein Buch, das schon tausendfach in den Buchhandlungen zu finden ist. Endlich einmal etwas anderes, was als das vereint, was der Leser sich wünscht und zu träumen fast gar nicht gewagt hat. Aber auch Träume können Wirklichkeit werden.

Ein fulminantes Werk, das prämiert gehört.

Von: Regine Frei aus Bern Datum: 14.10.2016

Buchhandlung: Orell Füssli AG Stauffacher Buchhandlungen

Das Hörbuch ist toll. es entwickelt einen unglaublichen Sog - sprachlich und atmosphärisch. Bestimmt werde ich sowohl Buch, als auch Hörbuch auf den Winter hin gut verkaufen können.

Von: Clemens Rupp aus Wuppertal Datum: 26.08.2016

Buchhandlung: Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH

Dieser Roman ist eine fulminante Entdeckung – er ist große Literatur! In sprachgewaltigen Bildern und mit erzählerischer Raffinesse entfaltet Gerhard Jäger eine fast unglaubliche Geschichte – man liest sie geradezu atemlos!!!

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