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Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Gekürzte Lesung mit Peter Matic, Manuel Rubey

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3601-2

Erschienen: 26.09.2016
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Eine unerfüllte Liebe, ein ungeklärter Mord und eine große Lebenslüge

Als der junge Wiener Historiker Max Schreiber im Herbst 1950 in ein Tiroler Bergdorf kommt, um einem Geheimnis aus dem 19. Jahrhundert auf den Grund zu gehen, stößt er auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert. In seiner Einsamkeit verliert er sich in der Liebe zu einer jungen Frau, deren Sprache verschüttet ist. Mehr und mehr gerät er in einen Sog aus Misstrauen und Aberglauben, und als der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation für ihn dramatisch zu.

Peter Matić und Manuel Rubey machen Jägers betörenden Roman zu einem eindringlichen Hörerlebnis.

Gerhard Jäger (Autor)

Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Er lebt mit seiner Familie in Imst/Tirol.


Peter Matic (Sprecher)

Peter Matic wurde in Wien geboren, wo er 1960 als Theaterschauspieler begann. Seit 1994 gehört er zumEnsemble des Wiener Burgtheaters. Er arbeitete auch für Kino, Fernsehen und Hörfunk. 2001 erhielt er den Albin-Skoda-Ring als „besonders hervorragender Sprecher“.


Manuel Rubey (Sprecher)

Manuel Rubey ist Schauspieler und Kabarettist. Einem breiten Publikum wurde er 2007 in der Titelrolle des Kinofilms Falco – Verdammt, wir leben noch! bekannt. 2011 stand Rubey bei den Serien Braunschlag von David Schalko und Borgia vor der Kamera. Im gleichen Jahr präsentierte er mit Thomas Stipsits im Wiener Rabenhof Theater das gemeinsame Kabarettprogramm Triest, für das beide mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichnet wurden. 2015 folgte mit der Serie Altes Geld der zweite Teil von Schalkos geplanter Serien-Trilogie zum Thema Gier und Korruption. Ebenfalls 2015 feierte er, wieder gemeinsam mit Stipsits, die Premiere des Kabarettprogramms Gott & Söhne im Wiener Stadtsaal.

Hörbuch Download (gekürzt), Laufzeit: ca. 434 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3601-2

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 26.09.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ein Buch wie ein Bildband

Von: Golden Seiten Datum: 19.05.2017

goldeneseiten.blogspot.de/

Das Buch führte mich in ein Tiroler Bergdorf mit seinen kauzigen BewohnerInnen. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, in den 50er Jahren und heute. Immer wieder werden aber auch Ausflüge in die noch ältere Vergangenheit unternommen und alte Sagen und Mythen zum Leben erweckt.

Gerhard Jäger gelingt es mit einer beeindruckenden Sprache ein Bild von diesem Dorf zu erschaffen. Eine geschlossene Welt in sich, mit eigenen Regeln und Gesetzen. Mich hat diese Welt fasziniert, in der man von der Natur und ihrer Gewalt abhängig ist und dies häufiger und unmittelbarer zu spüren bekommt, als wir es hier und heute gewohnt sind.

Durch die Schneemassen, die das Dorf eines Winters ereilen, legt sich eine bedrohliche und angespannte Stimmung über das Bergdorf. Gerhard Jäger beherrscht eine so bildhafte Sprache, dass die Stimmung für mich als Leserin spürbar wurde.

Die Geschichte des Buches ist spannend, zu lesen lohnt es sich jedoch in erster Linie wegen der Sprache des Autors. Ich hatte beim Lesen hin und wieder Gemälde vor Augen, die er mit seinen Worten erschaffen hat.

Ich sehe eine Frau mit einem roten Schultertuch und einem Weidenkorb in der Hand, die in der Dämmerung im Schnee steht. Ich sehe das Vieh im Stall, unruhig mit den Hufen scharrend, die Ohren gespitzt vom Donner der Lawinen. Dieses Buch war für mich eher ein imaginärer Bildband als ein Roman.

Die Suche nach der Wahrheit

Von: Arietta  aus Traben-Trarbach Datum: 11.02.2017

von Arietta

Es ist mein erster Roman von dem Autor Gerhard Jäger. Er wurde mir empfohlen. Ich war erst sehr skeptisch, ist dieses Thema doch nicht mein Genre. Aber als ich zu lesen anfing, war ich angenehm überrascht, und mein Lesegenuss steigerte sich von Seite zu Seite. Der Spannungsaufbau und Anspruch ist sehr hoch, ein intelligenter Roman, der einen zum Grübeln und Zweifeln angeregt. Man muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Er bedient sich einer sehr klaren, wortgewaltigen und bildhaften Sprache und doch hat sie poetische Anklänge. Sehr gut sind die einzelnen Protagonisten beschrieben. Ihre Verzweiflung, diese unerfüllte Liebe zu Maria. Das schreckliche Lawinenunglück ist detailliert beschrieben, das man das Gefühl hatte, dabei zu sein. Der Schreibstil ist fließend und mitreißend. Er entführt den Leser in eine andere Welt. Ich bin begeistert von diesem Buch …

Wunderschön sind die zwei Zeitebenen von John Miller um 2000 in Amerika und Max Schreiber in den Tiroler Bergen 1950 verknüpft. John Miller möchte den Fall um seinen spurlos verschwundenen Cousin unbedingt aufklären, den man eines Mordes an der jungen Maria damals bezichtigte. Er fliegt nach Wien, um im Archiv nach alten Unterlagen über Max zu stöbern und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Es ist seine letzte und einzige Chance. Hier im Archiv begeben wir uns auf die Zeitreise von Max Schreiber, der 1950 aufbrach um in den Tiroler Bergen in einem abgelegenen Dorf über einen Brand zu schreiben, bei dem die als Hexe verschriene Katharina Schwarz starb. Man spürt das Misstrauen der Dörfler dem Fremden gegenüber, einen nicht dazugehörigen, der einen alten Fall aufrollen will und seine Nase in Dinge steckt, die ihn nichts angehen. Man hatte beim Lesen das Gefühl, die Dörfler sind im Mittelalter stecken geblieben, dieser Aberglaube, wenn etwas passiert und es passiert einiges, ein Brand, ein Toter, der viele Schnee. Da ist noch die stumme Maria, um die sich auch noch so einiges an Gerüchten rankt. Ausgerechnet in diese Frau verliebt sich Max, aber da ist noch der Bauernsohn Georg Kühbauer, der ebenfalls Maria liebt. Die beiden werden zu erbitterten Rivalen, als ob dies nicht reichte, versinkt das Dorf im Schnee, Lawinen gehen herab, verschütten das halbe Dorf und fordern viele unschuldige Opfer. Das alles ist sehr beklemmend und real dargestellt. Aber für Max endet es noch dramatischer. Seine Liebe zu Maria bleibt unerfüllt. Er findet sie Tod im Schnee, heimtückisch erstochen. Der Verdacht fällt unwillkürlich auf Max, er flieht bei Nacht und Nebel durch die gewaltigen Schneemassen und bleibt verschollen. Die Frage bleibt offen. Wo ist Max? Ist er Tod, war er doch der Mörder?

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Regine Frei aus Bern Datum: 14.10.2016

Buchhandlung: Orell Füssli AG Stauffacher Buchhandlungen

Das Hörbuch ist toll. es entwickelt einen unglaublichen Sog - sprachlich und atmosphärisch. Bestimmt werde ich sowohl Buch, als auch Hörbuch auf den Winter hin gut verkaufen können.

Von: Gabriele Maier aus Oberkirch Datum: 26.08.2016

Buchhandlung: Grimmelshausen Buchhandlung

Was für eine Entdeckung! Dieses fast archaische Leben in dem Bergdorf in den 50er Jahren. Und doch vieles wohlbekannt und vertraut. Eine wunderbare Sprache, eindringlich wie der Inhalt selbst. Ein starker Leseeindruck, der bleiben wird.

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