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Alle verrückt außer ich Der Taschentherapeut für den täglichen Wahnsinn

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-20145-3

Erschienen: 03.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Therapiecouch zum Aufklappen und Mitnehmen

Wie schaffe ich es, schlechte Gewohnheiten abzulegen? Was tun, wenn es immer wieder dieselben Situationen sind, die mich auf die Palme bringen oder verletzen? Wie umgehen mit einer Welt, die immer verrückter wird? Bin ich hochsensibel oder einfach nur empfindlich? Vieles, was uns im Alltag beschäftigt, muss nicht gleich in einer langjährigen Therapie bearbeitet werden, lässt sich aber mit professionellem Rat viel leichter einordnen. In ihrer gewohnt unterhaltsamen Art gibt Psychotherapeutin Andrea Jolander einfache und schnelle Überlebens-Tipps zu allem, was uns prägt, was uns schadet und was uns heilt.

Andrea Jolander (Autorin)

Andrea Jolander, Jahrgang 1952, ist das Pseudonym einer bekannten Psychotherapeutin, die seit über dreißig Jahren in diesem Beruf tätig ist. Neben der Arbeit in eigener Praxis hat sie Psychotherapeuten ausgebildet und bei der Gründung einer Beratungsstelle mitgewirkt. Andrea Jolander ist verheiratet und lebt in Baden-Württemberg.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-20145-3

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 03.04.2017

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Alle verrückt außer ich

Von: Ladylike Datum: 22.09.2017

ladylike-nellystories.blogspot.de/

Als ich diesen - durchaus provozierend anmutenden - Titel gelesen hatte, war meine Neugier geweckt. Was steckt wohl dahinter? Und dann auch noch "Der Taschentherapeut für den täglichen Wahnsinn" ... Kann ein Buch überhaupt annähernd "therapeutisch" Rat geben? Das wollte ich wissen.

Gleich im Vorwort erfährt man, dass die Autorin seit ca. vierzig Jahren als Psychotherapeutin arbeitet und eine Menge Erfahrung im Umgang mit Patienten hat. Sie macht gleich zu Anfang klar, dass eine Psychotheraphie, bei der es um individuelle Probleme geht, Maßanfertigung ist und nur von Mensch zu Mensch funktioniert.

Es gibt aber allgemein gültige, hilfreiche Herangehensweisen an Probleme jeglicher Art. Diese kann sich jeder zu Nutze machen, wenn einen alltägliche Situationen überfordern. Ganz besonders dann, wenn man immer wieder in ähnlichen Reaktionsmustern gefangen ist. Manche Menschen werden wütend, andere ziehen sich zurück. Neue Perspektiven auf sich selbst und seine Umwelt zu entwickeln, darum geht es in diesem Buch.

Es kommt aber keine langweilige, wissenschaftliche Lektüre auf einen zu. Ganz im Gegenteil! Das Buch ist überraschend unterhaltsam, stellenweise sogar witzig, wenn man Parallelen zu sich selbst entdeckt. Viele Fallbeispiele und Geschichten helfen weiter. Auch ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung ist dabei, denn die spielt ja eine ganz wesentliche Rolle. In manchen Punkten unterscheidet sie sich allerdings ganz gewaltig vom Urteil Außenstehender, es lohnt also, hier genauer hinzusehen.

Auch das Unterbewußtsein wird genauer beleuchtet, denn es steuert uns zu einem nicht unerheblichen Teil. Das Buch erklärt gut verständlich, wie wir uns zum Beispiel neue (bessere) Gewohnheiten aneignen und bessere Entscheidungen treffen, ohne uns von unserem Unterbewußtsein dabei stören zu lassen.

Dabei wird der Blick immer wieder auf die anderen gerichtet. Viele sind zu sehr gefangen "in der eigenen Welt, der eigenen Betrachtungsweise". Wir ticken aber alle verschieden. Sich für die anderen zu interessieren, deren Sichtweisen zu erfahren, ist essentiell zur Vermeidung von Missverständnissen. Nicht immer alles auf sich selbst zu beziehen ist eine wichtige Fähigkeit, die man trainieren kann.

Überhaupt geht es in diesem Buch darum zu lernen, wie wir für uns bessere, sinnvollere Entscheidungen treffen können, um ein Stück weit zufriedener und glücklicher zu leben. Hierbei zeigt die Autorin auf, wie man es schafft, sich von eingefahrenen Verhaltensweisen zu befreien. Bisherige Erfahrungen (Prägungen) und die individuelle Sicht auf die Dinge werden miteinbezogen. Durch professionellen Rat und viele praktische Tipps lernt man, bewußter mit dem "täglichen Wahnsinn" umzugehen.

Lehrreich und humorvoll zugleich!

Psychologische Grundlagen einfach erklärt

Von: Lilly Sjöberg Datum: 03.06.2017

lillysjoeberg.blogspot.de/

Kurze Inhaltsangabe:
Der Untertitel “Der Taschentherapeut für den täglichen Wahnsinn” bringt schon gut auf den Punkt, um was es in dem Buch geht. Es werden psychologische Grundlagen erklärt und alltägliche Themen angesprochen, mit denen sich jeder von uns identifizieren kann. Wer von uns hat sich nicht schon mal gedacht: “Die da draußen sind alle verrückt.”?!
Warum fällt es uns so schwer, ins Fitnessstudio zu gehen? Warum verhalten sich Menschen so komisch ;) wie sie es tun. Wieso grüßt uns der Nachbar eigentlich nie?


Autorin:
Andrea Jolander ist das Pseudonym einer bekannten Psychotherapeutin. Sie arbeitet in eigener Praxis und ist Mitbergründerin einer Beratungsstelle. Sie lebt in Baden-Württemberg.

Inhalt:
In 18 Kapiteln bauen die Themen aufeinander auf. Leicht erklärt und einfach beschrieben, müsste es auch für Leser verständlich sein, die sich bisher mit psychologischen Themen noch nicht auseinander gesetzt haben.
Wie funktioniert unser Gehirn? Warum ist Schlaf und Routine für das Gehirn so wichtig? Und warum könnt Ihr den inneren Schweinehund vergessen, wenn Ihr verstanden habt, wie das Gehirn tickt?

Die Anfangs- und die Endpunkte einer zur Routine gewordenen Tätigkeit “markieren die Zeitspanne, während der das Gehirn sich ausruhen kann, zumindest von dem energieintensiveren bewussten Denken. Solche automatischen Tätigkeiten liebt unser Gehirn auch deshalb, weil es in dieser Zeit prima an neue Ideen herumtüfteln kann. Unsere besten Ideen, die scheinbar aus dem Nichts kommen, haben wir, während wir etwas tun, das wir schon tausendmal getan haben.”

Es wird erklärt, wie das Fundament unsere Persönlichkeit gelegt wird und welche Auswirkungen das auf unsere Beziehungfähigkeit hat.

Ich persönlich fand die Erläuterung zur eigenen Wahrnehmung total spannend.
Wir alle wissen, dass jeder von uns, aufgrund unterschiedlichster Erfahrungen, eine ganz eigene Perspektive hat. Jeder hat ein anderes Fundament mitbekommen.
Und dennoch wundern wir uns immer wieder, wie doch ganz anders andere Menschen reagieren, als wir selbst.

Dass wir das so oft nicht verstehen, liegt, laut Jolander, an einem Mangel an Informationen.
Hier ein Beispiel: Über die Hälfte aller Obdachlosen leiden unter schweren psychischen Störungen und daher braucht es mehr, als nur eine “zweite Chance”, ein Job, eine Wohnung, um ihnen zu helfen.

“Im Internet grassiert zurzeit in Zitat, das übersetzt etwa folgendermaßen lautet: Jeder, den du triffst, kämpft einen Kampf, von dem du absolut nichts weißt. Sei freundlich.”

“Übrigens: Auch in völlig anderen Bereichen ist es hilfreich, sich vorstellen zu können, wie andere denken. Zum Beispiel im Internet. Ein schlechter Googler formuliert seine Frage, gibt die wichtigsten Bestandteile davon ein und wundert sich, wenn er nichts relevantes findet.
Ein guter Googler fragt sich, was wohl die am häufigsten benutzten Begriffe all derer sind, die sich die gleiche Frage auch schon einmal gestellt haben, und wird damit in der Regel fündig.”



Weitere Themen sind unter anderem: Partnerschaft und Beziehungen, alt werden, der Umgang mit unseren (schwierigen) Eltern und mit wild Fremden, die uns aggressiv begegnen (zum Beispiel im Internet).

Meine Meinung:
Ich finde, es ist ein wirklich gutes Buch. Ich lese ja öfter psychologische Bücher und dachte am Anfang: Oh je, vielleicht doch etwas zu einfach. Aber nach dem ersten Kapitel (-> Gehe bewusst mit Deinen Gedanken und Gefühlen um, ohne sie zu bewerten), habe ich diese Sorge schnell vergessen. Andrea Jolander trifft einfach so punktgenau die Gedanken, die jeder schon mal hatte. Oft saß ich da und dachte: “Ja klar, natürlich!” Sie schreibt so verständlich, dass man manchmal nur über sich selbst den Kopf schütteln kann, das man daran nicht schon selbst gedacht hat.

Was mich allerdings etwas gestört hat, war die Pauschalisierung, wie man ist, je nach dem, welche Bindungsform man in der Kindheit erlebt hat. Das war mir dann doch zu einfach formuliert. Denn ich denke, man hat immer auch die Möglichkeit umzulernen.

Doch bis auf diesen Punkt hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
Egal ob man an sich selbst arbeiten will oder nur einfach ein bisschen besser sich und die Welt verstehen will, egal ob man therapeutische/psychologische Erfahrungen hat oder nicht - ich finde das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

4,5 Sterne

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