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Am Ende der Straße Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-52849-9

Erschienen: 11.07.2011
Dieser Titel ist lieferbar.

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Walden ist eine gewöhnliche, verschlafene Kleinstadt – bis sich von einem Tag auf den anderen eine unerklärliche Schwärze herabsenkt und Walden von der Außenwelt abschottet. Jeder, der die Stadt verlassen will, verschwindet spurlos – nur die Schreie dringen aus der Finsternis. Als das Dunkel schließlich seine furchtbare Gestalt offenbart, geht es für Waldens Bewohner ums nackte Überleben.

Brian Keene (Autor)

Brian Keene, geboren 1967, hat bereits zahlreiche Horrorromane veröffentlicht und dafür zweimal den begehrten Bram Stoker Award gewonnen. Zurzeit sind zwei Verfilmungen seiner Romane in Arbeit. Er lebt in Pennsylvania.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer
Originaltitel: Darkness on the Edge of Town

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-52849-9

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 11.07.2011

  • Leserstimmen

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Die Hanldungsidee war gut allerdings konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen

Von: M. G. Datum: 30.06.2016

www.gutowsky-online.de

Kurzbeschreibung
In Walden, einer gewöhnlichen Kleinstadt, senkt sich von einem auf den anderen Tag plötzlich eine Schwärze hinab und schottet sie von der Außenwelt ab. Jeder der versucht, die Stadt zu verlassen, verschwindet spurlos. Nur die Schreie sind zu hören. Als das Dunkel seine wahre Gestalt offenbart, geht’s für die Bewohner von Walden ums reine Überleben.

Eindruck
Wenn ich versuchen würde, den Roman in ein Genre zu stecken, so würde ich ihn als einen Roman beschreiben, der ein bisschen was von einem Mysterythriller hat.
Aber eben nur ein wenig. Denn richtig gruselige Szenen sind weniger vorhanden, dafür schwebt aber von den ersten Seiten an, stets eine unheimliche Atmosphäre über die Handlung.
Richtig viel Spannung baut sich allerdings nicht auf, eher wirkt der Verlauf über viele Seiten schleppend und die Dialoge oft zu abschweifend.
Mich hat allerdings die Neugier vorangetrieben, denn ich wollte unbedingt wissen, woher die Dunkelheit kommt und ob die Bewohner es tatsächlich schaffen zu fliehen.
Der Autor beschreibt zwar eskalierende Situationen, baut hier und da gewaltsame und eklige Szenen ein und trotzdem blieb das Gefühl, die Handlung wirke eher flach.
Denn auch die Erklärung über die Entstehung der Dunkelheit, war zwar akzeptabel, wirkte aber nicht plausibel genug.
Vielleicht lag dies auch an dem Schreibstil, auf den ich weiter unten näher eingehen werde.

Figuren
Leider konnte mit keiner der Personen, bis auf einem Obdachlosen, sympathisieren.
Dabei waren die Figuren als solche, passend beschrieben und den Dialogen und der Handlungsweise angepasst. Sie wirkten aber eher flach und klischeehaft und mit zu wenig Tiefe ausgestattet.
Nun ist es für eine Geschichte auch nicht unbedingt notwendig, die Figuren zu mögen, aber es nahm mir eben zusätzlich zum Schreibstil, etwas den Lesespaß.

Schreibstil
Ich denke, hier lag mein größtes Problem, denn der Schreibstil wirkte auf mich zu plump.
Dialoge wurden unnötig in die Länge gezogen und waren oft wiederholend. Der Erzähler zählte sich selbst zuerst auf und auch eine bildhafte Beschreibung blieb meiner Meinung nach zu oft auf der Strecke.

Fazit
„Am Ende der Straße“ hatte zwar eine interessante Handlungsidee, konnte mich aber ihn der Umsetzung nicht überzeugen. Daran gebe ich zum größten Teil eben auch dem auf mich plump wirkenden Schreibstil die Schuld.
Einzig die Neugier ließ mich die Geschichte bis zum Ende verfolgen, um danach festzustellen, dass sie für mich bis zum Schluss eher belanglos blieb und sie nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Düster und atmosphärisch dicht

Von: Sebastian Datum: 29.12.2015

stuffed-shelves.de

Mittlerweile kann mich mich wohl ruhigen Gewissens als Keene-Fan bezeichnen. Bislang konnte mich jedes seiner Werke überzeugen und so ging ich natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung an “Das Ende der Straße” heran – wie der Erfahrung lehrt schon mal keine zwangsläufig günstigen Voraussetzungen, zumal es sich dieses Mal auch nicht um ein Produkt aus dem Hause Festa handelt.

Schon nach ein paar Seiten wird jedoch klar, dass der Verlag nicht zwangsläufig etwas mit der Qualität eines Romans zu tun hat und so finden sich auch in “Am Ende der Straße” schnell die Keene-typischen Trademarks wieder, die mich schon bei den Büchern der Konkurrenz so überzeugen konnten. Der Autor entwickelt gewohnt schnell eine sehr dichte Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt und in diesem speziellen Fall noch einmal durch die (im wahrsten Sinn des Wortes) Auswegslosigkeit der Situation verstärkt wird. Passend dazu wird die Story in Form eines Notizbuches eines der Überlebenden erzählt, was noch einmal für einen gehörigen Stimmungsschub sorgt, löblicherweise aber nicht dazu führt, dass “Am Ende der Straße” trocken oder gar langweilig daher kommt. Zudem gibt es hier auch Bezüge zu anderen Werken aus der Feder des Autoren, die zwar nett zu lesen sind, aber in Bezug auf eine bestimmte Figur (den Hauptdarsteller aus “Eine Versammlung von Krähen“) zu einem ziemlich fiesen Spoiler werden können. Durch das Gefühl, dicht an den Protagonisten dran zu sein und quasi alles direkt mit zu erleben, stellt sich auch sehr schnell ein straffer Spannungsbogen ein, der stets zum weiterlesen motiviert. Leider muss man jedoch sagen, dass Keene zum Schluss seines Romans etwas die Puste ausgeht und man den Eindruck gewinnt, dass er eine Deadline im Nacken hatte oder ähnliches. Zumindest kommt es sehr unvermittelt und wirkt etwas wie über’s Knie gebrochen.

Was die Figuren angeht hat man es in “Am Ende der Straße” mehr oder weniger mit den typischen Protagonisten eines Horrorbuches zu tun. Die durchaus bekannte Rollenverteilung wie auch die nicht übermäßig tiefgehende Charakterisierung der Figuren ändert jedoch nichts daran, dass es Keene sehr gut gelingt, sie dem Leser nahe zu bringen – und vor allem auch mit ihnen zu fiebern, was wohl aber zum Teil auch auf die Erzählweise der Geschichte zurück zu führen ist. Ein gelungener Kniff in jeder Hinsicht also.

Stilistisch steht auch dieser Heyne-Roman den Festa-Pendants in nichts nach. Keene legt seinen typischen einfachen aber packenden Stil an den Tag, der für mich schon zu einer Art Markenzeichen für seine Veröffentlichungen geworden ist. Immer auf den Punkt, ohne lange zu zaudern und dabei auch nicht davor zurückschreckend, gerne mal etwas expliziter zu werden. Generell muss man aber sagen, dass “Am Ende der Straße” eher zu seinen ruhigeren Werken gezählt werden kann. Es geht ruhiger zur Sache, der Fokus liegt in diesem Werk eindeutig weniger auf Action denn auf Atmosphäre – was aber sehr gut gelingt.

Fazit:

“Am Ende der Straße” dürfte Freunde von Brian Keene nicht enttäuschen. Man hat es hier mit einem eher ruhigen, aber atmosphärisch sehr dichten Roman zu tun, der vor allem von seiner Erzählform lebt, welche den Leser sehr schnell tief in die Story hinein zieht. Abzüge in der B-Note muss man aber für das etwas gezwungen wirkende Finale geben.

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