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Am dunklen Fluss Roman

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48626-7

NEU
Erschienen: 20.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis …

Anna Romer beantwortet Fragen zu ihrem Werdegang, ihren Inspirationsquellen und dem Roman "Das Rosenholzzimmer"

Anna Romer (Autorin)

Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Bereits ihr erster Roman »Das Rosenholzzimmer« lebte von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zur einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von pociao, Roberto de Hollanda
Originaltitel: Lyrebird Hill
Originalverlag: Simon & Schuster Australia

Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-48626-7

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

NEU
Erschienen: 20.03.2017

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Am dunklen Fluss

Von: analog 2.0 Datum: 18.04.2017

www.analogzweinull.de/

Inhalt: Am dunklen Fluss von Anna Romer beschreibt die Geschichte von Ruby Cardel, einer jungen Australierin deren Schwester in ihrer Kindheit bei einem mysteriösen Unfall an besagtem Fluss ums Leben gekommen ist. Niemand weiß was passiert ist, Ruby hat jede Erinnerung an diese Zeit verloren und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter ist seit diesem Tag eher angespannt als liebevoll. Auf einer Vernissage ihrer Mutter lernt Ruby ihre ehemalige Nachbarin Esther kennen, auch an sie kann sich Ruby nicht erinnern. Esther deutet an, das der Unfall von Jamie Cardel kein Unfall warnt bringt damit einiges ins rollen.
Nach einem üblen Streit mit ihrem Freund Rob nimmt Ruby spontan Esthers Einladung an, ein paar Tage in ihrer alten Heimat zu verbringen und mehr über den schicksalhaften Tag am dunklen Fluss zu erfahren.

Meine Meinung: Am dunklen Fluss hat mich irgendwie sehr berührt. Der Charakter der Ruby Cardel ist tief im inneren immer noch das kleine Mädchen das nach dem Tod ihrer Schwester um die Anerkennung ihrer Mutter ringt. Die Figur ist von Trauer und Verlust sehr geprägt. Jedes Wort spiegelt deutlich ihre Zerrissenheit wieder und die nie endende Frage, was in der Zeit passiert ist an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Diese Züge wirken sich auf Miteinander mit anderen Figuren aus. Auch das Verhältnis zu ihrem Freund Rob ist in meinem Augen eher unterkühlt und abweisend, zurecht wie man sehr schnell feststellen wird. Ein toller Gegensatz zu dieser Zerrissenheit ist die Wärme und Geborgenheit die das Verhältnis mit den Figuren Pete und Esther zeigt.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen haben wir da die aktuelle Zeitebene die im Jahr 2013 spielt und die Geschehnisse rund um Ruby und ihrer Familie beschreibt. Die andere ist die Vergangenheit aus der Sicht der jungen Ehefrau Brennt Whitby im 18. Jahrhundert. Beide Zeitebenen zeigen unverwechselbare Parallelen. Beide Protagonistinnen sind sich sehr ähnlich und ihre Leben nehme viele gleiche Züge und Wendungen an die sich aber oft nicht auf dem ersten Blick offenbaren.

Es ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, die Szenen zwischen Brenna und Carsten Whitby zu ertragen. Er ist für mich das Inbild eines Antagonisten und Sinnbild für die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Er fühlt sich vor allem Brenna gegenüber sehr überlegen und muss am Ende feststellen, dass er sich mit seinen ganzen Taten nur ins eigene Fleisch schneidet.

Sämtliche Fäden der Geschichte laufen am Ende ineinander zusammen. Die Vergangenheit wird geschickt mit der Gegenwart verwoben sodass sich Handlungen im 18. Jahrhundert auch auf das Jahr 2013 auswirken. Am Ende ergibt sich ein schlüssiges Ganzes das überzeugen kann.

Die Sprache der Autorin ist sehr bildlich und erweckte in mir den Eindruck von weite und Natur. Die beschriebenen Eindrücke passten perfekt zur Handlung.

Am dunklen Fluss von Anna Romer bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Die Mischung aus Atmosphäre, Mystik, Charaktere und Handlung hat einen bleibenden Eindruck bei mir Hinterlassen. Das Ende und vor allem die Intention der handelnden Figur hat mich sehr berührt. Ich habe noch lange nach beenden des Buches darüber nachgedacht.
Die Sprache der Autorin ist sehr bildlich und erweckte in mir den Eindruck von weite und Natur. Die beschriebenen Eindrücke passten perfekt zur Handlung.


Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch MP3-CD)

Am dunklen Fluss von Anne Romer

Von: carmen behrens  aus Paderborn Datum: 05.02.2017

Das neue Buch von Anna Romer heißt "Am dunklen Fluss" und auch dieses Mal entführt die gebürtige Australierin ihre Leser in die Welt der dunklen Familiengeheimnisse, der vergessenen Tagebücher und der unfassbar tiefen Liebe zu Down Under, dessen Geist einst von den Aboriginies aufgesogen und geprägt wurde. Schon der Titel lässt die tiefe Verbundenheit der Protagonisten zu ihrer rauhen Heimat vermuten und deren Liebe, die sich über die Jahrzehnte und Familiengeschichten zahlreicher Generationen zieht.

Ihre Texte, wiedergegeben in der Ich-Erzählung, sind eine Aneinanderreihung tiefer Liebesschwüre, die bildgewaltig den Hörer/in in die Tiefen einer Familiensaga ziehen und sie Teil dessen werden lassen. Was zunächst ruhig in der Erzählung, schwankend und wechselnd in den Zeitebenen beginnt, entwickelt sich wie ein Puzzle zu einem verwobenen Gesamtbilddrama. Das Buch/ Hörbuch setzt sich aus erzählten Tagesbucheinträgen der zwei Hauptprotagonisten zusammen, die wahrlich nicht in der gleichen Zeit leben und dennoch untrennbar miteinander verbunden sind. Die Spannungskurve baut sich langsam, manchmal schleppend auf und die Zeitsprünge verwirren zunächst - doch die Entwicklung zum mitreißenden Plot zeichnet mit jedem Wort bildgewaltig die tiefe Liebe der Autorin zu ihrer Heimat nach. Nachdenklich, mitfühlend und ermahnend. Eine Hommage an die Menschlichkeit und eine Erinnerung an den grausamen Genozid an den Ureinwohner im 18. Jahrhundert.

Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales in Australien.

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