Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Roman

Taschenbuch
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Ein sprachgewaltiger Roman über eine unerfüllte Liebe, einen ungeklärten Mord und eine spannende Spurensuche

Im Herbst 1950 kommt der junge Historiker Max Schreiber in ein Tiroler Bergdorf, um ein altes Geheimnis zu erforschen. Inmitten der Bergwelt und einer misstrauischen Dorfgemeinschaft fühlt er sich zunehmend isoliert und verliert sich in der Liebe zu einer Frau, um die jedoch auch ein anderer wirbt. Als ein Bauer unter ungeklärten Umständen stirbt und der Winter mit tödlichen Lawinen über das Dorf hereinbricht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Schreiber gerät unter Mordverdacht und verschwindet. Fünfzig Jahre später begibt sich ein alter Mann auf Spurensuche in die Vergangenheit.

»Wenn Sie nach Lesestoff für den Winterurlaub suchen, dann machen Sie es sich mit Gerhard Jägers Buch gemütlich. Perfekt für den Sessel, wenn draußen der Sturm pfeift.«

Angela Wittmann, Brigitte

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Originalverlag: Blessing
Taschenbuch, Broschur, 400 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42188-2
Erschienen am  08. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Tirol, Österreich

Leserstimmen

Lesen statt Kino

Von: yesterday

06.12.2019

Würde man im Stehen lesen, wäre dieser Roman eine Gefahr, so umwerfend wie er ist. Poetischer kann man über derart ernste Themen wie Tod und Isolation gar nicht mehr schreiben. Fast lässt das die Dramatik vergessen, die düsteren Gedanken wirken weniger düster und die Ablehnung der Dorfbewohner dem jungen Historiker gegenüber gar nicht mehr so feindselig. Dieser spezielle Roman ist in zwei Zeitebenen gegliedert. Im 21. Jahrhundert reist ein älterer Amerikaner nach Innsbruck und will Näheres über das Verschwinden seines Cousins Max Schreiber ermitteln. Er soll zuletzt in einem Tiroler Bergdorf gesehen worden sein. Dieser Cousin ist jener Historiker, der im Dorf zu einem Verbrechen aus dem 19. Jahrhundert recherchierte und darüber ein Buch verfassen wollte. Dieser Roman ist ein absolut ausgezeichnetes Lesevergnügen – in vielerlei Hinsicht. Über die starken 400 Seiten hinweg schafft es Gerhard Jäger durchgehend, seine unglaubliche Sprachgewalt einzufangen, zu komprimieren, und so die vielen Lesestunden zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen. Und es sind nicht nur viele Stunden, weil das Buch dick oder man wenig Zeit hat, sondern weil man sich bei dieser unglaublich schönen Sprache die Sätze einfach auf der Zunge beziehungsweise im Gehirn zergehen lassen muss, was natürlich das gesamte Lesetempo verlangsamt, aber den Lesegenuss absolut steigert. Ein Lesegenuss, der einem Kinobesuch gleichkommt.

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Gerhard Jäger "Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod"

Von: Was Silke liest

04.04.2019

Im Herbst 1950 will der junge Wiener Historiker Max Schreiber in einem abgelegenen Tiroler Bergdorf für seine Doktorarbeit Nachforschungen über eine Hexenverbrennung im 19. Jahrhundert anstellen. Auf die Unterstützung der Dorfgemeinschaft kann er allerdings nicht hoffen, denn die Einwohner des Bergdorfs sind Fremden gegenüber äußerst misstrauisch. Trotz der vielen Aggressionen, die ihm entgegenschlagen, versucht sich Schreiber in das harte und arbeitsreiche Leben im Ort zu integrieren. Als mehrere unerwartete Ereignisse eintreten, zwei Morde geschehen und ein gewaltiger und todbringender Winter über das Dorf hereinbricht, verschwindet Schreiber spurlos … Fast 50 Jahre später begibt sich der Amerikaner John Miller auf dessen Spuren. Kann dieser nach so vielen Jahren aufdecken, welche mysteriösen Geschehnisse sich damals ereignet haben und was mit seinem Cousin Max Schreiber geschehen ist? ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ ist ein eindrucksvolles Alpendrama über Liebe, Hass, Wahn und Eifersucht. Geschickt verbindet Gerhard Jäger zwei verschiedene, aber doch miteinander verbundene Erzählstränge aus Gegenwart und Vergangenheit. Trotz der teilweise sehr langen und verschachtelten Sätze, lässt sich das Buch sehr flüssig und spannend lesen. Fesselnd und bildreich beschreibt der Autor ein geheimnisvoll wirkendes Dorf und eine verschworene Dorfgemeinschaft, in die man als „Zugereister“ kaum Zugang findet. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Landschaft, Natur und Emotionen sind so wortgewaltig und intensiv beschrieben, dass man die Geschehnisse hautnah miterlebt. Man hört die Lawine förmlich auf sich zurollen und fühlt die bedrückende und düstere Stimmung, die im Bergdorf herrscht. Ich war absolut begeistert von dieser spannungsreichen und verhängnisvollen Geschichte, die eine unerfüllte Liebe, einen ungeklärten Mord und eine schwierige Spurensuche auf packende Art und Weise miteinander vereint. Dieses Debüt ist das perfekte Lesevergnügen für gemütliche Winterabende vor dem Kamin! Ein außergewöhnlicher österreichischer Schriftsteller!

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Vita

Gerhard Jäger, geboren 1966 in Dornbirn, arbeitete als Behindertenbetreuer, Lehrer und Vertreter im Außendienst. Er absolvierte eine Journalistenausbildung und arbeitete als freier Journalist und als Redakteur. 1994 erhielt er ein Nachwuchsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1996 den Vorarlberger Literaturpreis für einen bisher unveröffentlichten Roman. Gerhard Jäger verstarb am 20. November 2018.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

"Gerhard Jäger … hat einen ausgesprochen bildreichen, süffig zu lesenden Stil und folgt in diesem bemerkenswerten Debüt seiner Hauptfigur bis hinein in die zunehmend verworrene Innenwelt."

Anja Hirsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ein spannendes, sprachgewaltiges Sittenbild der österreichischen Fünfzigerjahre."

News

"»Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod« ist ebenfalls eine ziemliche Wucht von Roman, eine verschlungene Geschichte mit vielen Figuren, unterschiedlichen Zeitebenen und abrupten Zeitsprüngen, Geheimniskrämereien, kulturgeschichtlichen Exkursen, mittelgroßen und großen Katastrophen."

Wolfgang Paterno, Profil