Mein Ein und Alles

Roman

Taschenbuch
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»Ein Buch, das man mit angehaltenem Atem verschlingt.« Washington Post

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wächst Turtle Alveston weltabgeschieden in den nordkalifornischen Wäldern auf, wo sie jede Pflanze und jede Kreatur kennt. Auf tagelangen Streifzügen in der Natur sucht sie Zuflucht vor der besitzergreifenden Liebe ihres charismatischen und schwer gestörten Vaters. Erst als sie ihren Mitschüler Jacob näher kennenlernt und wahre Freundschaft erfährt, beginnt sie, sich aus den Klauen ihres Vaters zu befreien. Doch der hat nicht vor, Turtle einfach gehen zu lassen. Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod ...


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Stephan Kleiner
Originaltitel: My Absolute Darling
Originalverlag: Riverhead Books, New York 2017
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10518-3
Erschienen am  13. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Mendocino, Vereinigte Staaten von Amerika

Leserstimmen

Ein Buch, wie ein Sog

Von: Becca

14.02.2020

Die ersten Seiten vielen mir aufgrund der sehr groben Sprache des Protagonisten, der Vater der jungen Heldin Julia, genannt Turtle, sehr schwer. Auch die detaillierten Beschreibungen der Waffen und die Liebe der beiden zu diesen war nicht mein Ding. Doch es steckt auch in dem brutalen Vater eine faszinierende und intelligente Seite. Diese ist auch wohl auch ein Grund für seine Tochter Turtle ihren Vater zu decken, obwohl er sie missbraucht und auch mal ordentlich zuschlägt. Ihre Einstellung zum Vater ändert sich langsam, als sie durch einen Streifzug durch die kalifornischen Wälder einen Jungen kennenlernt. Ab hier nimmt die Handlung Fahrt auf und zieht einen immer weiter ins Geschehen. Was auch an der besonderen Art und Gedanken von Turtle liegt. Faszinierend für mich war die Beschreibung der Flora und Fauna des nordkalifornischen Waldes. Viele Pflanzennamen habe ich noch nie gehört, aber ich konnte ihn mir in meiner Fantasie gut vorstellen. Ein sehr amerikanisch angehauchter Roman, der trotz der beschriebenen Gewalt fesselt.

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Unfassbar und verstörend, aber zugleich traurig

Von: Helenas_buchliebe

04.02.2020

"mein ein und alles" von Gabriel Tallent ist ein Buch, welches mir sehr nahe geht, mich sprachlos und fassungslos zurück lässt und noch lange beschäftigen wird. In diesem Buch geht es um das Mädchen Turtel, welche alleine und sehr abgeschieden mit ihrem Vater aufwächst. Der Vater hat einen sehr eigenen und für uns verzährten Blick auf die Welt. Turtel wächst mit Waffen auf und ihr wird von klein auf beigebracht, dass eine Frau nichts wert und schlecht ist. Dieses Denken hat sie so verinnerlicht, dass es erschreckend war, immer wieder zu lesen, wie sie über sich und andere weibliche Personen in ihrer Umgebung denkt. Eines Tages trifft sie allerdings auf den Jungen Jacob und ihr Blick auf ihr Leben fängt an sich zu wandeln. Doch ihr besitzergreifender und schwer gestörter Vater will sie natürlich nicht gehen lassen. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie prägend die Erziehung ist. Turtel erlebt die grausamste körperliche und psychische Gewalt, empfindet dies aber als normal. Ihr ganzes Denken und Handeln war bis zum Schluss so verstörend, aber für mich trotzdem nachvollziehbar. In dieser Geschichte sieht man deutlich, dass das wichtigste für Kinder die Liebe der Eltern ist. Turtel weiß, dass es nicht richtig ist, was ihr Vater mit ihr macht, sehnt sich teilweise aber danach, da dies für sie ein Zeichen seiner Liebe ist. Das Buch hat einen monotonen und einfachen Schreibstil, so dass die ganze Geschichte sehr realistisch, wie ein Erfahrungsbericht rüber kommt. Und genau deswegen hat mich das Buch so mitgenommen und es weiter lesen lassen, da ich sonst bei so einer Thematik an meine Grenzen komme und es nicht lesen möchte.

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Vita

Gabriel Tallent, geboren 1987 in New Mexico, wuchs in der Nähe von Mendocino mit zwei Müttern in einem sehr liberalen Umfeld auf. Nach seinem Universitätsabschluss 2010 führte er zwei Sommer lang Gruppen mit Jugendlichen durch die Wildnis der Nordpazifischen Küste. Gabriel Tallent lebt heute in Salt Lake City.

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Stephan Kleiner

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Gabriel Tallent und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

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