Unterleuten

Roman

Bestseller Platz 15
Spiegel Taschenbuch Belletristik

Taschenbuch
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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

»Juli Zehs Roman ist ein Thriller unserer Zeit, der von ihren Widersprüchen und Verwerfungen erzählt.«

Martin Schulz (SPD-Kanzlerkandidat später Parteivorsitzender 2017), Frankfurter Allgemeine Zeitung (18. Juni 2017)

Taschenbuch, Klappenbroschur, 656 Seiten, 13,5 x 20,0 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-442-71573-2
Erschienen am  11. September 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der ganz normale Wahnsinn

Von: buecherweltentdecker

08.07.2018

„Je mehr ich erfuhr, desto stärker erinnerte mich die Geschichte an mein Lieblingsspielzeug aus Kindertagen, ein rotes Kaleidoskop, in dem man Muster aus winzigen bunten Perlen betrachten könnte. Man dreht ein wenig, und alles sah anders aus. Ich konnte stundenlang hineinsehen. Eine Geschichte wird nicht klarer dadurch, dass viele Leute sie erzählen.“ - Seite 629 Dieses Zitat fasst eigentlich schon ganz gut zusammen, worum dieses Buch im Groben und Ganzen handelt - um Missverständnisse und die Komplexität vieler kleiner Dinge. Die Kapitel sind immer aus der Sicht eines Dorfbewohners von Unterleuten geschrieben und so lernen wir diese zunächst mit all ihren Wünschen, Absichten und Zielen kennen. Ich finde die Charakterbeschreibung von Juli Zeh sehr ausführlich, was mir jedoch sehr gut gefällt. So lernt man auch die Macken kennen, muss ab und zu schmunzeln und hat ein unfassbar einprägsames Bild der Protagonisten. Zu dem vermitteln die einzelnen Protagonisten perfekt dieses Dorfflair. Die Autorin spielt hier zwar mit Klischees, aber wenn man selbst vom Dorf kommt, muss man feststellen wie gut das doch eigentlich zutrifft. Trotz der einprägsamen Charakterbeschreibung ist jedoch auch noch eine Übersichtskarte in der Klappenbroschüre beigefügt, die dazu beiträgt nicht den Überblick zu verlieren. Im Anschluss kommt es zu einer Situation, die sozusagen alles ins Rollen bringt. Es bauen sich neue Beziehungen unter den Bewohnern auf bzw. werden alte Beziehungen im Laufe der Geschichte genauer erläutert. Und so setzt sich ein Puzzle aus Aktion und Reaktion zusammen, was Juli Zeh meiner Meinung nach hervorragend gelungen ist. Sie spielt mit Klischees, lässt Kompromisse entstehen und am Ende artet alles aus. Dieses Buch hat mich super unterhalten, aber auch zum Nachdenken anregt. Es gibt nicht immer nur eine Sicht - man sollte immer versuchen alles zu beleuchten und sich in andere Leute hineinzuversetzen. Empathie und Kommunikation ist das was und allen irgendwie noch fehlt.

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Toller Gesellschaftsroman

Von: Büchermadl

17.06.2018

Rezension zu -Unterleuten- Zum Buch Autorin: Juli Zeh Verlag: btb Verlag Erscheinungsdatum: September 2017 Buchlänge: 656 Preis: 12,00 € in Deutschland Auszeichnungen: Rauriser Literaturpreis, Hölderlin Förderpreis, Ernst-Toller-Preis, Carl-Amery-Literaturpreis, Thomas-Mann-Preis, Hildegard-von-Bingen-Preis. Klappentext Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches. Rezension Unterleuten war mein erster Roman von Juli Zeh und ich war sehr gespannt darauf. Über die Bücher, der in Bonn geborene Autorin, habe ich Unterschiedliches gehört. Habe mich nach kurzer Überlegung für Unterleuten, entschieden, da sie für dieses Werk des öfteren ausgezeichnet wurde und die allgemeine Lesermeinung sehr positiv ist. In dem Gesellschaftsroman geht es um ein Dorf in Brandenburg “Unterleuten” und dessen unterschiedlen Einwohnern. Normalerweise stresst es mich immer sehr beim Lesen, wenn aus vielen Blickwinkeln und von vielen Personen erzählt wird, hier aber nicht. Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und habe gerne die Sichtweisen, der teilweise skurrilen Charaktere gelesen. Die Personen des Dorfes könnten nicht unterschiedlicher sein, da gibt es z.B. Rudolf Gombrowski, der als ziemlich laut und grob beschrieben wird, oder Jule Fließ-Weiland, die alle Hände mit ihrem kleinen Säugling zu tun hat und auch den humpelnden Kron kann man in Unterleuten finden, der ebenfalls laute Bewohner ist meisten auf Streit aus. Die Personen sind eine explosive Mischung und als in Unterleuten ein Windpark gebaut werden soll, prallen alle aufeinander. Der Schreibstil ist wirklich toll und angenehm, das Buch lässt sich dadurch sehr leicht und auch schnell lesen. Immer wieder habe ich während des Lesens Parallelen zu meinem Umfeld und zu der Gesellschaft im allgemeinen gezogen. Ebenfalls habe ich des öfteren überlegt, wie weit ich gehen würde, um meine persönlichen Ziele zu erreichen. Fazit Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich auch stark zum Nachdenken angeregt. Das wird nicht mein letztes Buch von Juli Zeh gewesen sein, ich will unbedingt mehr davon.

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Vita

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

www.juli-zeh.de

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Pressestimmen

»Juli Zehs Roman ist ein tragikomisches Zeitbild für Ostler und Westler«

Johanna Wanka, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (18. Juni 2017)