Die Fliedertochter

Roman

eBook epub
9,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 12,00 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Eine geheimnisvolle Schneekugel. Das Erbe einer starken Frau. Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936. Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist ...

Berlin 2018. Paulina Willke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird ...

»"Die Fliedertochter" - ein wunderbares Buch, voller Tragik, voller Leben, aber auch voller Liebe. Ein echtes Juwel für uns Leser! Unbedingt lesen!«


Originaltitel: NN IV
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-19811-4
Erschienen am  11. Februar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine Familiengeschichte, die unter die Haut geht

Von: friederickes bücherblog

26.03.2019

Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Paulina fährt 2018 auf Bitten ihrer mütterlichen Freundin Antonia nach Wien. Sie soll für sie ein Erbstück abholen. Die junge Frau ahnt nicht, was sie antrifft und wie ihre Reise dorthin ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird. Die junge Sängerin Luzie Kühn arbeitet in Berlin an ihrer Karriere und träumt wie so viele Künstler vom Erfolg. Doch wir schreiben das Jahr 1936. Als Jüdin ist die Si-cherheit in Berlin nicht mehr gegeben. Mithilfe ihrer Großeltern bricht sie ihre Zelte ab und fährt nach Wien. Sie verliebt sich in Bela und ist im siebten Himmel. Aber auch Wien bietet keine Sicherheit. Meine Meinung Tauche ich ein Buch von Teresa Simon ein, so ist die Erwartungshaltung gleich ganz nach oben geschraubt, weil ich schon mehrere Bücher aus ihrer Feder gelesen habe. Wie immer spielt die Geschichte in zwei Zeitebenen. Da ist einmal die Gegenwart mit Paulina, die in Wien ein Tagebuch von einem Bekannten ihrer mütterlichen Freundin Antonia abholen soll. Sie wird dort herzlich begrüßt und beginnt vor Ort das Tagebuch von Luzie zu lesen. In den folgenden Tagen durchstreift sie Wien und alle Plätze, die in Luzies Leben eine Rolle gespielt haben. So kann sie vieles erahnen, erfühlen und das Leben Luzies nachvollziehen. Die zweite Ebene in der Vergangenheit ergibt sich aus den Tagebucheinträgen zwischen 1936 bis 1944/45. Es ist die Geschichte und das Leben von Luzie. Dieser Teil wird natürlich aus der „Ich“ Perspektive des Tagebuches erzählt. Die Protagonisten machen es mir in Büchern von Teresa Simon immer leicht. Sie öffnen sich und laden die Leser ein mit ihnen ihre Lebensgeschichte zu durchle-ben. Luzie hat mich auf ihrem Lebensweg ebenso wenig losgelassen, wie Paulina, die das alles noch einmal nachvollzog. Manchmal hatte ich das Gefühl dabei zu sein. Und auch was die Zeitgeschichte anbelangt, muss ich mich wiederholen. Sie ist so akribisch recherchiert und fließt mit so viel Feinfühligkeit und kleinen Gesten in die Geschichte ein, dass man die Autorin für ihre Arbeit nur bewundern kann. Wir kennen die dunkelste Zeit der Geschichte, aber diese an Beispielen einzelner Pro-tagonisten befestigt, eingewoben, gezeigt und erlebbar gemacht, zeigt um ein vieles mehr, was damals geschehen ist und nie wieder geschehen darf. Teresa Simon schreibt wie immer in einer wundervollen, leichten und spannenden Sprache. Der Spannungsbogen ist durch die unterschiedlichen Zeitebenen und die wechseln-den Perspektiven von Anfang bis Ende hoch. Und dennoch erzählt das Buch keine ausschließlich dunkle Kriegsgeschichte. Nein, es eine Geschichte, die uns Wien und seine Menschen mit all ihren Gepflo-genheiten und ihrer Lebensart näherbringt. Es zeigt uns Straßen und Plätze, sowie Cafés und andere Sehenswürdigkeiten. Von den köstlichen Rezepten ganz zu schweigen. Eine ausgesprochene Liebeserklärung der Autorin an Wien. Und ob ein bisschen Liebe unter den Protagonisten unterwegs ist, werden wir beim Lesen sehen. Wie immer habe ich das Buch kaum aus der Hand legen können. Es ist einfach ein Buch, das man gelesen haben sollte und es reiht sich mit ein, in meine Highlights 2019. Das Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung. friedericke von "friederickes bücherblog"

Lesen Sie weiter

Sehr bewegende Lektüre

Von: Susanne Edelmann

21.02.2019

Was für eine Geschichte! Gleich mal eine Warnung vorab: Trotz des eher lieblichen Titels handelt es sich hier um eine sehr aufwühlende Lektüre, die mich so manches Mal zum Weinen und noch häufiger zum Nachdenken gebracht hat. Worum geht es? Die Berlinerin Paulina reist im Jahre 2018 nach Wien, um damit Antonia, einer alten Freundin der Familie, einen Gefallen zu tun. Denn Antonia hat von einem ihr Unbekannten ein Vermächtnis geerbt, das sich bei Paulinas Ankunft als Tagebuch entpuppt. Dieses Tagebuch gehörte einer gewissen Luzie Kühn und umfasst die Jahre 1936 bis 1944. Paulina beginnt zu lesen und gerät dabei immer mehr in den Sog dieser bestürzenden Lektüre. Luzie war eine junge Berliner Sängerin, eine Halbjüdin, die nach dem Unfalltod ihrer Eltern bei ihren jüdischen Großeltern aufwuchs. Leider fand Joseph Goebbels Gefallen an ihr. Um ihm auszuweichen und ihre Großeltern nicht in Gefahr zu bringen, flüchtete Luzie nach Wien zu ihrer arischen Tante. In Wien fand sie ein Engagement am Theater und verliebte sich in den Ungarn Bela. Doch auch in Österreich war zu dieser Zeit der Nationalsozialismus auf dem Vormarsch: 1938 wurde das Land zur Ostmark und damit an das Deutsche Reich angeschlossen. Der Judenhass entlud sich mit voller Gewalt, die Grausamkeit kannte keine Grenzen. Auch Luzie musste um ihr Leben fürchten. Umso mehr, seit sie die Avancen eines SA-Mannes zurückgewiesen hatte der daraufhin auf Rache sann. Und diese Rache war fürchterlich: Nach einem tätlichen Angriff verlor sie nicht nur ihr ungeborenes Kind, sondern wurde in die psychiatrische Anstalt am Steinhof eingewiesen, wegen angeblicher „moralischer Debilität.“ Erst nach etlichen Monaten gelang es Luzies Familie, sie dort herauszuholen. Doch die Schreckensnachrichten rissen nicht ab: Die Großmutter starb, Bela und Luzies Großvater kamen ins Konzentrationslager, viele andere Freunde und Bekannte verschwanden spurlos. In all diesem Wahnsinn verliebte Luzie sich erneut, doch auch mit Richard war ihr kein Glück vergönnt, denn er wurde zur Wehrmacht eingezogen und auf den Russlandfeldzug geschickt. Luzie wurde wieder schwanger und nahm eine neue Identität an, um sich und ihr Kind zu schützen. Als auch diese Vorsichtsmaßnahme nicht mehr ausreichte, musste sie eine folgenschwere Entscheidung treffen… Kein Wunder, dass Paulina dieses ergreifende zeitgeschichtliche Dokument nicht mehr aus der Hand legen kann, zumal sie sich Luzie immer näher fühlt: Sie besitzt die gleiche Schneekugel wie einst Luzie und deren alte Kleider, die Paulina durch Zufall entdeckt, passen ihr wie angegossen. Als dann auch noch alte Fotos von Luzie auftauchen, tritt die frappierende Ähnlichkeit der beiden Frauen zutage. Doch wie kann das sein? Zu Beginn der Lektüre habe ich Luzie als etwas naives Mädchen empfunden, das nur eines will: tanzend und singend auf der Bühne stehen. Im Laufe der Ereignisse wandelt sich Luzie zu einer reifen Frau, die mutig über sich selbst hinauswächst, wenn es darum geht, ihre Lieben zu schützen, auch wenn sie selbst daran fast zerbricht. 80 Jahre später wird die Geschichte auch für Paulina zu einem Wendepunkt in ihrem Leben. Wie schon erwähnt, hat mich die Geschichte ziemlich mitgenommen. Ich habe mit Luzie gelitten und geweint über all die schrecklichen Verluste und Erniedrigungen, die sie erdulden musste. Natürlich wusste ich aus dem Geschichtsunterricht, was damals passiert ist, aber anhand eines solchen Einzelschicksals empfindet man die Greueltaten nochmal ganz anders – denn obwohl Luzies Geschichte fiktiv ist, so hat sie sich so oder ähnlich doch viel zu häufig tatsächlich zugetragen. Beim Lesen musste ich ab und zu bewusst eine Pause einlegen, um das „Erlebte“ erstmal sacken zu lassen. Bei aller Beklemmung wuchs dabei auch meine Überzeugung: Niemals wieder! Wehret den Anfängen, die sich leider auch heute wieder bemerkbar machen. Diese entsetzliche Geschichte darf sich nie, nie, niemals wiederholen! Der blumige Titel täuscht (wie übrigens auch schon bei Sylvia Lotts Roman „Die Fliederinsel“, wo es ebenfalls um Judenverfolgung geht), hat aber durchaus seine Berechtigung: Denn im Laufe der Geschichte versprach Luzie ihrer ungeborenen Tochter, ihr den blühenden Flieder am Grab von Wolfgang Amadeus Mozart zu zeigen, was ihr auch tatsächlich noch gelang. 80 Jahre später stehen Antonia und ihre Familie an diesem Ort – und bei dieser Szene habe ich wirklich Rotz und Wasser geheult. Aber dies wäre kein Roman von Teresa Simon, wenn er nicht noch einen versöhnlichen Abschluss finden würde und zwar in Form von leckeren Rezepten, wie sie in keinem ihrer Bücher fehlen dürfen. Wer die österreichische Küche liebt, wird hier fündig: Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Saftgulasch, Kaiserschmarrn und viele andere Gerichte mehr können damit nachgekocht werden.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Teresa Simon

Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Die Fliedertochter von Teresa Simon ist ein bewegender Roman.«

Avanti (27. Februar 2019)

»Teresa Simon schreibt gefühlvoll und lebendig in starken Bildern, meisterhaft in Sprache und Stil.«

»Tolles Buch«

Lea (13. Februar 2019)

»Spannend und gefühlvoll!«

Frau von Heute (18. April 2019)

»Für mich ist der neuste Roman von Teresa Simon das Highlight des Monats Februar – fesselnd bis zum letzten Moment.«

»Packend bis zum letzten Satz.«

Hallo München (18. März 2019)

Weitere E-Books der Autorin