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Falschaussage

Eine wahre Geschichte

(9)
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»Ein Buch, das im Genre True Crime in der obersten Liga spielt.« (Hannes Hintermeier, FAZ) Die vielfach ausgezeichneten Journalisten T. Christian Miller und Ken Armstrong erzählen die wahre Geschichte der 18jährigen Marie, die, als sie bei der Polizei ihre brutale Vergewaltigung anzeigt, nicht als Opfer, sondern als Verdächtige behandelt wird. Die Beamten bezichtigen sie der Falschaussage und statt den Täter zu suchen, wird Marie selbst vor Gericht gebracht. Mehr als zwei Jahre später kommen zwei couragierte Kriminalbeamtinnen, die eine Verbindung zu weiteren Vergewaltigungsfällen herstellen, einem brutalen Serientäter auf die Spur und bringen am Ende die schockierende Wahrheit ans Licht.

Basierend auf Ermittlungsakten und Interviews mit den wichtigsten Beteiligten, ist »Falschaussage« eine unglaubliche Geschichte über Lügen, Zweifel und den unbeirrbaren Kampf um Gerechtigkeit, die schonungslos offenlegt, wie bis heute mit sexueller Gewalt umgegangen wird – und dass viel zu oft immer noch die Opfer an den Pranger gestellt werden und nicht die Täter.

»Ein Buch, das im Genre True Crime in der obersten Liga spielt.«

Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung (02. Juli 2019)

Aus dem Englischen von Henning Dedekind
Originaltitel: A FALSE REPORT A True Story of Rape in America
Originalverlag: Crown Publishing
eBook epub (epub), 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-21600-9
Erschienen am  11. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Unglaublich! aber wahr.

Von: ulrike rabe

15.05.2020

August 2008: In Lynnwood, Washington, dringt ein Mann in Maries Wohnung ein. Er ist maskiert, er ist bewaffnet und er vergewaltigt Marie über mehrere Stunden. Die Polizei befragt Marie wieder und wieder. Anstatt der jungen traumatisierten Frau psychologische Hilfe anzubieten, wird sie schikaniert, der Lüge bezichtigt und wegen Falschaussage vor Gericht gestellt. Erst als zwei Jahre später in einem andern US-Bundesstaat ein Serienvergewaltiger sein Unwesen treibt, erkennen zwei couragierte Polizeibeamtinnen einen Zusammenhang zu Maries Fall. „Falschaussage“ ist kein Thriller, auch wenn es sich einleitend so liest. Die beiden Journalisten T. Christian Miller und Ken Armstrong beschreiben in ihrem Buch einen wahren Fall. Es ist ein faktenreicher, akribisch recherchierter, sachlicher Report ohne Effekthascherei. Und obwohl es immens spannend zu lesen ist, lässt es einen nie vergessen, wieviel Leid den überlebenden Frauen tatsächlich zugefügt wurde. „Falschaussage“ bietet interessante Einblicke in die Ermittlungstätigkeit im amerikanischen Polizeiwesen. Wie bundesweite Register wie CODIS zur DNA Abfrage oder die Falldatei VICAP zur Tätersuche genutzt werden können. Wie sich Ermittlungserfolge sich letztlich nur durch Kooperation der Dienststellen einstellen. Dieses Buch ist aber weit mehr als nur eine True Crime Story, es geht nicht nur um die Aufklärung einer brutalen Vergewaltigungsserie. Gerade im äußerst sensiblen Bereich der strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität braucht es speziell geschultes Personal. Miller und Armstrong brechen eine Lanze für weibliche Polizeibeamtinnen, sprechen Studien an, die die Effizienz von Frauen im Polizeidienst hervorstreichen(ohne die Leistungen den männlichen Kollegen zu diskreditieren), aber auch Studien über sexuelle Belästigung und Diskriminierung gegenüber Polizistinnen. Der Gender-Gap im Polizeiwesen klafft noch ordentlich auf. Doch vor allem ist dieses Buch eine schonungslose Offenlegung, wie mit Überlebenden von sexueller Gewalt umgegangen wird, wie es ganz schnell zu einer Täter-Opfer-Umkehr kommt: Sie sagt, sie wurde vergewaltigt. Die Polizei sagt, sie lügt - Maries Geschichte ist „(das) Paradebeispiel in einem jahrhundertealten Streit um Vergewaltigung und Glaubwürdigkeit.“, und ihre Geschichte ist kein Einzelfall. Das Rechtssystem hielt und hält sich an die „sorgsam gehegte männliche Annahme, dass weibliche Personen zur Lüge neigen.“ Eine seit dem 17. Jahrhundert (!) bestehende Haltung, die sogenannte „Hale‘sche Warnung“ (benannt nach dem englischen Richter Sir Matthew Hale, gestorben 1676) dient noch 300 Jahre nach Hales Tod als Anweisung an Geschworene in einem Vergewaltigungsprozess, „sich vor falschen Anschuldigungen in Acht zu nehmen, welche leicht vorzubringen und schwer zu widerlegen seien“. Unglaublich! Unglaublich! Aber wahr. T. Christian Miller und Ken Armstrong wurden 2015 für ihren „False Report. A True Story about Rape in America“ verdientermaßen mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. 2019 brachte Netflix eine Minserie mit dem Titel „Unbelievable“ zu dem Fall heraus. Dieses wichtige Buch kann gar nicht genug Aufmerksamkeit bekommen.

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Eine erschütternde Geschichte über einen wahren Kriminalfall

Von: Virginie Storm

05.02.2020

Die 18jährige Marie wird vergewaltigt. Sie bringt den Fall zu Anzeige. Ihre Pflegemutter und die Polizei glauben ihr nicht. Marie widerruft und wird nun selbst der Falschaussage angeklagt. Doch der Täter macht unbehelligt weiter. Nach einigen Jahren findet eine Polizistin zufällig Parallelen zu anderen Fällen. Die Autoren berichten von Maries Leben, ihren Erfahrungen in verschiedenen Pflegefamilien und die Reaktionen des Umfeldes auf ihre Anzeige. Sie nennen Zahlen zu Vergewaltigungen und Falschaussagen und beschreiben die Gesetzeslage und die Recherchen der Polizei. Besonders interessant fand ich dabei die polizeiliche Arbeit und der Austausch zwischen den Bundesstaaten sowie die Erfahrungen der Polizistinnen in einer Männerdomäne. Wir lernen weitere Frauen kennen, die Opfer geworden sind, und den Täter, seine Vorgeschichte, seine Motive, seine Gedanken. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich war erstaunt, zu erfahren, wie aufwändig einerseits die Polizeiarbeit war, andererseits aber nur der Zufall half, einen Täter zu schnappen. Die Reaktionen der Opfer können ganz unterschiedlich sein. Eine Frau, die emotionslos von ihrer Vergewaltigung berichtet, muss nicht unbedingt lügen. Durch das Trauma entstehen Lücken und die Ereignisse werden nicht chronologisch erinnert. Die Journalisten T. Christian Miller und Ken Armstrong haben für ihren Artikel “An Unbelievable Story of Rape” den Pulitzerpreis erhalten. Ihr Buch war die Grundlage für die Netflix-Miniserie “Unbelievable” mit Tony Collette. Ein spannendes Buch, das Einblick in die Psyche der Opfer und dem Täter sowie in die Polizeiarbeit gibt.

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Vita

T. Christian Miller war Reporter bei der Los Angeles Times für den Bereich Politik und Krisengebiete. Heute ist er Senior Reporter bei der unabhängigen Nachrichtenplattform ProPublica. Miller unterrichtet Online Journalismus an der University of California, Berkeley, und war Knight Fellow an der Stanford University.

Ken Armstrong hat als Journalist für das Marshall Project und die Chicago Tribune gearbeitet, seit 2017 ist Senior Reporter bei ProPublica. Armstrong war McGraw Professor of Writing an der Princeton University und Niemann Fellow an der Harvard University.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»'Falschaussage' ist ein spannendes Lehrstück über moderne Polizeiarbeit.«

Münchner Merkur (13. April 2019)

»Eine überaus fesselnde True-Crime-Geschichte.«

O, The Oprah Magazine

»Hochspannend, mit einem Twist, der John Grisham alle Ehre machen würde.«

New York Times Book Review

»Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit!«

Seattle Times

»Eine herzzerreißende Geschichte.«

Chicago Tribune

»Eine True-Crime-Story mit Gänsehautfaktor und zugleich eine harsche Kritik an einem maroden Rechtssystem.«

The National Book Review