Todesfrist

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 1
Thriller

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Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration.

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...

„Mit ‚Todesfrist‘ hat Andreas Gruber einen Thriller geschrieben, der mit interessanten Charakteren, einer düsteren Atmosphäre und einem spannenden Handlungsverlauf zu fesseln weiß."


Originaltitel: Todesfrist
Originalverlag: Club Bertelsmann
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-11209-7
Erschienen am  18. März 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez

Leserstimmen

»Sehen Sie diese drei Finger? Drei Sätze! Schaffen Sie das?«

Von: Mikka Gottstein aus Hilter aTW

08.07.2019

Nach heutigen Standards kann oder mag man sich gar nicht mehr vorstellen: ein renommierter Arzt und Psychiater, der als erster Vertreter der Jugendpsychiatrie in Deutschland galt, auch in der Armenklinik tätig war und selber Kinder hatte, veröffentlichte 1844 ein Bilderbuch, in dem Kinder auf vielfältig Weise grausam zu Tode kommen, verstümmelt werden oder anderweitig zu Schaden kommen. Sie verbrennen, verhungern, werden von Hunden gebissen oder bekommen die Daumen abgeschnitten. Die Rede ist natürlich von Heinrich Hoffmann und seinem umstrittenen Klassiker “Struwwelpeter”. Zwar kann man das Buch nicht einfach so im Licht heutiger Pädagogik sehen, dennoch wirkt es auf den heutigen Leser unnötig grausam. Andreas Gruber geht da noch einen Schritt weiter: sein Killer nimmt das Buch als Vorlage… …allerdings sind seine Opfer keine Kinder, sondern Erwachsene. Alleine für diesen Einfall verdient das Buch schon Pluspunkte für Originalität, doch das verblasst geradezu neben der geballten Wunderlichkeit und sarkastischen Brillanz des männlichen Protagonisten: Maarten Sneijder. M.S.S.: »Maarten S. Sneijder, wenn ich bitten darf. Und das hier dauert bedauerlicherweise wohl länger als drei Sätze?« Mikka: »Kann ich diese Rezension bitte ohne Einmischung weiterschreiben?« M.S.S.: »Ob Sie das können, bezweifele ich doch sehr.« Mikka: »Sehen Sie diese drei Finger? Drei Minuten Klappe halten! Schaffen Sie das?« Ja, das S ist wichtig, und das lässt er auch niemanden vergessen – wofür das Initial steht, ist allerdings paradoxerweise sein Geheimnis. Sneijder ist hochintelligent, macht sich durch seine schroffe Art jedoch nur wenige Freunde: er ist nicht nur ätzend sarkastisch, sondern lässt sein Gegenüber auch deutlich spüren, was er von ihm hält – meistens nicht viel. Regeln und Umgangsformen? Das ist was für Leute, die die Wahrheit nicht aushalten können. Er leidet unter unerträglichen Clusterkopfschmerzen, weswegen er sich oft zwei Akupunkturnadeln in die Hände steckt, und raucht Joints, um einen besseren Draht zur Gedankenwelt des Mörders zu bekommen. Kurz gesagt: Maarten S. Sneijder ist eine Nummer für sich – und ich liebe ihn. M.S.S.: Ich gebe hiermit zu Protokoll, dass das Gefühl nicht erwidert wird. Mikka: Das waren keine drei Minuten. Doch man kann sich im Verlaufe des Buches des Gedankens nicht erwehren, dass er unter all dem Stacheltiergehabe eigentlich gar nicht so übel ist. Zu dem Schluss kommt auch die junge Ermittlerin Sabine Nemez, die von Sneijder… Naja, herumkommandiert wird – man könnte aber auch sagen, unter die Fittiche genommen. Irgendwie. Sie ist ein sehr starker Charakter und passt perfekt zu Sneijder, die beiden ergänzen sich wunderbar. (Was wohlgemerkt nichts mit Romantik zu tun hat, denn Sneijder ist schwul.) Sie steht ihm in Intelligenz nicht nach und ist willens, Wagnisse einzugehen – wie das Wagnis, mit Sneijder zusammenzuarbeiten. Dass die Geschichte originell ist, habe ich schon erwähnt… M.S.S.: Hat es dann einen besonderen Grund, warum Sie sich endlos wiederholen? Mikka: Immer noch keine drei Minuten. …und sie ist großartig konstruiert. Die Handlung ist komplex, hat tolle Wendungen und verfällt nie in Klischees, sondern spielt höchstens damit. Und das ist nicht nur todspannend, sondern einfach rundum unterhaltsam — wobei Sneijder für mehr Humor sorgt, als ihm selber wahrscheinlich recht wäre. M.S.S.: Korrekt. Zuletzt noch ein paar Worte zum Schreibstil… M.S.S.: Sie haben ja keine Ahnung, wie froh mich das Wort “Zuletzt” stimmt. Der Schreibstil ist fantastisch, und Andreas Gruber schreibt einfach mit Biss und Humor, ohne das dabei die Spannung flöten geht.

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Rezension "Todesfrist"

Von: Seelenlesezeichen

29.11.2015

Inhalt »Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen … Meine Meinung Das Buch beginnt mit einem Prolog, in welchem eine Frau entführt wird. Dadurch ist man sofort im Buch drin und will wissen, was mit der Frau passiert, wer sie entführt hat und wieso. Ich hatte schon Todesurteil von Andreas Gruber gelesen und fand es super, weswegen ich auch unbedingt Todesfrist lesen wollte. Nun hat mich Todesfrist auch überzeugt. Grubers Schreibstil ist super. Man wird total in den Bann gezogen und will das Buch gar nicht mehr weg legen. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, so dass man immer an einem anderen Ort ist und so alles mit bekommt. Man erfährt immer mehr über die Opfer und auch über den Täter. Wodurch ich selbst mit geraten habe, wer der Täter ist. Von Anfang an ist das Buch spannend und es verliert die Spannung auch nicht. Fazit Todesfrist ist wie Todesurteil, ein sehr gelungener Thriller, welcher mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich werde auf jeden Fall auch die anderen Bücher von Andreas Gruber lesen. 5/5 Punkte.

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Vita

Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestellerliste.

www.agruber.com und auf Facebook: www.facebook.com/Gruberthriller

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Pressestimmen

„Eine tiefgründige und durchdachte Story.“

literatopia.de (27. April 2013)

„Ein Muss für Thriller-Fans und einmal mehr der Beweis, dass auch deutschsprachige Autoren die Nerven gehörig strapazieren können.“

Hitradio rt1 (13. Mai 2013)