Das Buch Ana

Roman

Hardcover
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Eine spannende Geschichte weiblicher Selbstfindung: "Das Buch Ana" ist auch das Buch der Sehnsüchte

Mein Name ist Ana. Ich war die Frau von Jesus aus Nazareth. So beginnt der lange erwartete neue Roman von Bestsellerautorin Sue Monk Kidd. Es ist die fiktive Lebensgeschichte von Ana, der Gefährtin Jesu. Die Erzählung setzt im Jahr 16 nach Christus ein, im von den Römern besetzten Galiläa. Dort wächst Ana in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf. Sie ist ein kluges Mädchen mit rebellischem Geist und messerscharfem Verstand. Ana lernt Lesen und Schreiben, studiert die Thora und beginnt heimlich die Geschichten der vergessenen Frauen der Heiligen Schrift aufzuzeichnen: Eva, Sarah, Rebecca, Rachel und Ruth. Als Ana vierzehn ist, soll sie an einen alten Witwer verheiratet werden. Auf dem Markt wird sie ihm vorgeführt, sie ist entsetzt. Ein junger Mann mit dunklen Locken und sanften Augen erkennt ihre Verzweiflung und hilft Ana. Ihre Begegnung wird alles verändern.

Wie keine andere Autorin versteht es Sue Monk Kidd, Frauen eine Stimme zu geben, die sich dem Rollenverständnis ihrer Zeit widersetzen. »Das Buch Ana« ist eine spannende Geschichte weiblicher Selbstfindung in einer Zeit, in der Frauen Lernen und Schreiben verboten war. Ana folgt ihrer Sehnsucht, sie kämpft für ihre Freiheit, und sie schreibt die Geschichte, die wir alle zu kennen glauben, neu.

Sue Monk Kidd wollte Jesus als Menschen zeigen und hat ihm eine Frau zur Seite gestellt, die ihm auf Augenhöhe begegnet. Beide ergänzen sich in ihrem spirituellen Sehnen und in ihrer Liebe und Weitsicht. Ihr gelingt ein Roman, der von der ersten Seite an fesselt, der berührt und rührt.

»Das Neue Testament aus der Perspektive einer Frau zu erleben, die mutig ihren Weg geht und dabei immer wieder aneckt, die etwas zu sagen hat und die Liebe in einer gleichberechtigten Beziehung sucht und findet: Das ist fesselnd und nie konstruiert.«

Daniela Stohn, BRIGITTE (07. Oktober 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Judith Schwaab
Originaltitel: The book of Longings
Originalverlag: Viking
Hardcover mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-75903-3
Erschienen am  17. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Leserstimmen

Eine durchaus moderne Liebesgeschichte - trotz zwei Jahrtausenden dazwischen

Von: wort.bildung

06.01.2021

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich in meinem Leben noch einmal (Wobei… hab’ ich das überhaupt schon?) so intensiv mit den Geschichten des Neuen Testaments, Jesus als Messias und Sohn Gottes auseinandersetzen werde. Ebenso wenig, dass diesen Geschichten noch einmal starke, weibliche Stimmen verliehen werden. Umso erfreulicher ist es, dass die Autorin nach einer gefühlten Ewigkeit doch den Mut gefunden hat, ihre Idee eines verheirateten Jesus umzusetzen. Die Neuinszenierung der Erzählungen, Ana als Frau von Jesus und zugleich Protagonistin mit einem starken Drang zur Selbstverwirklichung sind für mich wirklich gut gelungen. Trotz zwei Jahrtausenden, die zwischen der Geschichte und unserer Realität liegen, spiegelt „Das Buch Ana“ für mich ein durchaus modernes Verständnis einer Liebesbeziehung wider. Ein Paar - zwei Individuen. Obwohl das Buch nahezu 600 Seiten zählt, wurde mir an keiner Stelle langweilig. Bravo, kann ich nur sagen.

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Ein Meisterwerk

Von: daslesendesatzzeichen

14.12.2020

Mehrfach überkam mich beim Lesen dieses Buches die Erkenntnis, dass ich ein echtes Meisterwerk in den Händen halte. Der Begriff ist abgedroschen, da viel zu häufig benutzt, aber hier trifft er einfach den Nagel auf den Kopf. Der Grund dafür, dass „Das Buch Ana“ so etwas Besonderes ist, liegt meiner Meinung nach an der Tatsache, dass es viele verschiedene Genres in sich vereint: Es ist nicht weniger als ein Buch für Liebhaber des historischen Romans, ein Buch für jene, die spannungsgeladene Bücher lieben und auch für solche, die eher feministische Literatur bevorzugen – und schließlich, man mag es kaum glauben, ist es auch noch ein Buch für alle, die endlich mal wieder eine richtig gute Familiensaga inhalieren wollen. 🙂 Buy one, get everything 😉 Sue Monk Kidd hat auf der Welt spätestens seit „Die Bienenhüterin“ eine eigene Fangemeinde, mit „Das Buch Ana“ legt die amerikanische Autorin, die im positivsten Sinne völlig unamerikanisch schreibt, ihr langersehntes neues Werk vor. Keine leichte Aufgabe, wenn man weiß, dass das neue Buch von Lesern und Kritikern auf Herz und Nieren geprüft werden wird. Diese Prüfung hat der Roman aber mit Bravour bestanden. Was für eine Frau müsste das gewesen sein, mit der Jesus zusammengelebt hätte? Diese Frage trieb die Autorin schon lange um. Doch vor einigen Jahren wurde die Idee zu solch einer Gestalt derart greifbar, dass Sue Monk Kidd zu schreiben begann. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Jesus verheiratet war, das alles weiß Sue Monk Kidd und reflektiert dies mit großer Klarheit am Ende des Buches in ihren „Anmerkungen der Verfasserin“. Aber sie liefert auch gute Argumente und Überlegungen, warum es eben doch so gewesen sein könnte: Zum einen, weil die Behauptung, dass er keine Frau hatte, erst im 2. Jahrhundert nach Christus aufkam, als (Zitat) „das Christentum die Ideale der Askese und des griechischen Dualismus in sich aufnahm, welche beide den Körper und die Physikalität der Welt zugunsten der Spiritualität abwerten.“ Zum anderen, weil es zu Lebzeiten Jesu das Normalste der Welt war, dass Männer seines Alters verheiratet waren, so dass dieser Aspekt völlig unerwähnenswert gewesen sein mag. Zudem finden in den Heiligen Schriften verhältnismäßig wenige Frauen Erwähnung. Es könnte also sein, dass diese Ehefrau zwar exisitiert hat, ihn bei seinen Predigerreisen jedoch nicht begleitete, weil sie Haus und Hof hütete und somit als unwichtig erachtet wurde von den Verfassern der Heiligen Schriften … Doch sei’s drum, es ist für den Roman unerheblich, wie es nun wirklich war, denn das Buch funktioniert auch als reine Fiktion wunderbar. Und um allen Religionsfanatikern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Nein, das Buch maßt sich nicht an, die Wahrheit abzubilden, keineswegs wird dem realen Jesus eine Ehe unterstellt. Das Buch fußt lediglich auf der Hypothese, wie es hätte sein können. Das allerdings mit Weltklasse. Die Figur der Ana ist eine der herzerwärmendsten, anpackendsten und mitreißendsten Protagonistinnen, die die Literaturwelt gesehen hat. Mich hat kaum eine Handlung derart gefesselt, wie die Entwicklung dieser Persönlichkeit. Vom Teenager, der unsicher, suchend, viel zu aufmüpfig, wissbegierig und lebenshungrig für ein Mädchen ist, bis hin zur geläuterten Witwe Jesu begleiten wir diese Person, die ich unglaublich sympathisch finde und wahnsinnig gerne als Freundin hätte. Obwohl wir alle den Ausgang der Geschichte von Anfang an kennen, ist der Spannungsbogen da, denn Jesus ist nicht das Zentrum dieser Handlung, er ist eine Randerscheinung. Wichtig ist Ana, deren „coming of age“ und vor allem deren Entwicklung ihrer inneren Größe wir beobachten dürfen – und es gibt viele Unwägbarkeiten, denen sie entgegentreten muss. Ihr Vater ist Matthias, Oberster Schriftgelehrter von Herodes Antipas. Ihre Mutter ist eher emotionslos und nur daran interessiert, den Schein einer perfekten Familie nach außen hin aufrecht zu erhalten. Auf wessen Kosten das geht, ist ihr egal. Ana soll funktionieren. Als sie, für heutiges Verständnis, als Minderjährige an einen ihr ekelhaft erscheinenden reichen Herrn verheiratet wird, beginnt ihr Widerstand gegen die Eltern zu wachsen. Hilfe bekommt sie durch ihre Tante Yaltha, die, weise und gebildet, zu einer Art Kompass für Ana wird, der ihr den Weg zu einem selbstbestimmten Leben zeigt, was auch immer das bedeuten mag. Ana hat einen Adoptivbruder, der Sohn der Cousine ihrer Mutter und deren Mann, die tragischerweise bei einem Aufstand in Sepphoris ums Leben gekommen waren, als der Junge zwei Jahre alt war. Zu ihm hat sie eine sehr enge emotionale und spirituelle Verbindung, er ist mehr Familie für sie, als es ihre Eltern je sein könnten. Doch derzeit eckt er immer öfter an, denn er schließt sich aufrührerischen Gruppen an, derzeit einem gewissen Schimon bar Giora, einem Fanatiker, der sich gegen Rom auflehnte. Anas Bruder ist, als die Eltern die glorreiche Idee haben, Ana einem potenziellen Ehemann vorzustellen, schon seit Tagen verschwunden, wohl unterwegs mit den anderen Aufrührern. Der Name von Anas Adoptivbruder ist Judas. Wir ahnen, welche Rolle ihm noch zuteil wird in der Geschichte um Jesus. Ana hat Glück im Unglück – auf dem Markt, als sie ahnungslos dem fremden Mann vorgestellt wird und ihr langsam dämmert, was hier passiert, stürzt sie auf dem Rückweg und der Einzige, der es wagt, ihr die Hand zu reichen und ihr beim Aufstehen zu helfen, ist ein junger, charismatischer Mann mit schwieligen Arbeiterhänden. Zum „Dank“ für seine Hilfsbereitschaft stürzt sofort ein Soldat herbei, der Ana in Bedrängnis wähnt, und schlägt den jungen Ehrenmann zusammen. Ana ist wie von Sinnen, doch sie hört noch, wie jemand einen Namen ruft: „Jesus.“ Anas Sehnen nach Freiheit von ihren familiären Zwängen hat nun einen Namen. Sie hat ihren zukünftigen Mann kennengelernt. Doch noch sind wir weit davon entfernt. Es ist unmöglich, die Vielschichtigkeit dieses Buches zu beschreiben, man muss es wohl mehr als einmal lesen – und ich wage zu behaupten, dass dies das erste Buch werden könnte, das ich tatsächlich mehr als einmal lesen werde, um das alles zu durchdringen. Der Einstieg ist fulminant und es gibt viele Personen, die auftauchen, abtauchen und wiederkehren – und sogar plötzlich wichtig werden. Es geschehen Wendungen, Situationen, die man so nie erahnt hätte, die nicht gut für Ana sind, nicht leicht, aber die sie zu dem formen, was sie immer mehr wird: eine eigenständige, selbstbewusste Frau. Nicht eine, die über den Dingen steht, sondern eine, die wütend wird, die Demut lernt, die Vorurteile über Bord wirft, die hadert, die zweifelt, die wieder und wieder versucht – und am Ende belohnt wird. Nicht mit einem perfekten Leben, sondern mit einer anbetungswürdigen inneren Haltung. Ein Satz, der über allem steht, den Yaltha zu Ana spricht, als es wieder einmal dramatisch wird und Ana zu verzweifeln droht, ist symptomatisch für Anas Leben und könnte wunderbar als Leitsatz für jedes Leben dienen: „Alles wird gut, Kind.“ Empört fuhr ich hoch. „Ach ja? Das kannst du doch gar nicht wissen! Wie kannst du das wissen?“ „Oh, Ana, Ana. Wenn ich dir sage, alles wird gut, dann meine ich nicht damit, dass das Leben dir keine Tragödien bringt. Das Leben wird so sein, wie es eben ist. Ich meine nur, dass es dir trotz allem gut gehen wird. Alles wird gut, ganz gleich, was passiert.“ „Wenn Antipas ihn [Jesus] tötet, wirst du unglücklich und verzweifelt sein, doch es gibt einen Ort in dir, der unzerstörbar ist – es ist der Ort, dessen du dich am meisten gewiss sein kannst, ein Stück von Sophia [allumfassender Geist, Schöpferin allen Lebens] selbst. Du wirst deinen Weg dorthin finden, wenn du musst. Und dann wirst du wissen, wovon ich spreche.“ Welch unsagbar tröstliche Worte! Schon allein wegen dieser Zeilen muss man das Buch lesen! Ich höre nun auf, von diesem Buch zu schwärmen, den beiden weiblichen Protagonistinnen Yaltha und Ana, von dem warmen Schreibstil, den fundierten historischen Fakten, auf denen die Fiktion fußt und von dem Glück, dass es ein solches Buch 2020 gibt, wo alles so doof ist. Wieso ist dieses Buch nicht in den Bestsellerlisten in Deutschland? Ändert das – bitte! It’s up to you … kauft das Meisterwerk!

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Vita

SUE MONK KIDDS Debütroman »Die Bienenhüterin« avancierte vom Geheimtipp zum Bestseller. Der Roman wurde allein in den USA über sechs Millionen Mal verkauft, er wurde in sechsunddreißig Sprachen übersetzt. Millionen LeserInnen haben ihre berührenden Geschichten wie »Die Meerfrau« oder »Die Erfindung der Flügel« verschlungen. »Das Buch Ana« ist Sue Monk Kidds vierter Roman, der in den USA sofort auf der Bestsellerliste stand und von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in South Carolina.

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Judith Schwaab

Judith Schwaab, geb. 1960 in Grünstadt, studierte Italienischen Philologie. Sie ist Lektorin und Übersetzerin von u.a. Debra Dean, Fernanda Eberstadt, Anthony Doerr. 2020 wurde sie mit dem Internationalen Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet.

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Pressestimmen

»Auf ganz vielen Ebenen sehr spannend. Sue Monk Kidd hat etwas unglaublich Gegenwärtiges. Lohnt sich zu lesen.«

»Dies ist eines dieser Bücher, die man selber lesen muss, da keine Rezension ihm wirklich gerecht werden kann.«

Anja Teßmann, WAZ (24. Oktober 2020)

»Faszinierende Lektüre.«

Gala (20. August 2020)

»Ein wirklich lesenswertes Buch.«

Kurier (20. Dezember 2020)

»Toll geschrieben. Dieses Buch konnte ich tatsächlich nicht mehr weglegen.«

Claudia Feuerstein, Radio F (28. August 2020)

»Das Buch ist eine spannende Geschichte weiblicher Selbstfindung in einer Zeit, in der Frauen Lernen und Schreiben verboten war.«

Fränkische Nachrichten (05. November 2020)