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Leere Herzen Roman

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-630-87523-1

Erschienen:  13.11.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 32
Spiegel Hardcover Belletristik

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Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich ‎erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.

Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...

"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender‎ Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Juli Zeh spricht mit Denis Scheck über ihren Roman "Leere Herzen" ARD / "Druckfrisch" (30.10.17)

Beitrag zum Buch und Gespräch mit Juli Zeh in der Sendung ZDF / "aspekte" (10.11.17)

Beitrag zum Buch und Interview mit der Autorin NDR / "Kulturjournal" (13.11.17)

Buchpräsentation von "Leere Herzen" in Berlin im Großen Sendesaal des rbb meinbrandenburg.tv (14.11.17)

»Juli Zeh kann erzählen, und wie!«

Martin Ebel / Der Bund (13.01.2018)

Juli Zeh (Autorin)

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) sowie dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2017).

www.juli-zeh.de

»Juli Zeh kann erzählen, und wie!«

Martin Ebel / Der Bund (13.01.2018)

»Ein spannendes und wunderbar geschriebenes Buch«

Kristian Thees / SWR 3 (06.01.2018)

»Mal wieder ist es Zeh gelungen, ihre klugen Gedanken über die Widersprüche in unserer Gesellschaft literarisch so miteinander zu verknüpfen, dass ein spannender Roman daraus entstanden ist.«

Jacqueline Thör / ZEIT ONLINE (14.11.2017)

»›Leere Herzen‹ ist ein Thriller am Puls der Zeit, der die richtigen Fragen stellt.«

Nadine Kreuzahler / rbb Inforadio (13.11.2017)

»Ein fesselnder Thriller, aber auch - typisch Juli Zeh - mit einem Anliegen: Was passiert, wenn man die Stimmung, die im Land herrscht, weiterdenkt?«

Natascha Geier / NDR Fernsehen Kulturjournal (13.11.2017)

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07.05.2018 | 19:30 Uhr | Wien

Lesung
mit musikalischer Begleitung durch Nina Omilian (Gesang) und Marian Lux (Klavier)
der Kartenvorverkauf beginnt am 10. April 2018

weitere Informationen

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Mehr Infos

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
1030 Wien

Tel. +43 1 242002, ticket@konzerthaus.at

17.05.2018 | 19:30 Uhr | Frankfurt am Main

Lesung und Gespräch
Moderation: Alf Mentzer

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Mehr Infos

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt am Main

Weitere Informationen:
Literaturhaus
60311 Frankfurt

Tel. 069/7561840

24.05.2018 | 20:00 Uhr | Potsdam

Lesung und Gespräch
Moderation: Knut Elstermann
Eintritt: 12 € / 10 € erm.
Karten erhältlich unter: www.waschhaus.de

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Mehr Infos

Waschhaus Potsdam
Schiffbauergasse 6
14467 Potsdam

Weitere Informationen:
Brandenburgische Literaturlandschaft e.V.
14469 Potsdam

12.06.2018 | 20:15 Uhr | Braunschweig

Lesung
Moderation: Joachim Dicks
Eintritt: 14 €

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Mehr Infos

Buchhandlung Graff GmbH
Sack 15
38100 Braunschweig

Tel. 0531/480890, infos@graff.de

23.06.2018 | 19:00 Uhr | Erfurt

Lesung

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Mehr Infos

ORIGINALAUSGABE

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-630-87523-1

€ 20,00 [D] | € 20,60 [A] | CHF 27,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erschienen:  13.11.2017

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Ein Gesellschaftsroman, der in ein Deutschland blickt, das so ähnlich und doch so anders scheint als das, was wir kennen — spannend wie ein Thriller.

Von: Tina / Kill Monotony Datum: 10.04.2018

https://killmonotony.de

Juli Zehs Bücher habe ich gefühlt an jeder Ecke auf Instagram gesehen und habe mich immer gefragt, was denn so besonderes an ihren Romanen ist. Bis ich dann eine Rezension zu „Leere Herzen“ gelesen und dann diesen „Oh, das will ich lesen!“-Moment hatte. Zugegeben, der Plot klang schon etwas lächerlich, aber doch auch spannend. Und so zog Zehs „Leere Herzen“ bei mir ein. Nach kurzem Anpirschen zog ich das Buch mit aufs Sofa und inhalierte es im wahrsten Sinne des Wortes. Die Geschichte um Britta und Babaks Unternehmen mit seinem skurrilen Geschäftszweck und den späteren Verfolgungswahn hat mich einfach nur gefesselt. Doch zurück zum Anfang: Es geht um Britta, die mit ihrem mittlerweile besten Freund Babak ein Unternehmen gegründet hat, das seltsamer und kontroverser nicht sein könnte: Und zwar eine Heilpraxis für Selbstmordprävention. Britta absolvierte eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, um mit Professionalität über den fragwürdigen Aspekt ihrer Praxis hinwegzutäuschen: Denn ein Großteil der Personen, die sich bei der „Brücke“ melden, absolvieren die nicht immer menschenfreundlichen Methoden, die Britta und Barak entwickelt haben, um sie vom Selbstmord abzubringen, und kehren danach wieder in ihr Leben zurück; doch ein kleiner Teil ist unbelehrbar und nicht von seinem Todeswunsch abzubringen. Diese Menschen werden von Britta und Barak an Organisationen vermittelt, die einen Märtyrer für ihre Sache gebrauchen können, um durch Medienpräsenz mehr Engagement zu erhalten, so beispielsweise Umweltorganisationen oder solche, die sich gegen den Walfang einsetzen. Diese Organisationen geben den Unbeirrbaren sozusagen einen Sinn, etwas, für das es sich zu sterben lohnt. Die Personen, die sich bei der „Brücke“ melden und nach dem Programm übrig bleiben, sterben so also nicht einen „sinnlosen und egoistischen“ Selbstmord, sondern für eine höhere Sache. Britta führt ein Doppelleben; nicht einmal ihr Mann weiß, womit ihre Frau tatsächlich ihre Brötchen verdient. Als es zu einem Attentat kommt und die „Brücke“ plötzlich kurz vor der Enttarnung steht, muss sie klug und vor allem schnell handeln, sonst droht ihr gesamtes Leben zusammenzubrechen.

»Full hands, empty hearts, it’s a suicide world.«

Im Jahre 2025 hat sich die Politik so weit gewandelt, dass eine Organisation wie „Die Brücke“ keineswegs undenkbar erscheint. Juli Zeh lässt einen dystopischen Wind wehen, ihre Protagonistin ist entgegen ihres Berufs nicht der Überzeugung, dass Politik etwas ist, worüber man groß spricht: »Auch wenn sie aus beruflichen Gründen gezwungen ist, Politik in groben Linien zu verfolgen, findet sie nicht, dass man privat darüber reden muss.« Mit einer lebendigen Sprache erzählt Zeh hier die Geschichte rund um Britta Söldner, die jedoch – wie alle Charaktere aus „Leere Herzen“ – irgendwie flach und unfertig erscheint. Die selbsternannte Terrordienstleisterin erscheint fast schon roboterhaft, sie lebt und stirbt für ihre Organisation. Als es dann schließlich zu einer Bedrohung für die „Brücke“ kommt und nicht nur Britta und Babak, sondern auch deren Familien ins Zielfernrohr gelangen, hilft nur noch eins: die Flucht. Von diesem Punkt an wird „Leere Herzen“ fast schon zum Thriller, der Stempel „Roman“ wirkt ein wenig unpassend.

»Ich genieße es in vollen Zügen, dass mich die allermeisten Dinge nichts angehen.«

Fazit: Die Autorin schafft mit ihrem Roman den perfekten Spagat zwischen Dystopie, Politthriller und Gesellschaftsroman. Die wunderbare Erzählweise bekommt leider einen Dämpfer durch die nicht rund erscheinenden Charaktere, was sehr schade ist. Die Spannungskurve ist meines Erachtens sehr gelungen, es gibt keinen drögen Mittelteil, lediglich der Schluss ist etwas zäh — weshalb es auch nur 4 Sterne gibt. Alles in Allem bekommt ihr mit „Leere Herzen“ einen Roman, der ein Deutschland beschreibt, in dem alle Menschen zwar alles haben, aber nicht über ihre titelgebenden leeren Herzen hinwegtäuschen können.

Lesenswert, aber mit ein paar Einschränkungen

Von: Die kleine Bibliothek Datum: 24.03.2018

www.die-kleine-bibliothek.de

Juli Zeh ist eine sichere Bank. Alles, was ich bisher von ihr gelesen habe, war immer gut beobachtet und schön zu lesen. Unterleuten fand ich fantastisch. Doch Leere Herzen lässt mich etwas unbestimmt zurück. Die Grundidee finde ich sehr gelungen, auch wartet die Geschichte mit einigen interessanten Facetten auf, die sie lesenswert machen, aber insgesamt vermag das Buch mich nur mit Einschränkungen zu begeistern.

Dystopien sind eine sehr spannende Romangattung und ein faszinierendes Mittel, um die Wirklichkeit zu spiegeln. Und sie erleben gerade ein Revival. George Orwells 1984 wird mehr denn je gelesen. Mit Margaret Atwoods Report der Magd verhält es sich ganz genauso. Es wundert also nicht, wenn eine Autorin wie Juli Zeh eine eigene Dystopie schreibt. Ihre Romanhandlung verlegt sie in die nahe Zukunft: Deutschland im Jahr 2025.

Die Besorgte Bürger Bewegung (BBB), hinter der sich kaum verhohlen die Konturen der AfD zeigen, hat die Macht übernommen. Regula Freyer ist Angela Merkel als Bundeskanzlerin nachgefolgt – ein wunderbar sprechender Name. Regula (= die kleine Königin) und der Nachname Freyer (= frei) bilden ein schönes Antonym. Die EU ist bis 2025 weiter zerfallen, während Demokratie und Rechtsstaat durch die BBB scheibchenweise unterhöhlt werden. Geschickt flechtet Zeh immer wieder ein, welches „Effizienz-Programm“ die Partei gerade umsetzen möchte. Alle zielen letztlich nur darauf ab, ihre Macht zu festigen.

Die zweifelhafte Heldin in Leere Herzen heißt Britta. Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Babak vermittelt „Die Brücke“ Selbstmordattentäter an Gruppierungen, die auf sich aufmerksam machen wollen. Zum Beispiel radikale Umweltschützer. Nachdem 2025 der islamistische Terrorismus vollständig versiegt ist und keiner mehr auf die Idee käme, freiwillig in den Tod zu ziehen, hat sie eine Marktlücke aufgetan. Sie vermittelt – natürlich illegal – Menschen, die sich ohnehin umbringen wollen, und auf diese Weise mit einem lauten Knall abtreten wollen. Zuvor haben die Kunden ein komplexes Profiling durchlaufen. Mit allen Raffinessen stellt die „Die Brücke“ sicher, dass die suizidalen Fantasien so massiv sind, dass die Kandidaten nicht in letzter Sekunde kneifen.

In diesem perversen Geschäftsmodell spiegelt sich wie in einem Brennglas die kaum zu ertragende Langeweile und Depression der Mittelschicht der Zukunft. Viel nihilistischer kann ein Unternehmen nicht ausgerichtet sein. Und Britta verkörpert dieses lakonische Desinteresse an ihrer Umwelt mit jeder Faser ihrer Persönlichkeit. An einer sehr bezeichnenden Stelle im Roman fragt Britta ihre Freundin, ob sie ihr Wahlrecht für eine Waschmaschine aufgeben würde. Die Frage ist absurd, aber dass sie mit viel Ernsthaftigkeit überhaupt gestellt wird, sagt bereits alles über die Geisteshaltung aus.

Die Gesellschaftsanalyse der Autorin halte ich für zutreffend und ich denke auch, dass die schleichende Ent-Demokratisierung ein ernstzunehmendes Risiko ist. Doch leider ist das Buch zuweilen etwas moralinsauer. Mehr Abstraktion von der Gegenwart hätte dem Roman gut getan. Die an sich politische richtige Moral, die in Leere Herzen steckt, wird dem Leser so platt um die Ohren gehauen, dass er Kopfschmerzen bekommt. Dadurch ist leider das große Potential der Story etwas verschenkt worden. Wenn die Autorin das besser gelöst hätte, hätte ich auch mit dem Ende des Buches leben können, dass alles in allem zu dick aufgetragen ist.

Dennoch: Trotz seiner Schwächen ist es ein lesenswertes Buch, weil es sehr präzise analysiert, woran die Gesellschaft krankt und welche Gefahren sich daraus ergeben.

Von: Uta Braun aus Berlin Datum: 05.12.2017

Buchhandlung: Pocket Shop AB Flughafen Berlin Tegel

Dieses Buch ist für mich in (mindestens) diesem Jahr der absolute und unangefochtene Platz 1 – es fehlt nichts, was für mich in ein wirklich gutes Buch gehört – wunderbare Sprache, spannende Story, kritische Gedankenexperimente.......

Ich bin restlos begeistert! Danke! Und so ist es wenig verwunderlich, dass unsere letzte Bestellung nur wenige Stunden vorrätig war..... �� – Ich freue mich und es macht so viel Spaß, Menschen mit dieser Sucht zu infizieren

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