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Kleine große Schritte Roman

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CHF 18,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21229-2

Erschienen:  02.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, Taschenbuch

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Jodi Picoult - bewegend wie nie

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

»Picoult ist mit ihrem Roman ein mal bunt schillerndes, mal düster melancholisches, tiefgründiges Meisterwerk gelungen.«

Die Rheinpfalz (30.09.2017)

Jodi Picoult (Autorin)

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

»Picoult ist mit ihrem Roman ein mal bunt schillerndes, mal düster melancholisches, tiefgründiges Meisterwerk gelungen.«

Die Rheinpfalz (30.09.2017)

»Aufwühlendes Drama von der großartigen Geschichtenerzählerin Jodi Picoult.«

Maxi

»Jodi Picoult will mit ihrem Roman vor allem den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus aufdecken, der auch heute längst nicht verschwunden ist. Ein Pageturner.«

flow (17.10.2017)

»Furchtbar bedrückend, aber zugleich unglaublich erhellend. All das ist glänzend geschrieben. Es fällt schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen.«

Deutschlandfunk Kultur ,"Lesart" (03.12.2017)

»Das neue Buch von Bestsellerautorin Jodi Picoult ist ein bewegendes Rassismus-Drama. Vielschichtig und erschütternd.«

Hamburger Morgenpost (09.11.2017)

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Aus dem Englischen von Elfriede Peschel
Originaltitel: Small Great Things
Originalverlag: Ballantine Books (Penguin Random House), New York 2016

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21229-2

€ 14,99 [D] | CHF 18,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: C. Bertelsmann

Erschienen:  02.10.2017

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Sind wir alle Rassisten?

Von: Phoebe Miller Datum: 13.02.2018

www.pm-thinks.com

Inhalt (in eigenen Worten):

Ruth Jefferson ist ein großartige Hebamme, die seit 20 Jahren im gleichen Krankenhaus arbeitet. Eines Tages wird ihr der Umgang mit dem Neugeborenen Davis Bauer untersagt. Der Grund: sie ist Afroamerikerin - und Davis' Eltern Rassisten. Durch einen unglücklichen Zufall gelangt der Junge doch in ihre Obhut und in eine Notfallsituation. Ruth handelt trotz Verbot. Davis stirbt und die Eltern haben eine Schuldige: Ruth Jefferson, der der Umgang mit ihrem Sohn versagt wurde.

Meine Meinung:

Allein den Inhalt dieses Buches zusammenzufassen, verursacht einen Kloß in meinem Hals. Rassismus in den USA ist noch ein allgegenwärtiges Thema, das mich sehr interessiert. Als ich durch eine Rezension bei Kleinbrina erfahren habe, dass sich Jodi Picoult des Themas angenommen hat, war mir klar, dass ich das Buch lesen musste.

Rassismus ist ein Thema, zu dem ich klar Stellung beziehe und trotzdem zieht es mich in Buchform magisch an, besonders, wenn es möglich ist, die Beweggründe der einzelnen Menschen zu erfahren. Picoult tut dies und taucht tief in die Welt dreier Personen ein: Ruth Jefferson ist eine Afroamerikanerin, die sich ein normales Leben wünscht, Turk Bauer ein Rassist, der den Rassismus nicht mit der Muttermilch aufgesogen hat und schließlich die Anwältin Kennedy McQuarrie, die glaubt, keine Rassisistin zu sein. Man erfährt den Werdegang jeder Person, was ich besonders bei Turk Bauer sehr interessant fand. Wie wird man zum Rassisten? Wie kommt man dazu, Menschen zu hassen, nur weil sie einen anderen kulturellen Hintergrund haben? Was im Falle der Afroamerikaner in den Staaten ja nicht einmal der Fall ist. Sie werden nur gehasst, weil sie anders aussehen. Für die Geschichten unserer Vorfahren können wir alle nichts. Bei Turk sind es viele kleine Begebenheiten, Umstände, Kleinigkeiten. Seine Geschichte fand ich besonders fesselnd.

Doch besonders mitgenommen hat mich die Sichtweise von Kennedy, Ruths Anwältin, die fest davon überzeugt ist, keine Rassistin zu sein. Doch dabei ist sie es. Und wenn man es als Spiegel der Gesellschaft sieht, sind wir es alle. In unserem Denken, in unserem Handeln. Ruth zeigt Kennedy, wie ihr Leben ist. Ich möchte nicht behaupten, dass das Leben jeder "andersfarbigen" (ist das nicht auch Rassismus?) Person so ist - aber ich kann mir gut vorstellen, dass es einem Großteil so geht. Dass Afroamerikaner, Asiaten, was weiß ich alles, in einem weißen Land dazu neigen, eher kontrolliert zu werden. Eher mit skeptischen Blicken verfolgt zu werden, als wären sie krimineller als alle anderen. Und das in vielen weiteren kleinen Dingen in ihrem, unserem Alltag. Dabei vielleicht oft ganz unabsichtlich. Unterbewusst.

Und das brachte mich zum Nachdenken: Bin ich genauso?

Wenn wir ehrlich sind, stecken wir viele Menschen in Schubladen, sei es durch die Kleidung, ihr Aussehen, ihre Handlungen - vermutlich auch wirklich durch die Hautfarbe. Und ist es nicht wirklich so, dass wir weniger kämpfen müssen als Menschen anderen Ursprungs in unserem Land? Bin ich dadurch nicht schon blind und auch irgendwo rassistisch? Denn mir fällt eine Freiheit zu, nur weil ich eine bestimmte Hautfarbe habe, einer gewissen Nationalität angehöre und in "meinem" Land lebe.

Doch wäre es nicht ebenso andersherum, wenn ICH in der Minderheit in einem anderen Land wäre? Wäre ich dort vielleicht nicht auch das Opfer und andere die Täter? Herrscht also nicht überall auf der Welt der tägliche Rassismus in den kleinen Dingen? Nach all den Jahren und den Kriegen? Können wir den Rassismus überhaupt besiegen?

Ihr seht, Kleine große Schritte von Jodi Picoult hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Und genau das ist die Stärke dieser Autorin: Sie schreibt nicht nur eine unheimlich fesselnde Geschichte so flüssig, als würde man sie miterleben. Sie hält einen nicht nur auf Trab und überrascht einen mit vielen kleinen Dingen. Nein, sie nimmt einen an die Hand und zeigt einem ihre Sicht der Dinge und regt zum Nachdenken an. Jodi Picoults Bücher lassen einen nicht so schnell los.

So auch dieses. Nun merkt man, dass Ruth Jefferson in dieser Rezension etwas untergeht. Und das ist auch im Buch so. Ruth ist eher die doch unwichtige Person. Die, die sich an ein Leben klammert, das sie eigentlich gar nicht führt. Auch sie wacht langsam auf - so, wie der Leser auch.

Ein wichtiges Buch mit einem ernsten Thema

Von: Nicoles Bücherwelt Datum: 11.02.2018

nicolesbuecherwelt.blogspot.de/

Der Kampf um Gerechtigkeit…

Ruth Jefferson arbeitet seit zwanzig Jahren im Mercy-West Haven Hospital in Connecticut und ist eine erfahrene Hebamme und Säuglingsschwester. Jeden Tag hilft sie Babys auf die Welt und kümmert sich liebevoll um Mutter und Kind. Doch eines Morgens ist plötzlich alles anders: Als Ruth ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt – die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihr Kind berührt. Einige Zeit später ist sie durch Zufall allein mit dem Kind, das plötzlich zum Notfall wird – doch jede Hilfe kommt zu spät: Der Junge verstirbt. Voller Wut beschuldigt der Vater Ruth – sie sei schuld an dessen Tod und verklagt sie. Zusammen mit einem nervenaufreibenen Verfahren beginnt gleichzeitig eine Hetzjagd und macht eines wieder ganz deutlich: Der unterschwellige, alltägliche Rassismus, den es leider nach wie vor gibt…

„Aber ich wurde an jenem Tag Zeugin eines viel größeren Wunders. Als Christina meine Hand hielt und Ms. Mina die Hand meiner Mutter hielt, gab es einen Moment – einen Herzschlag, einen Atemzug lang -, in dem alle Unterschiede in Ausbildung, Vermögen und Hautfarbe verpufften wie Luftspiegelungen in der Wüste. Wo alle gleich waren und es nur eine Frau gab, die einer anderen half.“ – Seite 12, eBook

Dieses Buch gehört mit zu den aufwühlensten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Jodi Picoult spricht hier ein Thema an, das nach wie vor aktuell ist: Rassismus. Hier geht es um die Hebamme Ruth Jefferson, die aufgrund ihrer Hautfarbe schon ein Leben lang mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Nun wird ihr nach zwanzig Jahren als Hebamme vorgeworfen, Schuld an dem Tod eines Babys zu sein – die Eltern des Kindes gehören einer rechtsradikalen Gruppierung an. Doch Ruth setzt sich zur Wehr und hofft auf Gegerchtigkeit…
Das Buch ist aus drei Blickwinkeln geschrieben: Aus Sicht von Ruth Jefferson, ihrer Anwältin Kennedy McQuarrie und Turk Bauer, der Vater des verstorbenen Kindes. Alles aus der Ich-Perspektive der jeweiligen Person betrachtet, bekommt man einen besonders detaillierten, nahen und manchmal erschütternden Einblick in deren so unterschiedliche Leben. Es gibt immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit: Bei Ruth wird klar, wie sie stets mit Vorurteilen kämpfen musste – es ist sehr traurig, wie sie oftmals behandelt wurde/wird. Turk Bauers Abschnitte haben mich sehr schockiert – allein sein Denken und Handeln haben mich zutiefst erschüttert. Jodi Picoult beschönigt in diesem Roman nichts – der Schreibstil ist klar, direkt und schonungslos.
Leider gibt es nach dem ersten starken Drittel eine kleine Durststrecke, alles zieht sich etwas in die Länge. Doch im letzten Drittel hat mich das Buch von Neuem gepackt, denn hier findet der Prozess statt, der unheimlich spannend zu verfolgen ist. Und man stellt sich die ganze Zeit die Frage: Wie geht es aus? Und gerade hier passiert etwas, mit dem man so nie gerechnet hat…
Sehr interessant und lesenswert ist hier auch das Nachwort, in dem die Autorin beschreibt, wie dieser Roman entstanden ist und berichtet von ihrer Recherche.

Ich schlinge die Arme um seine Taille und halte ihn fest, presse mein Gesicht an seine Schulter, damit er die Tränen in meinen Augen nicht sieht.
„Wofür ist das?“
„Weil“, murmele ich, „durch dich die Welt zu einem besseren Ort wird.“ – Seite 133, eBook

Mein Fazit: „Kleine große Schritte“ war mein erstes Buch von Jodi Picoult und wird nicht mein letztes sein. Es ist ein sehr wichtiges Buch, das sich mit einem ernsten Thema auseinandersetzt. Es ist aufwühlend, ergreifend und hat mit Ruth Jefferson eine starke Hauptfigur. Der Schreibstil ist klar, flüssig und sehr direkt. Bis auf kleinere Längen im Mittelteil ist dieses Buch sehr gelungen.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Von: Annette Südmeier aus Minden Datum: 04.10.2017

Buchhandlung: Ravensbergische Buchhandlung

Ein tolles Buch! Sehr berührend, emotional ohne ins Seichte abzugleiten - hat mir sehr gut gefallen.

Von: S. Pawlowska aus Düsseldorf Datum: 04.10.2017

Buchhandlung: Mayersche Droste GmbH & Co. KG

Ein ganz großartiges Buch. Spannend, einfühlsam und klug bis zur letzten Seite. Ich war traurig, als es zu Ende war.

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