Jetzt ist alles, was wir haben

Ausgezeichnet mit dem Buxtehuder Bullen 2019

Ab 14 Jahren
Hardcover
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Sei die Beste. Und wenn nötig, sei unsichtbar.

Mit diesem Credo hat Hadley McCauley in ihrer Familie gelernt zu überleben. Perfekte Schülerin, perfekte Sportlerin, perfekte Tochter: Nur so kann sie ihren Vater bei Laune halten. Denn hinter der makellosen Fassade der McCauleys verbirgt sich ein hässliches Geheimnis. Um ihre kleine Schwester Lila vor dem unberechenbaren Vater zu schützen, tut Hadley alles. Doch dann tritt Charlie Simmons in ihr Leben und zwischen den beiden entwickelt sich eine verzweifelt-intensive Beziehung. Unterdessen eskaliert daheim die Gewalt, und Hadleys Strategie, nichts preiszugeben, greift nicht mehr. Doch auch als es zur Katastrophe kommt, schweigt sie ...

»"Das sind die Themen, die unsere Jury bewegen", so Ulrike Mensching vom "Buxtehuder Bullen"«

NDR Kultur (04. September 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Isabel Abedi
Originaltitel: Now Is Everything
Originalverlag: Harper Collins
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16487-7
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Jetzt ist alles, was wir haben

Von: Anja Druckbuchstaben

05.08.2019

"Sie beide vergiften mich, Stück für Stück, und lassen mich auf molekularer Ebene zu etwas anderem mutieren." (S. 52) Der Einstieg in das Buch erfolgt in der Gegenwart, in der Hadley sich aktuell befindet. Das bedeutet die Geschehnisse, die im Buch beschrieben werden, hat sie alle schon hinter sich. Im Laufe des Buches ist es also die Aufgabe des Lesers, sich ein Gesamtbild zu verschaffen, um herauszufinden, was hier eigentlich passiert ist. Die Kapitel wechseln zwischen Szenen aus der Gegenwart und der Vergangenheit. Zwischendurch sind immer wieder einzelne Verhöre eingeschoben, in denen Personen über Hadley ausgefragt werden. Schon von Beginn an war mir klar, dass Hadley mit ihren Eltern (speziell ihrem Vater) ein sehr schweres Los gezogen hat. Sie leidet unter psychischer und körperlicher Gewalt. Ihre eigenen Bedürfnisse werden völlig unterdrückt und ihr bleibt nichts anderes übrig als sich in ihr Schicksal zu fügen. Also spielt sie mit, im wahrsten Sinne des Wortes. Diese ständige bedrohliche Atmosphäre und der Druck, dem Hadley ausgesetzt ist, war für mich deutlich spürbar. Der Schreibstil der Autorin hat mich dahingehend sehr beeindruckt. Obwohl es sich um ein sehr ernstes Thema handelt und die Situation ein um's andere Mal eskaliert, liest sich das Buch sehr angenehm und unterhaltsam. Zur Mitte des Buches wird deutlich, wie extrem brutal und unberechenbar Hadleys Vater ist. Bis hierhin dachte ich, dass es sich weitestgehend um psychische Gewalt handelt, aber da habe ich mich getäuscht. Ich war wirklich geschockt. "Es stimmt wirklich, dass unsere Augen die Fenster der Seele sind. Wenn du ein schlechter Mensch bist, kannst du es nicht verstecken. Es steht dir ins Gesicht geschrieben, offen für alle. Man muss nur wissen, worauf man zu achten hat." (S. 117) Als Charlie in das Leben von Hadley tritt, hat sie endlich etwas ganz für sich. Auch wenn es sehr riskant ist, will sie ihn nicht einfach aufgeben. Das hat mich sehr für sie gefreut. Hadley ist eine so gute Schauspielerin und ihre Eltern so angesehen, dass sie die Misshandlungen über Jahre verbergen kann. Sie hat diese Show nahezu perfektioniert und doch beginnt die Fassade zusehends zu bröckeln. Aber erst als Hadleys Schwester Lila vermehrt Opfer ihres Vaters wird, fühlt sich Hadley so in die Enge getrieben, dass sie einen sehr schlimmen Plan schmiedet. Ich hätte mir für Hadley gewünscht, dass sie den Mut findet, sich jemandem anzuvertrauen. Denn genau das ist es, woran die Autorin im Nachwort appelliert. Es gibt durchaus Personen in ihrem Umfeld, die dafür in Frage kämen. Die Auflösung hat mehr mit Zufall zu tun als mit einer bewussten Entscheidung, das fand ich etwas ernüchternd. Fazit: Die Geschichte von Hadley hat mich schockiert und wütend gemacht, aber auch extrem gut unterhalten. Ich habe an den Seiten geklebt und konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Die Autorin hat ein geschicktes Händchen dafür, ein extrem ernstes Thema, so unterhaltsam, aufwühlend und spannend zu verpacken. Ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite.

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Ein Roman, der spannend und rührend zugleich ist.

Von: Luluminati aus Davos, Schweiz

21.07.2019

Auch wenn ich jetzt noch an die Geschichte zurückdenke kommen mir fast die Tränen, denn die Geschichte über Hadley ist kein Zuckerschlecken. Wenn man ein Buch sucht ohne jegliche Tiefe, ist man bei diesem hier an der falschen Adresse. Dieser Roman hier ist nämlich die perfekte Mischung zwischen Romantik, Spannung, Tragik, Dramatik und besitzt genau den richtigen Tiefgang. Aber er ist auch so nerventreibend, wie das Cover schön ist. So sehr sogar, sodass ich jetzt noch das flaue Gefühl in meinem Magen spüre, wenn ich daran zurückdenke. Amy Giles hat in ihrem Buch ein sehr wichtige und tieftrauriges Thema aufgegriffen, dass den Leser einfach nur rührt und vielleicht dem einen oder dem andern die Augen öffnet.Die Geschichte um Hadley ist wirklich sehr spannend aufgebaut. Sie ist in zwei Teile aufgeteilt: in den „Jetzt-Teil“ und den „Damals-Teil“. Der „Damals-Teil“ bildet dabei den Hauptteil der Geschichte und der „Jetzt-Teil“ wird in Einschüben in die Geschichte eingebracht, bis sich der „Damals- und der Jetzt-teil“ vermischen. Durch diese Aufteilung wird der Roman noch spannender, als er sowieso schon ist. In den „Jetzt-Teilen“ werden immer wieder Verhörungen eingebaut. Diese zeigen dem Leser von welchen ernsten Situationen der Roman handelt. Auch wird dadurch noch mehr Spannung eingebaut. Diese Spannung steigert sich immer weiter, bis sie in einem phänomenalem Spannungspunkt fast schon explodiert. Die Geschichte wird so spannend erzählt, dass dem Leser gar nichts anderes übrig bleibt, als mitzufiebern. Denn man kann Hadley mit der Situation einfach nicht alleine lassen. Die Autorin beschreibt alles sehr geheimnisvoll, sodass der Leser selbst gezwungen wird die Augen offen zu halten, trotzdem ist ihr Schreibstil flüssig und man kann sich schnell mit Hadley identifizieren, auch wenn man ihre Beweggründe noch nicht kennt. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass Amy Giles schon von Beginn an Spannung aufbaut. Denn der Roman beginnt gleich mit dem ersten „Jetzt-Teil“. Doch wird dabei noch nicht viel verraten. Amy Giles lässt ihre Leser absichtlich im Dunkeln tappen, bis nach und nach Fakten und Geheimnisse gelüftet werden. In „Jetzt ist alles, was wir haben“ geschieht so viel Tragisches, dass der romantische Teil fast schon ein bisschen in den Hintergrund rückt. Er ist da, das lässt sich nicht beschreiten. Doch ich hätte mir mehr Gefühle gewünscht, vor allem zu Beginn des Buches. Sobald Hadley und Charlie in einer festen Beziehung sind wird es romantisch, doch der Weg dahin wird kaum mit Gefühlen beschrieben und bleibt daher ein bisschen kühl. Trotzdem tut es der Spannung keinen Abzwang. Was mir wiederum sehr gefiel, wie die sonstigen Gefühle der Protagonistin beschrieben wurden, denn auch wenn man nicht immer alle Hintergründe kannte, wurde man von ihren Gefühlen und den daraus resultierenden Handlungen, zwar auch geschockt, doch hauptsächlich gefesselt und mitgerissen. Man konnte sie verstehen, was mir als Meisterwerk erscheint, wenn man bedacht, dass viele Hintergründe nicht preisgegeben wurden. Die Beschreibungen machten Hadley und Charlie zu Personen, die man einfach nur lieben mussten. Auch wenn sie nicht immer fehlerfrei sind. Der Roman lässt sich sicherlich Jedem empfehlen, der Spannung liebt. Den es herrscht unbestreitbare Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Auch für Romantik-Fans ist er sicherlich sehr empfehlenswert. Doch man sollte sich bewusst sein, auch mal zu den Taschentüchern greifen zu müssen. Denn die Geschichte um Hadley ist einfach nur traurig und rührend. Vor allem, weil sie sehr realitätsnah aufgebaut wurde. Alles in Allem ist dieser Roman sehr bewegend und regt zum nachdenken an. Sehr empfehlenswert!

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Vita

Amy Giles ist Werbetexterin und hat Texte für alles geschrieben, von Frühstückflocken-Spots über animierte Webisoden bis hin zu klassischen Anzeigen und Katalogtexten für Anglerprodukte. Ihre wahre Leidenschaft gilt jedoch dem Schreiben von Romanen für Jugendliche. Sie lebt auf einer lang gestreckten Insel namens Long Island mit ihrem Mann, ihren zwei Töchtern im Teenageralter und einem Rettungshund. Jetzt ist alles, was wir haben ist ihr erster Roman.

amygiles.net/

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Isabel Abedi

Isabel Abedi wurde in München geboren, wuchs in Düsseldorf auf und arbeitete nach dem Abitur zunächst in Los Angeles. Sie machte eine Ausbildung als Werbetexterin und arbeitete 13 Jahre in diesem Beruf. Immer schon wollte sie jedoch Bücher schreiben und heute ist sie Autorin zahlreicher sehr erfolgreicher Bücher für Kinder und Jugendliche. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

www.isabel-abedi.de

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Pressestimmen

»Wer diesen Preis gewinnt, hat es als Autor geschafft, junge Leser zu erreichen«

NDR Kultur (04. September 2019)

»Kalt lässt dieses brutal ehrliche, aber mit leisen Worten geschriebene Buch niemanden!«

Goslarsche Zeitung (09. Oktober 2018)

»Viel Zuspruch für das 1. Literarische Jugendquartett. [...]Die 200 durchweg jugendlichen Zuhörer lauschten gebannt einer Passage aus Amy Giles' Roman«

Süddeutsche Zeitung (04. Dezember 2018)

»Amy Giles hat ein aufrüttelndes Jugendbuch über familiären Missbrauch geschrieben.«

Kölner Stadt-Anzeiger - Magazin (01. März 2019)

»Amy Giles schafft es, das Thema Kindesmisshandlung - durch körperliche Gewalt und psychischen Druck - in eine angemessene Form für Jugendliche Leser zu bringen.«

Buch Magazin (01. Dezember 2018)

»Laute Stimmen, mehr Vielfalt: Ernste Themen sind gefragt.«

Buchreport (29. September 2018)

»Volle Punktzahl für dieses spannende, aber auch beklemmende und aufwühlende Porträt einer Familie, die nach außen hin genauso perfekt wie innendrin kaputt ist.«

Alliteratus (01. August 2019)

»Was für ein emotionales Meisterwerk! Ich war vollkommen gefangen in diesem packenden und spannenden Roman.«

»Dieses Buch ist nichts für jemanden, der eine kitschige Lovestory lesen möchte, aber wenn du erfahren willst, wie stark Liebe sein kann, lies dieses Buch!«

»Das Buch ist der Wahnsinn! Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und habe es an einem Tag gelesen!«

»Dies ist ein Buch, über das ich noch eine Zeit lang nachdenken werde, aber auch eines, das ich unbedingt weiterempfehlen will!«

»Solch ein Lesegenuss ist von großer Seltenheit.«

»Gewalt innerhalb der Familie ist ein hochaktuelles Problem. (…) Obwohl das Thema alles andere als einfach ist, ist das Buch absolut spannend, mitreißend und realistisch!«

Radio Euroherz (17. März 2019)

»Ein starkes Buch zu dem schwierigen Thema. Es macht Mut Hilfe zu suchen. Denn: Gewalt muss keiner dulden. Sehr beeindruckend und empfehlenswert!«

Forum Lesen Nord des BLLV - Mittelfranken (06. Februar 2019)

»Amy Giles hat über ein sehr schwieriges und ernstes Thema geschrieben. Und hat das sehr gut herübergebracht.«

»Giles verpackt ihre Handlung in eine besonders spannende Geschichte, die einen bis zu letzten Seite nicht mehr loslässt.«

bn.bibliotheksnachrichten (01. Juni 2019)

»Eine supersüße Geschichte mit ganz viel Tiefgang und einer wichtigen Message.«

»Amy Giles Debüt ist ihr durch und durch gelungen. Eine sehr schöne Geschichte umhüllt von einer sehr düsteren Thematik. Von mir eine klare Empfehlung.«

»Sehr interessante, sympathische Charaktere und eine Handlung, die ich als spannend und sehr emotional empfunden habe, haben mir tolle, bewegende Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!«

» Mich konnte das Buch voll und ganz überzeugen und ich kann es jedem ans Herz legen. Ich gebe volle 5 Sterne.«

»Das Buch und der Schreibstil der Autorin konnten mich vollkommen überzeugen!«