Wann sind wir wirklich zufrieden?

Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Auf Basis der größten Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen

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Wann sind die Deutschen wirklich zufrieden?

Es gibt jede Menge Ratgeber, die Zufriedenheit versprechen: durch Meditation, bessere Ernährung, mehr Sport oder mehr Erfolg. Warum aber verspricht jedes Buch etwas anderes? Um gesichert zu erfahren, was zu Lebensglück verhilft, müssten eigentlich Tausende von Menschen jahrzehntelang befragt werden. Dabei gibt es diese Datenbasis schon: das sozio-oekonomische Panel – eine renommierte alljährliche Umfrage mit knapp 85.000 deutschen Teilnehmern, die seit 1984 läuft. Der Soziologe Martin Schröder hat sie im Detail ausgewertet und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen. Er kann so mit manchem Vorurteil aufräumen und anhand empirischer Daten zeigen, was uns wirklich zufrieden macht.

Das Buch enthält durchgehend Grafiken, die die Ergebnisse der Befragung darstellen.


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit zahlreichen Grafiken
ISBN: 978-3-570-10405-7
Erschienen am  16. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mythen und Fakten

Von: YukBook

12.04.2020

Deutschen wird oft nachgesagt, dass sie viel jammern und zu Pessimismus neigen. Dabei geben sich über die Hälfte der Deutschen bei der Frage, ob sie zufrieden mit ihrem Leben sind, 80 und mehr von 100 Punkten. Diese und noch viele weitere überraschende Erkenntnisse präsentiert Martin Schröder in diesem Buch. Dafür hat der Soziologie-Professor eine Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen zu Themen wie Familie, Arbeit, Freizeit und Gesundheit detailliert ausgewertet und die Daten zusammengefasst. Manches Ergebnis ist ziemlich ernüchternd, zum Beispiel, dass Enkel, Kinder und Großeltern kaum zur Lebenszufriedenheit beitragen oder dass Väter zufriedener sind, je länger sie arbeiten. Andere Vermutungen haben sich für mich bestätigt, beispielsweise dass Gesundheit und soziale Kontakte einen hohen Stellenwert einnehmen. Manche Zahlen machten wir deutlich, dass die Medien mir ein verfälschtes Bild vermitteln, zum Beispiel dass Pendeln unglücklich mache. Ich war nicht nur über viele Ergebnisse erstaunt, sondern auch fasziniert, wie akkurat Martin Schröder bei der Auswertung vorging und mögliche Störfaktoren heraus rechnete, die die Effekte beeinflussen könnten. Da ich kein Zahlenmensch bin, war ich dankbar, dass er die zahlreichen Grafiken textlich erläutert und das Wesentliche zusammenfasst. Mit Beispielen aus seinem eigenen Bekanntenkreis lockert er seinen Text auf und schreibt witzig und selbstironisch, an manchen Stellen nicht ganz flüssig. Am Anfang war ich skeptisch, ob sich so etwas wie Zufriedenheit und Glück in reinen Zahlen ausdrücken lässt und ob es dem Leben nicht jeglichen Zauber nimmt. Doch genau darum geht es in dem Buch: Glauben von Irrglauben zu unterscheiden und mit weit verbreiteten Mythen aufzuräumen. So war einer der größten Aha-Effekte für mich, dass wir Menschen uns oft nicht so sehen, wie wir wirklich sind, sondern wie wir uns sehen wollen, weil wir es für wünschenswert oder moralisch richtig halten. Inmitten einer Flut von teils widersprüchlichen Ratgebern, die ein glücklicheres Leben versprechen, gibt Martin Schröder einen interessanten Einblick, was die Menschen in Deutschland tatsächlich zufrieden macht.

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Vita

Martin Schröder, geboren 1981, ist Professor für Soziologie an der Universität Marburg. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch Auftritte in den Tagesthemen, Stern TV oder RTL News bekannt. Er schreibt regelmäßig für Der Spiegel und FAZ. 2018 erschien sein Buch "Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem ständig von Krisen reden" (Benevento).

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