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Neuntöter

Gekürzte Lesung mit Friederike Kempter

Kundenrezensionen (40)

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Hörbuch MP3-CD (gek.) ISBN: 978-3-8371-3341-7

Erschienen: 29.02.2016
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Es wurde Abend. Es wurde Morgen. Und niemand fand sie.

Berlin, Potsdamer Platz. Auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Fallanalystin Emma Carow wird schnell klar, dass dieser Fall entscheidend für ihre Karriere ist. Doch je tiefer sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.

„Fantastisch, wie Sprecherin Friederike Kempter die Emotionen mit ihrer Stimme intensiviert.“ www.audio-kritiken.de über Wake

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 12h 47)

Ule Hansen (Autor)

Ule Hansen ist das Pseudonym eines Berliner Autorenduos. Astrid Ule ist zudem Lektorin, Eric T. Hansen freier Journalist. Gemeinsam haben Sie bereits mehrere Dreh- und Sachbücher verfasst. Sie teilen eine Leidenschaft für nächtliche Gespräche bei gutem Whisky, exzentrische Halloweenpartys und ziellose Streifzüge durch die vergessenen Ecken der Stadt. NEUNTÖTER ist ihr erster Thriller.


Friederike Kempter (Sprecherin)

Friederike Kempter, geboren 1979 in Stuttgart, absolvierte von 2003 bis 2006 eine Ausbildung an der Schauspielschule "Der Kreis" (Fritz-Kirchhoff-Schule) in Berlin. In "Zwei vom Blitz getroffen" spielte sie im Jahr 2000 neben Mariele Millowitsch eine Hauptrolle. Dem Fernsehpublikum bekannt ist Friederike Kempter vor allem als Kommissaranwärterin Nadeshda Krusenstern an der Seite von Axel Prahl und Jan Josef Liefers im "Tatort" aus Münster sowie durch ihr Mitwirken im Ensemble von "Ladykracher" (2008–2012). 2011 trat Kempter in der Comedysendung "Die Wochenshow" bei Sat.1 auf. Seit 2012 ist sie in der ARD-Vorabendserie Heiter bis tödlich – Hauptstadtrevier zu sehen, in der Kempter eine Hauptrolle als Elitepolizistin spielt. Für die Nebenrolle der neurotischen Ausdruckstänzerin Julika in Jan-Ole Gersters Berliner Tragikomödie "Oh Boy" (2012) wurde sie für den Deutschen Filmpreis nominiert.

Hörbuch MP3-CD (gekürzt), 2 CDs, Laufzeit: ca. 767 Minuten

ISBN: 978-3-8371-3341-7

€ 16,99 [D]* | € 19,10 [A]* | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Random House Audio

Erschienen: 29.02.2016

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Mumien...

Von: parden Datum: 06.02.2017

www.litterae-artesque.blogspot.de/

"Carow, Sie sind der unglücklichste Mensch, den ich kenne..."


Es gibt die (Hör)-Bücher, die man mit einem Seufzer schließt. Bestenfalls mit einem Seufzer des Bedauerns, weil das Buch einen aus der ihm innewohnenden Welt entlässt, bevor man wirklich bereit dazu ist. Schlimmstenfalls, weil die Erleichterung groß ist, das Buch endlich beendet zu haben. Dieser Thriller gehört für mich leider zur letzten Kategorie - und der Seufzer war groß.

Beim Überfliegen der bisherigen Rezensionen hatte ich schon entdeckt, dass das Buch - und allen voran vermutlich die Ermittlerin Emma Carow - polarisiert. Von vollkommener Begeisterung bis zur absoluten Enttäuschung ist da alles dabei. Ich kann die enttäuschten Stimmen leider nur zu gut verstehen. Allein aufgrund des interessanten Tathintergrundes vergebe ich hier zwei Sterne statt einem, so viel schon einmal vorweg...

Zunächst einmal zum Fall selbst: mumienartig verpackte Leichen baumeln tagelang unentdeckt an einem Baugerüst - und als sich herausstellt, dass die Opfer davor schon etliche Tage noch lebendig mit dem Klebeband umwickelt waren und dadurch langsam verhungerten und verdursteten, hat der Täter seinen Spitznamen weg: 'Neuntöter'. Im Mittelalter glaubte man nämlich dass der so benannte Vogel, der seine Beutetiere auf Dornen aufspießt, zunächst neun Opfer sammelt, bevor er sie verspeist.


"Warum tötet ein Mörder seine Opfer nicht?"


Diese Frage beschäftigt das Berliner Team um die Fallanalystin Emma Carow, und noch eine Reihe anderer Fragen dazu. Wie beispielsweise schafft es jemand, unerkannt mehrere Leichen oben auf ein Gerüst zu wuchten und sie dann aufzuhängen? Was könnte das Motiv hinter den Morden sein? Waren das schon alle Opfer? Doch diese durchaus interessanten Fragestellungen und der eigentlich brisante Fall geraten rasch in den Hintergrund, denn hier geht es vor allem um eines: um Emma Carow.

Schwer traumatisiert seit einer Vergewaltigung mit 19 Jahren, kann sich Emma zwar in komplizierte Mörderseelen hineinversetzen, vor Menschen im Allgemeinen hat sie jedoch Angst. Und so tappt sie sozial inkompetent von einem menschlichen Fettnäpfchen ins nächste und hat es nur der Fürsprache ihres Chefs zu verdanken, dass sie nicht längst hat umschulen müssen. Im Laufe der Erzählung gerät der Fall tatsächlich immer wieder aus dem Fokus, und Emmas Leben und Entscheidungen stehen im Mittelpunkt. Ihr Umgang mit Männern beispielsweise oder die wiederaufkeimende Angst, nachdem ihr Vergewaltiger nach einigen Jahren in Haft wieder auf freien Fuß gesetzt wurde - noch dazu mit einer Buchveröffentlichung, in der es um genau diese Tat geht, geschildert aus der Sicht des Täters.


"Wenn Emma ihre Nichte anschaute, sah sie ein kuscheliges Bündel Vertrauen, das rein zufällig dem sexuellen Ideal der meisten Exhibitionisten, Voyeure, Vergewaltiger und Mörder entsprach."


Langatmig, langweilig, viel zu ausschweifend und teilweise wenig glaubwürdig - so empfand ich diese Passagen um die Person Emmas im Wesentlichen. Dazu kommt, dass ich etliche Schlussfolgerungen, die Emma bezüglich des Falls zieht, selbst nach mehrfachem Lesen z.T. nicht nachvollziehen konnte oder schlichtweg nicht verstand. Die Zufälle, die den Fall mit dem Privatleben Emmas verquickten, waren für mich ebenfalls des Guten eindeutlig zu viel. Und die Handlungen Emmas waren für mich darüberhinaus oftmals mehr als fragwürdig. Insgesamt empfand ich die Figur der Fallanalystin als schwer gestört und sehe hier bei aller vermeintlichen Genialität in ihrem Fach eher einen Fall für die Psychiatrie denn eine geeignete Person für den Kampf gegen die Kriminalität.

Der langatmige Effekt wurde dann für mich leider von der Lesung durch Friederike Kempter noch verstärkt. Seltsam distanziert selbst an spannenden Stellen empfand ich den Vortrag, so dass selbst heftige Szenen, an denen mal gebrüllt wurde, wenig glaubhaft wirkten. Für mich leider nicht die ideale Besetzung.

Ich gehöre jedenfalls zu denjenigen, denen sich der (geschürte) Hype um das (Hör)-Buch in keinster Weise erschließt. Von einem Thriller erwarte ich mehr: mehr Spannung, mehr Glaubwürdigkeit, mehr Authentizität, mehr Ausgewogenheit zwischen Fall einerseits und Ermittlerhintergründen andererseits. Für mich hatte das Ganze etwas von 'Durchquälen'. Sehr schade...


© Parden

Emma muss man einfach lieben!

Von: Kaisu Datum: 03.10.2016

life4books.blogspot.de

„Es wurde Abend, Es wurde Morgen, Und niemand fand sie. [Die] drei Leichen am Potsdamer Platz.“ (Klappentext)

Die Berliner Polizei bekommt einen äußerst ungewöhnlichen Fall aufgetischt: Da hängen doch tatsächlich drei Leichen in Form von Kokons ganz oben in einem Baugerüst. Einfach so. Und keiner hat was gemerkt. Oder besser gesagt, will etwas bemerkt haben. Dabei sind so gebündelte Menschenpaket in Panzertape gar nicht so einfach zu tragen. Wie soll das funktionieren? Einen Alleingang kann man eigentlich direkt ausschließen. Doch wer hat so gute Argumente, dass er für so eine Tat Helfer zusammentrommeln kann? Und wieso um alles in der Welt sind diese menschlichen Kokons bisher keinem aufgefallen? Vermisst niemand die Opfer darin?

Fragen über Fragen ploppen direkt in den ersten Kapiteln über einem auf und keine will man so recht beantworten können.

Doch dann taucht da Emma auf. Emma Carow. Ein Frau, die genauso verkorkst, wie der Fall selbst ist und der man direkt die Aufklärung zutraut. Nur irgendwie glaubt ihr Umfeld nicht so recht an sie. Die Fallanalystin ist zu eigen für ein „normales“ Arbeitsklima. Sie sticht daraus hervor wie ein bunter Vogel. Und das ist an dieser Stelle nicht einmal negativ gemeint. Man spürt, dass diese Frau schon einiges durchgemacht und nie verarbeitet hat. Es frisst sich innerlich in ihre Seele und beeinflusst ihr ganzes Leben und somit auch ihren Beruf.

Denn sie hat eine Art sechsten Sinn, was Serienkiller angeht.

Sie kann sich in sie hineinversetzen und verstehen. Das macht sie nicht unbedingt beliebter. Man glaubt man ihr nicht, da sie nicht immer all ihre Ideen oder Ansätze nachvollziehbar darlegen kann. Da sind es eher die Kollegen oder besser gesagt DER Kollege, der ihr den Rang abläuft und sich die goldenen Federn für den aktuellen Fall einzuheimsen wird. Wie soll man ihr auch vertrauen können, wenn sie Wege geht, die sich nicht gehen soll oder darf. Und vor allen, wenn man sie nicht kennt und weiß, woher sie diese Ahnungen hat?

Natürlich erfährt man ihre Geschichte und die ist nicht sonderlich rosig. Macht aber klar, warum die gute Emma so ist, wie sie ist. Gerade dieses eigensinnige und verdrehte, hat dafür gesorgt, dass ich sie ins Herz geschlossen und mitgefiebert habe, wenn sie mal wieder etwas macht, was „normale“ Menschen eben nicht machen. Selbst wenn das eigene Leben dabei abrupt enden könnte. Emma zieht ihr Ding durch. Teilweise mit Scheuklappen vor den Augen und nahe an der Selbstzerstörung. Aber irgendwo baummelt immer ein Rettungsanker und selbst für Emma gibt es einen, wenn auch dieser meist anders daher kommt, als man annehmen möchte.

Man merkt schon, dass mich die Hauptfigur Emma, sehr in ihren Bann gezogen hat.

Neben ihr tauchen natürlich noch zahlreiche andere Gesichter auf. Kollegen, Vorgesetzte, Opfer, Verwandte, Zeugen und Freunde. Die Übersicht verliert man dabei nie. Emma ist die ganze Zeit der rote Faden, auf den man sein Hauptaugenmerk gerichtet hat und die Nebencharaktere versuchen immer in bunten Farben bei ihr anzubandeln. Nicht alle schaffen das und das sollen sie auch nicht. Wer jedoch in ihr Visier gerät, wird gnadenlos bis zum Ende mitgeschleift und selbst wenn das nur gedanklich passiert.

Das Ende selbst kommt flott daher. Man ahnt es schon ein wenig, ab einem gewissen Zeitpunkt, Trotzdem ist es klasse erzählt und die Spannung, sowie Neugierde reißen bis zum letzten Wort der Sprecherin nicht ab. Welche übrigens in Form von Friederike Kempter (Kommissarin aus Münsteraner Tatort) klasse gewählt wurde und wie die Faust aufs Auge passt! Mein einziger Wermutstropfen ist der Weg, den das Ende geht. Er ist anders wie der Rest des Buches – irgendwie zu geradlinieg und vorhersehbar – etwas, was eben der Rest des Buches nicht macht. Hier hätte man konsequenter seinen Schreibweg gehen sollen.

Alles in allem empfehle ich dennoch aus vollstem Crime-Leserherzen dieses (Hör)Buch. Weil es einfach in Form von Emma aus der Reihe tanzt und anders ist. Eine Figur, die eben nicht den vorschriftsmäßigen Weg geht, starke Raucherin oder Alkoholikerin oder depressiv oder in einer Scheidungskrise ist. Sondern menschlich. Traumatisiert durch ein Erlebnis, was sie nie richtig verarbeitet hat. Und nie hat sie jemand richtig ernst genommen. Bis eben so ein fieses Neuntöter-Monster kommt und ihren inneren Dämonen an die Oberfläche lockt.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Von: Meike Blanke aus Bremen Datum: 13.05.2016

Buchhandlung: Horner Buchhandlung

Nochmals vielen Dank für diese spannende Thriller-Lektüre, die fesselnd geschrieben ist. Für sanfte Gemüter allerdings ist dies nicht die richtige Lektüre.

Von: Bettina Schmitt-Bauer aus Uettingen Datum: 21.03.2016

Buchhandlung: Spiel-Himmel

Der Thriller ist verstörend, faszinierend und sehr eindringlich. Ich habe davon geträumt - was mir äußerst selten passiert! Gibt es ein größeres Lob/Kompliment? Herzlichen Dank für das tolle Buch. Wir freuen uns auf mehr ;-)

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