Tagebuch meines Verschwindens

Psychothriller

Paperback
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Eine Tote, mitten im Wald. Getötet an dem Ort, wo vor Jahren das Skelett eines kleinen Mädchens lag. Ein cold case, der nie gelöst wurde. Wer sind die Toten? Was hat der spurlos verschwundene Kommissar mit ihnen zu tun? Und warum erinnert Profilerin Hanne sich an keine Ermittlungsergebnisse? Die Einwohner des kleinen trostlosen Omberg, das mitten zwischen dunklen Kiefernwäldern liegt, halten sich bedeckt. Doch niemand, nicht einmal die Polizei, kann der Wahrheit entkommen, die sich nach jahrelangem Schweigen bahnbricht…

»Ein raffiniert erzählter Thriller mit einem verblüffenden Schluss«

stern (07. November 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: HUSDJURET
Originalverlag: Wahlström & Widstrand
Paperback , Klappenbroschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 2 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71881-8
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ganz wundervoll düster!

Von: Micha More than words

01.12.2019

Da ich mit Begeisterung alle bisherigen Bücher von Camilla Grebe gelesen habe, war ich sehr gespannt auf "Tagebuch meines Verschwindens", das bei btb erschienen ist und wurde nicht enttäuscht. Die düsteren Farben, in denen das Cover gestaltet ist und die vorne in das Buch gezeichnete Karte von 'Ormberg', wo die Geschichte spielt, hat mich gleich an die Stimmung der Serie "Dark" erinnert. Alles dreht sich um Ormberg und um den Ormberg, denn hier wird - und damit beginnt die Geschichte - die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Um diesen alten Fall noch einmal aufzurollen, wird ein Ermittler-Team in den Ort geschickt, zu dem auch die Profilerin Hanne gehört, die wir aus Camilla Grebes Roman "Wenn das Eis bricht" kennen. Hanne leidet an beginnender Demenz und notiert alle ihre Beobachtungen in ein Tagebuch, das "Tagebuch meines Verschwindens", das für die weitere Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Lange Zeit suchen die Ermittler verzweifelt nach einer Spur. Eigentlich sind es nur einige Tage, die jedoch sehr detailliert abwechselnd aus der Perspektive von Hanne, der jungen Polizistin Malin und dem Jungen Jake erzählt werden. Diese sich abwechselnden Sichtweisen machen das Buch sehr lebendig und erzeugen auf knapp 600 Seiten eine soghafte Spannung. Ganz besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen, die Camilla Grebe in ihrem Buch schafft. Der Ort Ormberg liegt abgelegen in den riesigen Kieferwäldern. Es ist dort karg, es herrscht Arbeitslosigkeit und für viele auch Hoffnungslosigkeit und doch hält die Schönheit der Landschaft sie gefangen. Der Roman von Camilla Grebe ist genau das richtige Buch für graue Wintertage und sei allen LiebhaberInnen von skandinavischen Krimis wärmstens empfohlen.

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Aus Erinnerungen erschaffen

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe

07.11.2019

"Tagebuch meines Verschwindens" brilliert durch demenzielle Veränderungen, die dem Thriller ein ganz besonderes Gewand verpassen. Mir gefiel, die authentische Darstellung der Demenz, die Menschen in ihrem Wesen verändert. Es erscheint äußerst glaubwürdig und ist in meinen Augen der Aufhänger des Thrillers, wobei natürlich auch die Mordermittlungen eine große Rolle spielen und die Ermittler vor große Rätsel stellt. Flüchtlinge haben hier ebenfalls einen großen Stellenwert. Hinzu kommt Jake, der sich mit seinen eigenen Gedanken und Ängsten plagt. Mailin aber durch das Tagebuch immer näher kommt. Das Tagebuch zu nutzen, um mehrere Lebensgeschichten miteinander zu verknüpfen, ist wirklich hochkarätig. Für mich ist es der erste Thriller der Autorin den ich las, aber da mir der Schreibstil und die Hochspannung auf über 600 Seiten sehr gefallen hat, werde ich wohl des öfteren auf Camilla Grebe zurückkommen. Zudem mag ich schwedische Krimis oder Thriller, da mir das Land sehr zusagt. Bisher wurde ich selten enttäuscht, was Land und Leute betrifft. Das Cover selbst wirkt düster und das Medallion in den toten Händen bekommt eine ganz eigene Bedeutung. Weshalb hat Malin dieses um den Hals? Es ist der zweite Teil einer Thrillerreihe, in der die Protagonistin Hanne persönlich involviert wird. Es ist erschreckend und dennoch wirkt es glaubwürdig am Ende. Manche Geheimnisse müssen irgendwann ans Licht kommen, sonst sind Lebenslügen erdrückend und überschatten das Miteinander zutiefst. Hanne wird letztendlich mit einer schmerzhaften Wahrheit konfrontiert, die ihre Liebe zu ihrer Mutter in den Grundfesten erschüttern wird. Es gibt viele Verdachtsmomente, die lediglich dem Leser / der Leserin vorherbestimmt sind und als es sich bestätigt, wird dieses zu einem Moment der Erkenntnis. Der Thriller "Tagebuch meines Verschwindens" beinhaltet jede Menge Raum für eigene Interpretation, wobei die Autorin es scheinbar genießt, zu verwirren und eigene Grenzen zu erkennen. Es ist nicht nur die Demenz die einfließt, sondern auch Fremdenhass und der Umgang mit Menschen mit einer Behinderung. Alles Dinge, die nachdenklich stimmen. Erschreckend ist, das der wahre Wert eines Menschen, der nicht unserem Land entstammt wie ein Haustier gehalten wird. Es erschüttert mich zutiefst. Insgesamt gesehen liefert der Thriller, echte Schauer aus Abschau über meinen Rücken, da ich Denken und handeln nicht verstehe. Ich war dennoch fasziniert, wie so viele unterschiedliche Probleme innerhalb eines Thrillers zu einem Buch werden, welches keine Fragen offen lässt und Stück für Stück einen Mord entschlüsselt. Die Seiten waren schnell gelesen und das jede Seite brachte mich dem Ziel, die Wahrheit zu erkennen einen Schritt näher. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich "Tagebuch meines Verschwindens" mehr als zufrieden gestellt besendet habe.

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Vita

Camilla Grebe, geboren 1968 in Älvsjö in der Nähe von Stockholm. Sie studierte an der Stockholm School of Economics, hat den Hörbuchverlag »StorySide« gegründet und betreibt ein Beratungsunternehmen. Gemeinsam mit ihrer Schwester schrieb sie die erfolgreiche Krimi-Reihe um die Stockholmer Psychotherapeutin Siri Bergman. »Wenn das Eis bricht« war ihr erster eigener Roman, der für seine einzigartige Stimme in der Presse hochgelobt wurde. »Tagebuch meines Verschwindens« wurde mit dem Skandinavischen Krimipreis ausgezeichnet. Camilla Grebe lebt mit ihrer Familie in Stockholm.

Zur AUTORENSEITE

Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

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Pressestimmen

»Camilla Grebe verbindet auf ungewöhnliche Weise das Genre des Psychothrillers mit dem Psychogramm einer zerbrechlichen Gemeinschaft."«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rose-Maria Gropp (02. September 2019)

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