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Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten Roman

Commissaire Le Floch-Serie (2)

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19160-3

NEU
Erschienen:  19.03.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Commissaire Nicolas Le Floch soll im Auftrag des Polizeipräfekten einen heiklen Fall aufklären: Der ältere der beiden Söhne des Grafen de Ruissec ist in seinem Zimmer tot aufgefunden worden. Neben ihm liegen eine Pistole und ein Abschiedsbrief. Die Leiche des Selbstmörders sieht seltsam aufgebläht und entstellt aus. Dennoch geht der Vater von einem Selbstmord aus. Die Mutter des Verstorbenen ist jedoch anderer Meinung als ihr Mann und will unbedingt den Commissaire sprechen, und zwar heimlich in einem Kloster. Unmittelbar vor dem Treffen findet sie in einem geheimnisvollen Brunnen ihr Ende.

Die gefährlichen Recherchen führen den jungen und sympathischen Nicolas Le Floch diesmal in die Welt des Theaters, der Klöster und des Hofes von Versailles.

HISTORISCHE KRIMIS UM COMMISSAIRE LE FLOCH

Commissaire Le Floch-Serie

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Jean-François Parot (Autor)

Jean-François Parot, 1946 geboren, studierte an der Sorbonne in Paris Geschichte und Ethnologie, absolvierte eine Ausbildung als Ägyptologe und spezialisierte sich auf das 18. Jahrhundert. 1969 verfasste er eine Arbeit über die Strukturen dreier typischer Pariser Stadtviertel der Aufklärungsepoche. Nach dem Militärdienst schlug er die diplomatische Laufbahn ein. Seine Romanreihe um Commissaire Le Floch wurde nicht nur in Frankreich, sondern auch in vielen anderen Ländern ein großer Bestseller-Erfolg. Jean-François Parot lebt heute in Guérande, Bretagne.

Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn
Originaltitel: L'Homme au Ventre de Plomb
Originalverlag: JC Lattès

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-19160-3

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

NEU
Erschienen:  19.03.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Paperback)

Noch besser als der erste Band!

Von: Kim F Datum: 09.04.2018

https://einhausvollerbuecher.blogspot.de/

Paris, 1761: Der Pariser Polizeikommissar Nicolas Le Floch ermittelt in seinem zweiten Fall. Der Graf de Ruissec und seine Frau begleiten gerade Madame Adélaïde, die Tochter des Königs Ludwig XV., in die Oper, die auch Le Floch aus dienstlichen Gründen besucht, als die Familie vom vermeintlichen Selbstmord ihres Sohnes, dem Vicomte de Ruissec, erfährt. Le Floch untersucht gemeinsam mit seinem Vorgesetzten de Sartine die Leiche des Vicomte, der mit einer Pistole und einem Abschiedsbrief in seinem Zimmer aufgefunden wurde, das Gesicht seltsam entstellt. Während alles zunächst nach Selbstmord aussieht, geht Nicolas von Mord aus, wie auch scheinbar die Mutter des Toten, die Nicolas allein treffen will. Kurz vor dem Treffen stirbt sie jedoch in einem Brunnen...

Den im letzten Jahr auf Deutsch erschienenen ersten Fall von Nicolas Le Floch habe ich bereits mit sehr großem Vergnügen gelesen, da durfte selbstverständlich auch nicht der gerade veröffentlichte zweite Band fehlen, der sich sogar als noch ein wenig besser als der schon tolle erste Teil herausstellte. Der Kriminalfall ist erneut überaus spannend und fesselnd, man kann wunderbar mit Nicolas über das gesamte Buch hinweg mitknobeln, da man zwar einzelne Ideen bekommt, wer in den Fall verwickelt ist, aber bis zum Ende das Ausmaß des Falls nicht erraten kann. Außerdem lebt das Buch wieder von seiner sympathischen Hauptfigur, die man unheimlich gern auf ihren Ermittlungen begleitet. Nicolas‘ Privatleben und seine Vorgeschichte spielen diesmal eine untergeordnete Rolle, wie auch generell die Handlung des ersten Teils nicht wichtig für das Verständnis des zweiten Bandes ist. Den ersten Fall würde ich trotzdem vor diesem hier lesen, da man sich sonst ein echtes Lesevergnügen vorenthält.
Was Parot ebenso wieder herausragend gelingt, das ist die sehr detailreiche und gut recherchierte Darstellung des Paris im 18. Jahrhundert. Nicolas ist mehrmals am Hof von Versailles, den man mit all seinen Prunkbauten und weitläufigen Gärten und Wäldern vor seinem geistigen Auge auferstehen sieht. Genauso detailliert beschreibt der Autor das schmutzige Paris, seien es Opernhäuser, Kirchen, die Polizeigebäude und Gefängnisse, die Welt der Reichen und die Welt der Armen. Man bekommt einen Einblick in die medizinische Vorgehensweise, die Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei, die oftmals durch Machtinteressen eingeschränkt sind, und auch einen Überblick über die Geschichte Frankreichs zu dieser Zeit wie auch die Königsfamilie. Dabei merkt man dem Autor eindeutig an, dass er Historiker ist. So gut recherchiert habe ich eigentlich noch nie den historischen Kontext eines Kriminalromans erlebt. Vorkenntnisse zur damaligen Zeit helfen bei der dichten Handlung und all den auftauchenden realen Personen ungemein.
Diese werden glücklicherweise aber auch im Anhang vorgestellt, was wirklich dazu beiträgt, dass man den Überblick behalten kann. Ebenso werden einzelne Begriffe erläutert. Vor dem Text findet man zudem noch eine Übersicht über die fiktiven Personen, die im Roman eine Rolle spielen. Wem dies an Zusatzinformationen noch zu wenig ist, dem wird noch ein toller Einband geboten. Das ansprechend gestaltete Cover zeigt bereits einen Auszug aus einem historischen Stadtplan von Paris, der auf den Innenseiten des Einbands noch ausführlicher zu sehen ist und Paris um 1761 mit für die Handlung wichtigen Gebäuden zeigt. Man bekommt somit ein rundum überzeugendes Gesamtpaket geboten.

Fazit

Auch dieser zweite Fall von Nicolas Le Floch überzeugte mich auf ganzer Linie. Der Kriminalfall lädt zum spannenden Mitknobeln ein. Durch die detaillierte Darstellung des historischen Kontextes versinkt man im Paris des 18. Jahrhunderts und scheint selbst durch Versailles zu spazieren. Der dritte Teil der Reihe soll im Herbst endlich auf Deutsch erscheinen, ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf ihn!

"Zögern Sie nicht, Minen zu legen [...]."

Von: Travel Without Moving Datum: 04.04.2018

www.travelwithoutmoving.de

"Zögern Sie nicht, Minen zu legen, aber lösen Sie keine Explosion aus ohne meinen ausdrücklichen Befehl." (Seite 48)

Oktober 1761: Commissaire Nicolas Le Floch ist aus dienstlichen Gründen in der Pariser Oper: Der Polizeipräfekt Monsieur de Sartine hat ihn beauftragt, den Saal zu überwachen, da Madame Adélaïde, die Tochter des Königs Louis XV, mit ihrem Gefolge anwesend ist und die Königsfamilie nach einem Attentat auf Louis XV in Angst lebt.

Am Ende des zweiten Aktes wird es in der Königsloge unruhig, und bald stellt sich heraus, dass der Comte und die Comtesse de Ruissec, die beide in der Oper anwesend sind, eine sehr aufwühlende Nachricht erhalten haben: Ihr ältester Sohn Vicomte Lionel war am Abend nach Hause gekommen, sofort in sein Zimmer gegangen und hatte sich darin eingeschlossen. Kurz darauf hatten die Diener einen Schuss gehört.

Vieles deutet auf einen Suizid hin, und einer der Diener erzählt, dass der Vicomte schon seit 20 Tagen Suizidgedanken geäußert hätte. Doch es gibt auch Auffälligkeiten, die für Le Floch nicht ins Bild passen, und sein Gefühl sagt ihm, dass sie es hier mit einem Mord zu tun haben.

De Sartine glaubt nicht an einen Mord und will sich aus der gesamten Angelegenheit - aufgrund der Nähe zum Königshaus und einem damit zusammenhängenden Interessenkonflikt - so weit wie möglich heraushalten, so dass er Le Floch den Fall überträgt und ihm freie Hand gewährt, um den Fall zu lösen.

Ich kenne Paris gut, liebe die Stadt sehr und interessiere mich schon seit Kindheitstagen für das vorrevolutionäre Frankreich des Absolutismus, und so hat mich schon ‚Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel‘, der erste Band der Reihe, vollauf begeistern können.

Auch ‚Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten‘ ist von Anfang bis Ende gelungen, versetzt den Leser glaubhaft ins 18. Jahrhundert und nach Paris, vermittelt Wissen zum Alltag der Armen und der Reichen unter Louis XV und unterhält auf perfekte Weise.

Jean-François Parot, Historiker und Experte für das 18. Jahrhundert, entführt den Leser in das Paris der gepuderten Perücken und der schier unerträglichen Gerüche, der Peinlichen Befragungen und der zahllosen Toten in der Seine, der Oper und der Commedia dell‘arte, der bitteren Armut und des Elends, des unermesslichen Reichtums und der absolutistischen Herrscher, der Jagd und der Bordelle.

Auch der Kriminalfall ist spannend, klug konstruiert und glaubwürdig, doch auch mit einem weniger ausgefeilten Fall wäre das Buch meiner Meinung nach ein Pageturner und eine besondere Buchempfehlung, denn Parot ist einfach ein Meister der stimmungsvollen Beschreibungen und nimmt den Leser mit durch die stinkenden, elenden Straßen Paris‘ und an den Versailler Königshof.

Ich freue mich schon auf den dritten Band der Reihe und hoffe zudem, dass es neben den Büchern auch bald Hörbücher zu den Romanen geben wird.

Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten. Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Blessing, 2018, 415 Seiten; 17 Euro.

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