Die Unglückseligen

Roman

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Der große Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit

Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis. Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland.

In ihrem ersten Roman seit "Die deutsche Seele" nimmt Thea Dorn uns mit in die Extreme moderner Biomedizin und zieht uns zugleich in die Untiefen einer romantischen Seele. „Die Unglückseligen“ ist ein großes Lese- und Erkenntnisvergnügen, in dem sich die lange Tradition des Fauststoffes zeitgemäß spiegelt.

"Ein Paukenschlag in der deutschen Gegenwartsliteratur."

ARD "Druckfrisch", Denis Scheck (21. Februar 2016)

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ISBN: 978-3-641-16585-7
Erschienen am  26. Februar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein Buch für den Deutschunterricht

Von: Johannes Mirus

07.05.2018

Das ist mal ein harter Brocken. Etwas, das man vielleicht in ein paar Jahren im Deutschunterricht lesen muss. Thea Dorn gelingt es, mit der deutschen Sprache so gekonnt zu spielen, sie bringt so viele Facetten in eine eigentlich flache Handlung, dass man die über 500 Seiten gebannt liest. Man muss aber reinkommen. Gleich zu Beginn überrascht eine altertümliche Sprache und auch später ist das Buch keine leichte Kost. Leichter machen es einem auch nicht die Protagonisten, die ziemlich unsympathisch sind. Trotzdem möchte man wissen, was das jetzt alles soll, was sich hinter den Einschüben verbirgt und ob sich das größte Geheimnis der Menschheit lösen lässt. Es hat sich gelohnt, das Buch zu lesen.

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Nie war der Spruch "Carpe diem!" passender

Von: Alexandra (The Read Pack)

08.04.2016

Betrachtet man das Altern als Krankheit, so ist es eine Krankheit mit verheerender Bilanz: Eine Krankheit mit einer Erkrankungsrate von 100% und einer langfristigen Morbidität von ebenfalls 100%. Kurz gesagt: früher oder später erwischt’s uns alle. Für Dr. Johanna Mewet gibt es nichts wichtigeres, als dieser widersinnigen und trostlosen Spirale zu entfliehen. Die Molekularbiologin möchte ein Rezept gegen das Altern entwickeln. Wie passend, dass sie an der Supermarktkasse ausgerechnet Johann Wilhelm Ritter in die Arme läuft; Physiker, geboren im Jahr 1776 und höchst lebendig. Das Zusammentreffen dieser beiden (äußerst unterschiedlichen) Charaktere bringt Ereignisse in Gang, die irgendwo zwischen modernster Gentechnik und Fauststoff liegen. Diese wilde Mischung aus aktuellen, wissenschaftlichen Themen und klassischem Kammerstück hat mich wirklich begeistert. Anfangs war es durchaus ein Ringen, die Geschichte gibt sich nicht kampflos hin, hat man sich jedoch erst einmal in den eigenwilligen Erzählton und die absurden Entwicklungen eingelesen, will man immer mehr. Die Vielfalt die sprachlich und erzählerisch geboten wird, sucht wirklich ihres Gleichen. Im Großen und Ganzen wechseln nur zwei Perspektiven ab: die moderne, wissenschaftliche Sicht von Johanna steht im Kontrast zur klassischen, gottesorientierten Weltsicht Ritters. Neben diesen beiden Polen gibt es jedoch noch eine markante dritte Stimme: der Teufel kommt höchstselbst zu Wort. Die Abschnitte Ritters und des Teufels wirken recht verschlungen, wie aus einem alten Drama entnommen und zum Teil in Reimform gehalten. Der Teufel ist zudem mehr kommentierende Stimme, bringt Denkanstöße und neue Sichtweisen. Die Handlung bewegt sich nur in den Abschnitten Johannas und Ritters voran. Als wäre all das nicht genug, wird es noch ergänzt durch Einschübe in Form eines Theaterstückes, Beobachtungen einer Fledermaus und Auszüge aus Ritters Buch. Diese Vielfalt kann wohl schnell als „zu viel“ empfunden werden. Mir hat sie wunderbar gefallen. Allgemein glaube ich, dass „Die Unglückseligen“ die Leser schnell in absolute Begeisterung und absolute Abneigung aufspaltet. Die Handlung regt zum Denken an über (Un)Sterblichkeit, Lebensziele und die (engen) Grenzen der menschlichen Einsicht. Im Verlauf der Handlung werden die Grenzen der Logik mehrmals gedehnt, zum Teil gesprengt. Für mich las sich all das, wie ein irrer Fiebertraum einer ambitionierten Biologin. Insgesamt ergibt Thematik und Handlung (für mich) jedoch ein stimmiges und beeindruckendes Bild. Für mich ein Buch, dass definitiv im Kopf bleibt, zum Nachdenken anregt und ein besonderes Gefühl hinterlässt, 5 von 5 Sternen dafür. Nie war der Tapetenspruch „Carpe diem!“ so passend wie nach der Lektüre dieses Buches.

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Vita

Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin. Sie schrieb preisgekrönte Romane (zuletzt »Die Unglückseligen«), Theaterstücke, Drehbücher und Essays. 2011 veröffentlichte sie (zusammen mit Richard Wagner) »Die deutsche Seele«, eine enzyklopädische Kulturgeschichte des Deutschen von Abendbrot bis Zerrissenheit. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied im »Literarischen Quartett«. Thea Dorn lebt in Berlin.

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Events

15. Jan 2019

Vortrag und Gespräch mit Thea Dorn und Christian Ude

19:00 Uhr | München | Lesungen & Events
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23. Jan 2019

Thea Dorn im Gespräch mit Denis Scheck im Rahmen von "das salonfestival"

19:30 Uhr | Berlin | Lesungen & Events
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29. Jan 2019

Thea Dorn im Gespräch mit Bettina Böttinger im Rahmen von "das salonfestival"

19:00 Uhr | Köln | Lesungen & Events
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05. Mär 2019

Vortrag und Gespräch

19:30 Uhr | Rehburg-Loccum | Lesungen & Events
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06. Mär 2019

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19:30 Uhr | Lesungen & Events
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12. Mär 2019

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19. Mär 2019

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19:30 Uhr | Verl | Lesungen & Events
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25. Mär 2019

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28. Mär 2019

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20:00 Uhr | Echternach | Lesungen & Events
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29. Mär 2019

Vortrag und Gespräch

20:00 Uhr | Friedberg | Lesungen & Events
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Videos

Zitate

"Thea Dorn hat einen spannenden Wissenschaftsroman verfasst, der Phantasie mit Historie verbindet und der Unsterblichkeit nachspürt."‎

NZZ am Sonntag, Stefana Sabin (28. Februar 2016)

"Ein gedankenreiches Buch und auch ein literarisch reiches Buch."

Rüdiger Safranski, Schweizer Fernsehen "Literaturclub" (08. März 2016)

"Es ist einer der wagemutigsten deutschen Romane seit Jahren. Mit hohem stilistischen Aufwand hebt Dorn die Geschichte von Dr. Fausts Scheitern sprachgewandt und experimentierfreudig in die Gegenwart."

tip Berlin, Thomas Hummitzsch (18. Mai 2016)

„Ein Gedankenabenteuer und Sprachexperiment, das so schön und besonders ist wie der Sound der Romantik, den Dorn toll drauf hat.“

BRIGITTE, Angela Wittmann (16. März 2016)

»Eine kluge Geschichte von der Sehnsucht nach dem ewigen Leben.«

"Ein lesenswerter, anregender Roman, der Themen- und Gattungsgrenzen sprengend vereint und viele Leser verdient."

Heilbronner Stimme, Anton Philipp Knittel (21. Mai 2016)

"So wagemutig, weise und vergnüglich war deutsche Hochliteratur schon lange nicht mehr!"

Rolling Stone, Thomas Hummitzsch (01. Juni 2016)

"Ein Experiment, das durch Witz, Wissen und virtuose Sprache gelungen ist."

BÜCHERmagazin, Meike Dannenberg (25. Mai 2016)

"Thea Dorn nimmt uns mit in die Welt der Molekularbiologie, ihr Roman ist eine moderne Faust-Variante in der Verpackung eines spannenden Wissenschaftsthrillers."

NDR/N3 "Bücherjournal" (20. April 2016)

"Warum können wir nicht ewig leben? Um diese etwas komplizierte Frage und um die Grenzen der Wissenschaft dreht sich dieser fesselnde Roman."

InStyle (01. August 2016)

"Durch die Begegnung mit Ritter geschieht auf 560 lesens- und bedenkenswerten Seiten, was Thea Dorn sich jenseits des Buches erhofft: Die Gegenwart wird romantisiert. Daran könnte sie genesen."

Cicero, Alexander Kissler (25. Februar 2016)

"Seit Botho Strauß' Roman 'Der junge Mann' (1984) hat kaum eine deutsche Erzählung so viel gewagt, so weit und riskant gegriffen."

"Ein Sprachkunstwerk, ein Wissenschaftsbuch, ein Buch über Philosophie - ein großer Wurf."

„Ein tiefgründiger Wissenschafts-Thriller und zugleich ein virtuoses Sprachkunstwerk.“

Leipziger Volkszeitung, Andreas Debski (12. März 2016)

"Thea Dorns neuer Roman 'Die Unglückseligen' ist eine Reise in faustische Abgründe und eine spannende Abhandlung über Wissenschaftsethik zwischen Erkenntnisdrang und romantischer Verklärung."

Szene Hamburg (01. März 2016)

"Thea Dorn hat sich von außen dem Labor genähert und findet einen ganz eigenen, einen ganz poetischen Blick."

Deutschlandradio Kultur "Lesart", Volker Wildermuth (27. April 2016)

"Thea Dorns neuer Roman erzählt eine moderne und hoch spannende Geschichte über die älteste Sehnsucht des Menschen."

Emotion, Maja Beckers (09. März 2016)

"Thea Dorn lässt beinah keine Textsorte aus und erzählt dabei eine höchst spannende, skurrile, oftmals gruselige Geschichte."

Buchkultur, Miriam Maigünther

"Eine Wissenschafts- und Liebesgeschichte, die es schafft, spannend, desillusioniert und sentimental, philosophisch und humorvoll zugleich zu sein. (...) Eine große, mutige und anregende Erzählung."

"'Die Unglückseligen' von Thea Dorn ist ein gewaltiger, atemberaubender, geradezu faustischer Roman."

NDR Kultur "Gemischtes Doppel" (19. April 2016)

„Wissenschafts-Thriller trifft Schauerromantik – E.T.A. Hoffmann und Mary Shelley lassen grüßen. Meisterhaftes Kunsthandwerk oder literarisches Meisterwerk? Gewiss gewöhnungsbedürftig, aber sehr reizvoll!“

Bielefelder, "Buch des Monats" (02. April 2016)

"Mit der Molekularbiologin, deren große Vision die Unsterblichkeit des Menschen ist und dem todunglücklichen wirklich Unsterblichen hat Thea Dorn ein grandioses Gegensatzpaar geschaffen."

MDR "artour" (19. März 2016)

»Mit ihrem opulenten 500-Seiten-Wälzer Die Unglückseligen hat die deutsche und philosophie-affine Autorin Thea Dorn den unsterblichen Faust-Stoff gekonnt und kühn in die Gegenwart gehievt.«

Der Standard (A), Mia Eidlhuber (17. Dezember 2016)

"Ein anregendes Buch, auch und gerade für den Sommerurlaub."

Hessischer Rundfunk, hr-iNFO-Büchercheck, Frank Statzner (21. Juli 2016)

"Voller Sprachwitz fächert sie die Gretchen-Frage nach menschlicher Neugier und gottgegebenen Grenzen neu auf und findet überraschende Antworten."

Goslarsche Zeitung (10. Juni 2016)

"Diese Lektüre ist Zeitreise und Genuss."

Sächsische Zeitung, Bettina Ruczynski (02. Juli 2016)