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Ich fühle was, was du nicht fühlst Roman

Kundenrezensionen (12)

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-26590-5

Erschienen: 22.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.

"Ein einfühlsamer Familienroman, toll geschrieben."

Für Sie (15.08.2016)

Amelie Fried (Autorin)

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. Traumfrau mit Nebenwirkungen, Am Anfang war der Seitensprung, Der Mann von nebenan, Liebes Leid und Lust und Rosannas Tochter wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den »Deutschen Jugendliteraturpreis«. Zusammen mit ihrem Mann Peter Probst schrieb sie den Sachbuch-Bestseller Verliebt, verlobt – verrückt?. Bei Heyne erschien zuletzt der Roman Traumfrau mit Lackschäden. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

"Ein einfühlsamer Familienroman, toll geschrieben."

Für Sie (15.08.2016)

"Eine unterhaltsame, pointierte Familiengeschichte mit viel Seventies-Feeling und diesen warmherzigen Alltagsmomenten, die Amelie Fried so leichthändig beherrscht."

meins (30.08.2016)

29.03.2017 | Schorndorf

Lesung mit Amelie Fried

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Schorndorf

Weitere Informationen:
Kulturforum Schorndorf - Sektion Lilteratur
73614 Schorndorf

30.03.2017 | Reutlingen

Lesung mit Amelie Fried

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Mehr Infos

Reutlingen

Weitere Informationen:
Stadtbibliothek
72764 Reutlingen

Tel. 07121/3032855

28.04.2017 | 20:00 Uhr | Haßfurt , Haßfurt

Lesung mit Amelie Fried

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Mehr Infos

Kulturamt Haßfurt
Bahnhofstraße 2
97437 Haßfurt

Tel. 09521/9585745, mail@kulturamt-hassfurt.de

Stadthalle Haßfurt
Hauptstraße 3
97437 Haßfurt

Paperback, Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-26590-5

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 22.08.2016

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Interessante Geschichte mit einigen Schwächen

Von: Mona liest Datum: 06.12.2016

monaliest.de

Worum geht’s?

India ist 13 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem älteren Bruder Che bei ihren Eltern, die, sagen wir es mal so, ein wenig Alternativ angehaucht sind. Indias Vater ist Künstler und lädt immer wieder zu seltsamen Performance-Art-Auftritten in seinem eigenen Garten ein. Ihre Mutter dagegen ist Yoga-Lehrerin und ganz darauf bedacht, die Kinder Anti-Autoritär zu erzählen, damit sich diese frei entfalten können. Che dagegen lehnt sich gegen alles auf, was die Eltern verkörpern und provoziert, wo er nur kann. Er geht sogar so weit, dass er sich einer Gruppe anschließt, die offensichtlich der rechten Szene angehören, und nur noch eine alte Uniform seines Großvaters trägt.
India versucht dem Ganzen aus dem Weg zu gehen und flüchtet sich in die Mathematik. Zahlenreihen, Primzahlen oder das Auswendiglernen der Nachkommastellen von Pi helfen ihr dabei. Wenn sich ihre Eltern mal wieder Streiten geht sie meistens zu ihrer Nachbarin und einzigen Freundin Bettina. Eines Tages schlägt Bettinas Vater vor, India Klavierstunden zu geben, denn er ist überzeugt davon, dass in ihr eine Begabung schlummert, die er zum Vorschein bringen möchte. India versperrt sich vor der Musik. Die melodischen Klänge lösen in ihr Gefühle aus, die sie bisher erfolgreich unterdrückt hat. Die Melodien spürt sie auf ihrer Haut und je intensiver die Musik, desto mehr scheint India daran zu zerbrechen.
Während in ihrer Familie die Situation immer schlimmer wird genießt India das Klavierspielen und die Nähe zu ihrem Lehrer Christian. Bis zu dem Augenblick, in dem dieser sie in einem ihrem Moment berührt, in dem Sie sich voll der Musik hingegeben hat. Sie erzählt ihren Eltern davon, bricht den Kontakt zu Christian ab. Indias Eltern, deren Streitereien sich inzwischen zu einer Ehekrise entwickelt hat, glauben ihr jedoch nicht.

Die Charaktere

India ist besonders, das merkt man gleich. Am Anfang des Buches hat man das Gefühl ihre Entwicklung absolut miterleben zu können. Die erste Periode, die die Mutter mit einer Opfergabe feiert, erste Kontakte mit einem Jungen, der sie nur ausnutzen will und noch dazu ihre Probleme in der Schule Anschluss zu finden. India ist, obwohl sie aussergewöhnlich und hochbegabt ist, trotzdem ein Charakter mit dem ich mich irgendwie identifizieren konnte.
Die Geschichte ist aus Indias Perspektive geschrieben, weshalb man sehr viel über ihre Gefühle in ihren Gedanken lesen kann. Über wirkliche Gefühle spricht sie kaum, aber zwischen den Zeilen versteht man ihr Inneres sehr gut.
Die Familie

Ihre Eltern hingegen fand ich einfach eine Spur zu extrem. Sicherlich gibt es Mütter wie ihre, die dem Kind alle Freiheiten geben wollen und dabei die Zuneigung vergessen. Aber warum muss sie dann gleich auch noch so Hippie sein? Indias Vater war noch ein bisschen glaubwürdiger, zumal er sich mit seinem pubertierenden Sohn auseinander setzen muss und damit vollkommen überfordert ist.
Che hingegen fand ich von Anfang an total gut getroffen. Er sieht in India eine Verbündete gegen die Eltern, eine Leidensgenossin die genau wie er ihre Zeit bis zur Volljährigkeit absitzen muss. Ganz schleichend beginnt sein Abdriften in die rechte Szene und lange ist unklar, was es mit der Gruppe auf sich hat. Auch sein plötzlicher Wandel ist sehr gut beschrieben

Und wie war die Geschichte?

Irgendwie kam mir die Geschichte zu oft ins stocken. Immer wieder hab ich mich dabei ertappt, wie ich Seiten nur überflogen habe. Ich wollte einfach nur noch mit der Geschichte durch sein. Es hat mich schon interessiert, was aus Che wird, wie India mit ihrem Leben klar kommt, gerade nach der Geschichte mit dem Klavierlehrer, aber irgendwie war mir das alles ein bisschen zu emotionslos. Indias Monologe waren einfach ein wenig fad für meinen Geschmack und teilweise war mir die Geschichte auch zu vorhersehbar. Ich bin mir nicht sicher, ob mir der Schreibstil gefallen hat, oder eben nicht. Da mir die Geschichte an für sich schon gefallen hat, aber diese trotzdem eher etwas langweilig zu lesen war, tendiere ich dazu, dass der Schreibstil ausbaufähig wäre.

Was ist jetzt eigentlich mit dem Klavierlehrer?

Einer meiner größter Kritikpunkte ist leider, dass die angeteaserte Geschichte, nicht voll genutzt wurde. Beziehen möchte ich das auf den Teil der Geschichte, in dem der Klavierlehrer, Nachbar und Vater von Indias einziger Freundin sie Missbraucht. Mir war nicht ganz klar, wie weit er gegangen ist, aber das ist auch Nebensächlich. Wichtig ist, dass dieser Teil der Geschichte im letzten Drittel des Buches geschieht. Anhand des Klappentextes erwartet man, dass diese Aktion die ganze Geschichte trägt. Doch irgendwie wurde das ganze so schnell abgefrühstückt, dass ich fast schon ein wenig enttäuscht war. Ich hätte erwartet, dass es viel darum geht, dass India danach nicht mehr vertrauen kann, nicht mehr Liebe oder Gefühle zulassen kann. Aber eigentlich ist es eher umgekehrt, denn von Beginn der Geschichte und unabhängig zu dem Teil mit dem Klavierlehrer Christian, versperrt sich India vor allem, was unter ihre Haut gehen könnte.
Ich fand das besonders Schade, obwohl die Annäherung an Christian auch sehr interessant war, hätte ich doch einfach etwas ganz anderes erwartet.

Mein Fazit zu „Ich fühle was, was du nicht fühlst“:
Eine schöne Geschichte mit lehrreichem Hintergedanken, aber leider mit zu wenig Würze. Das Potential der Geschichte wurde leider meiner Meinung nach nicht ganz genutzt.

Ein toller Roman

Von: Nickis Bücherwelt Datum: 15.11.2016

nickisbuecherwelt.blogspot.de

Ich habe dieses Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür.

India ist dreizehn Jahre alt und anders als ihre Mitschülerinnen. Denn sie ist hochbegabt. Außerdem kann sie Zahlen in Farben sehen und Musik auf ihrer Haut spüren. Dies und ihr Einser-Schnitt machen sie zu einer Außenseiterin in der Schule. Wäre das nicht schon schlimm genug, sind ihre Eltern total durchgeknallt und verrückt und ziehen damit das Gespött der Leute auf sich und ihre Familie.

Dann geschieht für India etwas wundervolles. Ihr Nachbar Christian, ihr Musiklehrer und Vater ihrer einzigen Freundin bietet ihr privaten und kostenlosen Klavierunterricht an, weil er ihr unerkanntes Talent entdeckt. Endlich hat sie etwas gefunden, was ihr Spaß macht und Sie begeistern kann. Doch dann passiert etwas tragisches und Christian verliert ihr Vertrauen. Auch in ihrer Familie läuft es alles andere als Rund. Ihre Eltern stehen kurz vor der Trennung, ihr Bruder gerät in schlechte Kreise und das Geld ist auch knapp. Was wird aus India und Ihrer Familie werden?

Dies ist ein ziemlich anspruchsvoller Roman. Nicht weil er schwer geschrieben ist, sondern weil die Geschichte einfach ziemlich komplex und breitgefächert ist. Es kommen viele verschiedene Themen zur Sprache und es geht um so vieles gleichzeitig.
Trotzdem wird man nicht von den ganzen Dingen erschlagen, sondern kann sich prima in die Erzählung fallen lassen.

Dieses Buch spielt in den 70er Jahren und es kommen auch immer wieder Dingen wie die Nazizeit und das Judentum vor. Das fand ich sehr interessant und ich habe - speziell was das Judentum angeht - ein paar neue Dinge gelernt.

Indias Familienverhältnisse sind sehr kompliziert und die Erziehung ihrer Eltern für mich nicht begreiflich. Aber da sollte man das Buch lieber selber lesen, deshalb gehe ich nicht näher darauf ein. In dieser Geschichte gibt es keine direkte Liebesgeschichte, welche ich normalerweise ja immer brauche, aber in diesem Fall hat sie eigentlich gar nicht gefehlt, denn es gab genug anderes.

Obwohl sich das Buch an manchen Stellen zwischendurch sehr gezogen hat, hat mir die Geschichte gut gefallen, auch weil sie so ausführlich war. Lediglich mit dem Ende bin ich nicht einverstanden und es hat mich total unzufrieden zurück gelassen. Es kommt viel zu schnell und abrupt und ohne viel Geplänkel. Es bleiben, für meinen Geschmack, viel zu viele Fragen ungeklärt und eine Sache lässt mich einfach nicht los. Die hätte einfach nicht so enden dürfen. Wer das Buch schon gelesen hat, wird mich verstehen.

Nichts desto trotz ein toller Roman, der sehr in die Tiefe geht und einen zum nachdenken anregt. India ist ein toller Charakter und hat mir sehr gut gefallen.

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