Der Outsider

Roman

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Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

»Der Outsider – ein kriminalistischer Thriller, ein Meisterstück.«

Britta Heidemann, WAZ (28. August 2018)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: The Outsider
Originalverlag: Scribner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22935-1
Erschienen am  27. August 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Outsider (Stephen King)

Von: Poldi

01.10.2018

Terry Maitland, der schon seit Jahren in der örtlichen Highschool von Flint City unterrichtet, wird öffentlichkeitswirksam festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einen elfjähigen Jungen grausam ermordet zu haben, DNA-Spuren identifizieren ihn eindeutig als Täter. Doch sein Alibi scheint ebenso wasserdicht, sodass sich die Ermittlungen von Detective Ralph Anderson länger andauern als anfangs gedacht... Man mag sich zunächst fragen, ob Stephen King, der Meister des gepflegten Horrors, unerwartet das Genre gewechselt hat. Doch auch wenn „Der Outsider“ gerade zu Beginn so einige Krimielemente beinhaltet und die Ermittlungen in dem Fall zunächst als roten Faden durch die Handlung nutzt, zeigt sich bald, dass da noch viel vom typischen King-Stil vorhanden ist. Da kommen Erinnerungen an die großen alten Werke des Autors durch, die er geschickt mit seiner neuen Erzählweise kombiniert und so alte wie neue Fans erfreuen und überraschen wird. Hervorzuheben sind dabei zwei Elemente seiner Schreibweise: Einerseits sind die Charaktere auch hier wieder sehr intensiv und kleinteilig beschrieben, man lernt die wichtigsten Rollen bis in die letzte Faser kennen und versteht so deren Hintergrund und deren Verhaltensweisen, ohne dass dies in ewigen Erläuterungen ändert. Andererseits schafft er eine so dichte, greifbare Atmosphäre, die einen sofort gefangen sind. Seine Gedanken fügen sich so eng aneinander, schaffen so klare Bilder, dass man sich dem kaum entziehen kann. Langsam zieht er seine Leser weiter hinein in ein neues Szenario voller Schrecken und spart dabei nicht an grausigen Details, die sich aber eher an die Psyche wenden und nicht in unnötigen Gewaltakten für einen umgedrehten Magen sorgen. Doch so sehr er auch hier ein neues Inferno zündet, einen Schwachpunkt hat „Der Outsider“ dann doch: Das Ende wirkt etwas überhastet erzählt und wird so sehr Handlung nicht gerecht. Hier hätte er sich mehr Zeit nehmen können, um die einzelnen Schichten um die Auflösung abzuschälen. Der gesamte Roman ist so druckvoll erzählt, dass der nicht gerade dünne Wälzer sehr schnell vergeht und keine langweiligen Szenen beinhaltet. Erklärte Gegner von Stephen King wird zwar auch dieser Roman nicht überzeugen können, doch die Symbiose aus neuem Schreibstil und alten Schreckensszenarien ist dem Ausnahmeautor hier bestens gelungen. Die Handlung wirkt immer sehr präsent und schafft eine greifbare Atmosphäre, deren Schrecken sich immer mehr ausweitet und mich völlig gefangen genommen hat.

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Gelungener Mix aus Krimi und Übernatürlichem

Von: Der Büchernarr Frank

22.09.2018

Dieser Krimi hätte nach dem ersten Viertel zu Ende sein können. Der Mörder ist gefasst und die Beweislage ist derart erdrückend, das kein Zweifel an seiner Schuld besteht. Wäre da nicht das wasserfeste Alibi, das ebenso keinen Zweifel an seiner Unschuld zulässt. +++ Wiedersehen +++ Dieser Umstand lässt schon vermuten, dass der neuste Krimi von Stephen King wieder mit einer gehörigen Portion übernatürlicher Elemente verziert ist. Damit knüpft er stilistisch an “Mind Control” an, in dem es ebenfalls eine gute Mischung aus Krimi und Übernatürlichem gab. Allerdings knüpft King nicht nur stilistisch am dritten Teil der Bill-Hodges Trilogie an, sondern auch inhaltlich. Wer regelmäßig die Bücher von Stephen King liest, wird wissen, dass er gern immer wieder Anspielungen zu seinen anderen Büchern in seine Erzählungen einstreut. In “Der Outsider” ist das Auftauchen und Mitwirken von Holly Gibney jedoch mehr als eine Anspielung, denn die Protagonistin aus der Bill-Hodges-Trilogie übernimmt hier eine wesentliche Rolle. Die Verweise zur Trilogie sind derart manigfaltig, dass ich mir gut vorstellen kann, dass Leser, die diese Bücher nicht kennen, etwas ratlos vor dem ein oder anderen Statement stehen. Allerdings geh ich nicht soweit zu behaupten, dass man die Bill-Hodges-Trilogie gelesen haben muss, um “Der Outsider” verstehen zu können. Allerdings wird dann die Figur der Holly Gibney nachvollziehbarer. +++ Ein Krimi +++ Ebenso für Stephen King bekannt ist der Umstand, dass er den Begriff des Genre nicht mag. Er möchte nicht, dass seine Bücher einem Genre zuzuordnen sind. Dennoch kann ich “Der Outsider” ruhigen Gewissens einem klassischen Krimi zuordnen, auch wenn der übernatürliche Einfluss und die Reaktionen der Protagonisten darauf von diesem Schema abweichen. Wieder hat King ein eher ruhiges und nicht sonderlich actionreiches Werk geschaffen, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere. Wie kann man mit dem umgehen, was nicht sein kann? +++ Fazit +++ Schon den dritten Teil der Bill Hodges-Trilogie fand ich nicht nur sehr gut gelungen, sondern empfand ihn auch dergestalt, dass King zu seinen früheren Qualitäten gefunden hat, nachdem er mit Sleeping Beauties ein wenig empfehlenswertes Gemeinschaftswerk zusammen mit seinem Sohn geschaffen hat. Eben an jene Qualität kann er auch mit “Der Outsider” anknüpfen. Die Mischung aus Krimi mit übernatürlichem Einfluss gepaart mit den interessanten und authentischen Charakteren passt wieder ebenso perfekt, wie die Sprachgewandtheit, die direkt aus dem Leben entnommen wurde.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»King schafft es wieder, den Leser in eine Kuppel aus nackter Angst einzusperren.«

Armin Geier, tz (28. August 2018)

»Stephen King ist in Der Outsider auf dem Höhepunkt seiner literarischen Unterhaltungskunst angelangt …«

Emmanuel van Stein, Kölner Stadt-Anzeiger (11. September 2018)

»Der Outsider liefert Horror vom Feinsten. Toppt sogar Es – schlaflose Nächte garantiert.«

GQ (28. August 2018)

»Der ‚Meister des Horrors‘ liefert mal wieder ein Meisterwerk.«

Bild (01. September 2018)

»Stephen King zeigt, dass Horrorromane manchmal doch die besseren Krimis sind.«

Britta Bode, Berliner Morgenpost (23. September 2018)

»Der neue King-Roman: gesellschafts-politisch ambitioniert, spannend und insgesamt rasant inszeniert. Das Ende: ein atemberaubend spektakulärer Showdown.«

Roswitha Glawe, Münchner Merkur (22. September 2018)

»Unter den Schriftstellern, die es schaffen, einem durch erzählerische Rasanz den Atem stocken zu lassen, zählt er seit gefühlten Ewigkeiten zu den Top Ten.«

Ulf Heise, Freie Presse (21. September 2018)

»752 beunruhigende Seiten, keine zu viel.«

Stefan Henseke, Berliner Kurier (15. September 2018)

»Geschickt baut der Altmeister des Horrors diesmal seine gruselige Geschichte aus erschreckend aktuellen Bausteinen wie Fake News, Lügen – und dem Bösen schlechthin.«

»Schockierender Roman, der Krimi- und Horrorelemente klug mit aktuellen Bezügen vermengt.«

Hörzu (21. September 2018)

»Es ist fast unmöglich, das Buch vor dem Ende aus der Hand zu legen.«

OWL am Mittwoch (12. September 2018)

»Mörderisch, mysteriös und meisterhaft erzählt, führt King vor, was aus uns wird, wenn wir Demagogen auf den Leim gehen.«

Bernhard Praschl, Kurier (29. September 2018)

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