Die Vergessenen

Roman

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Die einen wollen vergessen. Die anderen können es nicht.

1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich bei dieser Autorin mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

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ISBN: 978-3-641-20250-7
Erschienen am  27. Dezember 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Starker Roman mit wichtigen Themen

Von: unzensiert♡team

09.07.2019

Eine Krankenschwester, die im Jahre 1944 eine neue Stelle antritt; ein Autohändler mit griechischen Wurzeln, der nebenbei "Rechercheaufgaben" der dubioseren Art erledigt und im Jahre 2013 einen Beschattungsauftrag erhält und eine Journalistin, die nach der Wahrheit sucht. Sie alle sind verbunden – und während die einen versuchen, die Geschichten ihrer Familien zu erfahren, tun andere alles dafür, dass ihre Geheimnisse niemals ans Tageslicht kommen. Die Idee des Romans hat eine von uns sofort angesprochen. Dennoch hat es sehr lange gedauert, diese Rezension tatsächlich zu schreiben, denn das eine oder andere musste erst einmal sacken. Doch selbst ein halbes Jahr später sind die wichtigen Eckpunkte im Kopf noch präsent – das allein spricht schon einmal dafür, dass das Buch weder langweilig noch schlecht war. Der Klappentext des Buches lässt schon erahnen, in welche Richtung es gehen könnte, und diese Ahnung wird auch nicht enttäuscht. Zu Beginn fiel es etwas schwer, alle relevanten Protagonisten einzuordnen und auseinander zu halten. Nach einigen Kapiteln war die Geschichte aber so flüssig, dass die Schwierigkeiten schnell verschwanden. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig in den ersten Kapiteln war die typische "Krimisprache". Das bezieht sich sowohl auf den recht klassischen Handlungsaufbau als auch auf die gewählte Sprache, die unseres Empfindens nach eben "typisch Krimi" ist, (schnelles Geschehen, Ermittlung, Spannungsaufbau, Unwissenheit, Beobachterperspektive seien angemerkt, ohne dass wir es jetzt genau analysieren wollen). All das hat dazu beigetragen, dass der Einstieg in den Roman alles andere als leicht fiel. Doch die spannende Geschichte überwog gegenüber diesen Aspekten. Wir lernen mehrere Figuren kennen: Die Krankenschwester Kathrin, die sich in einen charismatischen Arzt verliebt; die Journalistin Vera, deren einander nicht unbedingt wohlgesonnene Familie mehr als nur ein Geheimnis birgt, und Manolis, der ebenfalls mit eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Sie alle müssen sich mit Fragen der Menschlichkeit, der Menschenwürde und der Gerechtigkeit auseinander setzen, und jede*r muss seinen eigenen Umgang mit der Vergangenheit finden. Kapitelweise folgen wir jeweils einem anderen von diesen Hauptcharakteren und erfahren so bruchstückhaft immer mehr. Stellenweise zog sich das etwas in die Länge, war überwiegend aber gut aufgebaut und nur selten zu vorhersehbar. – Spoilerwarnung: Wer absolut gar nicht wissen will, worum es geht, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen, sondern direkt zum Fazit scrollen. – Die Themen, um die es geht, werden dem einen mehr, dem anderen weniger bekannt sein. Ein Themenbereich ist die "Euthanasie" der Nazis (Ermordnung von körperlich und geistig Kranken). Obwohl uns die Fakten bekannt waren, haben wir uns mit den Details, die hier geschildert werden, vorher nur wenig beschäftigt. Ein weiteres Thema sind Massaker der Nazis in Griechenland. Wie bei dem Buch "Unter blutrotem Himmel", welches in Italien zur Zeit des Nationalsozialismus' spielt, sehen wir hier einen weiteren Teil Europas, in dem es zu Gräueltaten kam, welche – zumindest in unserem Schulunterricht – nicht detailliert behandelt wurden und welche uns daher auch nicht wirklich bekannt waren. Das letzte große Thema ist nicht weniger intensiv als die ersten beiden, hierbei handelt es sich nämlich um ganz grundsätzliche moralische Fragen von Recht, Unrecht und Selbstjustiz. Hier werden alle Perspektiven aufgezeigt und alle Figuren sind in ihren Denkweisen nachvollziehbar dargestellt, die Autorin diktiert also keine Meinung auf, was uns sehr gut gefallen hat. – Spoiler beendet, jetzt kommt nur noch das Fazit: – "Die Vergessenen" von Ellen Sandberg (übrigens das Pseudonym einer Krimiautorin) ist ein über die meiste Zeit spannend geschriebener Roman mit Krimitouch, was sich vor allem in der Sprache zeigt und was man mögen muss. Die gewählten Schwerpunkte sind aufwühlend und trotz der Fülle auf kurzem Wege umfassend erzählt. Besonders gefallen hat uns die Beschäftigung mit moralischen Fragen. Insgesamt ein gut geschriebenes Buch mit wichtigen Themen, das uns zwar nicht so sehr überraschen konnte wie erwartet, aber dennoch Eindruck hinterlassen hat. Deshalb vergeben wir 3,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung, sofern keine totale Abneigung gegen Krimis/kriminahe Bücher vorliegt.

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Die Vergessenen von Ellen Sandberg - ergreifend und packend

Von: Timos Blog

20.03.2019

2017 erschien der Roman von Ellen Sandberg, hinter der im Übrigen die begnadete Krimiautorin Inge Löhnig steckt. Auf gelungene Weise verstrickt das Buch einen fiktiven Kriminalfall mit historischen Wahrheiten und geht direkt unter die Haut des Lesers. Die Geschehnisse aus „Die Vergessenen“ Es ist das Jahr 2013. Der Autohändler Manolis Lefteris lebt in München. Neben seiner offiziellen Tätigkeit erledigt er die dubiosen Aufträge eines Rechtsanwalts. Als er die Aufgabe erhält, alte Akten aufzutreiben, scheint es ein Routine- Job zu werden. Denn die Unterlagen befinden sich in dem Besitz einer alten Dame, die im Koma liegt. Im Laufe seinen Nachforschungen begegnet er Vera Mändler, ihres Zeichens Journalistin und Nichte der in die Tage gekommenen Signora. Während dieses Auftrages stoßen sie auf ein Familiengeheimnis von höchster Brisanz und Lefteris muss eine Entscheidung treffen… Die Familiengeschichte beginnt im Jahre 1944 mit Kathrin Mändler. Die junge, enthusiastische Krankenschwester arbeitet in einem psychiatrischen Krankenhaus, wo sie den charismatischen Arzt Karl Landmann kennenlernt. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Als sie Landmanns Einstellung zu „unwertem Leben“ erkennt und feststellt, dass dessen Arbeit viele Menschenleben bedroht – so auch ihr eigenes – ist es fast zu spät. Die fesselnde Geschichte mehrerer Generationen. „Die Vergessenen“ erzählt die dramatische Geschichte einer Familie und ist zugleich ein gut gemachter Krimi. Denn gemeinsam werden Moral, Gerechtigkeit und Recht thematisiert. Auf sehr eindrückliche Weise wird stellvertretend gezeigt, wie Kriegsverbrechen sich über Generationen hin, auf eine Familie auswirken können. So zeigt der Roman auf, wie Einzelne mit Verantwortung und Schuld umgehen oder voller Schamgefühl schweigen. Geschickt stellt die Autorin den Zwiespalt der Charaktere dar und wie sie den inneren Konflikt, zwischen Handeln und Verstand, wahrnehmen. Darüber hinaus spielt die Geschichte inmitten der Mühlen der Justiz und deren Untergrabung. Der Roman nimmt Bezug darauf, wie mit ehemaligen NS-Verbrechern verfahren wird – sie führen weiter ihre Ämter aus, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Deshalb lässt sich dieses Buch, wie auch bei den psychologisch-spannenden Romanen von Joy Fielding, nicht so schnell aus der Hand legen.

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Vita

Ellen Sandberg ist das Pseudonym einer erfolgreichen Münchner Autorin, deren Kriminalromane regelmäßig auf der Bestsellerliste stehen. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem groß angelegten Spannungs- und Familienroman »Die Vergessenen« schlägt sie einen neuen schriftstellerischen Weg ein und widmet sich dabei einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der jüngeren Vergangenheit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Dieser super recherchierte Krimi erzählt eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten, die berühren, überraschen und aufwühlen.«

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