Die Vergessenen

Roman

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1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...

»Eine gelungene Verstrickung historischer Wahrheiten mit einem fiktiven Kriminalfall. Ein Buch, das Geschichte auf geradezu erschreckend spannende Weise lebendig werden lässt. Ein absolutes Muss.«

WDR5 »Büchercheck« (03. Februar 2018)

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ISBN: 978-3-641-20250-7
Erschienen am  27. Dezember 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Die Vergessenen von Ellen Sandberg - ergreifend und packend

Von: Timos Blog

20.03.2019

2017 erschien der Roman von Ellen Sandberg, hinter der im Übrigen die begnadete Krimiautorin Inge Löhnig steckt. Auf gelungene Weise verstrickt das Buch einen fiktiven Kriminalfall mit historischen Wahrheiten und geht direkt unter die Haut des Lesers. Die Geschehnisse aus „Die Vergessenen“ Es ist das Jahr 2013. Der Autohändler Manolis Lefteris lebt in München. Neben seiner offiziellen Tätigkeit erledigt er die dubiosen Aufträge eines Rechtsanwalts. Als er die Aufgabe erhält, alte Akten aufzutreiben, scheint es ein Routine- Job zu werden. Denn die Unterlagen befinden sich in dem Besitz einer alten Dame, die im Koma liegt. Im Laufe seinen Nachforschungen begegnet er Vera Mändler, ihres Zeichens Journalistin und Nichte der in die Tage gekommenen Signora. Während dieses Auftrages stoßen sie auf ein Familiengeheimnis von höchster Brisanz und Lefteris muss eine Entscheidung treffen… Die Familiengeschichte beginnt im Jahre 1944 mit Kathrin Mändler. Die junge, enthusiastische Krankenschwester arbeitet in einem psychiatrischen Krankenhaus, wo sie den charismatischen Arzt Karl Landmann kennenlernt. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Als sie Landmanns Einstellung zu „unwertem Leben“ erkennt und feststellt, dass dessen Arbeit viele Menschenleben bedroht – so auch ihr eigenes – ist es fast zu spät. Die fesselnde Geschichte mehrerer Generationen. „Die Vergessenen“ erzählt die dramatische Geschichte einer Familie und ist zugleich ein gut gemachter Krimi. Denn gemeinsam werden Moral, Gerechtigkeit und Recht thematisiert. Auf sehr eindrückliche Weise wird stellvertretend gezeigt, wie Kriegsverbrechen sich über Generationen hin, auf eine Familie auswirken können. So zeigt der Roman auf, wie Einzelne mit Verantwortung und Schuld umgehen oder voller Schamgefühl schweigen. Geschickt stellt die Autorin den Zwiespalt der Charaktere dar und wie sie den inneren Konflikt, zwischen Handeln und Verstand, wahrnehmen. Darüber hinaus spielt die Geschichte inmitten der Mühlen der Justiz und deren Untergrabung. Der Roman nimmt Bezug darauf, wie mit ehemaligen NS-Verbrechern verfahren wird – sie führen weiter ihre Ämter aus, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Deshalb lässt sich dieses Buch, wie auch bei den psychologisch-spannenden Romanen von Joy Fielding, nicht so schnell aus der Hand legen.

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Ellen Sandberg - Die Vergessenen

Von: Kerstin Junglen

16.02.2018

Ellen Sandberg ist das Pseudonym der Krimiautorin Inge Löhnig, die mit ihrer Reihe um Konstantin Dühnfort bekannt wurde. In ihrem neuesten Buch widmet sie sich einem komplett anderen Thema, das leider zu unserer deutschen Vergangenheit gehört und mich durch seine profunden Recherchen begeistert hat. Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte erzählt, einmal im Jahr 2013 und einmal kurz vor Ende des Krieges im Jahr 1944. In der Gegenwart bekommen wir es mit zwei Hauptfiguren zu tun. Zum einen ist das Vera Mändler, eine Journalistin bei einer Frauenzeitschrift, die mit ihrer momentanen Stellung nicht zufrieden ist. Ihre Tante Kathrin hat einen Schlaganfall erlitten und liegt im Krankenhaus. Zeitgleich wird sie von ihrem Cousin Chris kontaktiert, den Geldsorgen plagen und der kurz darauf ermordet aufgefunden wird, da er in eine Erpressung verwickelt war, die sich um ein mysteriöses Aktendossier dreht, das Kathrin versteckt haben soll. Zum anderen lernt man Manolis Lefteris kennen, einen Autohausbesitzer, der neben seiner Arbeit aber noch einer zweiten Tätigkeit nachgeht: Er nimmt Aufträge jeder Art an, sei es um Dinge zu beschaffen oder Leute einzuschüchtern. Nun wird er beauftragt, das Dossier zu suchen und es seinem Auftraggeber auszuhändigen. In der Vergangenheit bekommt die junge Kathrin Mändler ihren Auftritt. Sie arbeitet als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg im Jahr 1944. Hier macht sie die schockierende Entdeckung, das geistig behinderte Kinder und Erwachsene, deren Leben als wertlos angesehen wird, systematisch ermordet werden. Doch Kathrin pflegt ebenso eine geheime Affäre mit dem Chefarzt der Anstalt, Karl Landmann. Somit ist jede Menge Zündstoff für den Verlauf der Geschichte gegeben, die sich in manchen Abschnitten wie ein regelrechter Kriminalroman liest. Die Charaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen, da sie authentisch reagieren und handeln. Vera Mändler ist eine anfangs recht unzufriedene Frau, die unglücklich in ihrem Beruf ist und deren Beziehung mit Tom auch nicht das Gelbe vom Ei darstellt. Erst die Recherche zu dem geheimnisvollen Dossier und der Vergangenheit ihrer Tante lässt sie richtig aus sich herauskommen und ihr Talent für Recherche und Journalismus wieder aufblühen. Manolis Lefteris, der Mann "für alle Fälle", trägt eine schwere Vergangenheit mit sich herum, mit der er immer wieder hadert. Bei ihm trifft das Sprichwort "Harte Schale, weicher Kern" sehr gut zu, denn er lässt sich seine Albträume äußerlich nicht anmerken und wird später eine echte Hilfe und Unterstützung für Vera. Kathrin Mändlers Vergangenheit, die kapitelweise eingestreut wird, macht sehr betroffen und wütend. Denn mit ihr wird das Thema Euthanasie behandelt, die in der NS-Zeit in mehreren Tötungsanstalten durchgeführt wurde. Behinderte Kinder wurden getötet, da sie als wertlos für das Volk angesehen wurden, invalide Soldaten in Hungerhäusern durch langsames Verhungern umgebracht, um für mehr freie Lazarettkapazitäten zu sorgen. Bei den Abschnitten, die diese grauenvolle Thematik näher beschreiben, empfindet man nichts anderes als Wut, aber auch Hilflosigkeit. Kaum zu glauben, wie manche Ärzte, wie hier beschrieben Dr. Karl Landmann und seine Helfershelfer, sich als Gott aufspielen und über Leben und Tod entscheiden, über Nutzen und Wertlosigkeit von Menschen. Die Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg ist jedoch fiktiv, doch hat sich Ellen Sandberg, wie sie in ihrer Anmerkung im Anhang des Buches erwähnt, die Heil- und Plegeanstalt Eglfing-Haar als Vorbild genommen. Alle Charaktere des Romans sind indessen fiktiv. Ellen Sandberg hat hier eine aufwendige Recherche betrieben und nennt den Roman ihr Herzensbuch, was mit jeder Zeile deutlich wird. Das Thema ist zwar brisant, doch konnte mich die Geschichte sehr faszinieren, vor allem der Zwiespalt bei der jungen Kathrin, die einerseits gegen die Tötung der Kinder vorgehen möchte, sich aber andererseits in einer Art Hörigkeit gegenüber Karl Landmann befindet. Dies ist zwar schwer nachzuvollziehen, doch Ellen Sandberg konnte diesen Zwiespalt für mich doch anschaulich und erklärend schildern. Mir wird der Roman auf jeden Fall noch einige Zeit im Gedächtnis bleiben, und er gehört jetzt schon zu den Lesehighlights im Jahr 2018. Ich würde mich freuen, noch weitere Bücher von Ellen Sandberg zu lesen, denn sie hat hiermit bewiesen, dass sie nicht nur im Bereich Kriminalroman schreiben kann. Fazit: Ein Roman mit einem nicht leicht zu verdauendem Thema, den ich nur weiterempfehlen kann. Ellen Sandberg gelingt durch ihre sehr gute Recherche eine glaubhafte, nachzuvollziehende Geschichte über eines der dunklen Kapitel unserer Vergangenheit. Schon jetzt ein Lesehighlight im Jahr 2018.

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Vita

Ellen Sandberg ist das Pseudonym einer erfolgreichen Münchner Autorin, deren Kriminalromane regelmäßig auf der Bestsellerliste stehen. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem groß angelegten Spannungs- und Familienroman »Die Vergessenen« schlägt sie einen neuen schriftstellerischen Weg ein und widmet sich dabei einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der jüngeren Vergangenheit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Dieser super recherchierte München-Krimi erzählt leise und eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie (02. Januar 2018)

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten die berühren, überraschen und aufwühlen.«

Bayern 2 »kulturWelt« (27. Dezember 2017)

»Bedrückende Suche nach Gerechtigkeit«

Münchner Merkur (10. Januar 2018)

»Ellen Sandberg hat einen berührend anderen Roman geschrieben: historische Fakten aus dem Dritten Reich spannend verknüpft mit einer aktuellen fiktiven Kriminalgeschichte.«

Meike Dannenberg in BÜCHER Magazin (13. Januar 2018)

»Nervenkitzel«

Alles für die Frau (05. Januar 2018)

»Packend und bedrückend!«

OK! (18. April 2018)

»Krimi, Familien- oder Geschichtsroman? In ›Die Vergessenen‹ ist alles enthalten. Packende Geschichte.«

Sonntags-EXPRESS (18. März 2018)

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich bei dieser Autorin mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

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