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Charlotte Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17252-7

Erschienen: 31.08.2015
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„Das ist mein ganzes Leben“ – mit diesen Worten übergibt Charlotte 1942 einem Vertrauten einen Koffer voller Bilder. Sie sind im französischen Exil entstanden und erzählen, wie sie als kleines Mädchen, damals im Berlin der 1920er, nach dem Tod der Mutter das Alleinsein lernt, während sich ihr Vater, ein angesehener Arzt, in die Arbeit stürzt. Dann die Jahre, in denen das kulturelle Leben wieder Einzug hält bei den Salomons. Die Stiefmutter ist eine berühmte Sängerin; man ist bekannt mit Albert Einstein, Erich Mendelsohn, Albert Schweitzer. Charlotte beginnt zu malen, und es entstehen Bilder, in denen dieses einzelgängerische, verträumte Mädchen sein Innerstes nach außen kehrt, Bilder, die von großer Begabung zeugen. Doch dann ergreift 1933 der Hass die Macht, es folgen Flucht, Exil, aber auch Leidenschaft und Heirat. Nur ihre Bilder überleben – Zeugnis ihrer anrührenden Geschichte, die David Foenkinos nahe an der historischen Realität entlang erzählt.

„David Foenkinos nähert sich Charlotte Salomon, als sei sie seine Schwester, seine Mutter, oder gar seine Geliebte.“ Le Point

Eine Liebe auf den ersten Blick: David Foenkinos und die deutsch-jüdische Malerin Charlotte Salomon Zum Special

»David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon.«

Elle

David Foenkinos (Autor)

David Foenkinos, 1974 geboren, lebt als Schriftsteller und Drehbuchautor in Paris. Seit 2002 veröffentlicht er Romane, darunter den Millionenbestseller „Nathalie küsst“, der von Foenkinos selbst (zusammen mit seinem Bruder Stéphane) mit Audrey Tautou und François Damiens in den Hauptrollen verfilmt wurde. Seine Bücher werden in rund vierzig Sprachen übersetzt. Sein neuer Roman, „Charlotte“, wurde 2014 mit dem Prix Renaudot und dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet und hat sich allein in Frankreich rund eine halbe Million Mal verkauft.


Christian Kolb (Übersetzer)

Christian Kolb wurde 1970 geboren und studierte französische Literatur und Filmwissenschaft in Berlin und Paris. Neben den Romanen von David Foenkinos übersetzte er u. a. auch Nicolas Fargues „Die Rolle meines Lebens“. Er lebt in Berlin.

»David Foenkinos riskiert alles und schafft ein großartiges literarisches Monument für die Malerin Charlotte Salomon.«

Elle

»Der Autor hat eine fabelhafte . . . Methode gefunden, dieses dramatische Leben zu erzählen . . . klar, gerade, erschütternd schön.«

Elke Heidenreich in WDR 4 (25.09.2015)

»Aus diesen Puzzleteilen entsteht ein Roman, immer erzählt entlang der historischen Wirklichkeit, aber mit genug künstlerischer Fantasie, um daraus ein ungemein beeindruckendes Buch zu machen.«

Christine Westermann, WDR Sdg. frauTV, 24.09.15

»Es ist die beste Erzählung über das Leben der Künstlerin, die wir haben. Man wünscht diesem Buch Glück. Möge es sich vervielfältigen.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,13.09.2015

»Schlägt man die erste Seite auf, kann man von diesem Buch nicht mehr lassen. ... Foenkinos schildert das Leben von Charlotte Salomon, als stünde er gerade neben ihr.«

Kölnische Rundschau (18.11.2015)

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14.03.2017 | Heidelberg

Lesung

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Mehr Infos

Deutsch-Amerikanisches Institut
Sofienstraße 12
69115 Heidelberg

Tel. 06221/607311

Aus dem Französischen von Christian Kolb
Originaltitel: Charlotte
Originalverlag: Editions Gallimard

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17252-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 31.08.2015

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Eine besondere Annäherung an eine ganz besondere Künstlerin

Von: Ruby's Cinnamon Dreams Datum: 02.01.2016

zimttraeumereien.wordpress.com

Das Jahr 2015 stand in verschiedenerlei Hinsicht im Zeichen der Kunst. Ich stand in Paris vor dem Louvre, mit der Gewissheit, dieses Mal endlich hinein gehen zu können. Leider wurde das nichts, da er gesperrt wurde wegen zu großer Hitze. Ich besuchte die Neuen Meister, diverse Vernissagen, machte Zeichenkurse und fuhr nach München. Dort nahm mich Arndt mit auf eine Reise in seine Welt – ins Lenbachhaus. Dort erlebte ich einen Ausstellungsbesuch mal ganz anders, nämlich durch die Augen einer bezaubernden Historikerin und Autorin und durch die Augen eines wahren Liebhabers. Über Klee und Kandinsky, über Braque und Marc kamen wir auf Charlotte zu sprechen.

Charlotte Salomon – Künstlerin, deren Leben, Schaffen und Wirken in einen Koffer passte, die mir bis dato gänzlich unbekannt war, und die mir von Arndt wärmstens ans Herz gelegt wurde. David Foenkinos näherte sich der jungen Künstlerin auf eine ganz besondere Weise an, die mich eine halbe Nacht lang in ihrem Bann hielt. Denn genauso lang dauerte es, bis ich dieses Buch atemlos in mich aufgesogen hatte. Denn: Weglegen war unmöglich. Der Schreibstil so besonders, so einzigartig. Das hatte ich noch nie so erlebt. Foenkinos sagte selbst zur Entstehung des Buches:

Dann fing ich an, mir Notizen zu machen.
Notizen über Notizen, jahrelang…
Ich saß immer da und wollte dieses Buch schreiben.
Aber wie?
Durfte ich selbst darin vorkommen?
Konnte ich aus Charlottes Geschichte einen Roman machen?
Welche Form sollte das Ganze annehmen?
Ich schrieb, löschte, kapitulierte.
Ich brachte keine zwei Zeilen zu Papier.
Nach jedem Satz kam ich ins Stocken.

Es ging einfach nicht weiter.
Das war körperlich beklemmend.
Ich verspürte ständig den Drang, eine neue Zeile zu beginnen.
Um durchatmen zu können.

Irgendwann begriff ich, dass ich das Buch genau so schreiben musste.

Und genau so tat er es. Satz an Satz reihte er aneinander. Bloße Sätze, ein nahezu telegrafischer Stil der entstand. Satz – Stop – Atmen – Verarbeiten – Satz – Stop – Atmen – Verarbeiten. So flogen die Seiten dahin und man konnte nicht aufhören, bevor das letzte Zeichen geschrieben war. Die Gefühle, die Stimmungen, die Beklemmungen und Ängste in einzelnen, präzisen Sätzen auf den Punkt gebracht, verankerten sich beim Lesen tief in mir, jagten mich atemlos durch manche Passage und hallten noch lange in mir nach. Doch wer war Charlotte Salomon?

Charlotte Salomon

Eine geborene Heldin, so Foenkinos. Am 16 April 1917 wird die junge Schriftstellerin und Künstlerin geboren, wahrlich nicht unter dem besten Stern. Die Mutter setzt ihrem Leben ein Ende, was man zu vertuschen versucht. Die Grippe habe sie umgebracht, so die Erklärung. Ein Verlust, den das Mädel nie überwinden kann. Der Vater versunken in seinen Beruf und in seine Studien. Keine Zeit für sein Mädchen – ein typischer Fall von Realitätsflucht. Charlotte zieht sich zurück in eine eigene Welt – in die ihre.

Malerei lautet der Schlüssel zu dieser kleinen Welt. Sie zeichnet und malt, begnadet und begabt. Kaum einer kann ihr das Wasser reichen. Sie steckt all ihr Leben in ihre Bilder und soll dennoch kaum eine Chance bekommen, ihren Traum vom Leben als Künstlerin zu verwirklichen. Denn Charlotte ist Jüdin und lebt in einer Zeit, in der Braun über die anderen Farben dominiert. In der Kunst als entartet gilt, und ihre Künstler denunziert und verspottet werden. Und nicht nur das: auch verfolgt und vertrieben. Der Vater bemerkte die Veränderungen nicht, und Charlotte sitzt erneut in der Falle. Die Kunst, einst Ort der Sicherheit und der Geborgenheit wird überschattet von Angst, Zerstörung und Feuer. Synagogen und Bücher brennen. Und auch Charlottes Herz brennt. Denn sie liebt das, was nun zerstört wird, fast mehr als ihr Leben – es ist ihr Leben.

Der Krieg ist nun nicht mehr aufzuhalten. 1939 flieht Charlotte zu den Großeltern nach Frankreich, doch der Tod ist ihr auf den Fersen. Die Großmutter begeht Selbstmord, die Nazis kommen, sind da. Verteibung, Verfolgung und letztlich Internierung ins KZ. Ein glücklicher Wink des Schicksals bringt sie frei, gemeinsam mit dem Großvater, doch der Schein trügt. Es folgen zwei Jahre der künstlerischen Arbeit, die zugleich zur Therapie der jungen Frau wird. Im geheimen malt sie über tausend Bilder, nahezu besessen. Ein Ausbruch des inneren Widerstands. Zu dieser Zeit entflammt auch die Liebe in der jungen Frau, und der unsterbliche Wunsch nach Freiheit durch die Kunst und die Bilder rückt in den Fokus der jungen Frau.

Leben? Oder Theater.

So lautet der Titel, den sie dem Zyklus ihrer Bilder, ihres Lebens gibt. Wissend, dass sie damit in dieser Zeit nichts erreicht, da das Feindbild dominiert, vertraut sie ihrem Arzt im zarten Alter von 26 Jahren den Koffer mit allen Bildern an. Ein Satz bleibt im Raum. Wie eine Botschaft ins Herz gebrannt:

C’est toute ma vie. Das ist mein ganzes Leben.

Als hätte sie es geahnt, folgt kurz darauf das Unvermeidliche. Verrat und Deportation. An der Seite des geliebten Mannes, das gemeinsame Kind unter dem Herzen, werden sie nach Auschwitz verbracht. Gemeinsam bis fast zum Ende. Am Tor werden sie getrennt. Er stirbt aufgrund der harten Arbeit drei Monate nach der Ankunft, Charlotte sofort im Gas…

C’est toute ma vie.

Ihr ganzes Leben ist es, das bleibt. In einem Koffer. Ihre Bilder. Ein Leben, das Foenkinos mit diesem knappen, besonderen Stil auf den Punkt gebracht hat. Nie fühlte ich mich einem Menschen näher, der mir vorher gänzlich unbekannt war. Foenkinos macht Charltotte wieder lebendig, brennt sie dem Leser ins Herz, verankert sie dort. Eine literarische Meisterleistung, die mich wahnsinnig tief berührt hat. Mitgerissen in einen Strudel aus Leben, Geschichte und Kunst. Fast wie ein Schatten klebte ich an Charlottes Sohlen, erlebte atemlos jeden einzelnen ihrer Striche, fühlte fast körperlich die starken, aufflammenden Emotionen während der intensiven kreativen Schaffensphase. Malen um des Malens Willen, und um zu überleben. Atemlos. Dieses Buch – ein Meisterwerk, das niemals vergessen werden darf.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Gegen das Vergessen

Von: Eva Mirschel Datum: 11.06.2016

scattysbuecherblog.blogspot.de/

Wenn man das Buch aufschlägt, taucht man sofort in eine literarische Welt ab, wie man sie selten beim Lesen erlebt. Das Buch ist in einem Stil verfasst, das man glaubt, die ganze Zeit ein Gedicht zu lesen. Einzelne und kurze Satzabschnitte durchfluten das ganze Buch und bietem den Leser eine neue Erfahrung des Lesens.

Aber um wen geht es in diesem Buch?

Seit sich ihre Mutter das Leben nahm, lebt Charlotte mit ihrem Vater und der Stiefmutter in Berlin. Ihr Vater ist Arzt und ihre Stiefmutter Künstlerin. Auch in Charlotte steckt eine wahre Künstlerin, denn sie fängt früh an zu malen und versinkt gern in den Farben der Welt. Ihre Bilder sind außergewöhnlich gut und man merkt schnell, dass sie großes Talent besitzt.

Aber Charlotte ist auch ein normales Mädchen und verliebt sich über beide Ohren. Doch ihre Liebe kann nicht lange bestehen, denn Charlotte wird zu ihrer Oma geschickt und diese wohnt sehr weit abseits. Allerdings hat sie es bei ihrer Oma nicht leicht, denn diese verfällt in Depressionen und nimmt sich kurz darauf das Leben.

Nun ist auch Charlotte von dunklen Gedanken geprägt und denkt immer wieder an Suizid. Ob ihr die Malerei helfen wird, ihre Gedanken von der Dunkelheit zu befreien, müsst ihr selber nach lesen.

Ein Buch mit wahnsinnig viel Gefühl, überschattet von Selbstmord, Krieg aber auch großer Kunst. Es lässt einem nicht mehr los und bringt einen dazu, über das eigene Leben nach zu denken und über das von Charlotte. Ein wahres Buch *Gegen das Vergessen*.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Ungewöhnlich und sehr eindringlich

Von: Monika Fuchs aus Hamburg Datum: 19.10.2015

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Was ist David Foenkinos für ein ungewöhnlicher Autor! Vor einiger Zeit habe ich „Natalie küsst“ (DTV) von ihm gelesen und war begeistert. Danach kam bei mir „Souvenirs“ (DTV), wovon ich enttäuscht war. Und nun wollte ich eigentlich keinen neuen Versuch wagen. Aber nachdem mir Buchhändlerinnen einer kleinen Buchhandlung dieses Buch so sehr empfohlen haben, habe ich es dann doch gewagt. Und das Thema ist ja eins, welches, wie einige von Ihnen gleich erkennen werden, ich sehr gerne lese – eine Geschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. David Foenkinos erzählt dieses Mal die Geschichte von Charlotte Salomon, einer jungen Berliner Jüdin, die nur 26 Jahre alt wurde. Sie hat ein einziges, allerdings sehr umfangreiches und ungewöhnliches Werk verfasst – „Leben? Oder Theater?“. Dieses Werk umfasst ca. 800 Gouachen im expressionistischen Stil, die sie mit erläuternden Texten und Hinweisen zu Musikstücken kombiniert hat. Das Ganze ist aufgebaut wie ein Theaterstück. Und es erzählt die Geschichte ihrer Familie und ihrer großen Liebe. Als Buch ist das Werk leider nicht mehr neu erhältlich. Und die Bilder werden im Joods Historisch Museum in Amsterdam verwahrt. Und David Foenkinos erzählt nun diese Familiengeschichte. Eine tragische Geschichte, in der sehr viel von Depressionen und Selbstmord die Rede sein wird. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt sagen. Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen hab, hat es mich erschreckt. Auf den ersten Blick sieht es nämlich so aus, als ob es ein Gedicht sei. Aber das täuscht. Der Autor schreibt nur sehr kurze Sätze und macht nach jedem Satz einen Zeilensprung. Dadurch sieht es aus wie ein Gedicht. Was anfangs etwas gekünzelt wirkt, macht nach längerem Lesen durchaus Sinn. Ich habe etwas gebraucht, bis ich in dem Buch drin war. Aber dann hat es mich nicht wieder losgelassen. Und dieser besondere Stil passt hervorragend. Charlotte war nur eine kurze Lebenszeit gegönnt. Und gerade kurz vor ihrem Ende musste sie die Zeit gut nutzen. Und so zieht einen dieses Buch mit seinen knappen Sätzen immer mehr in die Geschichte rein. Man wird beim Lesen hast atemlos. Sehr interessant ist während des Lesens, dass der Autor nicht nur die Geschichte von Charlotte Salomon erzählt, sondern auch immer wieder einmal mit einfließen lässt, wie er überhaupt auf die Idee zu diesem Roman gekommen ist, und was er während der Recherche erlebt hat. Mich hat dieses Buch zutiefst beeindruckt. Ich kann es nur empfehlen. 240 Buchseiten, die einen gefangen nehmen.

Von: Tina Krausekopf aus Neumünster Datum: 20.07.2015

Buchhandlung: Lübbert + Hieronymus BUCH & medien Vertriebs-GmbH

Habe gerade in einem Rutsch "Charlotte" durchgelesen! Und das, obwohl es schon lange sein Dasein in einem großen Bücherstapel fristet, immer wieder nach unten rutschte, weil... ja weil ich David Foenkinos so belanglos fand. Ich revidiere mein Urteil! Was für ein großartiger Erzählstil! Was für ein beeindruckenes Buch! Faszinierende Charlotte!

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