Renegades - Gefährlicher Freund

Roman

Ab 14 Jahren
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Sie sind eine Vereinigung speziell begabter Menschen. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt und Anarchie haben sie in Gatlon City für Recht und Ordnung gesorgt: die Renegades. Seither gelten sie als Helden, zu denen alle aufsehen.

Alle außer den Anarchisten, die von den Renegades vertrieben wurden und die nun im Untergrund der Stadt auf Rache sinnen. Die 17-jährige Nova ist eine von ihnen. Sie hat ihre Familie auf schreckliche Weise verloren und allen Grund, die Renegades zu hassen. Aufgrund ihrer besonderen und geheimen Gabe soll sie sich bei den Renegades einschleichen – um sie dann von innen heraus zu zerstören. Alles verläuft nach Plan, bis sie sich ausgerechnet in den jungen Kommandanten Adrian verliebt – und er sich in sie. Eine Liebe, die nicht sein darf in Zeiten, wo sich Renegades und Anarchisten zum großen Kampf rüsten …


Aus dem Amerikanischen von Charlotte Lungstrass-Kapfer
Originaltitel: Renegades
Originalverlag: Feiwel & Friends
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22851-4
Erschienen am  10. September 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Renegades-Reihe

Leserstimmen

Held oder Schurke? Aber wer entscheidet das?

Von: Protagonistin erlebt

09.10.2019

"AM ANFANG WAREN WIR ALLE SCHURKEN. Durch die Jahrhunderte wurden Wunderkinder vom Rest der Welt gefürchtet. Gejagt. Gefoltert. Gehasst und unterdrückt. Man hielt uns für Hexen und Dämonen, für Freaks und Missgeburten. Wir wurden gesteinigt, aufgeknüft und auf Scheiterhaufen verbrannt, während die Menschen mit kaltem Blick zusahen, voller Stolz, die Welt von einem weiteren Übel befreien zu können. Ihre Angst war berechtigt. Jahrhunderte lang. Ace Anarcho änderte alles." Zitat Seite 11 Ace Anarcho hat eine Ära geschaffen in der Menschen mit besonderen Kräften einen berechtigten Platz in der Welt bekommen haben und sich nicht länger verstecken mussten. Dies schaffte er durch Auflehnung und indem er bekannt Infrastrukturen dem Erdboden gleich machte. Erst waren die Banken und Aktienbörsen dran. Danach setzte er die Justizsysteme außer Kraft. Diese Ära dauerte zwanzig Jahre und wurde im Nachhinein die Ära der Anarchie genannt, den es gab keine Strafe für Verbrechen, keine Polizei und keine Gefägnisse mehr. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass mit dieser Wendung zeitgleich das Maß an Grausamkeit, Gewalt und Verbrechen wuchs. Es herrschte das Gesetzt des Stärkeren, "und wie sich bald herausstellte, waren die Stärkeren meistens echt miese Typen". Zitat Seite 13 "Aber dann, scheinbar über Nacht, kehrte sich zurück - die Hoffnung. Funkelnde, strahlende Hoffnung, gekleidet in Masken und Capes." Zitat Seite 13 Die Renegades, eine Formation selbsternannter Superhelden (ebenfalls Menschen mit besonderen Fähigkeiten), bekämpfen ihresgleichen, um die vorherrschenden Missstände zu verbessern. Und das mit Erfolg. Sie bringen Ace Anarcho, den Anführer zu Fall und verdammen die restlichen Schurken in den Abgrund. Fortan werden neue Wunderkinder in einem jährlichen Ritual in den Verband aufgenommen, um anschließend zu Superhelden ausgebildet zu werden. "Adrian ging davon aus, dass dies nicht ganz dem entsprach, was sie sich vor vielen Jahren bei der Gründung der Renegades gedacht hatten. Damals war jeder ein Held gewesen, der bereit war aufzustehen und gegen die Verbrecherbanden zu kämpfen. Man brauchte weder eine besondere Anstecknadel noch einen Titel dafür. Man brauchte keine allgemeine Anerkennung. Heute waren sie keine echten Kämpfer mehr, sie waren Stars. Stars mit einem sehr wichtigen Job, aber trotzdem Stars." Zitat Seite 195 Doch nicht jeder ist ein Fan der neu entstandenen Beschützer. Ich möchte auch sagen - zu Recht. Denn was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass die Charaktere keine klare Abgrenzung haben. Auf einer Seite zu stehen, die sich selbsternannt zu den Beschützern der Menschen gemacht hat, bedeutet nicht zwingend selbst gut zu sein oder nur nach diesen Prinzipien zu handeln. Und nur weil man von der Welt als Schurke beschimpft wird, heißt es nicht, dass man grundsätzlich böse sein muss und nur Schlimmes im Sinn hat. Gerade unsere Protagonistin, "Nachtmahr" die auf der Seite der Schurken steht, ist sehr symphatisch. Doch aufgrund eines inneren Konfliktes und weil Sie die Nichte von Ace Anarcho ist, hat Sie eine klare Meinung zu den vermeintlichen Rettern. Diesen Grund kann man gut nachfühlen, was letztendlich die Zerrissenheit von Nova Artino, wie "Nachtmahr" mit bürgerlichem Namen heißt, verdeutlicht und einem beim Lesen des Buches nicht nur begleitet, sondern auch beschäftigt. Um die Zerrissenheit auch beim Lesen zu verstärken, erhalten wir auf der Gegenseite Adrian Everhart, genannt Sketch, den Adoptivsohn der zwei bekanntesten Renegades. Und ein Muster an Tugend. Doch was passiert, wenn Nora auf Adrian trifft? Marissa Meyer Schreibstil ist flüssig und an den richtigen Stellen mit Spannung vollgepackt. Ihre Charakter sind klug durchdacht und die Dialoge zwischen Schurken und Helden erinnern an klischeehafte Comicunterhaltungen. Versteht mich nicht falsch - den entstandenen Flair durch diese Textpassagen feier ich sehr und habe diese mehr als passend empfunden. Umso trauriger macht es mich, dass diese neue geschaffene Welt viele Parallelen zu der berühmten X-Men-Reihe aufweist. Es gibt ein Wunderkind, das vor allen anderen separiert wird. Ace Anarcho ist ein starker Telekinet mit einem Helm. Hier hätte ich mir mehr Individualität und vor allem Kreativität gewünscht, wie es zum Beispiel Brian K. Vaughan in seiner Graphic Novel "Saga" schafft oder auch Nnedi Okorafor in "Das Buch des Phönix". Alles in allem ein solider Start für die Trilogie - mit bösem Cliffhänger. Also haltet lieber gleich die Folgebänder bereit. Der letzte Teil wird in Deutschland Ende Januar 2020 erscheinen.

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Nachtmahr und/vs. Wächter

Von: fuddelknuddel

27.02.2019

„Eine Zeit lang hatte sie es fast genossen, bei ihm zu sein. Und nicht nur das... sie hatte es genossen, ein Renegade zu sein.“ (aus Renegades - Gefährlicher Freund von Marissa Meyer) Wunderkinder sind mittlerweile die Lösung für alles. In Gatlon City sorgen sie für Recht und Ordnung, eine Organisation von mächtigen Superhelden: Die Renegades. Doch nicht alle Leute liegen diesen Menschen mit Begabung zu Füßen, wie zum Beispiel die Anarchisten. Sie verfolgen das Ziel, die Renegades zu stürzen und streben nach Unabhängigkeit für alle Wunderkinder. Besonders Nova hat einen Grund, die Renegades zu hassen, denn sie musste tatenlos mit ansehen, wie ihre Familie ausgelöscht wurde, ohne dass jemand ihnen zur Hilfe geeilt ist. Die Widerständler wollen Nova bei den Renegades einschleusen und die Organisation im Kern zerstören, doch mit der Zeit findet Nova Gefallen an ihrem Teamleiter Adrian, einem waschechten Renegade. Doch kann das jemals funktionieren, ein Anarchist und ein Renegade? Und was wird passieren, wenn Adrian die Wahrheit über Nova erfährt? Von Marissa Meyer hatte ich durchaus zuvor schon gehört, bisher allerdings nichts gelesen. Weil ich das Thema Superhelden extrem spannend finde, habe ich mich dazu entschlossen, dem Ganzen mal eine Chance zu geben, auch wenn ein Buch mit 600+ Seiten im ersten Moment immer sehr einschüchternd wirkt. Aus diesem Grund habe ich es (unverdient) leider sehr lange vor mir hergeschoben und kann entsprechend erst jetzt die Rezension verfassen. Erzählt wird aus verschiedenen Sichten, mal auf Nova, mal auf Adrian. Und obwohl es nicht meine geliebte Ich-Perspektive war, hat mich die Geschichte gefesselt und ich habe zu jedem Zeitpunkt mit den Protagonisten mitgefiebert. Die Erzählweise hat einfach perfekt gepasst und war sehr gut umgesetzt, ich hätte mir keine andere gewünscht. Was mir ebenfalls gut gefallen hat, war der Einfallsreichtum der Autorin, was die Fähigkeiten der Wunderkinder betrifft. Ich hätte nie die Fantasie für so viele verschiedene Besonderheiten gehabt, besonders die Fähigkeit von Adrian hat mich extrem fasziniert. Im Grunde genommen ist er der vielseitigste von allen, ein faszinierender Charakter. Novas Begabung mag auf den ersten Blick langweilig erscheinen, aber sie verlässt sich nicht nur darauf, sondern auch auf ihre technisch-handwerklichen Fähigkeiten und ihr Kampfgeschick, das macht sie doppelt gefährlich, da man sie leicht unterschätzt. Ihr Motiv, die Regenades zu vernichten liegt klar auf der Hand, aber auch die Bemühungen der Renegades, die Anarchisten niederzuringen konnte ich bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen. Beide Seiten haben sowohl Recht als auch Unrecht und es hat mich ein bisschen aufgeregt, dass jeder so viele Geheimnisse vor dem anderen hat, besonders Adrian und Nova. Am Ende des Buches hat die Autorin noch mal eine Bombe platzen lassen, die ich zwar schon hier und da mal vermutet hatte, mich aber dennoch überrascht hat. Den Schauplatz Gatlon City fand ich raffiniert konstruiert. Es ist diese Mischung aus neuer Technologie und Zerstörung durch die Machtergreifung der Anarchisten, die zurückgeblieben ist und bisher nie beseitigt wurde, die mich fasziniert hat. Die perfekte dystopische Stadt, mit Licht- und Schattenseiten für die „Guten“ und die „Bösen“, wobei es hier Ansichtssache ist, wen man in welche Kategorie steckt. Mein Fazit: Es sind viele Fragen offen, von denen ich hoffe, dass sie im zweiten Band zumindest teilweise geklärt werden, auch wenn ich befürchte, dass eher noch mehr dazukommen werden. Grandioses Setting, vielseitige Charaktere und eine spannende Story, die noch viel Stoff für die nächsten Teile zu bieten hat – klare Leseempfehlung!

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Vita

Marissa Meyer studierte Kreatives Schreiben und arbeitete als Lektorin in Seattle, bis sie ihren ersten Buchvertrag bekam. Mit den Luna-Chroniken gelang ihr auf Anhieb eine internationale Bestsellerserie, die in 27 Ländern verkauft wurde. Marissa Meyer lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Tacoma, Washington.

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