,

Sleeping Beauties

eBook epub
19,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 24,00 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.

»Der neue Roman ist mit seinen fast tausend Seiten ein epischer Kraftakt, aber ganz mühelos, unangestrengt.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung (13. Januar 2018)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Sleeping Beauties
Originalverlag: Scribner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21947-5
Erschienen am  13. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

für einen King zu simpel

Von: der Michi

19.11.2018

Stephen King ist vor allem dafür bekannt, die finsteren Seiten ganz normaler Leute eindrucksvoll zu enthüllen. "Sleeping Beauties" zeichnet ein besonders düsteres Bild, das fast ganz ohne "echten" Horror auskommt. Denn kaum ist die Damenwelt mehrheitlich weggepennt und eingesponnen werden die Männer mehrheitlich zu wilden Tieren. Die einen zünden schlafende Frauen an, andere begeben sich auf Plünderungsfeldzüge oder töten, um ein Heilmittel für die mysteriöse Krankheit zu finden. Wenn es in Kings Amerika, sicher nicht erst seit Donald Trumps Amstübernahme, mittlerweile tatsächlich so aussieht, dann besteht wenig Hoffnung. Als an permanente gesellschaftliche Selbsterziehung gewöhnter Mitteleuropäer wirkt die meist simple schwarz-weiße Charakterzeichnung der Figuren allerdings sehr viel weniger anspruchsvoll, als man es von King senior bisher gewohnt war. Schwer zu sagen, welcher der beiden Autoren welchen Teil zu verantworten hatte, aber das Schreckensszenario ist zu perfekt konstruiert, um permanent zu überzeugen. Kaum ist das kleine Appalachen-Städtchen Dooling, in dem der Großteil der Handlung stattfindet, erst einmal im frauenlosen Chaos versunken, entwickelt sich vieles, wie man es ahnt: Der an sich zweifelnde, feinsinnige Psychiater Dr. Norcross wird zum Beschützer, der schon immer irgendwie gewalttätige Tierfänger Frank Geary wird noch kompromissloser, ein Junge verliebt sich in ein Mädchen und ältere Jugendliche schikanieren planmäßig die Jüngeren. Und natürlich treiben sich in den Wäldern ein paar Psychopathen herum, die das Chaos dankbar für noch mehr Terror ausnutzen. Da ist es schon fast eine Erleichterung, wenn nach knapp der Hälfte erst einmal erklärt wird, was mit den Frauen eigentlich passiert ist. Zauberbann, Krankheit oder doch etwas anderes? Diese Frage halten King und Sohn nicht zu lange unter Verschluss und legen die Entscheidung über die Zukunft der Welt schließlich den entschlafenen Frauen in die Hände. Denn die Männer kriegen alleine nichts hin, soviel ist mal klar. Irgendwo taucht noch der übliche Satz auf, dass es mehrheitlich Männer sind, die Kriege beginnen, Gewaltverbrechen begehen und sonstige Risiken eingehen, unter denen die Frauen gefälligst zu leiden haben. Statistisch stimmt das. Dennoch ist es eine simple These, die selbst in der Unterhaltungsliteratur schon längst vielseitiger diskutiert wird. Hier hat man es sich zu einfach gemacht, vor allem wenn sich kaum eine der Figuren durch die Geschehnisse wirklich verändert, sondern einfach noch ein bisschen mehr die Sau rauslässt als vorher eh schon. Fast keiner der Männer trägt etwas Gutes in sich und wenn doch führt genau diese Fürsorge zu weiteren Gewaltakten, denn man(n) will ja nur helfen. Immerhin werden gegen Ende versöhnlichere Töne angeschlagen und hinsichtlich der Nachwirkungen des Ereignisses gibt es manche Überraschungen. Für einen Stephen-King-Roman ist "Sleeping Beauties" damit leider höchstens Durchschnitt. Selbst sein Spätwerk hat viele bessere Romane hervorgebracht als diesen, etwa "Revival". Seinem (offenbar auch weitervererbten) schwerelosen Schreibstil ist es zu verdanken, dass sich die knapp tausend Seiten trotzdem spannend lesen, auch wenn es diesmal mehr Thriller als Horror ist. Die guten alten Gruselmomente gibt es höchstens dann, wenn die die Männer attackierenden schlafenden Frauen Gesichter zerfetzen und Schädel zerschmettern. Aber auch das kennt man irgendwie schon.

Lesen Sie weiter

Ein phantasievoller etwas anderer Thriller

Von: Linda liest

19.09.2018

Kurz und Knapp: Während Dr. Clinton Norcross als Psychiater in einer Frauenhaftanstalt tätig ist, beschützt seine Frau Lila als Polizeichefin die Bürger der Kleinstadt. Es häufen sich Berichte über Frauen, die einschlafen, einen Kokon bilden und nicht mehr aufwachen. Und wehe, sie werden geweckt! Frauen auf der ganzen Welt sind betroffen, so scheint es. Doch eine Frau bildet scheinbar die Ausnahme bei dieser ominösen Schlafepidemie… Zu Buchbeginn werden die Charaktere vorgestellt und wie sie in Beziehung zueinanderstehen. In der Frauenhaftanstalt werden die beiden Zellengenossinnen Ree, die für Kreditbetrug, Urkundenfälschung und versuchten Drogenhandel einsitzt, und Jeanette, die wegen eines Kreuzschlitzschraubenziehers, den sie ihrem Mann im Drogenrausch in die Weichteile gerammt hat und er daraufhin verblutet ist, im Gefängnis ist, eingeführt. Im Gefängnis arbeitet Dr. Clinton Norcross als Psychiater, nachdem er zunächst in einer Privatpraxis aktiv war. Der Leser erfährt etwas über sein Leben mit Frau Lila und Sohn Jared. Auch etwas über seine Gefühle gegenüber des körperlichen Verfalls beim älter werden. In den Nachrichten im Frauenknast gibt es die ersten Berichte zum Ausbruch einer ominösen Schlafepidemie, die in Australien auftritt und ausschließlich Frauen betrifft… Für mich war das mein erstes Buch von Stephen King und meine beiden Befürchtungen wurden nicht erfüllt. Das Buch war weder zu grausam, noch zu langwierig geschrieben. Zugegeben, das Buch ist schon ein echter Wälzer und mit ca. 950 Seiten verdammt dick aber dennoch spannend. Ich kann also, zumindest in diesem Fall, nicht nachvollziehen, warum dem Autor oftmals vorgeworfen wird nicht auf den Punkt zu kommen ;) Vielleicht liegt es bei diesem Buch aber auch daran, dass sein Sohn mitgeschrieben hat, ich weiß es nicht – immerhin kenne ich nur das eine Buch von Stephen King ;) Für mich war die Story durchgehend spannend aber leider auch nicht atemberaubend, bahnbrechend spannend. Es handelte sich für mich um eine interessante Idee und gut geschriebene Geschichte, die ich aber auch jeden Moment aus der Hand hätte legen können, ohne weiterzulesen. Der Suchtfaktor hat sich bei mir nicht eingestellt. Das ist irgendwie schade aber auch nicht weiter schlimm, immerhin ändert das ja nichts daran, dass ich das Buch gut fand. Irritierend fand ich die hin und wieder in dem Buch beschriebene traditionelle oder fast schon klischeehafte Frauen- und Männerrollenverteilung. Die war für mich einfach nicht gut umgesetzt. Auch kam mir der Einschub am Ende des Buches mit einer erschossenen schwarzen Person (will jetzt bewusst weder Geschlecht oder Namen nennen, um nicht zu spoilern ;)) und die darauffolgenden Passagen zu Rassenvorurteilen oder Befürchtungen dieser merkwürdig vor. Das hat für mich einfach nicht richtig in das Buch gepasst. Es wirkte einfach so hineingeschoben, ohne jetzt wirklich sinnvoll das Buch zu ergänzen. Mal abgesehen von diesen Dingen war dies für mich mal eine vollkommen andere Geschichte, phantasievoll und ich habe etwas Vergleichbares noch nie gelesen. Allein wegen dieser Idee und der doch gut zu lesenden Umsetzung wird dies wohl nicht mein einziges Buch von Stephen King bleiben und vielleicht, wirklich nur ganz vielleicht, entwickele ich mich auch noch zu einem richtigen Fan von ihm ;)

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

Owen King ist der jüngere Sohn von Stephen und Tabitha King. Für seine Kurzgeschichten, die in verschiedenen Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»Ein Schauderspaß für kalte Winterabende.«

BILD (16. November 2017)

»Eine erstaunlich gelungende Mischung.«

dpa (14. November 2017)

»Die Kings haben wohl passend zur aktuellen Sexismus-Diskussion das Buch des letzten Stündleins des Patriarchats geschrieben.«

STERN (23. November 2017)

»Eine klassische King-Geschichte, die gesellschaftliche Themen aufgreift und mit 960 Seiten zu einer Art gedrucktem Netflix wird, das zum exzessiven Lesen verführt.«

Berliner Morgenpost (24. November 2017)

»Bunter, verspielter Horror.«

Kurier (22. November 2017)

»Ein gelungener literarischer Hybrid, ein politischer Spannungsroman, der pechschwarzhumorige Gesellschaftskritik mit Gewaltfantasien sowie mit Fantasy- und Gruselelementen verbindet - ein Muss für alle Fans von Stephen King […].«

Kölner Stadt-Anzeiger (30. November 2017)

»Das gut 900 Seiten dicke Werk verwebt Zauber à la Harry Potter mit dem bekannten King-Grusel, der sich in einer Kleinstadt abspielt.«

BILD (16. November 2017)

»Ein weiteres literarisches Sozialexperiment Stephen Kings.«

Hannoversche Allgemeine (15. November 2017)

Weitere E-Books der Autoren