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Sleeping Beauties

Hardcover
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Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt.

»Der neue Roman ist mit seinen fast tausend Seiten ein epischer Kraftakt, aber ganz mühelos, unangestrengt.«

Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung (13. Januar 2018)

Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Sleeping Beauties
Originalverlag: Scribner
Hardcover mit Schutzumschlag, 960 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
ISBN: 978-3-453-27144-9
Erschienen am  13. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Geniale Idee mit etwas zäher Umsetzung

Von: Christian

03.02.2019

Wenn Frauen zu Dornröschen werden: In Sleeping Beauties verfällt praktisch die gesamte weibliche Bevölkerung in einen rätselhaften Schlaf. Was steckt hinter dem Phänomen der "Aurora"? Und gibt es einen Weg die Frauen wieder aufzuwecken? Inhalt: Urplötzlich geschehen auf der Erde merkwürdige Dinge: Sobald Frauen sich zum Schlafen legen, spinnt sich eine Art Kokon um ihr Gesicht. Ihre Vitalfunktionen bleiben bestehen...aber sie wachen einfach nicht mehr auf und das Entfernen des Kokons verwandelt sie in scheinbar wildgewordene Bestien! Während die Frauen alles versuchen um wach zu bleiben, scheint es im beschaulichen County Dooling eine Frau zu geben, die immun gegen die Aurora zu sein scheint. Was ist das Geheimnis von Evie Black und kann sie der Welt ihre Frauen zurückgeben? Oder sind sie für immer verloren? Meine Meinung: Als ich von der Idee des Romans gehört habe, war ich sofort begeistert und war gespannt, wie die männliche Bevölkerung wohl mit dem Ausfall der Frauen umgehen würde. Bis auf diesen Aspekt aber wirklich eingegangen wird, ist bereits die Hälfte des Buches vorbei. Da Sleeping Beauties auch wieder knapp 1000 Seiten umfasst, lassen die Autoren es also sehr langsam angehen und führen zunächst einige Schlüsselfiguren ein. Das betrifft insbesondere den Gefängnispsychiater Clint, die Polizeichefin Lila und die rätselhafte Evie, mit deren Erscheinen scheinbar alles begonnen hat. Während immer mehr Frauen und Mädchen einschlafen, kämpft die restliche Bevölkerung mit allerhand Problemen: Wie bleibe ich möglichst lange wach, um der Aurora ggf. entgehen zu können, bis man einen Weg aus dem Schlaf gefunden hat? Was macht man eigentlich mit den ganzen Frauen? Sollen sie irgendwo eingelagert oder sogar verbrannt werden, da sie ja sowieso nicht mehr aufwachen? Was geschieht mit der Menschheit, wenn die Frauen tatsächlich nicht mehr aufwachen? Insgesamt geht das Buch tatsächlich eher in eine philosophische Richtung und statt einem Hauch Grusel versuchen die Kings es mit Mystik/Fantasy (hier beziehe ich mich vor allem auf den Baum). Wenn das Buch nicht von Stephen King wäre, würde ich wahrscheinlich 5 Sterne geben. Im Vergleich zu seinen vielen herausragenden anderen Romanen, würde ich es eher im Mittelmaß einordnen, da es mir (überraschenderweise) zu langatmig war und ich immer das Gefühl hatte, dass man mehr aus der Story herausholen könnte. Während ich auch seine jüngsten Bücher regelrecht verschlungen habe, habe ich für Sleeping Beauties knapp einen Monat gebraucht. Es konnte mich einfach nicht so fesseln... Fazit: Ein solider King mit spannender Story, die jedoch nur sehr langsam Fahrt aufnimmt. Insgesamt blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück und ich kann leider nur 3,5 Sterne vergeben.

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für einen King zu simpel

Von: der Michi

19.11.2018

Stephen King ist vor allem dafür bekannt, die finsteren Seiten ganz normaler Leute eindrucksvoll zu enthüllen. "Sleeping Beauties" zeichnet ein besonders düsteres Bild, das fast ganz ohne "echten" Horror auskommt. Denn kaum ist die Damenwelt mehrheitlich weggepennt und eingesponnen werden die Männer mehrheitlich zu wilden Tieren. Die einen zünden schlafende Frauen an, andere begeben sich auf Plünderungsfeldzüge oder töten, um ein Heilmittel für die mysteriöse Krankheit zu finden. Wenn es in Kings Amerika, sicher nicht erst seit Donald Trumps Amstübernahme, mittlerweile tatsächlich so aussieht, dann besteht wenig Hoffnung. Als an permanente gesellschaftliche Selbsterziehung gewöhnter Mitteleuropäer wirkt die meist simple schwarz-weiße Charakterzeichnung der Figuren allerdings sehr viel weniger anspruchsvoll, als man es von King senior bisher gewohnt war. Schwer zu sagen, welcher der beiden Autoren welchen Teil zu verantworten hatte, aber das Schreckensszenario ist zu perfekt konstruiert, um permanent zu überzeugen. Kaum ist das kleine Appalachen-Städtchen Dooling, in dem der Großteil der Handlung stattfindet, erst einmal im frauenlosen Chaos versunken, entwickelt sich vieles, wie man es ahnt: Der an sich zweifelnde, feinsinnige Psychiater Dr. Norcross wird zum Beschützer, der schon immer irgendwie gewalttätige Tierfänger Frank Geary wird noch kompromissloser, ein Junge verliebt sich in ein Mädchen und ältere Jugendliche schikanieren planmäßig die Jüngeren. Und natürlich treiben sich in den Wäldern ein paar Psychopathen herum, die das Chaos dankbar für noch mehr Terror ausnutzen. Da ist es schon fast eine Erleichterung, wenn nach knapp der Hälfte erst einmal erklärt wird, was mit den Frauen eigentlich passiert ist. Zauberbann, Krankheit oder doch etwas anderes? Diese Frage halten King und Sohn nicht zu lange unter Verschluss und legen die Entscheidung über die Zukunft der Welt schließlich den entschlafenen Frauen in die Hände. Denn die Männer kriegen alleine nichts hin, soviel ist mal klar. Irgendwo taucht noch der übliche Satz auf, dass es mehrheitlich Männer sind, die Kriege beginnen, Gewaltverbrechen begehen und sonstige Risiken eingehen, unter denen die Frauen gefälligst zu leiden haben. Statistisch stimmt das. Dennoch ist es eine simple These, die selbst in der Unterhaltungsliteratur schon längst vielseitiger diskutiert wird. Hier hat man es sich zu einfach gemacht, vor allem wenn sich kaum eine der Figuren durch die Geschehnisse wirklich verändert, sondern einfach noch ein bisschen mehr die Sau rauslässt als vorher eh schon. Fast keiner der Männer trägt etwas Gutes in sich und wenn doch führt genau diese Fürsorge zu weiteren Gewaltakten, denn man(n) will ja nur helfen. Immerhin werden gegen Ende versöhnlichere Töne angeschlagen und hinsichtlich der Nachwirkungen des Ereignisses gibt es manche Überraschungen. Für einen Stephen-King-Roman ist "Sleeping Beauties" damit leider höchstens Durchschnitt. Selbst sein Spätwerk hat viele bessere Romane hervorgebracht als diesen, etwa "Revival". Seinem (offenbar auch weitervererbten) schwerelosen Schreibstil ist es zu verdanken, dass sich die knapp tausend Seiten trotzdem spannend lesen, auch wenn es diesmal mehr Thriller als Horror ist. Die guten alten Gruselmomente gibt es höchstens dann, wenn die die Männer attackierenden schlafenden Frauen Gesichter zerfetzen und Schädel zerschmettern. Aber auch das kennt man irgendwie schon.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

Owen King ist der jüngere Sohn von Stephen und Tabitha King. Für seine Kurzgeschichten, die in verschiedenen Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet.

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Pressestimmen

»Ein Schauderspaß für kalte Winterabende.«

BILD (16. November 2017)

»Eine erstaunlich gelungende Mischung.«

dpa (14. November 2017)

»Die Kings haben wohl passend zur aktuellen Sexismus-Diskussion das Buch des letzten Stündleins des Patriarchats geschrieben.«

STERN (23. November 2017)

»Eine klassische King-Geschichte, die gesellschaftliche Themen aufgreift und mit 960 Seiten zu einer Art gedrucktem Netflix wird, das zum exzessiven Lesen verführt.«

Berliner Morgenpost (24. November 2017)

»Bunter, verspielter Horror.«

Kurier (22. November 2017)

»Ein gelungener literarischer Hybrid, ein politischer Spannungsroman, der pechschwarzhumorige Gesellschaftskritik mit Gewaltfantasien sowie mit Fantasy- und Gruselelementen verbindet - ein Muss für alle Fans von Stephen King […].«

Kölner Stadt-Anzeiger (30. November 2017)

»Das gut 900 Seiten dicke Werk verwebt Zauber à la Harry Potter mit dem bekannten King-Grusel, der sich in einer Kleinstadt abspielt.«

BILD (16. November 2017)

»Ein weiteres literarisches Sozialexperiment Stephen Kings.«

Hannoversche Allgemeine (15. November 2017)