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Jenseits von Afrika

Ungekürzte Lesung mit Nina Hoss

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€ 13,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-1618-0

Erschienen: 09.02.2015
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Eine Liebeserklärung an Kenia

Die Majestät des Hochlands, die unendliche Weite der Steppe und ihre Bewohner ziehen die Dänin Tania Blixen augenblicklich in den Bann, als sie sich 1914 im kolonialen Britisch-Ostafrika niederlässt und eine Kaffeeplantage gründet. In eindrucksvollen, farbigen Bildern beschreibt sie die märchenhaft-mystische Atmosphäre eines vom Untergang bedrohten Paradieses. Nina Hoss‘ Lesung lässt den Hörer Sehnsucht, Melancholie und Glück der großen Erzählerin mitfühlen.

(Laufzeit: 13h 01)

Ein abenteuerliches Leben Zum Special

Tania Blixen (Autorin)

Die Dänin Tania Blixen, 1885 in Rungstedlund bei Kopenhagen geboren, wanderte nach dem Studium der Malerei in Kopenhagen, Paris und Rom 1914 nach Kenia aus, wo sie den schwedischen Baron Blixen-Finecke heiratete und zu schreiben begann. Die gemeinsame Kaffeeplantage führte sie nach der Scheidung alleine weiter, bis sie wegen der Weltwirtschaftskrise und nach dem tödlichen Unfall ihres Geliebten Denys Finch Hatton 1931 gezwungen war, in ihre Heimat zurückzukehren. Für «ihre» Kikuyus hatte sie ein Bleiberecht auf der Farm erwirkt. Der Vorort von Nairobi, in dem die Hütten standen, trägt noch heute ihren Namen. 1962 starb sie in Rungstedlund. Mit ihrem autobiografischen Roman, der 1937 unter dem Titel "Den afrikanske Farm" auf Dänisch und "Out of Africa" auf Englisch erschienen ist, wurde Blixen weltberühmt. Sie zählt heute zu den populärsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.


Nina Hoss (Sprecherin)

Nina Hoss, 1975 in Stuttgart geboren, erlangte 1996 erste Bekanntheit in der Neuverfilmung von "Das Mädchen Rosemarie" von Bernd Eichinger. 1999 schloss Hoss ihr Schauspielstudium an der renommierten Ernst-Busch-Schule in Berlin ab. Neben Engagements am Deutschen Theater und an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin ist sie auch in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, u. a. in Doris Dörries "Nackt" und in "Die weiße Massai". 2003 und 2005 erhielt sie den Grimme-Preis in Gold, für "Toter Mann" und "Wolfsburg". Für ihre Hauptrolle im Kinofilm "Yella" wurde Hoss 2008 mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet. Im gleichen Jahr spielte sie in "Anonyma – Eine Frau in Berlin" die Hauptrolle. 2012 erschien der Kinofilm "Barbara" von Christian Petzold. 2014 war sie in "Phoenix", "A Most Wanted Man" und der hochgelobten US-Serie "Homeland" zu sehen. Für den Hörverlag ist sie in Anna Enquists "Die Betäubung" und Tania Blixens "Jenseits von Afrika" zu hören.

Übersetzt von Gisela Perlet
Originaltitel: © 2012 Manesse Verlag Zürich. (P) Der Hörverlag 2014
Originalverlag: Manesse

Hörbuch Download, Laufzeit: 781 Minuten

ISBN: 978-3-8445-1618-0

€ 13,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 09.02.2015

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Imaginäre Reise nach Afrika

Von: Catherine Datum: 01.02.2016

www.buchlingreport.blogspot.de

Eckdaten zum Autor:
Karen Blixen, Tania Blixen und Isak Dinesen - drei Pseudonyme hinter denen eine Frau steht: Karen Christence von Blixen-Finecke, geborene Dinesen, die 1885 in Kopenhagen geboren wurde. Und auch unter den Namen Osceola, Peter Lawless,Pierre Andrée zel oder Nozdref’s Cook veröffentlichte die Autorin ihre Novellen und Kurzgeschichten. In ihrem wohlbehüteten und gut betuchten Elternhaus wuchs Blixen mit ihren vier Geschwistern Inger Benedicte, Ellen Alvilde, Thomas Fasti und Anders Runsti auf. Während ihre zwei Schwestern eher musikalisch talentiert waren, entwickelte Blixen ihr sprachliches Talent und besuchte verschiedene Kunstschulen in Kopenhagen, Paris und Rom. 1907, nachdem das Studium beendet war, veröffentlichte Blixen ihre ersten Kurzgeschichten. Bereits als Kind stand sie in Kontakt zu ihrem späteren Ehemann Bror von Blixen-Finecke, der Sohn einer Cousine ihres Vaters. Eigentlich verliebte sich Blixen in Brors Zwillingsbruder Hans, diese Liebe blieb aber unerwidert, sodass sich Blixen mit Bror 1912 verlobte.
Mit ihm ging Blixen nach Kenia, um dort eine Milchfarm zu kaufen. Sie kauften eine kleine Farm am Fuße der Ngong-Berge südlich von Nairobi. Doch als die beiden auf der Farm ankamen, mussten sie feststellen, dass es keine Milch- sondern eine Kaffeefarm war. Das Problem: Damals galt es noch unmöglich, in einer Höhe von 1700m Kaffee anzubauen. Doch Blixen versuchte alles, um das Wunder möglich zu machen. Größere Probleme waren die Trockenperiode zwischen 1915 und 1918, die gestoppte Kaffeeeinfuhr durch die Briten 1917 und diverse Krankheiten in den Rinderherden, der den Aufenthalt in Afrika schwierig für die Eheleute machten. Zudem war Bror wohl kein guter Ehemann, konnte nicht mit Geld umgehen und galt als Womanizer, der sich auch gern mit Prostituierten vergnügte. Aus gesundheitlichen Gründen mussten Blixen und ihr Mann Kenia zwei Mal verlassen. 1920 bat Bror Karen schriftlich um die Trennung, Karen willigte zwar nicht ein, aber 1921 trennten sie sich trotzdem, 1925 wurden sie geschieden. Mit Hilfe ihres Bruder versuchte Blixen die finanzielle Lage der Farm daraufhin zu retten. 1931, nach 17 ertraglosen Jahren, musste Karen Blixen die Farm aufgeben, nach Dänemark zurückkehren und bei ihren Eltern leben. 1934 veröffentlichte sie schließlich ihre sieben phantastischen Geschichten auf Englisch, für die sie kurz darauf ausgezeichnet wurde. In den kommenden Jahren verfasste sie viele weitere Geschichten und ihren einzigen Roman The Angelic Avengers, der in einer Allegorie den Untergang des Nazi-Regimes beschreibt.1962 verstarb Blixen im Alter von 77 Jahren.

Wichtigste / Bekannteste Werke:
Sieben Phantastische Geschichten,(Die Wege um Pisa; Der alte, wandernde Ritter; Der Affe; Ein Familientreffen auf Helsingör), 1934
Jenseits von Afrika, 1937
Schicksals-Anekdoten (Der Taucher; Babettes Gastmahl; Stürme; Die unsterbliche Geschichte; Der Ring), 1960

Inhalt:
Dieses Mal fiel es mir sehr schwer, mich bei dem Lebenslauf der Autorin kurz zu fassen. Aber erstes finde ich das Leben von Tania Blixen unheimlich spannend und zweitens ist ihr Buch Jenseits von Afrika auch eine Art von Autobiografie, die einen Großteil von Blixens Zeit in Afrika schildert. Wobei es hier weniger um sie selbst und ihr Schicksal geht (wie zum Beispiel ihre Eheprobleme oder ihre Affäre mit Dennis Finch-Hatton), sonder in erster Linie um das schillernde, bunte, einzigartige Leben in Afrika. In wenigen Kaptiel erzählt sie einzelne Erlebnisse und Episoden von ihrer Zeit auf der Kaffeeplantage. So berichtet Blixen zum Beispiel von dem Leben der Eingeborenen, die auf ihrer Farm arbeiten, spricht von deren ungewöhnlichen Traditionen und Bräuchen, verbotenen Rituale, Hochzeitsbräuchen aber auch von der Rivalität zwischen den Stämmen. Oder sie erzählt davon, wie sie ein kleines Gazellen-Baby, dass sie Lulu tauft, großzieht. Und von den vielen Kindern, die auf der Farm leben und über deren Schicksale, wie das von dem Kikuyujungen Kamante, dem sie hilft seine Hautkrankheit zu besiegen und der daraufhin zu ihrem treuen Diener wird. So taucht man immer weiter in die faszinierende Welt Kenias ein.

Unsere Meinung:
Ich mochte dieses Buch von Karen Blixen unheimlich gerne. Gut, ich bin sowieso eingeschworener Afrika-Fan. Aber ich glaube, auch für jemanden, der noch nie auf dem dunklen Kontinent war, ist die Lektüre wie eine phantastische Reise in dieses faszinierende Gegend. Es ist kein Abenteuerroman, nicht voller Aktion. Nein, viel mehr mal Blixen mit ihrem ruhigen, nüchternen Sprachstil ein intensives Bild von Afrika mit vielen bunten, kräftig-deckenden Farben auf ihre Literatur-Leinwand in das wir beim Lesen ganz tief eintauchen können. Man spürt förmlich die heiße Luft, den warmen Sand unter den Füßen. Und gerade durch ihre distanzierte Ich-Erzählerfigur wirkt die Kulisse fast natürlich und ungetrübt.

Viele kennen sicherlich den Film Jenseits von Afrika mit Meryl Streep und Robert Redford in den Hauptrollen. - Hier kommt mir mein Film-Unwissen mal wieder zu Gute, denn ich habe diesen Tatsächlich nie gesehen und konnte mich so ganz unvoreingenommen auf die Erzählung von Blixen einlassen. Der Film konzentriert sich wohl vor allem auf die romantische Geschichte zwischen Blixen und Finch-Hatton, diese kommt allerdings in der Buchvorlage im Prinzip gar nicht zu Sprache. Finch-Hatton kommt zwar hier und da mal vor, aber hätte ich mich nicht nach der Lektüre etwas schlau gemacht, wäre ich nicht wirklich darauf gekommen, dass die beiden ein Liebespaar waren. Allerdings finde ich es auch schöner so. Hätte sich Blixen auf diese Liebesgeschichte konzentriert, wäre diese einzigartige Essenz von Afrika in den Hintergrund gerückt - und um diese geht es ja hier eigentlich und sie zeichnet diese wunderbare Geschichte eben auch aus,

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch MP3-CD)

Leider sehr Monoton und mit wenig Emotionen

Von: Angelika O. Datum: 23.03.2015

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

“Jenseits von Afrika” ist der Autobiographische Roman von Tania Blixen indem sie die Zeit beschreibt, die sie auf dem Schwarzen Kontinent verbracht hat. Sie schildert ihr Leben auf der Farm, mit den Völkern die auf und um ihr Land leben. Dem Kampf gegen Plagen die die Ernte vernichtet haben und schließlich ihre Existenz in Afrika zum Scheitern brachten.

Angetan durch das schöne Coverbild und das Nachwort von Ulrike Draesner über Tania Blixen und ihren Roman, freute ich mich sehr auf das Hörbuch. Meine Erwartung in die Erzählung war sehr hoch und wurde leider nicht erfüllt. Nina Hoss als Sprecherin hat zwar eine angenehme Stimme, konnte mich aber absolut nicht fesseln. Das lag wohl aber auch an der Erzählung an sich. Bei Begegnungen mit wilden Tieren stelle ich mir vor, dass das Adrenalin das Blut zum Kochen bringt und das Herz schneller zu schlagen beginnt. Aber weder in der Geschichte noch in der Vorleserin konnte ich dieses spannende Gefühl ausmachen. Ich hatte so manches mal den Eindruck, Tania Blixen war als Person kalt wie Eis und die Sprecherin trug mit immer gleicher Stimmlage nicht dazu bei mir diesen Eindruck zu nehmen. Die rituellen Feiern, die Safaris, der Tod, alles hatte sich für mich gleich farblos und eintönig angehört ohne Emotion, ohne Freude, ohne Spannung, ohne Trauer. Schade eigentlich, wobei ich durchaus der Meinung bin, dass es an der Art wie der Roman geschrieben ist lag, dass mir das Zuhören kein Vergnügen bereitet. Von der Vorleserin war da wohl auch nicht mehr herauszuholen.

Fazit:

“Jenseits von Afrika” war für mich endtäuschend. Nina Hoss’ Stimmfarbe ist schön, ihr Vorlesen ist zu Monoton und hatte kaum erkennbare Emotionen und Veränderungen in der Tonlage.

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