Basar der bösen Träume

Hardcover
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Hier werden Albträume wahr

Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht.

Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.«


Originaltitel: The Bazaar of Bad Dreams
Hardcover mit Schutzumschlag, 768 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27023-7
Erschienen am  18. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Kurzromane und Erzählungen

Leserstimmen

Eine Klasse für sich

Von: G. Walt

17.06.2017

Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« (1) Stephen King scheint eine A-Version gegen Autos zu haben. Zumindest spielt das Motorisierte, welches in vielen Fällen ein tödliches Eigenleben entwickelt, in seinen Stories nur zu oft eine große Rolle. Ein Vorreiter für diese Art seiner Geschichten oder besser gesagt eine Paradebeispiel ist sicher "Christine". Aber auch "Trucks". In der Kurzgeschichte Raststätte Mile 81 ist es genauso. Obwohl diese Geschichte eigentlich zu lang für eine Kurzgeschichte ist und schon fast Heftromanlänge besitzt. Das schöne bei King. Er schweift zwar gerne in blumigen Erzählungen ab, die zwischen Perversion und Prosalisch schwanken, aber er bleibt bei seiner Geschichte. Während andere Autoren ohne ersichtlichen Grund, scheinbar zahllose Nebenhandlungen erstellen um den Umfang des Werkes künstlich zu strecken, reicht bei ihm eine Idee aus, um die Handlung abendfüllend zu machen. Gleich die erste von mir schon erwähnte Geschichte ist ein solches Beispiel. Geschildert wird zum Teil das Erlebnis eines kleinen Jungen, der in einer alten Raststätte, die außer Betrieb ist das Treiben auf dem Parkplatz beobachtet. Und es ist ein grausames Treiben. Der Mörder ist ein Auto, die Opfer sind arglose Autofahrer. Das Auto ist wie ein Spinnennetz. Es gibt kein Entrinnen, wenn man erstmal mit dem Auto in Berührung kam. King versteht es aber auch in den anderen Geschichten zu fesseln. Teilweise sind einige Sachen dabei, die bisher noch nichts ins Deutsche übersetzt waren. King ist wie immer eine Klasse für sich. Exzentrisch und scheinbar wie ein nüchterner Journalist beschreibt er seine Horrorvisonen. Und er lädt den Leser ein zu seinem Basar der bösen Träume. Basar der bösen Träume

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Rezension: Stephen King - ‘Basar der bösen Träume’

Von: miss_mandrake

31.03.2017

Klappentext: Hier werden Albträume wahr. Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht. Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« Meine Meinung: Stephen King gehört zu den Autoren, die mich seit meiner Jugend begleiten und begeistern. Bücher wie ‘Carrie’ und ’Needful Things’ haben ich damals überhaupt erst zum lesen gebracht und dank ’Es’ bin ich komplett zu seinem Fan geworden. Man kann durchaus sagen, dass ich mit ihm groß geworden und aufgewachsen bin. Und so wie wir haben sich Stephen King und auch seine Geschichten verändert. Er selbst ist älter geworden und beschäftigt sich in vielen seiner 20 Kurzgeschichten (darunter 2 Gedichte) mit dem Sterben und dem unausweichlichen körperlichem Verfall. Der ‘Horror’, der früher so prägend für seine Geschichten war, tritt deutlich zurück. Geblieben ist dafür seine ehr langsame und tragende Erzählweise, die ich so an ihm liebe. Besonders gut hat mir der Aufbau des Buches gefallen. Vor jeder Kurzgeschichte erläutert der Autor kurz, wie diese entstanden sind und ermöglicht einem somit einen kleinen Einblick in seinen Schaffensprozess. Zu meinen absoluten Lieblingsstorys in diesem Werk zählen unter anderem (Achtung Spoiler!): —- Raststätte Mile 81 (Auf dem Parkplatz einer stillgelegten Raststätte kommt ein schlammverschmierter Wagen zum Stehen. Jeder, der sich diesem Wagen nähert wird gnadenlos ‚gefressen’). -Kleiner böser Junge (Der wegen Mord inhaftierte Leonard Bradley erzählt seinem Pflichtverteidiger eine scheinbar unglaubliche Geschichte, warum er einen kleinen Jungen tötete). -Ur (Ein Amazon-Kindle räumt dem Besitzer ungeahnte Möglichkeiten und Einblicke in Parallelwelten ein. Die Geschichte braucht etwas, bis sie in Fahrt kommt, wartet aber dann mit einer grandiosen Idee auf). Nachrufe (Ein junger Internetredakteur schreibt böse Nachrufe für verstorbene Prominente. Weil ihm eine Gehaltserhöhung abgelehnt wurde, schreibt er einen Nachruf für seine Chefin und diese stirbt kurz darauf). Sommerdonner (Verstörende und gruselige Vision einer postapokalyptischen Welt). Fazit: Stephen King beweist mit ‘Basar der bösen Träume’ einmal mehr, dass er unglaublich gut schreiben und erzählen kann. Allerdings bin ich der Meinung, dass das nicht sein stärkstes Werk ist. Nichts desto trotz sind seine Geschichten in diesem Sammelband einzigartig und größtenteils genial. Für mich ist und bleibt er einfach einer der besten Autoren der heutigen Zeit.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur AUTORENSEITE

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling, Jorge Luis Borges und zuletzt Bob Dylan zuständig. Zu schriftstellerischem Ruhm gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke Hannibal, Alexander und Troja. Im Heyne Verlag erschienen zuletzt Caesar, Die Mörder von Karthago und Die Dirnen von Karthago.

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