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Schneller, gefährlicher, tödlicher – Mr. Mercedes

Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.


ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
Originaltitel: Mr. Mercedes
Originalverlag: Heyne
Paperback , Klappenbroschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-41901-8
Erschienen am  08. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wenn man in den Kopf eines Psychopathen schauen möchte ...

Von: Birgit Pirker

21.02.2019

Shame on me! Natürlich war mir die Trilogie bekannt, ich nahm sie aber nie zur Hand, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Stephen King seine Leser auch mit einem Thriller überzeugen kann! Nun kam dieses Jahr „Der Outsider“ auf den Markt und ich wurde von meinen Buchhändlern gleich vorgewarnt, dass ich unbedingt die Reihe um Bill Hodges und den Mercedes-Killer vorher lesen soll, damit ich mir nicht selbst etwas vorwegnehme. Na dann tun wir das doch mal …. Der Klappentext beschreibt die Ausgangssituation schon sehr präzise. In den Morgenstunden fährt ein Unbekannter mit einem gestohlenen Mercedes in eine wartende Menschenmenge. Ohne Vorwarnung reißt er die Menschen in den Tot, setzt zurück und fährt erneut drauf zu. Ein Jahr später sitzt der pensionierte Detective Bill Hodges auf dem Sofa und weiß sich mit seiner vielen Zeit nichts anzufangen. Seinen letzten Fall – den des Mercedes-Killers – konnten er und sein Partner nie aufklären und das macht ihn auch Monate später noch schwer zu schaffen. Da erreicht ihn ein Brief, in dem sich eben gerade Dieser zu erkennen gibt und ein Spiel mit ihm spielen möchte! Obwohl man von Beginn an weiß, wer der Mercedes-Killer ist, wurde die Geschichte sehr spannend erzählt! Im Wesentlichen verfolgen wir die beiden Kontrahenten Bill Hodges und Brady Hartsfield bei ihrem Schlagabtausch. Bill, der nach seiner Pensionierung in einer Krise steckt und sein Leben am liebsten beenden möchte, bekommt dank der sarkastischen Briefe des Killers neuen Aufschwung und stürzt sich mit Feuereifer in die Ermittlungen. Das diese im stillen und geheimen von Statten gehen müssen, erklärt sich von selbst! Stephen King macht kein großes Geheimnis um die Identität des Mörders. Wir wissen wie er heißt, wo er arbeitet und im Großen und Ganzen sogar, was seine Probleme sind. Warum es trotzdem irrsinnig spannend bleibt, liegt an der Tatsache, dass es unser Protagonist Bill Hodges nicht weiß! King verstand es immer schon meisterlich einen am Innenleben von Psychopathen teilhaben zu lassen. Er zelebriert das „Katz und Maus“-Spiel, lässt den Leser selbst mitfiebern und nicht nur einmal an krassen Situationen verzweifeln. Brady Hartsfield war für mich ein hervorragender Bösewicht! Dank seiner Vorgeschichte, bleibt er für den Leser sehr menschlich, auch wenn man seinen Wahnsinn aus jeder Hauptporen dampfen sieht. Je mehr Aufmerksamkeit er von Bill bekommt (wenn auch nicht immer in der Form, die er gerne hätte), desto extremere Züge legt er an den Tag und einige Gedankengänge ließen mir regelrecht die Haare im Nacken aufstehen! Allgemein ist die Charakterzeichnung in diesem Buch wieder gewohnt meisterlich. Jede Person hat seine Eigenheiten, geht dem Leser nahe und hat einen guten Grund ein Teil dieser Geschichte zu sein! Ich war wirklich erstaunt, wie intensiv Stephen King dieses leider doch sehr aktuelle Thema umgesetzt hat!

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Spannung und das Innenleben eines Psychopathen

Von: Kyra Cade

11.01.2018

Stephen King gilt nicht zu Unrecht als Meister des Horrors. Doch hierbei handelt es sich mal nicht um Monster, die mitten in der Nacht die Menschheit heimsuchen. Sein Werk handelt von wahrem Horror, der uns täglich begegnen kann und den wir oft genug in den Medien verfolgen können. Ein Mensch schnappt sich ein Auto und nutzt es als Waffe. Das geschieht bereits auf den ersten Seiten des Buches und lässt es schon mit einer Horrorvorstellung beginnen. Zuweilen fragt man sich, ob es möglich ist, dass es keine Spur von einem solchen Täter gibt, obwohl man das Auto schnell gefunden hat. Der gestohlene Wagen wird noch eine wichtige Rolle spielen und einige Tode nach sich ziehen, so viel sei vorweggenommen. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel, als der Mörder sich meldet und ein neues Massaker ankündigt - und genau hier beginnt der Hauptteil des Buches. Die Suche nach ihm, die Frage, ob man das Verbrechen verhindern kann und der Wettlauf gegen die Zeit bestimmen die Seiten. King geht dabei geschickt vor. Er gibt Einblick in das Leben und die Gedankenwelt des Psychopathen, der seinen neuen Plan akribisch vorbereitet. Andererseits blickt er Bill Hodges über die Schulter, einem ehemaligen Ermittler, der mit seinem Leben nicht mehr zurecht kommt und täglich zur Flasche und einer Waffe greift, um sich zu erschießen. Die Nachforschungen geben ihm neuen Lebensmut und eine wichtige Aufgabe, der er sich aus moralischen Gründen nicht entziehen kann. Bisweilen zieht sich die Geschichte ein bisschen, weil King nicht geradlinig von Anfang bis Ende erzählt, sondern seinen Figuren Leben einhaucht, sie Gefühle haben lässt, Facetten, die manchmal hinderlich sind und den stringenten Verlauf etwas verzögern. Das sorgt für Längen, die manchmal langweilig scheinen können, weil es einfach nicht vorwärts gehen mag. Trotzdem ist Mr Mercedes ein gelungener Thriller, bei dem die Spannung nicht zu kurz kommt. Gekonnt versetzt sich King in die abstruse Gedankenwelt eines Psychopathen, der nur eines im Sinn hat: zu töten!

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

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