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Iwan Turgenjews erzählerisches Glanzstück endlich in Neuübersetzung

Fjodor Lawrezki kehrt nach Jahren im Westen in seine Heimat zurück, um das Gut seines Vaters zu übernehmen. Seine Ehe mit der selbstbezogenen Warwara ist gescheitert und Fjodor muss sich neu finden. Gegen seinen Willen verliebt er sich in Lisa, eine pflichtbewusste junge Frau, für die ihre Mutter eine ganz andere Partie vorgesehen hat. Der Beginn einer schwierigen Liebesgeschichte... Für seine Landschaftsschilderungen und den lyrischen Grundton seiner Prosa berühmt, war es Iwan Turgenjew, der die russische Literatur endgültig nach Europa gebracht hat. Den Geburtstag dieses bedeutendsten Vertreters des russischen Realismus feiern wir mit einer vielstimmigen Neuübersetzung eines erzählerischen Hauptwerks.

»Turgenjews Erfolgsroman in einer vorzügliche Neuübertragung von Christiane Pöhlmann und mit einem luziden Nachwort von Michail Schischkin.«

FAZ, Kerstin Holm (24. November 2018)

Aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
Originaltitel: dvorʲanskɔjɛ ɡnʲɛzdo
Mit Nachwort von Michail Schischkin
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22121-8
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Scheitern, aber romantisch

Von: Christian Eberli – @thinkingowlish

21.12.2018

Was uns in "Das Adelsgut" von Iwan Turgenjew begegnet ist keine weltverändernde Handlung, oder unvergessliche Romanze. Aber es ist eine Abschrift auf die Frage, "Was ist Glück?", eine mit wunderschönen literarischen Bildern. Fjodor Iwanytsch Lawrezki, unser Protagonist, kehrt nach Jahren im Westen zurück in seine russische Heimat, nachdem ihm seine Frau untreu geworden ist. Zurück in der Stadt O. möchte er pflügen, seine Bauern gut behandeln und redlich sein, da begegnet ihm die hübsche Töchter seiner Verwandten, Lisa Kalitina. Die Charaktere und wie sie scheitern sollen typisch sein für Turgenjew. Marfa, die Großtante besagter Lisa hat es mir am meisten angetan, trotz ihres Alters und ihres Pflichtbewusstsein setzt sie sich für das Glück der jungen Verliebten ein, die ihr ans Herz gewachsen sind, und dabei ist sie eine ganz knorzige, eigenwillige Figur. Was das Buch einzigartig für mich gemacht hat sind die Landschaften, die Häuser, die Einrichtungen. Sie werden bei Turgenjew zu ganz eigenen, schönen, auch romantischen Bildern. Sie sind das Gegenstück zu den unerfüllten Hoffnungen und dem Scheitern in den Figuren. Nebenbei portraitiert das Buch den Wandel des Adels im 19. Jahrhundert. Die Leibeigenschaft sollte abgeschafft werden und so überkam den Adel eine Perspektivlosigkeit und ein Gefühl überflüssig zu sein, dargestellt in der Hauptfigur. Aber auch einige der Bauern verkamen. Alles in allem: Lesen! Überhaupt vergesst ihr viel zu oft die russischen Klassiker! Vielen Dank für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar, lieber hübsch gestalteter Manesse Verlag.

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Ein wunderbarer Roman als schicke prachtvolle Ausgabe

Von: Tobi

15.12.2018

Iwan Turgenjew hat mit Das Adelsgut einen wunderbaren Roman geschrieben. Eine Geschichte mit dem typisch russischen Flair, mit hervorragend ausgestalteten Charakteren und mit einer Story, die sehr authentisch wirkt. Wer Tolstoi mag, der wird auch an diesem Buch seinen Gefallen finden. Der Manesse Verlag hat hier eine sehr schöne Ausgabe vorgelegt, die mich alleine schon von den Farben sehr begeistern konnte. Aber auch die zahlreichen Anmerkungen und die gesamte Aufmachung ist im Premiumbereich angesiedelt. Ein tolles Buch, dass mich motiviert mich auch in naher Zukunft weiter den Russen hinzugeben.

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Vita

Iwan Turgenjew

Iwan S. Turgenjew, 1818 in Orjol geboren und 1883 in Bougival bei Paris gestorben, stammt aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den großen europäischen Novellendichtern. Seine Novellistik bedeutet einen Höhepunkt der Gattung in der russischen Literatur.

Zur AUTORENSEITE

Christiane Pöhlmann

Christiane Pöhlmann (geb. 1968) studierte Slawistik, Germanistik und Geschichte an der FU Berlin, außerdem Russisch und Italienisch im Dipl.-Studiengang Übersetzen an der Humboldt-Universität und der Staatlichen Moskauer Linguistischen Universität. Ihre literarischen Vorlieben sind breit gestreut, reichen von der Übersetzung russischer Jugendliteratur und Fantasy (Lukianenko) bis zur italienischen Klassik (Tarchetti). Christiane Pöhlmann arbeitet auch als Literaturkritikerin (FAZ, taz).

zum Übersetzer

Michail Schischkin ist einer der meistgefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz. Seine Romane »Venushaar« und »Briefsteller« wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als einziger alle drei wichtigen Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Sein Roman »Die Eroberung von Ismail« wurde u.a. mit dem Booker-Prize für das beste russische Buch des Jahres (2000) ausgezeichnet und gilt als sein kompromisslosestes Werk.

mehr Infos

Events

22. März 2019

Musikalische Lesung mit der Übersetzerin Christiane PöhlmannMusik von Jung-Won Kang, Geige und Markus Wenz, Klavier

19:30 Uhr | Berlin | Lesungen & Events
Iwan Turgenjew
Das Adelsgut

02. Mai 2019

Lesung mit der Übersetzerin Christiane Pöhlmann

19:30 Uhr | Husum | Lesungen & Events
Iwan Turgenjew
Das Adelsgut

Pressestimmen

»Feinsinnige Erzählung von einem Mann, der nach Jahren im Westen in seine Heimat zurückkehrt, das Gut seines Vaters übernimmt und sich neu verliebt. Hinter der eleganten Sprache lauert das Drama – ein Erlebnis.«

PLAYBOY, Günter Keil (01. Dezember 2018)

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