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Iwan Turgenjews erzählerisches Glanzstück endlich in Neuübersetzung

Fjodor Lawrezki kehrt nach Jahren im Westen in seine Heimat zurück, um das Gut seines Vaters zu übernehmen. Seine Ehe mit der selbstbezogenen Warwara ist gescheitert und Fjodor muss sich neu finden. Gegen seinen Willen verliebt er sich in Lisa, eine pflichtbewusste junge Frau, für die ihre Mutter eine ganz andere Partie vorgesehen hat. Der Beginn einer schwierigen Liebesgeschichte... Für seine Landschaftsschilderungen und den lyrischen Grundton seiner Prosa berühmt, war es Iwan Turgenjew, der die russische Literatur endgültig nach Europa gebracht hat. Den Geburtstag dieses bedeutendsten Vertreters des russischen Realismus feiern wir mit einer vielstimmigen Neuübersetzung eines erzählerischen Hauptwerks.

»Turgenjews Erfolgsroman in einer vorzügliche Neuübertragung von Christiane Pöhlmann und mit einem luziden Nachwort von Michail Schischkin.«

FAZ, Kerstin Holm (24. November 2018)

Aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann
Originaltitel: dvorʲanskɔjɛ ɡnʲɛzdo
Mit Nachwort von Michail Schischkin
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22121-8
Erschienen am  15. Oktober 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Etwas ganz besonderes

Von: Lea's Lesezauber

16.04.2019

Dieses Buch habe ich durch Zufall entdeckt, weil ich mir vorgenommen hatte mal wieder etwas "anspruchsvollere" Lesekost bzw. etwas klassisches zu lesen. Mir hat die handliche Ausgabe sehr gut gefallen, genauso wie die Gestaltung des Covers, die Kombination der Farben und den Ästen. Außerdem habe ich schon öfter mit den Büchern aus dem Manesse Verlag geliebäugelt und schlussendlich habe ich mich aufgrund der guten Rezensionen für dieses Buch entschieden. Als ich es dann endlich in den Händen halten konnte war ich sogar noch begeisterter, denn hier wurde sich bei der Buchgestaltung so viel Mühe gegeben und es ist das Geld auf jeden Fall Wert! Russische Literatur ist schon etwas ganz besonderes und ich habe mich immer mal wieder daran gewagt, aber man braucht einfach Zeit um diese genießen zu können. Ich habe mich in der Landschaft angekommen gefühlt, denn sie ist so wunderbar bildlich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte selbst dort zu sein. Hier wird ohne großes "Geschwafel" sehr umfangreich beschrieben, vor allem aber sehr poetisch und das auf eine ganz leichte Art und Weise. Ich hatte Angst dafür, dass die Geschichte zu schwer sein könnte aber das war überhaupt nicht der Fall. Eine ganz besondere und vor allem dramatische Liebesgeschichte ist hier zu finden, die zeigt dass es sich durchaus lohnt auch mal den Klassikern wieder Zeit zu geben. Fazit: Zwischendurch juckt es mir in den Fingern mal etwas klassisches zu lesen, diesmal habe ich mich für diese handliche Ausgabe entschieden und es hat mir wirklich gut gefallen. Es war sehr interessant zu lesen und ich habe mir mal wieder bewusst Ruhe und Zeit genommen und konnte deswegen das Buch genießen.

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"Das Adelsgut” von Iwan Turgenjew

Von: Read Ost

03.04.2019

Klassiker lesen? Viele verbinden damit wahrscheinlich lange Schulstunden mit abgefledderten, alten Büchereiausgaben, die nicht unbedingt zum Lesen animierten. Die Manesse Bibliothek verpackt die Geschichten in ein kompaktes, kleineres Taschenformat als Hardcover mit individuellem Design und verleiht so den lesenswerten Bänden ein neues Ich. Seit Start der Reihe im Oktober 2017 sind mittlerweile 15 Ausgaben erschienen und neben Kafkas “Das Schloss”, Swifts “Gullivers Reisen” oder Shelleys “Frankenstein” lassen sich auch unbekanntere Perlen finden. Unser Fokus lag in diesem Fall auf Iwan Turgenjews “Das Adelsgut”, das von Christiane Pöhlmann neu übersetzt und durch ein Nachwort von Michail Schischkin ergänzt wurde. coverIn “Das Adelsgut” kehrt Fjodor Lawrezki nach Jahren in Paris nach Russland zurück, um nach einer gescheiterten Ehe das Gut seines Vaters zu übernehmen. Hier vertreiben sich die Nachbarn die Tage mit Kunst, Musik und allerlei Klatsch und Tratsch und schnell wird Lawrezki durch seine wilde Vergangenheit in der Bohème zum Mittelpunkt des Geschehens. Die Annäherungen mit der schüchternen Lisa führen schließlich zum Unheil, denn die zügellenkende Mutter Lisas hat ganz andere Pläne für ihre Tochter. “Das Adelsgut” spiegelt das gesellschaftliche Leben der Höhergestellten Russlands auf dem Land wider, mit seinen ganz eigenen starren Sitten und Vorstellungen. Iwan Turgenjew gibt seinen Protagonisten viel Raum und Zeit. Und so passiert es, dass ein Treffen mehrerer Personen mehrmals unterbrochen wird, um die komplette Biografie der neu eintreffenden Gäste zu erläutern. Bis zum Erreichen der “zarten Liebesgeschichte”, wie sie im Klappentext bezeichnet wird, braucht man viel Geduld und so kann man ab und zu schon von Langeweile sprechen, die beim Lesen aufkommt und die dadurch begünstigt wird, dass alle Figuren eher blass und eindimensional wirken. Sie alle erfüllen ihren einen Zweck in der Gesellschaft. Es gibt die mondäne Dame und Mutter der Familie, den verarmten Klavierlehrer, den tratschenden Nachbarn, die gefallene Ehefrau … Sie alle erwecken leider keine Sympathie. Ich habe den Roman eher mit einem Schulterzucken beendet, die Begeisterung blieb leider aus, dennoch werde ich mich sicher noch häufiger mit weiteren Titeln dieses so bedeutenden russischen Schriftstellers befassen.

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Vita

Iwan Turgenjew

Iwan S. Turgenjew, 1818 in Orjol geboren und 1883 in Bougival bei Paris gestorben, stammt aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den großen europäischen Novellendichtern. Seine Novellistik bedeutet einen Höhepunkt der Gattung in der russischen Literatur.

Zur AUTORENSEITE

Christiane Pöhlmann

Christiane Pöhlmann (geb. 1968) studierte Slawistik, Germanistik und Geschichte an der FU Berlin, außerdem Russisch und Italienisch im Dipl.-Studiengang Übersetzen an der Humboldt-Universität und der Staatlichen Moskauer Linguistischen Universität. Ihre literarischen Vorlieben sind breit gestreut, reichen von der Übersetzung russischer Jugendliteratur und Fantasy (Lukianenko) bis zur italienischen Klassik (Tarchetti). Christiane Pöhlmann arbeitet auch als Literaturkritikerin (FAZ, taz).

zum Übersetzer

Michail Schischkin ist einer der meistgefeierten russischen Autoren der Gegenwart. Er wurde 1961 in Moskau geboren, studierte Linguistik und unterrichtete Deutsch. Seit 1995 lebt er in der Schweiz. Seine Romane »Venushaar« und »Briefsteller« wurden national und international vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er als einziger alle drei wichtigen Literaturpreise Russlands. 2011 wurde ihm der Internationale Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt in Berlin verliehen. Sein Roman »Die Eroberung von Ismail« wurde u.a. mit dem Booker-Prize für das beste russische Buch des Jahres (2000) ausgezeichnet und gilt als sein kompromisslosestes Werk.

Pressestimmen

»Feinsinnige Erzählung von einem Mann, der nach Jahren im Westen in seine Heimat zurückkehrt, das Gut seines Vaters übernimmt und sich neu verliebt. Hinter der eleganten Sprache lauert das Drama – ein Erlebnis.«

PLAYBOY, Günter Keil (01. Dezember 2018)

»Ein Meisterwerk in neuer und gelungener Übersetzung von Christiane Pöhlmann.«

Hellweger Anzeiger (16. Februar 2019)

»Der Text ist Poesie, Lyrik in Prosa, elegant, ein Gesang.«

Dresdner (Stadtmagazin), Dezember Heft 2018, Markus Kranz

»Für seine Landschaftsschilderungen und den lyrischen Grundton seiner Prosa berühmt, war es Iwan Turgenjew, der die großartige russische Literatur endgültig nach Europa gebracht hat.«

Lebensart im Norden, Ausg. Januar 2019

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